Dem optimistischen Hoffen ist das pessimistische Befürchten entgegengesetzt. Durch Beides wird bei Übertreibung oder Untertreibung ein kontraproduktiver Effekt ausgelöst, der zum Misserfolg im Umgang mit Krisensituationen führen kann.

Der besteht beim Hoffen darin, dass man im Rausche (bzw. "Flow") der Begeisterung zu hohe Erwartungen pflegt, die nur auf unangenehme Weise enttäuscht werden können, während zu niedrige Erwartungen dazu führen, dass man sich zwar mit dem begnügt, was man hat, aber mit der Zeit lethargisch wird, und sich auch nicht mehr über die positive Enttäuschung freuen kann, dass die Welt doch noch um einiges besser sein kann, als vermutet.

Beim Befürchten hingegen kann man temperamentbedingt dem Rausch der Empörung verfallen, sodass man in seiner Stimmung der Wut wie ein HB-Männchen beim geringsten Anlass in die Luft geht, was dazu führt, dass man die Vorstellung hat, man könne ja doch noch Etwas unternehmen, indem man zumindest darüber schimpft, anstatt in den katatonischen Zustand des stummen Trauerns über den Verlust des scheinbar Unwiderbringlichen zu versinken.

Ob Hoffnungslosigkeit bereits als ein Befürchten zu werten ist, bei dem man Nichts mehr zu hoffen wagt, um nicht noch einmal negativ enttäuscht zu werden, und ob Furchtlosigkeit bereits ein Hoffen darstellt, bei dem man alle Vorsicht außer Acht lässt, weil man meint, man könne mehr erreichen, wenn man nicht an die Risiken denkt, mag dahingestellt bleiben, weil es ja nicht nur die Extreme gibt, sondern auch einen Übergang vom Einen zum Anderen, bei dem gleich Viel von Beidem enthalten ist.

Insofern gibt’s auch nur ein graduelles Mehr oder Weniger des Einen und des Anderen, um seine Ziele zu verwirklichen - wie etwa, auch in schlechten Zeiten seine gute Laune zu bewahren - , wobei man nur einem vertrauenswürdigen anderen Menschen Etwas anvertrauen kann, während man sich auf seine körperlichen, sozialen und geistigen Fähigkeiten wohl oder übel verlassen muss, weil das leider keine Personen sind, die Einem treu sein könnten, indem sie die Bereitschaft zeigen, ihre gegebenen Versprechen auch gewissenhaft einhalten zu wollen.

Das Gleiche gilt auch für die Welt außerhalb des eigenen körperlichen, sozialen oder geistigen Einzugsbereiches, sofern es sich dabei nicht um Lebewesen handelt, mit denen man derartige Verträge abschließen kann, um darauf hoffen zu können, dass sie ihre Pflichten auch weiterhin gewissenhaft erfüllen, nachdem sie das bisher immer so gemacht haben und durch diesen Treuebeweis ihre Vertrauenswürdigkeit erlangt haben, sodass ein misstrauisches Befürchten, dass sie es ausgerechnet in diesem Falle nicht mehr tun, in diesem Falle unangebracht ist.

Was übrigens das Verständnis für Andere betrifft, so ist dieses bei Denjenigen, die aus irgendeinem Grunde an einer Behinderung leiden, nicht unbedingt größer als bei denen, die nicht darunter leiden, weil durch die vielfach erlittene Verständnislosigkeit von Seiten Nicht-Behinderter die Verständnisbereitschaft beim Behinderten als Zeichen seiner Toleranzbereitschaft im Gegenzug eher reduziert anstatt erhöht wird, denn natürlicherweise tendiert man eher dazu, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, anstatt Gnade vor Recht ergehen zu lassen.

Im negativen Sinne bedeutet das die süße Rache, mit der man dann beweist, dass man immerhin noch in der Lage dazu ist, Anderen zu schaden, wenn man ihnen schon nicht von Nutzen sein kann – außer man verzichtet bewusst darauf, um im Gegenzug dafür eines größeren Nutzens teilhaftig zu werden, wie etwa die Straffreiheit beim Gesetzgeber, die der im Gegensatz zur „höllischen Strafe für Ungehorsam“ als „paradiesische Belohnung für Gehorsam“ in Aussicht stellt.

Das, was man nun auch im nicht-moralischen Sinne bewirken (tun) KANN – und was nicht unbedingt dasselbe ist, wie das, was man auch tun SOLLTE, um mit seinem Machtmissbrauch kein Unglück anzurichten - , hängt, wie gesagt, zum Einen von den in der Vergangenheit dafür bewirkten und nicht bewirkten, und daher versäumten Voraussetzungen ab, und zweitens von den aktuellen, dazu geeigneten Umständen, wozu auch das gehört, was man tatsächlich zu bewirken vermag, anstatt davon, was man lediglich in der Vorstellung gerne bewirken mag, und womit man sozial noch Garnichts bewirkt, außer eben der geistigen Vorstellung von dem, was man bewirken will, selber.

Da allerdings bereits die positive Absicht, zu einem moralisch besseren Menschen werden zu WOLLEN, als der, der man bis jetzt geworden ist, schon zu einer positiveren bzw. jovialeren Einstellung zu anderen Menschen führt, welche man dann auch ganz unwillkürlich in einer anderen Haltung zum Ausdruck bringt, bedeutet das auch, dass man Denjenigen gegenüber, denen man Dank für ihre Wohltaten schuldet, nicht nur wohlgesonnener ist, sondern auch wohltätiger – selbst dann, wenn man aufgrund der eigenen Machtfülle keine besonders negativen Konsequenzen zu fürchten brauchte, wenn man sich nicht bei ihnen bedankte.

