@BilderBerger
ich hatte im Internet widersprüchliche Meinungen gefunden....
ph-Wert - schwach alkalisch bis schwach sauer
von kalktolerant bis kalkunverträglich....
sollten sie im Februar kommen, werde ich es wissen - da hast Du recht.... :wink:
Rhododendron benötigt sauren Boden. Man sollte als nur mit Regenwasser gießen.
Um den Boden wieder saurer zu machen, kann man Sägespäne, Holzwolle, Holzhächselgut ... einarbeiten. Ich habe die Flächen des Rhododendron zusätzlich mit Pferdemist mit hohem Strohanteil abgedeckt, um die Verdunstung zu redutieren. Er scheint es mir zu danken.
Gundulabella hat geschrieben: @BilderBerger
ich hatte im Internet widersprüchliche Meinungen gefunden....
ph-Wert - schwach alkalisch bis schwach sauer
von kalktolerant bis kalkunverträglich....
sollten sie im Februar kommen, werde ich es wissen - da hast Du recht.... :wink:

Gundu,

in unseren (noch) humiden, also vergleichsweise regenreichen Breiten neigen die pH-Werte der Böden eher in den sauren Bereich.

"neutral" oder "schwach alkalisch" ist (bei durchschnittlicher Bodenfeuchte) mit das basischste, was es in unseren Böden gibt.

Ich versteh die Verquickung von Märzenbechern und Rhododendron nicht - das sind Arten, die sich in der Natur gegenseitig ausschließen.

Dann guggstu mal bis Februar.
Auch, wenn ich nur ein Hobbygärtner bin, möchte ich Gundulabella Recht geben.
Der Rhododendron wächst nur auf saurem Boden.
Zum Märzenbecher steht bei wikipedia folgendes:
Die Pflanzenart bevorzugt feuchte, nährstoffreiche, mäßig saure Ton- und Lehmböden, die als Humusform in der Regel auch Mull aufweisen.
Es kann also einen ph-Bereich geben, wo beide Pflanzen leben können. Wie gut das wäre, wird man sehen, oder man findet konkrete Angaben zum ph-Wert, was jede Pflanze für ihr optimales Wachstum braucht.
Der Rhododendron wächst nur auf saurem Boden mit ph-Wert 4,5 bis 5,5.

Was mäßig sauer für ein ph-Wert bedeutet, habe ich nicht genau gefunden. Es dürfte etwa bei 5,0 sein.
Märzenbecher sind sowas Schönes. :D

In unserer Gegend gibts ja vorwiegend Lehmboden. Also hätte ich, ganz unkonventionell, mich irgendwo am Ackerrand ein bisschen bedient. :wink:
Aber vielleicht tun sie es ja auch in Blumenerde.
@Cornus
es ging darum, dass ich im Internet unterschiedliche Meinungen über die Bodenverhältnisse, die der Märzenbecher braucht, gefunden habe....

dabei wurde einmal - zusätzlich zu einer Kalkunverträglichkeit - gesagt, dass man Rhododendron-Erde beischmischen sollte.....

ein anderes Mal wurde Kalkverträglichkeit bei leicht saurem Boden attestiert....

bevor ich einpflanze mache ich mich schlau, weil es doch jedes Mal kostet, wenn man die Pflanzen und Zwiebeln umsonst gekauft hat...

im Moment regnet es endlich mal richtig und ich kann Regenwasser in meinen Kübeln sammeln....(bei uns war zwar immer mal wieder Regen gemeldet - ist aber immer nur ein Bruchteil runter gekommen)....

unser Leitungswasser hier ist wirklich seeehr kalkhaltig..... die meisten meiner anderen Pflanzen sind allerdings kalkverträglich....
dennoch habe ich mir vorgenommen, noch mehr Regenwasser zu sammeln....
re.nate hat geschrieben: Märzenbecher sind sowas Schönes. :D

In unserer Gegend gibts ja vorwiegend Lehmboden. Also hätte ich, ganz unkonventionell, mich irgendwo am Ackerrand ein bisschen bedient. :wink:
Aber vielleicht tun sie es ja auch in Blumenerde.


ich habe nur Blumenerde genommen, da leider kein Lehm für meine Kübel vorhanden....schaunmermal ob die das auch akzeptieren....wenn nicht - Pech gehabt wie @BilderBerger bereits geschreiben hat....

