und das wirst Du bekommen, warum ? weil du es wirklich willst ....
Strippe: das finde ich toll, daß Du den Hund aufgenommen hast. Das würde nicht jeder machen. Hoffentlich darf der Hund, der sein Frauchen nun vermisst, auch bei Dir bleiben. :) So jemanden wie dich könnte ich hier auch "brauchen", für Haus, Garten und Hund, es gibt auch leider keine handwerklich begabten Männer mehr in meiner Familie. :D Schade, daß Du so weit entfernt wohnst.

Ich habe vor Jahren ein Buch gelesen mit dem Titel "Die Sucht, gebraucht zu werden." Selbstbestätigung, Lebensinhalt, Opferrolle, Erziehung, aus welchem Grund auch immer, bis hin zur Selbstaufgabe, das könnte mir nicht passieren, auch wenn man mich manchmal als egoistisch bezeichnet, weil ich lieber meinen eigenen Weg gehe, ich kann nicht anders.
Helfen, wenn es nötig ist, aber ansonsten lebe ich lieber mein eigenes Leben, auch im Alter. Sollte mich irgendeine Rotznase mal "Omma" nennen, dann werde ich fuchsteufelswild. :oops:
himmelblau25 hat geschrieben: "Die Sucht, gebraucht zu werden." Selbstbestätigung, Lebensinhalt, Opferrolle, Erziehung, aus welchem Grund auch immer, bis hin zur Selbstaufgabe
,
Nicht zu vergessen, dass diese Sucht, gebraucht zu werden, auch eine feine/gemeine Art von Manipulation und Machtausübung ist und manches Mal auch Erpressung ("jetzt hab ich soviel für dich getan. Du bist undankbar")

Netter formuliert: "Brauchen/gebraucht werden wollen" = nicht förderlich geleitete Energie.
Statt in die Verbesserung der eigenen Lebenssituation und -freude Energie
zu geben, mündet sie in Sackgassen, die nur mit Traurigkeit und Enttäuschung das eigene Leben blockieren.

Ich denke, es ist so wie bei ungesundem Essverhalten. Man weiß, dass es schadet, dass es die Situation weiter verschlechtert und doch giert man nach der Schokolade zum schnellen Genuss und einlullenden Betäubung.

Deshalb, liebe Himmelblau, besser ein positiver Egoist, als jemand der anderen ein schlechtes Gewissen macht in dem Nullsummenspiel von "brauchen/gebraucht werden / ausnutzen".
Es ist gesünder - für alle !
und bringt die Freude im miteinander, die doch eigentlich ersehnt wird.
Soisses: Manipulation, Machtausübung, Erpressung, das steckt leider nur zu oft dahinter. Andere von sich abhängig machen "Was wärst du ohne mich" und "alles tu ich für Dich, Du bist einfach nur undankbar", also Schuldgefühle wecken, ein ganz übles Spiel, an dem keiner seine Freude hat. In Wirklichkeit steckt die Angst dahinter, in ein tiefes Loch zu fallen, wenn man plötzlich nicht mehr "gebraucht" wird, und oft ist es dann auch so.
das ist eine Form von Missbrauch was ihr da schreibt, und einfach ein ekelhaftes Verhalten gegenüber Anderen.
Die Sucht, der Wunsch, gebraucht zu werden,
kann sich auch anders auswirken.
Ich denke dabei an das Helfersyndrom.
Ich selbst war Krankenschwester in einem sehr belastenden Bereich,,
Dauernachtwache in der Onkologie. Ich hab's wohl gebraucht,
hatte den Wúnsch, gebraucht zu werden, und es hat mich ausgefüllt.
Ich habe aber gelernt, mich so weit abzuschotten, daß es mich nicht
total verbraucht hat. Trotzdem, nach 40 Jahren konnte ich nicht mehr.
Aber was wären denn Krankenhäuser und Altersheime ohne
Pflegepersonal mit Helfersyndrom? Es würde einfach nicht funktionieren.
Es gibt wirklich bequemere Berufe, in denen man leichter seine Brötchen verdienen kann.
Bei Dir, Himmelblau, habe ich im Profil gelesen, daß Du zusätzlich zum Beruf auch noch Mutter und Hund versórgst. Da bist Du ja ,,gebraucht'' genug.
Genau das hatte ich auch, Paß auf Dich auf!

Dieser Thread heißt ja: Macht NUR gebraucht werden glücklich.
Ich möchte mal die Betonung auf das NUR legen.
Ich werde jetzt kaum mehr gebraucht,
und ich genieße es, mir meine Zeit nach meinen Bedürfnissen einteilen zu können. Ich denke, das hab ich mir verdient.
Mich konnte das gebraucht Werden ausfüllen, aber es ist nicht das Einzige, was glücklich machen kann.
flesermutzel hat geschrieben: Dieser Thread heißt ja: Macht NUR gebraucht werden glücklich.
Ich möchte mal die Betonung auf das NUR legen.
.