So gehört die eigene soziale Einstellung Anderen gegenüber auch zu dem, was man auch unter körperlich oder wirtschaftlich ungünstigen Voraussetzungen und Umständen selber geistig bewirken kann, und was - zusammen mit der richtigen Auswahl der geeigneten Partner, welche die gleiche wohlwollende Einstellung auch Einem selber gegenüber mitbringen - die soziale Kompetenz Desjenigen ausmacht, der in der Lage ist, gemeinsam mit Gleichgesinnten das zu bewirken, wozu er alleine wirtschaftlich oder auch machtpolitisch nicht in der Lage wäre.
Ob Hoffnungslosigkeit bereits als ein Befürchten zu werten ist, bei dem man Nichts mehr zu hoffen wagt, um nicht noch einmal negativ enttäuscht zu werden, und ob Furchtlosigkeit bereits ein Hoffen darstellt, bei dem man alle Vorsicht außer Acht lässt, weil man meint, man könne mehr erreichen, wenn man nicht an die Risiken denkt, mag dahingestellt bleiben, weil es ja nicht nur die Extreme gibt, sondern auch einen Übergang vom Einen zum Anderen, bei dem gleich Viel von Beidem enthalten ist.

Es kann auch den Zustand der Sattheit, der völligen Zufriedenheit geben, in dem man nichts zu hoffen braucht.
Hoffnungslosigkeit ist, wie es mir scheint, zu negativ besetzt und täuscht einen elenden Zustand vor.
Der Übergang wäre dann immer noch ein Zustand in Erwartung, den es beim erfüllt sein für den Moment gar nicht gibt.
Da denk ich, kommt man einem wirklichkeitsnahen Lebenszustand näher, worin der Mensch sich fortwährend in fliessenden Vor- und Übergängen befindet.

Das, was man nun auch im nicht-moralischen Sinne bewirken (tun) KANN – und was nicht unbedingt dasselbe ist, wie das, was man auch tun SOLLTE, um mit seinem Machtmissbrauch kein Unglück anzurichten - , hängt, wie gesagt, zum Einen von den in der Vergangenheit dafür bewirkten und nicht bewirkten, und daher versäumten Voraussetzungen ab, und zweitens von den aktuellen, dazu geeigneten Umständen, wozu auch das gehört, was man tatsächlich zu bewirken vermag, anstatt davon, was man lediglich in der Vorstellung gerne bewirken mag, und womit man sozial noch Garnichts bewirkt, außer eben der geistigen Vorstellung von dem, was man bewirken will, selber.

Was immerhin dennoch schon den Weg hinzu vorbereitet.

Im Weiteren zum Machtmissbrauch noch aus einem Gespräch
zwischen Markus Gabriel und Renata Schmidtkunz:

„Macht ist das Vermögen eines Menschen durch Vorspiegelung höherer
Fähigkeiten, andere Menschen dazu zu bringen, das zu tun was sie
eigentlich nicht wollen.“

So Markus Gabriel


Und die Macht im positiven Sinne von Frau Renata Schmidtkunz erwähnt:
Macht als ordnende Kraft.

Hinsichtlich dieser Feststellung sind sicherlich noch viele konstruktive Gedanken am Werden.


https://www.youtube.com/watch?v=zJ15z_JdM9g
….Es kann auch den Zustand der Sattheit, der völligen Zufriedenheit geben, in dem man nichts zu hoffen braucht. …....

Wer satt ist, nachdem er seinen Hunger gestillt hat, oder zufrieden ist, nachdem er sich mit dem begnügt hat, wovon er meint, nicht mehr zu brauchen als das, was er bereits besitzt, kann dennoch hoffen, dass es auch in Zukunft so bleiben möge, oder aber befürchten, dass es nicht mehr besser, und daher nur noch schlechter werden kann.

Wofür er sich letztendlich bei gleicher Ausgangslage entscheidet, hängt wohl davon ab, ob er wesenhaft ein Optimist oder ein Pessimist ist, was seine Ursache bereits in seiner Körperchemie hat, sodass er sich gar nicht unabhängig von seiner körperlichen Befindlichkeit dazu entscheiden kann, wahlweise das eine oder andere zu sein – auch dann nicht, wenn er es willensmäßig noch so gerne wäre.

…..Hoffnungslosigkeit ist, wie es mir scheint, zu negativ besetzt und täuscht einen elenden Zustand vor. …..

Der elende Zustand muss nicht in seiner sozial oder wirtschaftlich misslichen Lage bestehen, sondern kann auch körperlich begründet sein, sodass die stärkste Kraft, die er hat - nämlich die Willenskraft selber - durch seine körperlich bedingte, mentale Missbefindlichkeit geschwächt wird.

Wenn Jemand kurz vorm Zusammenbruch steht, wird sein elendiger Zustand nicht nur vorgetäuscht, sondern es fehlt ihm dabei tatsächlich die Willenskraft zur Zuversicht, sodass er demzufolge nur noch „schwarz sehen“ kann.

Etwas ganz Anderes ist es mit dem negativen Nicht-Wollen, welches beim gesunden Menschen bekanntlich ja mit derselben Intensität erfolgt, wie das positive Wollen, was damit zusammenhängt, was man mag und was man nicht mag.

…..Der Übergang wäre dann immer noch ein Zustand in Erwartung, den es beim erfüllt sein für den Moment gar nicht gibt.....

Das Erkennen einer Situation, zu der auch der eigene Zustand gehört, ist immer mit einer Erwartungshaltung gekoppelt, welche entweder in einer positiven Hoffnung oder einer negativen Befürchtung besteht, die der Erkenntnis selber inhaltlich wie eine Art unbewusster, mit fertigen Vorurteilen ausgestatteter Zensor vorgeschaltet ist.

