Allein die Wortkonstruktion, „Das Heiße-Kartoffel-Syndrom“, klingt schon nach Unheil oder aua und autsch und sofort fallen lassen. Wen wundert es, dass es sowohl Hausfrauen sowie Hobbyköchinnen durch schmerzvolle Erfahrung kennengelernt haben. Zu ihrer Entschuldigung sei gesagt, dass die heißeste Kartoffel, nämlich der, eine Partnerschaft, Bekanntschaft oder Freundschaft suchende, verheiratete Mann, es auch oft nicht besser verdient, als sofort fallen gelassen zu werden, weil er den Damen eine tolle Story auftischt und nicht dazu sagt, wer zuhause kocht. Da bleibt dem gutgläubigen Muttchen doch gleich der erste Bissen im Halse stecken und verursacht, den von ihren Deep-Throat-Übungen, für alle Zunft prägenden, verhassten Brechreiz mit Auswurf und Ekel.
Und wenn es auch stimmen würde, dass seine Frau bei einem Fahrradsturz schwere Gehirnblutungen erlitt und in Folge dessen seit Jahren gelähmt und total matsche ist, es spielte keine Rolle. Wenigstens so lange nicht, bis der eigene Mann, völlig überraschend einen Schlaganfall erleidet, der seine Zunge und Gliedmaßen lähmt und ihn zum Pflegefall macht. Nach zig Jahren der Pflege fragt sich Muttchen: „Wer soll das aushalten? Habe ich kein Recht auf einen Mann mit dem ich mich unterhalten kann? Darf ich jetzt keine zärtliche Vertrautheit mehr erleben, nur weil ich verheiratet bin?
Also erstmal:
Ein „Recht“ auf Zärtlichkeit und Sex hat sowieso gar niemand - und schon gar nicht können einem andere dieses gewähren. Wie auch?!

Es ist das eigene Gewissen, das zählt, es sind die eigenen Maßstäbe, die man selbst anlegt an diese, noch bestehende Ehe.
Willst du eine Absolution für die Suche nach einer anderen Frau , oder willst du bestärkt werden bei deinem Festhalten, an dem anfänglichen Vorsatz der Treue??

So richtig verstehe ich wohl dein Anliegen hier nicht.
Ich versteh das Anliegen - zu gut versteh ich es.

Den "gutgläubigen Muttchens" bleibt bereits beim Lesen gleich der erste Bissen im Halse stecken.
Ich bin zwar kein gutgläubiges Muttchen, aber ich bin heilfroh, dass ich nicht gerade esse, denn sonst wäre mir der Bissen auch im Hals stecken geblieben ob des abwertenden Textes.
Ich würde das Recht auf Zärtlichkeit und Sex, wie du zusammenfasst, zu den nicht expressis verbis ausgesprochen Menschenrechten zählen, Grundrechte, die man niemanden entziehen kann. Ausser im Strafvollzug. Bei freiwilligem Verzicht, z.B. aus weltanschaulichen Gründen, steht das Thema nicht zur Debatte.
Übrigens habe ich zwei Beispiele gewählt von Fällen die mir kontaktsuchende Damen geschildert haben. Beide Akademikerinnen, die sich von einem Trauschein und den daraus resultierenden Moralvorstellungen nicht die Lebensfreude nehmen lassen wollten. Hat auch was mit Emanzipation und Selbstbewusstsein zu tun. Nicht gerade verbreitet beim MuttchenTyp.
Ein Recht kann eingeklagt werden, was bei Zärtlichkeit und Sex nicht der Fall ist. Allerdings sind das natürliche Bedürfnisse, die ohne moralischen Zeigefinger allen Menschen zuzugestehen sind.
Unsinn!
Ein „Recht“ könnte man schließlich auch durchsetzen. Wie würdest du dir das denn vorstellen? Gewiss nicht durch trotziges Aufstampfen, wie ein Rumpelstilzchen.

Liebe und Zärtlichkeit bekommt man höchstens geschenkt. Deshalb bleibe ich dabei:

Ein „Recht“ auf dieses Geschenk gibt es nicht.

