Laut offiziellen Angaben liegt die Inflationsrate in Deutschland derzeit bei 0,4 Prozent. Bei der gefühlten Inflation sieht es jedoch etwas anders aus. 

Gestern habe ich im Biergarten einmal darüber nachgedacht. Vor drei Jahren habe ich für mein kleines Lieblingsgericht 9,90 Euro bezahlt. Gestern musste ich dafür 15,40 Euro berappen.
Das entspricht einer Preissteigerung von über 55 Prozent. :shock:
Natürlich sind im gleichen Zeitraum viele Dinge auch preiswerter geworden, aber ich spreche hier ja ganz bewusst von der gefühlten Inflation. 

Wenn man aktuell beobachtet, wie die Zentralbanken den Finanzmarkt beeinflussen, dann stimmt mich das sehr nachdenklich. Mittelfristig wird auch das Thema "Helikoptergeld" noch eine Rolle spielen. Die Frage ist eigentlich nicht mehr ob es kommt, sondern wann. :wink:

Vor diesem Hintergrund stellen sich für mich folgende Fragen.

Mit welchen Inflationsraten müssen wir mittelfristigt rechnen?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der EURO nicht überlebt?    

Wie seht ihr die weitere Entwicklung?
Oder glaubt ihr tatsächlich daran, dass wir in Zukunft doch noch positiv überrascht werden?   

:wink:  
1 % wäre bereits gut......
aktuell warten alle auf die Entscheidung der EZB

http://blogs.faz.net/fazit/2015/09/25/d ... zent-6538/


meiner Meinung nach bleibt der Euro......
und der momentan günstige Kurs hilft unseren Exportfirmen......
http://de.tradingeconomics.com/euro-area/inflation-cpi

http://de.statista.com/statistik/daten/ ... natswerte/

http://www.welt.de/wirtschaft/article15 ... efahr.html

etwas weiter geschaut:

zum Thema Soros:

u.a.:
Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Woher stammten die Gelder, mit denen Soros gegen die Lira spekulieren konnte?

Claudio Celani: Dank der Derivathebel konnte Soros mit 50 Millionen Dollar eine Milliarde gegen die Lira wetten und als Leittier die Spekulationswelle führen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Was wissen wir über diesen „Quantum Fund“? Wo ist er ansässig und wie finanziert er sich?

Claudio Celani: Es besteht der fundierte Verdacht, dass Soros seinen „Quantum Fund“ mit Geldern der Rothschild-Bank aufgebaut hat. Der lässt sich damit begründen, dass mindest drei der ursprünglichen Vorstandsmitglieder des Funds offiziell für Rothschilds Interessen arbeiteten: Richard Katz, Niels O. Taube und George Karlweiß. Der „Quantum Fund“, oder besser die „Quantum Funds“, sind in den niederländischen Antillen ansässig, einem Steuerparadies. Soros hat keinen einzigen US-Bürger unter seinen Investoren, um zu vermeiden, dass die US-Behörden ihn irgendwann untersuchen könnten.

Das ist bizarr, wenn man überlegt dass Soros’ Stiftungen als inoffizieller Arm der US-Außenpolitik funktioniert, indem sie die sogenannten „Colored Revolutions“ massiv finanziert haben. In der Tat, ist Soros kein Agent der US-Regierung, sondern der Britischen Krone. Seine langjährige Freundschaft und Geschäftsbindung mit Mark Malloch-Brown, dem ehemaligen Chef des Foreign and Commonwealth Office, zeugt unter anderem davon. Malloch Brown leitet heute die International Crisis Group, eine „Denkfabrik“, die öfter das State Department und den Auswärtigen Ausschuss des US-Kongresses berät.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Gibt es auch Anhaltspunkte dafür, dass Gelder mafiösen Ursprungs in den „Quantum Fund“ geflossen sind?