Damit tendiert man sogar dazu, die Erkenntnis selber zu verfälschen, damit sie zu den positiven Erwartungen des Optimisten oder zu den negativen Erwartungen des Pessimisten passen, wodurch eine besonders unangenehme Enttäuschung, bei der Alles bisher Gegoltene in Frage gestellt würde, zunächst einmal ausgeschlossen wird.

Die buddhistische Empfehlung hingegen, erst gar keine Erwartungen zu hegen, hat mit dem Leben Nichts zu tun, weil das nicht nur ebenfalls das Pflegen einer Erwartung darstellte, mit der man dann durchs Leben ginge, sondern weil jede Entscheidung, die man treffen muss, um zu überleben, unmöglich wäre, wenn es keine Parameter gäbe, an denen man sie als für diesen Zweck geeignet und damit als richtig, oder als ungeeignet und dementsprechend als falsch bewerten kann.

….Da denk ich, kommt man einem wirklichkeitsnahen Lebenszustand näher, worin der Mensch sich fortwährend in fliessenden Vor- und Übergängen befindet. …..

Um sich nicht nur vor den Unbilden des Lebens optimal zu schützen, sondern auch die sich bietenden Chancen zur Mitgestaltung seines Lebens optimal nützen zu können, bedarf es eines entsprechenden Wissens, sodass man bei einem nicht vorhersehbaren Wechsel der Lebensumstände auch sofort die dazu passenden Alternativen zur Hand hat.

Das macht auch das echte Improvisationstalent aus, anstatt den eigenwilligen Erfinder, der unnötigerweise viel Zeit dafür vergeudet, sich erst eine neue auszudenken, was zwar innovativer sein mag, aber auch wesentlich ineffizienter.

….Was immerhin dennoch schon den Weg hinzu vorbereitet. ….

Die Vorstellung, Teil einer sozialen Gemeinschaft zu sein - auch dann, wenn man gerade Niemanden davon sieht - , hat man dann, wenn man sich dessen einmal auf angenehme oder auch unangenehme Weise bewusst geworden ist.

Diese Primärerfahrung prägt auch die soziale Einstellung zu „Gemeinschaft schlechthin“, wobei der Eine die Zweiergemeinschaft bevorzugt, während der Andere ein Freund der Großfamilie oder anderer, ähnlicher Gemeinschaften ist, in denen er eine festgelegte Rolle spielt, und über die er auch seine soziale Anerkennung erfährt.

Seine sozialen Einstellung der Gruppe gegenüber, aus der auch seine Meinung und auch sein Verhalten ihren Mitgliedern gegenüber resultiert, kann er sich dabei von Denen, die ihm dazu als Spiegel dienen, als richtig oder als falsch bestätigen lassen, wobei es auch zu falschen Urteilen kommen kann, wenn er die Falschen darüber befragt, die sich hüten, ihm die Wahrheit zu sagen, weil sie dadurch Nachteile für sich befürchten.

Die ihm dabei verliehene Macht kann er nun dazu verwenden, um auf gemeinnützige Weise das zu tun, wofür sie ihm verliehen wurde, oder aber zum eigenen Vorteil und damit zum Nachteil Anderer missbrauchen, sofern die sich nicht zur Wehr setzen können, sodass auch der sprichwörtliche Frieden zu seinen eigenen Gunsten nicht gefährdet ist, wenn er sich eine Leibwache leisten kann, die ihn vor dem Unmut der von ihm Geknechteten schützt.

….Im Weiteren zum Machtmissbrauch noch aus einem Gespräch zwischen Markus Gabriel und Renata Schmidtkunz:

„Macht ist das Vermögen eines Menschen durch Vorspiegelung höherer Fähigkeiten, andere Menschen dazu zu bringen, das zu tun was sie eigentlich nicht wollen.“

So Markus Gabriel....


Das ist ein Beispiel für den Einsatz von geistiger Macht zum Zwecke der Manipulation von Erwartungen Anderer darüber, was sie im positiven Sinne hoffen dürfen, wenn sie gehorchen, und negativerweise zu befürchten haben, wenn sie nicht gehorchen, ohne jedoch die Richtigkeit der Behauptung bisher unter Beweis gestellt zu haben.

Problematisch wird es nämlich dann, wenn man gar nicht über die vorgetäuschten wirtschaftlichen oder militärischen Machtbefugnisse verfügt, oder sich die Machtbefugnisse unter falschem Vorwand erschlichen hat, obwohl man gar nicht über die dafür nötigen Voraussetzungen verfügte, oder eben nicht mehr über die dafür nötige Kraft oder andere Ressourcen verfügt, um die verheißenen oder angedrohten Maßnahmen in die Tat umsetzen zu können.

Dann riechen die Widersacher im Kampf um die Allmacht des Eigenmächtigen Blut und beißen den schwächelnden Leitwolf raus aus seinem Amt als Anführer, und/oder mit ihm gegebenenfalls auch noch seine ganze Familie oder Mitglieder der Regierungspartei dazu, indem sie sie mit Hilfe des Militärs gewaltsam beseitigen, falls sie nicht freiwillig den Platz räumen.

Sogenannte vorgezogene Neuwahlen stellen dabei im Rahmen einer demokratischen Variante der „Entmachtung von Herrschern mittels von Stimmenmehrheit aus dem vorher gegen sie aufgebrachten Volk“ nur eine scheinbare sozial gerechtfertigte Begünstigung der bislang zu kurz Gekommenen dar, weil es für eine sowohl gewaltsame als auch friedliche Entmachtung immer eines neuen, mächtigen Anführers bedarf, der diese überhaupt in die Wege leiten und bis zum bitteren Ende organisieren kann.