Richtig verstanden, die Betonung lag auch von mir gewollt auf NUR

Ich fühle mich verstanden
Nö...würde mich nicht glücklich machen :lol: :lol: ..ich bin ja nicht süchtig :)

"gebraucht werden" da schwingt für mich so ein Befehlston mit !
Ich werde gerne gefragt oder angesprochen ob ich helfen kann,je nach Situation, biete ich mich natürlich an, wenn z:B. jemand ein Gipsbein hat,oder ich halte die Tasche auf beim einpacken an der Kasse , wenn schon alle Hände voll sind :lol:
oder, oder.................was nicht zu übersehen ist an Hilfe!
Ich erwarte nichts , daraus ergeben sich dann auch oft recht warme und lustige Gespräche! :D

ansonsten ....was ich tue,tue ich gerne, mit ehrlichem, :D Gesicht,ansonsten laß ich es sein!voila! :wink:
Ich helfe auch gerne, wenn es nötig ist, doch ich lasse mich (nicht mehr) benutzen.
Ich finde sowohl das Thema selbst als auch die Diskussionsbeiträge sehr interessant.
Vielleicht sollten wir versuchen, in unsere Diskussion den Begriff “ Altruismus“ aufzunehmen oder wenigstens berücksichtigen.

Soisses, zu einem Deiner Diskussionsbeiträge (13.02.2019, 14:05) würde ich gern noch einmal nachfragen, ob ich es richtig verstanden habe:


„Brauchen bzw. die Sehnsucht nach "gebraucht werden" unter gesunden Erwachsenen entspringt einer eigenen inneren wie äußeren Leere.“


Ist das nicht vielleicht etwas zu sehr vereinfacht? Die „Sehnsucht nach gebraucht werden“ hat doch auch etwas mit dem Wunsch zu tun, den eigenen Fähigkeiten oder Kenntnissen entsprechend etwas Gutes und Sinnstiftendes für die Solidargemeinschaft zu tun.

Ich kenne eine ganze Menge „gesunder Erwachsener“, denen ich ganz gewiss keine „innere wie äußere Leere“ unterstellen möchte, die im Gegenteil ganz aktiv und selbstbewusst im Leben stehen, aber eben zugleich auch etwas für die Gesellschaft tun wollen, und zwar von sich aus, ohne unbedingt gesellschaftliche Anerkennung oder Wertschätzung einzufordern.

Ich sehe das eher im Sinn von „sozial sinnvollem Handeln“. Wie sähe denn unsere Gesellschaft als Ganzes und das Zusammenleben als Solches ohne diese Leute aus?

Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich bis eben jetzt noch nichts von Fritz Perls (Psychotherapeut, Begründer der Gestalttherapie), auf den Du Dich beziehst, gehört habe.
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himmelblau25 hat geschrieben: Soisses: Manipulation, Machtausübung, Erpressung, das steckt leider nur zu oft dahinter. Andere von sich abhängig machen "Was wärst du ohne mich" und "alles tu ich für Dich, Du bist einfach nur undankbar", also Schuldgefühle wecken, ein ganz übles Spiel, an dem keiner seine Freude hat. In Wirklichkeit steckt die Angst dahinter, in ein tiefes Loch zu fallen, wenn man plötzlich nicht mehr "gebraucht" wird, und oft ist es dann auch so.


da klingt mir der O-Ton von einem Expartner im Ohr:
"was machst Du ohne mich ?"....wer hilft dir bei deiner Anlage ?
ich hab sie dann immerhin noch 25 Jahre ganz alleine gemacht !
ok
was ist das Gegenstück zum "nur" gebraucht werden....
dass wir uns gegenseitig brauchen ?
dass mal der eine stärker ist und uns Rückhalt bietet - und mal der andere ?
Vielleicht sollten wir Menschen fragen, die von niemandem mehr gebraucht werden, die völlig frei und bindungslos durch's Leben gehen und auch von niemandem mehr um Hilfe gebeten werden.
Ob es diesen Menschen wirklich rundrum gutgeht?

Es ist gut, wenn man gebraucht wird!
Wenn ich meine Hilfe anbiete und sie wird dankbar angenommen, dann habe ich nicht das Gefühl ausgenützt zu werden, denn ich mache es aus freien Stücken!
Es gibt auch Situationen, in denen ich mal jemanden brauche und dann tut es gut, wenn mir jemand hilft, bei dem ich nicht das Gefühl haben muss, dass er sich ausgenützt fühlt.
Das alles hat eben viel mit gegenseitigem Vertrauen zu tun!
@gundulabella

die Betonung lag auf NUR -

es gibt doch eine Alternative zum „gebraucht“ werden, oder nenn es Gegenstück.

Auch ohne „gebraucht zu werden“ durch Kinder/Enkel/Ehrenamt können wir Älteren im speziellen die Frauen, ein glückliches Leben führen.

Wer es braucht „gebraucht zu werden“, es gibt ja nicht nur Familie sondern auch zahlreiche Projekte, die sich über Unterstützung freuen.

Die Besinnung auf sich selbst ist in unserem Alter wichtig.
Wenigstens die letzten Jahre des Lebens frei sein von Fremdbestimmung,
sich nicht einspannen lassen, leben und geniessen nach den eigenen Vorstellungen


fragola hat geschrieben: Vielleicht sollten wir Menschen fragen, die von niemandem mehr gebraucht werden, die völlig frei und bindungslos durch's Leben gehen und auch von niemandem mehr um Hilfe gebeten werden.
Ob es diesen Menschen wirklich rundrum gutgeht?

@fragola - jaaaa


Jeder Tag den du erleben darfst, ist ein Geschenk.
Pack es aus und hab Freude daran.
hey - genau auf dieses "nur" bin ich doch eingegangen !
(16.40)