hier ein Auszug:
"Lehmige Gartenerde, die mit reifem Kompost angereichert wird, eignet sich gut für den Märzenbecher. Ist der Boden im eigenen Grün zu locker, hilft eine Zugabe von Lehmpulver, um den gewünschten Zustand zu erreichen. Ebenfalls empfehlenswert ist es, angerottetes Laub unter das Substrat zu mischen. Ist der pH-Wert des Bodens nicht bekannt und sind keine weiteren Frühjahrsblüher vorhanden, sollte zunächst mit Teststreifen für Klarheit gesorgt werden.
Basische oder kalkhaltige Substrate bekommen dem Leucojum vernum nicht gut, weswegen die Erde bei Bedarf angesäuert werden sollte."
Konkret bin ich bei den Märzenbechern auch überfragt.
Ich habe auch die verschiedenen Angaben im Internet gefunden, was mich überrascht hat.
Ich habe es jetzt so verstanden, dass du in einen Kübel / großen Topf die Märzenbecher setzen möchtetest. Wichtig ist, dass keine Staunässe ist.
Wenn ich jetzt alles zusammen fasse, würde ich folgendes machen:
1 Nimm die normale Blumenerde, die einen ph-Wert etwa zwischen 5 und 6 hat.
2 Misch da noch insgesamt etwa ein Drittel Sand, Kies (kleiner 1cm) und lehmige oder tonige Erde dazu.
Märzenbecher wachsen bevorzugt in Aueböden. Diese sind meiner Meinung nach leicht sauer und eher feucht.
Mir sind nur dieses Jahr mehrere Pflanzen in den gekauften Töpfen eingegangen. Ich vermute, dass die verwendete Substat-Erde zu viel Feuchtigkeit gespeichert hat und dadurch die Wurzeln verfault sind. Konkret war es der Salbei, den ich schon seit vielen Jahren im Topf im Freien halte und ich habe nichts anders gemacht.
Es gibt hier einen Wanderweg, der zur Mühlburg führt. An seinen Händen blühen Felder von Märzenbechern im Frühjahr, deshalb zu diesen Zeitpunkt Magnet für Wanderer und Naturfreunde
Umgeben sind von Mischwald , also sind die Bodenverhältnisse wohl nicht kompliziert...
Im Garten machte ich die Erfahrung , dass Schneeglöckchen / Märzenbecher meist über den Winter " verschwinden" bzw. plötzlich in der Wiese wachsen, wo man sie nie gesetzt hatte ...
Alles schon gepflanzt, Märzenbecher, Schneeglöckchen.

Und, wo wollen sie stehen-leben, nicht in unseren künstlichen Beeten mit fetter Erde, die zuviel gegossen und gedüngt wird, sondern unter Waldlaub, angewiesen auf Feuchtigkeit von oben, nicht "überpflegt". Jedes Jahr, wenn zwei/drei Schneeglöckchen bei mir blühen, bin ich glücklich. Wichtiger für die Insekten sind die Krokusse, Traubenhyazinthen und Scillas, und die sind pflegeleichter, Frau Gundu.
@ Ragwurz

Ich finde es besser, jemanden Tipps zu geben, der auf seinem Balkon in der 4. Etage auch Natur einen Platz gibt. Da gibt es leider viel zu wenig Menschen, die so offen für Natur sind.
Blumen und Pflanzen nur in den "Waldboden" zu setzen, wo sie nur Regen von oben bekommen, wäre ziemlich einseitig.
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass du in deiner Wochnung keine Pflanzen hast und die Gäste zu deinem Geburtstag bittet, dir keine Pflanzen einschließlich Blumen zu schenken.
Aber, vielleicht ist es so.
Ragwurz hat geschrieben: Alles schon gepflanzt, Märzenbecher, Schneeglöckchen.

Und, wo wollen sie stehen-leben, nicht in unseren künstlichen Beeten mit fetter Erde, die zuviel gegossen und gedüngt wird, sondern unter Waldlaub, angewiesen auf Feuchtigkeit von oben, nicht "überpflegt". Jedes Jahr, wenn zwei/drei Schneeglöckchen bei mir blühen, bin ich glücklich. Wichtiger für die Insekten sind die Krokusse, Traubenhyazinthen und Scillas, und die sind pflegeleichter, Frau Gundu.


Blausternchen und Krokus hatte ich letztes Jahr gepflanzt - hoffe, dass sie im Frühjahr wieder kommen....wahrscheinlich eher nicht wegen Staunässe......

und da hast Du natürlich recht:
in der Natur ist alles viel einfacher als im Kübel oder Blumenkasten....

wie du weißt und wie ich anfangs im Thread geschrieben hatte, ist es bei uns so, dass die ganzen alten Baumgrundstücke planiert wurden und jetzt Wohnblocks nebeneinander stehen - auf engem Raum...

deshalb habe ich ja diesen Thread aufgemacht und das zweite Wildbienenhotel angebracht.....

weil unsere Obstbaumwiesen bereits etwas weit weg sind für die Wildbienen mit ihrer kürzeren Flugdistanz - möchte ich nach deren Ausschlüpfen auf meinem Balkon Futterpflanzen anbieten....

im Moment warte ich noch auf die Lieferung von 2 schwarzen Johannisbeersträuchern, Blaukissen und Frühlingsplatterbsen....alles im April/Mai blühend und wildbienenfreundlich....

nächstes Jahr im Februar möchte ich mir noch Lenzrosen kaufen....
dann ist aber wirklich Schluss...... :P

sowohl die Frühlingsplatterbsen als auch die Lenzrosen haben tiefe Wurzeln - gehen also nur bei hohen Kübeln !
Gundullabella, ich habe mir jetzt ein Hummelhäuschen für meinen Balkon gekauft - und bin ziemlich neugierig, was und ob was passiert.
Es muss noch innen ausgestalteten werden, wozu ich mir schon Kapok -Kleinstmenge- besorgt habe. Nun brauch ich noch Einstreu, wie Hummel-Willi sie empfiehlt.

https://hummelwilli.de/hummel-zubehoer/

So wächst meine Insektenwohnanlage peu a peu (lach)
das damals hier von Dir empfohlene Wildbienenhotel habe ich als 2. Häuschen angebracht - leider sind höchstens 10 Prozent belegt.....
das bestärkt mich in der Annahme, dass nach dem Ausschlüpfen Futterpflanzen in der Nähe sein müssen....