Um damit auch erfolgreich zu sein, reicht es jedoch nicht aus, nur ein guter Demagoge zu sein, sondern man muss auch über das nötige Kapital verfügen, um sich seine bestechlichen Gefolgsleute im Parlament kaufen zu können, denn sonst wird der Zweikampf zu einem Prüfstein für die real existierende Macht, bei dem sich erst am Ende herausstellt, wer tatsächlich der Stärkere war.

…..Und die Macht im positiven Sinne von Frau Renata Schmidtkunz erwähnt:
Macht als ordnende Kraft. . …


Die Macht als das Potenzial, Etwas bewirken zu können, kann ja selber Nichts bewirken, und damit auch Nichts (an-)ordnen, weil sie keine Person ist, sondern nur die jeweiligen Inhaber der Macht.

Ebenso ist der Begriff der Ordnung als die inhärente Struktur einer Sache oder eines Dinges im moralischen Sinne schwer fassbar, weil das, was - relativ gesehen - für die Einen moralisch gut und damit richtig ist, wie etwa der Sozialismus (Gemeinschaftsorientiertheit) für alle Mitglieder einer Nation, gleichzeitig für die Mitglieder einer anderen Nation, denen gegenüber man sich unsozial (gemeinschaftsfeindlich) verhält, schlecht sein kann.

Das hingegen, was nicht der Ordnung Derer entspricht, welche eine andere Gesellschaftsform haben, als die eigene, stellt deshalb ja noch keine Unordnung dar, sofern sie funktioniert – auch, wenn sie vielleicht nicht für Alle gleichermaßen von Nutzen ist, weil dort die Ehrwürdigen zB mehr Rechte genießen, als Nicht-Ehrwürdigen.

Die Ordnung als moralischer Kitt, durch welchen eine Gemeinschaft sozial zusammengehalten wird, ist jedoch die notwendige Bedingung für Gemeinschaft überhaupt, weil ohne eine Übereinkunft darüber, was man richtigerweise tun darf, und was nicht, um den Fortbestand der Gemeinschaft nicht zu gefährden, diese Gemeinschaft gar nicht existieren kann.

Das bedeutet allerdings noch keineswegs, dass deshalb ein ganzes Volk im Chaos versinken muss - nur, weil kein König mehr da ist, der ihm seine Regeln notfalls mit Gewalt aufzwingt, sofern es sich nicht freiwillig danach richten, und welche später dann zu den allgemeingültigen guten Sitten erklärt werden, weil sie angeblich schon seit Menschengedenken gut für das Volk waren - , wie Historiker gerne behaupten, um die archaischen Systeme der Diktatur oder der Demokratie als die einzig möglichen und damit auch die moralisch am besten geeignete Herrschaftsform für Alle darzustellen.

....Hinsichtlich dieser Feststellung sind sicherlich noch viele konstruktive Gedanken am Werden

https://www.youtube.com/watch?v=zJ15z_JdM9g ....


Auf jeden Fall, nur nicht alle auf ein Mal, weil man sonst leicht den Überblick über das Thema verliert, und damit vor Allem geistig im Chaos versinkt.

Hier noch ein weiterer Gesichtspunkt hinsichtlich einer sozialen (gemeinschaftsorientierten), und damit auch moralisch (sittlich) vertretbaren Gesellschaftsordnung aus dem o.a. Interview:

Die Vorstellung Gabriels von einem modernen, sozialen Gesellschaftsmodell, besteht hinsichtlich der Aufgabe der Gesetzgeber vor Allem darin, moralisch akzeptable Eckwerte für die Gewährung wirtschaftlicher und politischer Machtbefugnisse zu definieren, um eine minimale Voraussetzung für ein „gutes Leben für Alle“ zu gewährleisten, sodass die nun nicht mehr Machtlosen, sondern nur noch weniger Mächtigen keinen Grund mehr haben, gegen die bestehenden, ungleichen Machtverhältnisse aufzubegehren.

Damit folgt er nicht mehr einer willkürlichen, durch Eigeninteressen motivierten „besonderen Güte gegenüber den Verdienstvollen“, - wie das üblicherweise bei den existenzialistisch angehauchten Neoliberalen der Fall ist, die bedenkenlosen Unternehmern alle Macht gewähren, das eigene Maß der Freiheit auf Kosten Schwächerer zu bestimmen - , sondern klammert die Frage nach der Beschneidung der Machtbefugnisse der Übermächtigen einfach aus, weil dieses u.a. dem allgemein gültigen Grundrecht auf Eigentum und Würdigung von Verdiensten widerspricht, und sich politisch gegen den Willen der Besitzenden gar nicht legal durchsetzen ließe.

Die politische Machbarkeit der Entmachtung einer mächtigen Elite, wie es im kommunistischen Manifest von Marx gefordert wurde, ist ohnehin eine Illusion, wenn deren Macht sich nicht nur auf materiellen Reichtum beschränkt, sondern auch auf Erfindungs- und Einflussreichtum, mit dem sie ihre Vormacht selbst dann über Generationen sichern kann, wenn zwischendurch Revolutionen stattfinden, wie es bei denen in Frankreich oder in Russland sichtbar wurde, wonach die Nachkommen der vormals als adelig gegoltenen Familien nur wenig später aufs Neue die Regierungsmacht ergriffen.

Dass sich jedoch die Gegner jeder sozial angemessenen Regelung erdreisten, moralisch gute Menschen als "Gutmensch" zu diskriminieren und sozial denkende Menschen als "Sozialisten" zu beschimpfen, als seien diese Werte an sich bereits schon negativ konnotiert, und nicht etwa nur ihre scheinheilige Variante, mit der sich die Unredlichen tarnen, stellt für Gabriel den Gipfel der Amoralität dar.

Dagegen sollte mit aller geistger Macht durch Aufklärung der Vertrauensseligen vorgegangen werden, die besonders anfällig für den Rassismus und religiöse Indoktrination sind, die auch dem volkstümelnden Nationalismus innewohnt, welcher dazu dient, die eigene Sippe gegen die der anderen - vor Allem auch im moralischen Sinne - schützend abzugrenzen.

