Ob es nun nur mit dem Alter zu tun hat, sei dahingestellt.

Es erschließt sich mir nicht so ganz, wenn ich rundum „die Familie braucht mich“ oder eine gewisse „Freizeit-Hektik“ feststelle, in die viele Singles verfallen.

Die restlichen Jahre des Lebens mal nicht die Uhr im Blick haben, nur die notwendigsten Termine, nicht alles mitmachen müssen, keine Rechenschaft ablegen.
Es einfach geniessen - Zeit zu haben.

Nicht eine Einladung nach der anderen, auch mal nein sagen, ohne schlechtes Gewissen.

Sich mit Menschen umgeben, die einem guttun oder mal ungestört zuhause bleiben.

Es interessiert mich nur mal, ob es noch andere Single-RenterInnen ohne „gebraucht werden“ und „Freizeit-Hektik“ gibt.

Oder hab ich nur allein das Gefühl „nichts versäumt zu haben“


Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet,
ist es vergeblich, sie anderswo zu suchen.
Francois la Rochefoucauld


Und ja, ich steh dazu, ich schwimm auch mal gerne gegen den Strom

aber es schneit ja gerade

Übrigens kann ich nicht soviel antworten :wink: wie ich schreiben möchte
Dann reich ich dir mal die Hand, denn wir sind schon zwei.
Keine Hektik,keine Zwänge,nicht mehr so"wichtig"sein müssen....das sollte das Privileg des Alters sein.
Ist aber nicht immer so einfach.Wie bei allem,die Mischung macht's auch hier.
Nicht gebraucht werden ist genauso schlecht wie "nur" gebraucht werden.
Ein klares Nein kann oft viel bewirken,man muß es nur aussprechen und wird meist nicht weniger geschätzt als ein ständiges Ja.
Soviel Zeit haben wir nicht mehr.....also leben wir lustvoll und tollkühn :lol:
buddleja hat geschrieben: Übrigens kann ich nicht soviel antworten :wink: wie ich schreiben möchte


Dem ist aber ganz leicht abgeholfen :wink: :wink: :wink:
Vor Ostern oder zum Muttertag gibt's sicher wieder vergünstigte Preise bei 50+

Zum "gebraucht werden" nur soviel: Meine Familie, meine Freunde haben mich gern um sich, sie mögen mich.
Das ist mir wesentlich lieber, als gebraucht zu werden.

Meine Schwiegertochter hat ihre Eltern z.B. so dermaßen in Beschlag gelegt mit Kinderhüten, daß auch diese nicht mehr von "gebraucht werden" reden...

Trotzdem glaube ich, daß viele Menschen einfach nicht zufrieden sind, wenn sie nicht "gebraucht werden". Sie lechzen nahezu danach, aber das soll jeder halten wie er/sie möchte.
Meins ist es nicht, ausgenommen in Notfällen. Da helfe ich dann gerne.
Ein auf meine Bedürfnisse zugeschnittenes Mittelmaß strebe ich an.

Auch wenn ich mich über den Satz: "wenn wir/ich dich nicht hätten" schon mal sehr freue......daraus resultierende Verpflichtungen möchte ich nicht mehr.

Aus freien Stücken und gerne da sein, wenn Not am Mann oder wem auch immer ist, mich nicht zu rechtfertigen, wenn ich auf etwas keinen Bock habe und es zu genießen Zeit zu haben, ist genau das, was ich seit Beginn meines "Ruhestandes" praktiziere.

Aus der Perspektive heraus, kann ich mir das zum Teil hektische Treiben meiner Altersgenossen sehr entspannt und total tolerant ansehen :wink:
Sonnenkind, so sehe ich es auch :D :D :D
Zu dem Wort "brauchen" fallen mir zwei Sätze ein:

"Ich brauche dich, weil ich dich liebe"
Ich liebe dich, weil ich dich brauche"

Ein Satz davon ist falsch, welcher ist es?
Für mich sind beide Sätze falsch
man kann jemanden brauchen ohne ihn zu lieben und wirkliche Liebe fragt nicht nach gebraucht werden(seufz :cry: )
Ich sehe das wie EAAA.
Ich will einen Partner doch nicht brauchen.
Jemanden zu lieben bedeutet für mich - ihn annehmen können und gerne mit ihm zusammen zu sein. Weil ich gerne diese Gefühle des Miteinanders und sich zu lieben - leben will.
Brauchen - würde für mich bedeuten, man kann ohne ihn nicht leben.
Brauchen - so geht es mir nur mit Essen und Trinken ;-)
buddelja, du möchtest ja wissen, ob es noch andere ohne Gebrauchtwerdenprobem und ohne Freizeithektik gibt.

Nun, ich würde mich dazuzählen.

Ich möchte echt nicht mehr gebraucht werden. Zu nichts.
Ich möchte mir selbst aussuchen, wann und wie ich jemandem helfe.

Das tue ich bei meinen Kindern, da ziehe ich klar die Bremse, wenn es zuviel wird.
Das tue ich freiwillig auch bei manchen Freunden. Aber es darf nichts sein, was mich auf Dauer zuviel verpflichten würde. Es muß auch wieder ein Ende absehbar sein.


Freizeitmäßig ist es ähnlich. Hauptsächlich mach ich dann etwas, wenn ich Lust drauf habe. Pflichtveranstaltungen mit Verwandten sind manchmal notwendig,
aber keine Pflichtveranstaltungen mit andern Leuten.
EAAs und Kundgebas Ansichten finde ich gut.

Am Schlimmsten für mich wäre, wenn ein Mann, der mich liebt, mich brauchen würde. Das war bei meiner zweiten Ehe so. Das hat mich total eingeengt und verändert. Das möchte ich nie wieder.
,,Die restlichen Jahre des Lebens mal nicht die Uhr im Blick haben, nur die notwendigsten Termine, nicht alles mitmachen müssen, keine Rechenschaft ablegen.
Es einfach geniessen - Zeit zu haben.

Nicht eine Einladung nach der anderen, auch mal nein sagen, ohne schlechtes Gewissen.

Sich mit Menschen umgeben, die einem gut tun oder mal ungestört zuhause'' :D :D :D

Genau so ist es!
Willkommen im Club! :D
@EAA...@Kundgeba...@Melissa....@Flesermutzel

ja ......:
Ja Flattermaus, ungestört zu Hause, aber nur bis die Hexe angeflogen kommt gell.
Glücklich im Alter kann so vieles machen.

Der Eine ist glücklich, wenn er gebraucht wird.
Das kann sein, wenn die Kinder rufen
oder wenn der alte Arbeitgeber noch einen Rat braucht,
oder wenn die noch älteren Eltern der Hilfe bedürfen
oder der Partner allein nicht zurecht kommt.

Die Andere ist glücklich, wenn sie sich frei fühlt,
frei vom Berufsleben,
frei vom Familienalltag,
frei von alten Gewohnheiten und Tugenden
oder frei vom falschen Partner.

Alles ist richtig, wenn es gut tut und die Gesundheit mitspielt.