Was das „Muttchen“- Argument anbetrifft, so erschließt sich mir der Sinn nicht.
Dieses Jammern, dass Mann wie eine heiße Kartoffel fallengelassen wird, hilft dir auch nicht weiter und die Schuldzuweisungen an die Frauen, die dich angeblich nicht verstehen, ist völlig daneben!
Was erwartest du eigentlich?
Nun, diese Konstellation kennen wir ja alle. Mir persönlich ist es etwas zu einfach, Frauen in eine "Muttchen-Kategorie" zu verweisen, wenn sie sich keine Beziehung mit einem verheirateten Mann vorstellen können. Jede soll doch selbst entscheiden können, ohne in eine bestimmte Ecke gedrängt zu werden.
Sehr oft kennen wir Frauen doch diese Geschichten von den Männern, es muss also hunderttausende von pflegebedürftigen Frauen geben … diese Geschichten zu glauben, fällt manchmal schon sehr schwer.
Also lasst doch jeden einzelnen entscheiden, mit wem er/sie Kontakt will oder nicht und zwar ohne Verunglimpfungen.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wundervollen Vorfrühling.
Ich versuche mal,was ich verstanden habe, in Worte zu fassen,
Die Frage lautet für mich.... darf man einen schwerstpflegedürftigen Ehepartner "betrügen" weil man sich nach körperlicher Liebe sehnt, jemanden such mit dem man seine Gedanken teilen kann, ohne daran zu denken den pflegebedürftigen Partner zu "verlassen", hat man ein recht auf persönliches Glück, trotz des vorhandenen kranken Ehepartners.

Ich denke ja hat man, und ich kenne mehrere solche Konstellationen, in denen der Kranke Partner weiterhin liebevoll betreut wird.

Das Umfeld sieh es nicht immer so gelassen und urteilt ganz schnell.

Voraussetzung ist allerdings, dass alle wissen auf was sie sich einlassen.
Vielleicht habe ich ja auch alles falsch verstanden. 8) Ist dann auch nicht schlimm :!: :!: :!: :!:
Keine Sorge, weil du nicht wichtigtuerisch mit der Herde blöckst!
Du hast verstanden worum es geht und was Sache ist. Danke.
Immerhin wären die Professionelle *Damen* viel teuerer als Premium bei 50 + zu sein, dafür stünden sie 24 Stunden zur Verfügung, können sie überhaupt Kartoffel kochen, oder leben sie von Pizza :?:

Allerdings stehen auch hier die bedürftige Herren Schlange und die Muttchen mit dem Syndrom sind in Mehrzahl, behaupte ich mal, ich würde sogar einstampfen, nicht nur fallen lassen, ich hatte schon immer Abneigung gegen Beischlafbettler und Fremdgänger :!:

2.
Muss man sich denn unbedingt auf so niedrigem Niveau einbringen?
Nein, @ EmmaKlein, es geht darum, dass sich in der beschriebenen Konstellation so schlecht ein "gutgläubiges Muttchen" finden lässt, dass sich entweder in der gleichen Situation befindet, oder aber sich auf diesen Deal halt einlässt, niemals die Nummer eins werden zu können, weil die Nummer eins halt besetzt ist und es auch bleibt. Definitv.

Ist schon schwer, so ein Leben mit einem behinderten Partner..... und ohne sein "Recht" auf Liebe und Zweisamkeit haben zu können.....

Da macht man halt mal all die, die diesen Deal nicht eingehen, zu gutgläubigen Muttchen, denen das Schcksal auch mal so ein Los bescheren könnte.....

Und man hat so die Chance, dass sich dann keine Frau mehr auf so einen Deal einlässt, selbstlos wie sie halt mal ist, bzw. zu sein hat, in einer solchen Konstellation.

Und was das dann letztllich mit Enanzipation und Sebstbewusstsein zu tun haben soll, wird mir sicher ein Rätsel bleiben.....
RobFun, das Nivea hast du hier eingebracht mit deiner gewöhnungsbedürftigen Wortwahl, nimm doch besser das im blauen Döschen.

Ich möchte jetzt das Fun in deinem Nick nicht interpretieren, aber es drängt sich leider doch fast ein bisschen auf, das zu tun.

Allerdings könnte man dieses Thema in entsprechendem Niveau und passender Wortwahl durchaus sachlich diskutieren, denn es handelt sich tatsächlich um gar nicht so selten anzutreffende Fakten.
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