Claudio Celani: Es gibt viele. Einige davon sind: Einer der „Quantum Fund“-Gründer, Georg Karlweiß, hatte ein paar Jahren davor die Karriere von Robert Vesco finanziert, der später in den USA wegen security fraud und Rauschgift-Handel gesucht wurde. Vesco war die US-Verbindung zum „Logistik“-Chef des Medellin-Kartells, Carlos Lehder Rivas.

Ein anderes Mitglied des „Quantum Fund“-Gremiums ist Edgar De Picciotto, einer der mächtigsten Finanziers unseres Planeten. Seine UBP (Union Bancaire Privée) war 1994 in einen Geldwäscheskandal verwickelt. UBP-Banker Handali wurde 1994 in Miami verhaftet. Die Schweiz sperrte damals wegen Geldwäsche-Verdachts 15 Millionen Dollar auf einem UBP-Konto. Der Swiss-Banker in „Der Wolf von Wall Street“ ist übrigens eine Parodie auf Handali.

Es gab auch Verbindungen zu Marc Rich, der auch in den USA wegen Steuerhinterziehung gesucht und dann begnadigt wurde.

Heute finanziert Soros aggressiv Kampagnen für die Liberalisierung von Drogen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... en-werden/
ich sehe das Problem von einer etwas anderen Warte aus:

im Moment dümpelt die GESAMTE WELTwirtschaft.....

es wird nicht mehr so viel gebraucht und deshalb weniger gekauft - und deshalb wird nicht mehr so viel produziert.....

eines hängt am anderen.....
eine Firma, die weniger verkauft und auf ihren Produkten sitzen bleibt, muss Mitarbeiter entlassen.....

also versucht man, sich durch Niedrigzinsen zu retten und dadurch wenigstens eine kleine Inflationsrate aufrecht zu erhalten - um dadurch die Wirtschaft anzukurbeln.....

Japan haben alle lange genug vor Augen gehabt.......ein Land, das seit über 25 Jahren mit einer Rezession kämpft....eine überalterte Gesellschaft - Renter, die sparen - die wenig ausgeben wollen....
dadurch wird alles immer billiger - immer weniger wird gebraucht - immer weniger wird gekauft.......also wird immer weniger produziert - eine Katze, die sich in den Schwanz beißt....

die "Wirtschaftswunder-Zeiten" - diese "großen Aufschwünge" - sind immer nach einem Weltkrieg entstanden - wenn die Bevölkerung dezimiert war und große Teile des Landes zerstört......
also mußte aufgebaut - gebaut - werden ....

die letzten 70 Jahre hatten wir keinen Weltkrieg mehr .....und kein Land möchte nochmal so einen Weltkrieg .....
also wird versucht, die Wirtschaft - auch ohne Wirtschaftswunder-Aufbau - einigermaßen am Laufen zu halten....

das ist die aktuelle Situation :!:
Niedrigzinsen hin- oder her. 
 
Eine weitere Frage wäre, wie unabhängig agieren unsere Währungshüter eigentlich?  
Wird da gemauschelt? 
was für eine Frage :roll:

jede Währung schwankt täglich ......je nachdem wie groß die eigene Wirtschaftsleistung im Gegensatz zu der Wirtschaftsleistung anderer Länder bewertet wird.....

lies einfach morgens was los ist...... :roll:

http://www.boerse.de/nachrichten/dpa-AF ... et/7697502
am Donnerstag - als die EZB ihre Entscheidung über keine zusätzlichen Lockerungen verkündet hat - hatte der Euro innerhalb von Stunden sehr starke Schwankungen......

und hier die USA:
http://www.boerse.de/top-news/Aktien-Ne ... st/7697769
hier eine aktuelle Zusammenfassung (Donnerstag ist zu weit zum zurückblättern):

Devisen: Eurokurs bleibt unter Druck

NEW YORK (dpa-AFX) -
Der Eurokurs ist im New Yorker Handel am Freitag unter Druck geblieben. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1228 US-Dollar. Im frühen europäischen Handel hatte der Euro noch zeitweise bei 1,1285 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1268 (Donnerstag: 1,1296) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8853) Euro.