Wie die jüngste Geschichte zeigt, führt gerade die Vereinsmeierei des Nationalismus geradewegs in die von vorher systematisch gegen Feindbilder aufgehetzten Fanatikern anschließend demokratisch (mehrheitlich) gewählte Diktatur amoralischer und damit auch asozialer Alleinherrscher, welche dann über die benötigte Macht verfügen, ihre eigenen Gesetze schreiben und auch gegen die bislang als die "gute Sitten" geltende Volksmoral durchsetzen zu können.
Ebenso ist der Begriff der Ordnung als die inhärente Struktur einer Sache oder eines Dinges im moralischen Sinne schwer fassbar, weil das, was - relativ gesehen - für die Einen moralisch gut und damit richtig ist, wie etwa der Sozialismus (Gemeinschaftsorientiertheit) für alle Mitglieder einer Nation, gleichzeitig für die Mitglieder einer anderen Nation, denen gegenüber man sich unsozial (gemeinschaftsfeindlich) verhält, schlecht sein kann.

Da will ich nun doch wieder eher auf Das hinweisen und zurückgreifen, was uns am nächsten ist, nämlich auf die Lebensstruktur in der Familie. 
Ich denke es kommt immer darauf an wie Jemand sich auf ein Gegenüber einstellt, auch einlassen will und kann.
Wie ich schon öfters darauf hingewiesen hab, wäre dies Aufgabe der Eltern, sich dem Kinde so zuzuwenden, wie dies für das Kind stimmig ist und nicht so, dass sich das Kind nach den Bedürfnissen der Eltern zu verbiegen hat. 
Ansonsten entsteht hier schon eine gewisse Unordnung, also ein Durcheinanderkommen eines ungestörten unverfälschten Selbstbewusstseins, was die eigenen zwingenden Bedürfnisbefriedigung betrifft.

Es ist ja kein Märchen, dass ein immenser Teil der Bevölkerung am Rande des absoluten Existenzminimums lebt, was jenen zur Schande gereicht, die dies billigend in Kauf nehmen.

https://www.neurologen-und-psychiater-i ... /ursachen/

Aus dem "auf Kinder eingehen können" lernen die Kinder, die dies erfahren haben, mit ihren Geschwistern und später auch mit ihren Mitschülern und Arbeitskollegen ebenso umzugehen, Voraussetzung ist die dringendst dazu benötigte Zeit, Geduld und Ruhe der Erziehungspersonen.

Somit entsteht auch kaum noch eine Überforderung der Kinder und das unangepasste sinnlose Lehren, Eintrichtern von Lehrstoff, das weder dem Kinde gemäss noch nützlich ist.
Warum Kinder nicht nach ihren eigenen Fähigkeiten gefördert werden, war und  ist mir noch immer schleierhaft, gehen doch somit wichtige Potenziale verloren.

Die Macht als das Potenzial, Etwas bewirken zu können, kann ja selber Nichts bewirken, und damit auch Nichts (an-)ordnen, 
weil sie keine Person ist, sondern nur die jeweiligen Inhaber der Macht.

Die Macht oder Kraft die von einem Menschen ausgeht ist nicht immer die körperliche Tatkräftigkeit oder Hinterlist.
Wenn Menschen in sich ruhend im "Einklang" auch mit ihren Nächsten stehen, ist da auch gebündelte Kraft die die Betreffenden  nicht nur kompetent und beherrscht erscheinen lässt, sondern sie im Dasein auch so wirken lassen.
Die Macht oder Kraft eines Menschen ist nicht immer schlussendlich zerstörerisch, zumindest muss sie nicht zwingend auf diese Weise angewandt werden.
Da kommt, so denke ich, der Egoismus zum Vorschein oder im besten Fall der Verzicht Desselben zu Gunsten der Allgemeinheit.
Hier müsste ein Mündiger soweit ein Wissen angeeignet haben das über die eigene Nasenspitze hinaus denken lässt, zB in dem man sich die Frage stellt was unaufhaltsam und auch unausweichlich aus diesem oder jenem Schritt resultieren wird.
Was hat der Egoist davon, wenn er seine Mitmenschen beherrscht? 
Ist er nicht ein Gefangener in seinem eigenen kleinlich begrenzten und ängstlichen Verhalten Unterdrücker und Gefürchteter sein zu müssen?
Keiner, aber auch nicht Einer ist von diesen Regungen verschont und nicht Einer könnte, wenn er wollte, dem nicht widerstehen.
…..Da will ich nun doch wieder eher auf Das hinweisen und zurückgreifen, was uns am nächsten ist, nämlich auf die Lebensstruktur in der Familie.
Ich denke es kommt immer darauf an wie Jemand sich auf ein Gegenüber einstellt, auch einlassen will und kann.
Wie ich schon öfters darauf hingewiesen hab, wäre dies Aufgabe der Eltern, sich dem Kinde so zuzuwenden, wie dies für das Kind stimmig ist und nicht so, dass sich das Kind nach den Bedürfnissen der Eltern zu verbiegen hat. …..


Wenn man die Gesellschaftsordnungen in der Vergangenheit betrachtet, galt die Familie als kleinste soziale Lebensgemeinschaft natürlicherweise als wichtigster Schutz und gleichzeitig als Kampfverband zur Verteidigung gegen andere, ebenfalls nach der Vormacht strebenden Familien.

Die hierarchische Ordnung diente dazu, eine eindeutige Befehlsstruktur zu ermöglichen, wonach der Vater das letzte Wort hatte, und die Mutter sich im Zweifelsfall unterzuordnen hatte, um unnötige Konkurrenzkämpfe um die Vormacht zu vermeiden.

Das Gehorsamsgebot für die Kinder erfüllte denselben pragmatischen Zweck, sodass es auch zur höchsten Tugend erklärt wurde, sich als Kind solange in die vorhandenen Machtverhältnisse zu schicken, um nicht mit Gewalt dazu gezwungen werden zu müssen, bis man eine eigene Familie besaß.

Dort genoss man als Familienvorstand zwar vollumfängliche Verfügungsgewalt gegenüber den Schwächeren, musste aber auch für alle von ihnen verursachten Schäden gegenüber den anderen Angehörigen einer Dorfgemeinschaft oder den Angehörigen eines Staates geradestehen.

Das dafür essenziell notwendige Sozialverhalten ist somit kein willkürlich bestimmtes, sondern ergibt sich entsprechend der Ökonomie eines optimalen Miteinander-Funktionierens von ganz alleine.

Das bedeutet auch, dass die Eltern besser mit der sanften Gewalt der Verführung oder anderen manipulativen Techniken arbeiten, um das Kind zur Mitarbeit zu motivieren (bewegen), anstatt durch die Androhung und Durchführung von Strafen erst den der gemeinsamen Sache hinderlichen Widerstand hervorrufen, den sie eigentlich vermeiden wollen.

Damit haben es pflichtbewusste Eltern auch großenteils selber in der Hand, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder später ebenfalls ihren Kindespflichten der Fürsorge für ihre alten Eltern nachkommen, sodass es auch als sittliche Forderung im Rahmen eines Generationenvertrags vertretbar ist, oder ob sie sich später für die schlechte Behandlung an ihnen rächen, indem sie diese Pflicht verweigern – selbst dann, wenn sie dafür eine Strafe von Seiten der Gemeinschaft in Kauf nehmen müssen, die damit ja die Hauptgeschädigte ist, wenn sie an ihrer Statt für die Alten sorgen muss.

…..Ansonsten entsteht hier schon eine gewisse Unordnung, also ein Durcheinanderkommen eines ungestörten unverfälschten Selbstbewusstseins, was die eigenen zwingenden Bedürfnisbefriedigung betrifft. …..

Selbst wenn man diese archaische Ordnung auf den Kopf stellt, und die Kinder durch besonders antiautoritäre Erziehungsmaßnahmen an die Macht ließe, bei denen sie selbst bestimmen dürfen, was sie mal sein wollen, wenn sie geschlechtsreif sind - was sie ja auch ohne Erziehung werden, sodass man lediglich drauf achtet, dass sie sich bis dahin nicht gegenseitig den Schädel einhauen - , handelt es sich dabei auch dann immer noch um eine Ordnung, wenn diese nur eine geringe Effizienz für das Funktionieren der gesamten Gruppe hat.

Ihr Selbstbewusstsein hingegen, was das betrifft, was sie gerade sind, muss ja erstmal durch die Umstände zustande gekommen und bereits da sein, um im zweiten Schritt verfälscht werden zu können, sodass es nicht mehr dem anfänglichen entspricht.

Das ist vor Allem dann der Fall, wenn dem Kinde widersprüchliche Vorgaben durch das elterliche Verhalten vorgelebt werden, indem es zB bereits für Bagatellen unverhältnismäßig streng bestraft wird, während man ihm bei gravierendem Fehlverhalten freie Bahn gewährt, oder dies sogar bei ein und derselben Sache nacheinander tut, ohne zu begründen, warum, sodass das Kind gar nicht mehr weiß wo oben und wo unten ist.

Damit gibt es auch keine klaren Idealvorstellungen in Bezug auf das, welches es einmal werden sollte, um die positive Bestätigung durch die Gesellschaft zu bekommen, dass es am rechten Platz ist.

Wenn allerdings die ganze Gesellschaft so asozial ist, dass ein lebenslanger Konkurrenzkampf nötig ist, um einen Platz zu ergattern und zu behalten, wo man der Tätigkeit nachgehen kann, die Einem liegt, ohne bei ungesundem Stress sein tägliches Brot verdienen zu müssen, helfen die schönsten Vorbilder in der Familie Nichts, weil damit letzlich das Ideal selber in Frage gestellt und letztlich als falsch erkannt wird, weil es nicht dazu taugt, in solch einer Gesellschaft zu überleben.

….Es ist ja kein Märchen, dass ein immenser Teil der Bevölkerung am Rande des absoluten Existenzminimums lebt, was jenen zur Schande gereicht, die dies billigend in Kauf nehmen. ….

In einer Gesellschaft, wo die Rücksichtslosesten ihre Idealvorstellungen am herrschaftsfreiesten selbst verwirklichen dürfen, gelten deren asoziale Regeln auch dann, wenn die dadurch Benachteiligten sie zwangsläufig als unmoralisch ansehen müssen, weil sie deren Ideal einer „Gleichbehandlung trotz ungleicher Voraussetzungen“ widersprechen.

Dieses für die Verursacher des Elendes breiter Bevölkerungsteile zwar schändliche, aber nützliche Verhalten, welches eben nur für deren Opfer schädlich ist, brauchen die Täter nicht billigend in Kauf zu nehmen, wenn sie gar keine Nachteile dadurch haben, dass sie Nichts dagegen unternehmen.

Anders wäre es, wenn eine Regierung sie dafür bestrafte, dass sie es tun, obwohl es ausdrücklich verboten ist, womit es sich aber bereits schon um einen Sozialstaat handelte – auch dann, wenn diese sozialen Regelungen auf diktatorische Weise durchgesetzt würden, damit die sozialen Gesetze auch tatsächlich eingehalten werden, weswegen sich die Asozialen natürlich am liebsten für ihre eigene, asoziale Diktatur entscheiden, sobald die als Alternative zur Wahl steht.