Anleger sehen eine gestiegene Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinsanhebung in den USA noch in diesem Jahr. Der regionale Notenbankchef von Boston, Eric Rosengren, hatte sich gegen eine zu lang anhaltende lockere Geldpolitik ausgesprochen. Die US-Wirtschaft drohe ansonsten zu überhitzen, was eine um so raschere Zinsstraffung durch die US-Notenbank (Fed) erfordern könne. Dies wiederum würde das Wachstum belasten. Die Äußerungen von Rosengren sind beachtlich, weil er normalerweise einer lockeren Geldpolitik zuneigt.

Mittlerweile wird an den Finanzmärkten die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank noch in diesem Jahr die Zinsen anhebt, bei rund 60 Prozent gesehen.
Die nächste Sitzung der Fed findet am 21. September statt. Ein höheres Zinsniveau macht eine Währung für Anleger attraktiver und stützt den Wechselkurs. Der Dollarkurs legte am Freitag zu allen wichtigen Währungen zu. Die Entscheidung der EZB vom Vortag, die Geldpolitik nicht weiter zu lockern, hatte den Eurokurs hingegen nur vorübergehend gestützt./la/he

Quelle: dpa
Gundulabella hat geschrieben: was für eine Frage :roll:

jede Währung schwankt täglich ......je nachdem wie groß die eigene Wirtschaftsleistung im Gegensatz zu der Wirtschaftsleistung anderer Länder bewertet wird.....

lies einfach morgens was los ist...... :roll:

http://www.boerse.de/nachrichten/dpa-AF ... et/7697502




Gundulabella,  

natürlich schwanken die Währungen und auch die Zusammenhänge sind mir vollkommen klar. :wink:  

Bei der Frage geht es mir nicht um die Währung, sondern darum, ob unsere Währungshüter z.B. bei Zinsentscheidungen wirklich so frei entscheiden können. Sind sie noch glaubwürdig und haben immer noch alles im Griff? Werden sie von der Politik beeinflusst?
ich glaube, dass unsere Währungen - tagtäglich - von dem Gleichgewicht und den Schwankungen und von den guten und den schlechten Wirtschaftsnachrichten zwischen Asien - Amerika und Europa - beeinflußt werden.....

die Politik kann vielleicht ein bißchen kontrollieren .....doch sie kann die Wirtschaft und die Börse - die inzwischen weltweit zusammenhängt - nicht beeinflussen.....

alles - was jeder einzelne von uns tut - wieviel er verbraucht und wieviel er einkauft - und wieviel seine Fima, in der er angestellt ist - produziert und verkauft ....
das alles ist die Wirtschaft unseres Staates .....
Europa ist ein Staatenverbund ....
manche Staaten in diesem Verbund sind stark - manche weniger .....das ist das Probelm Europas...

ein anderer Verbund ist der Kontinent Amerika - und auch da ist ein Gefälle von Nordamerika zum Süden Amerikas zu beobachten....
(obwohl die Amerikaner den Vorteil haben, dass sie sich schon viiiiiel früher zusammengeschlossen haben - dagegen sind wir Europäer "Jungspunde".....Zusammenschlüsse brauchen Zeit, um zusammenwachsen zu können)......

ein anderer Verbund sind die asiatischen Börsen....
Japan hat immer noch mit seiner Rezession zu kämpfen .....
und in China schwächt sich momentan das Wirtschaftswachstum ab.....

alle anderen Staaten haben die letzten Jahre auf dieses starke chinesische Wirtschaftswachstum gebaut ....China hat Stahl und andere Rohstoffe und Maschinen - regelrecht "aufgesogen" und die westlichen Industriestaaten hatten in China einen zuverlässigen Abnehmer....

es ist aber so wie wir es - im kleineren Stil - in BRD gesehen haben ......
dass sich nämlich ein "Wirtschaftswunder" in den ersten Jahren zwar sehr stark präsentiert - sich danach jedoch abschwächt......