So kann man an einem mehrheitlichen Wahlergebnis auch leicht auf den sozialen Status der Gesellschaft schließen, wobei die Asozialen sich gern scheinheiligerweise als die echten Sozialisten aufspielen, um ihre Diktatur moralisch als „von der Gemeinschaft so gewollt, und damit gemeinnützig“ zu rechtfertigen.

…. https://www.neurologen-und-psychiater-i ... /ursachen/ …...Aus dem "auf Kinder eingehen können" lernen die Kinder, die dies erfahren haben, mit ihren Geschwistern und später auch mit ihren Mitschülern und Arbeitskollegen ebenso umzugehen, Voraussetzung ist die dringendst dazu benötigte Zeit, Geduld und Ruhe der Erziehungspersonen. ….


Es geht bei der Moralerziehung auch wesentlich um die zweckorientierte Zielsetzung, denn die größten Verbrecher der Menschheit stammten bisher auch aus hochangesehenen Familien, wo die Herrschsucht nicht nur zur guten, jahrhundertealten Familientradition gehörte, sondern wo die damit verbundene rassistische und damit asoziale Einstellung zu Nicht-Familienmitgliedern zum eisernen Gesetz erklärt wurde, um die Gruppenidentität zu wahren.

Der Spagat zwischen einem idealen Sozialverhalten gegenüber den Mitgliedern der eigenen Sippe oder Nation, worüber ein diktatorischer Tyrann regiert, dem sich Alle unterordnen müssen, damit sie Gnade in den Augen ihres Herrn finden, und dem sogar ausdrücklich erwünschten, asozialen Verhalten allen Nichtmitgliedern gegenüber, kann einen Menschen schon in arge Bedrängnis bringen, weil er dabei ständig Gefahr läuft, an der falschen Stelle das Richtige und an der richtigen das Falsche zu tun.

….Somit entsteht auch kaum noch eine Überforderung der Kinder und das unangepasste sinnlose Lehren, Eintrichtern von Lehrstoff, das weder dem Kinde gemäss noch nützlich ist.
Warum Kinder nicht nach ihren eigenen Fähigkeiten gefördert werden, war und ist mir noch immer schleierhaft, gehen doch somit wichtige Potenziale verloren.....


Wie gesagt, das Ziel in einer herrschaftlich organisierten Gesellschaft gilt nicht die Unangepasstheit, bei der die Kinder ihre Gesetze selber machen dürfen, als tugendhaft, sondern die Anpassung des Kindes an die vorgegebenen, gesellschaftlichen Normen, wobei der Gehorsam als höchste, zu erbringende Anpassungsleistung auch moralisch den höchsten Stellenwert von allen Tugenden innehat.

Das Ideal der optimalen Förderung von Fähigkeiten wird dabei dem Zweck der Erzielung eines maximalen Nutzwert des Menschen für die Gemeinschaft unterstellt, sodass das Glück des Einzelnen allenfalls darin besteht, der Gemeinschaft (bzw. ihren Anführern) optimal dienen zu können, um deren Gunst der Straffreiheit zu erlangen, welche dem Unangepassten und damit Ungehorsamen nicht vergönnt ist.

….Die Macht oder Kraft die von einem Menschen ausgeht ist nicht immer die körperliche Tatkräftigkeit oder Hinterlist. …..

Die vom Menschen ausgeübte Macht im Sinne von „Kraft, um Etwas bewirken zu können“ ist ja nicht zugleich das damit Bewirkte, wie etwa die sozial wirksame, machtpolitische Einflussnahme auf Andere, sondern kann für alle möglichen Zwecke eingesetzt werden, soweit man sie tatsächlich hat und nicht nur zu haben meint.

Die von Schopenhauer als Lebenswille bezeichnete Antriebskraft, die nötig ist, um überhaupt Etwas wollen zu können, ist im Wesentlichen an die zweckmäßige Absicht gekoppelt, die darin besteht, nicht nur Irgendetwas, sondern etwas ganz (Selbst-)Bestimmtes zu wollen.

Vielleicht ist die aber doch nicht die stärkste Kraft im Universum, gegen die selbst die scheinbar Allmächtigen vergebens ankämpfen, sondern einfach nur die Grundvoraussetzung, derer es notwendigerweise bedarf, um seine Absicht geistig formulieren (in eine Form zu bringen) zu können, bevor man sie anschließend körperlich in die Tat umsetzt.

Insofern macht es Sinn, wenn er sagt, dass der Mensch Nichts beabsichtigen könne, wenn er nicht weiß, wie er sich das Beabsichtigte geistig vorstellen soll, wobei das Gewollte oder Beabsichtigte doch schon mit zum Vorstellen-Können und nicht nur zum reinen Wollen-Können dazugehört, wie Schopenhauer in seinem Werk „die Welt als Wille und Vorstellung“ behauptet, und was man ohne seine dem vorausgehende Untersuchung zur "vierfachen Wurzel des zureichenden Grundes“ gar nicht richtig verstehen kann.

…..Wenn Menschen in sich ruhend im "Einklang" auch mit ihren Nächsten stehen, ist da auch gebündelte Kraft die die Betreffenden nicht nur kompetent und beherrscht erscheinen lässt, sondern sie im Dasein auch so wirken lassen. …...


Die Kraft kann ja selber nicht wirken, weil sie keine Person ist, sondern es ist der kräftige oder mächtige Mensch selber, der auf Andere kompetent und stark (ein-)wirkt, sodass die meinen, sich ohne weiteres auf ihn verlassen zu können, wobei seine Stärke auch darin begründet liegen kann, nur eine potenziell nutzbare Macht vorzutäuschen, die er schon deshalb gar nicht haben kann, solange er nicht mal bereit dazu ist, sie für soziale Zwecke einzusetzen.

Dass auch Jemand, dem die körperliche Kraft fehlt, dieses Defizit durch Inanspruchnahme seiner guten Beziehungen zu Andern zu kompensieren vermag, heißt ja nicht, dass er deshalb weniger mächtig sei, als ein körperlich Starker, der es auch mit eigenen Kräften ohne die Hilfe Anderer zustande bringt.

Außerdem heißt das auch nicht, dass die aufgewändete „statische Kraft des Aushaltens“ geringer sein muss, als die spektakulärere „dynamische Änderung der Umstände“, wodurch der Machtausübende vielleicht machtvoller erscheint, als Derjenige, der durch Untätigkeit glänzt, wobei der Anschein jedoch trügen kann.

…..Die Macht oder Kraft eines Menschen ist nicht immer schlussendlich zerstörerisch, zumindest muss sie nicht zwingend auf diese Weise angewandt werden.
Da kommt, so denke ich, der Egoismus zum Vorschein oder im besten Fall der Verzicht Desselben zu Gunsten der Allgemeinheit. …..


Es ist seine Absicht, in der der Mensch seine Kraft benutzt, um damit aufzubauen oder zu zerstören, was entweder nur zum Eigenwohl oder aber auch zum Wohle Anderer geschieht, ohne deren Hilfe er eben nicht die Macht besitzt, alleine entscheiden zu können, was nicht nur er selber tun oder lassen darf, sondern auch die Anderen tun müssen, die schwächer sind als er.

…..Hier müsste ein Mündiger soweit ein Wissen angeeignet haben das über die eigene Nasenspitze hinaus denken lässt, zB in dem man sich die Frage stellt was unaufhaltsam und auch unausweichlich aus diesem oder jenem Schritt resultieren wird. …....


Die Tatsache, dass Jemand gerade nicht die Macht dazu hat, die Gesetze selber zu erlassen, sich am besten den bestehenden Machtverhältnissen beugt, ist ein Gebot der Vernunft, was keine große Mündigkeit oder soziale Kompetenz voraussetzt, sondern lediglich die natürliche Angst davor, von einem Stärkeren mit Gewalt dazu gezwungen zu werden.

Das bedeutet jedoch noch nicht, dass er nicht später doch die Macht dazu erlangen wird, sodass die Vorsorge für das, was eventuell passieren könnte, falls er die Macht doch nicht erlangt, oder sie wieder verliert, keine Argument dafür ist, statt dessen ganz auf das Streben nach der Macht zu verzichten, mit der er sich dann alle Sicherheitsvorkehrungen gegen den Machtverlust auch ohne fremde Hilfe leisten kann.

…..Was hat der Egoist davon, wenn er seine Mitmenschen beherrscht?
Ist er nicht ein Gefangener in seinem eigenen kleinlich begrenzten und ängstlichen Verhalten Unterdrücker und Gefürchteter sein zu müssen?....


Jemand, der krankheitsbedingt oder aufgrund misslicher Umstände lediglich über soviel Kraft verfügt, um sich machtvoll vor der Vereinnahmung durch Andere zu schützen, hat natürlich keine mehr übrig, die er auch noch dazu missbrauchen könnte, um stattdessen willkürlich Andere zu beherrschen, und kann sich demzufolge auch gar nicht unabhängig von den bestehenden Machtverhältnissen dazu entscheiden, sich nicht gemeinnützig, sondern nur eigennützig zu verhalten, wie es einen echten Egoisten kennzeichnet.

Anders ist es bei dem Paranoiker, der aus Angst davor, unterdrückt zu werden, nach immer mehr Macht strebt, um jeweils stärker zu sein, als sein stärkster Widersacher im Wettkampf um die Vorherrschaft, weil damit zwar die Freiheit von der Willkür des Besiegten erreichbar ist, aber nicht die Freiheit vom gewohnheitsbedingten Zwang des Kämpfen-Müssens, weil er niemals sicher sein kann, dass er nicht dennoch eines Tages von einem Stärkeren besiegt wird.

…..Keiner, aber auch nicht Einer ist von diesen Regungen verschont und nicht Einer könnte, wenn er wollte, dem nicht widerstehen. …..

Dass Jemand grundsätzlich nach Macht strebt bzw. eifert, um überhaupt Etwas machen (bewirken) zu können, macht ihn weder zum übermütigen, willkürlich asozialen und damit gemeinschaftsschädlichen Egoisten, der nur an sein eigenes Vergnügen auf Kosten Anderer denkt, sobald ihm klar ist, dass ihn Keiner daran hindern kann, noch zum Überängstlichen, der übermäßig um seine Sicherheit besorgt ist, die er aufgrund von schlechten Erfahrungen des Machtmissbrauchs Stärkerer keinem Anderen mehr überlassen will.

Die gemeinschaftsschädigenden Auswüchse entstehen vielmehr durch das zwanghafte Eifern und Sehnen, welches man auch verharmlosend "Eifersucht und Sehnsucht" nennt, sodass es in den Moralvorstellungen wenig sozialer Gesellschaften sogar als eine Tugend gilt, nachdem es von den jeweils dort Herrschenden so propagiert wurde.

Das machtpolitisch sehr wirksame Prinzip „Teile und herrsche!“ verschafft dem herrschsüchtigen Herrscher dann nur noch einen weiteren Vorteil gegenüber seinen Untertanen zum Zwecke der Sicherung seiner Vormachtstellung, wenn es ihm gelingt, sie gegeneinander in einen kräftezehrenden Wettkampf um seine Gunst zu verwickeln, wobei er immer der lachende Dritte ist, was bereits in der Familie als kleinstem Staat im Staat und damit auch der Wiege der gesamten Menschheit seinen unheilvollen Anfang nimmt.