dieses Phänomen wurde beim "Super-Abnehmerland" China nicht einkalkuliert und/oder zu spät erkannt - und es hat sämtliche exportierenden Industriestaaten auf dem falschen Fuß erwischt.....

also ist unser "Industriestaaten-Problem" zur Zeit:
wir produzieren weiter fleißig - doch die Abnehmer/die Käufe sind weniger geworden.....
aus diesem Grund werden die Preise niedriger
(u.a. geringere Benzin-/Heizkosten wegen zu hohen Ölvorräten/zu wenigen Öl-Abnehmern).......

mit der Niedrigzins-Politik wird versucht - weltweit gegen dieses Phänomen anzugehen....

wobei der Erfolg des "aufgedrehten Geldhahnes" - je länger er dauert - desto mehr angezweifelt wird.....
als ich vorhin nach philosphischen Zitaten gesucht habe - habe ich diesen Spruch des "Alten" entdeckt:

Deflation lähmt die Lust zu investieren.
Sie ist die große Zeit der Zinsenfresser - der Wucherer, bei denen die Uhr fortwährend "Zin-sen, Zin-sen" tickt. Und dann steigt eines Tages die Arbeitslosigkeit so stark, daß der Staat eingreifen muß. Und schon haben wir den Staatskapitalismus oder den Marxismus.
Deflation, nein danke! Dann lieber ein bisserl Inflation.

André Kostolany

*****
wobei "investieren" auch heißt - Risiken einzugehen.....z.B. sich selbstständig zu machen - eine eigene Firma zu gründen......

die meisten Erfinder haben ihre Erfindungen in jungen Jahren gemacht - zwischen 20 und 30.....

fast alle Industriestaaten sind irgendwann auf die Geburtenbremse getreten - u.a. auch Japan und China......
obwohl dies zeitlich verschoben war - merken jetzt alle diese Staaten den "Geburtenknick"....

d.h. - aktuell stehen rel. viele ältere Menschen rel. wenigen jüngeren - risikobereiten - konsumierenden/investierenden Menschen - gegenüber.....
jüngere Menschen gründen eine Familie - arbeiten um diese Familie zu ernähren - nehmen Kredite auf - bauen......

älterere Menschen wollen ihr Geld zusammenhalten - damit es ihnen die restlichen Jahre reicht.....

hätten wir die Einwanderer/Gastarbeiter (und mit Fragezeichen die Flüchtlinge) nicht - würde das noch schlechter aussehen (auch mit unserer Rente)......
Bolany hat geschrieben:
...
natürlich schwanken die Währungen und auch die Zusammenhänge sind mir vollkommen klar. :wink:  

Bei der Frage geht es mir nicht um die Währung, sondern darum, ob unsere Währungshüter z.B. bei Zinsentscheidungen wirklich so frei entscheiden können. Sind sie noch glaubwürdig und haben immer noch alles im Griff? Werden sie von der Politik beeinflusst?


Bei der Vita sollte das auch klar sein :wink:

Wen meinst du konkret mit "unsere Währungshüter"?
@Malzmüller


Ich meine damit den EZB-Rat, der über die Höhe des Leitzinses entscheidet.
 
Draghi hat sich am Donnerstag "vernünftig" verhalten und was ist passiert ?

die Anleger waren sauer und der Dax ging auf Talfahrt, weil kein Manna mehr von der EZB kam......

das ist ein Zeichen für mich, dass die Leute die Zusammenhänge zu wenig verstehen.....

alle Länder senken im Moment die Zinsen - nur die USA würden gerne Ende September die Zinsen nochmals erhöhen.....
also würde dann die Schere noch weiter auseinander klaffen.....
wie sich das wirtschaftsmäßig und währungsmäßig auswirken wird - das weiß niemand, weil dieser Zustand schlicht und einfach noch nie da war !
Bolany hat geschrieben: @Malzmüller


Ich meine damit den EZB-Rat, der über die Höhe des Leitzinses entscheidet.
 

... der unter anderem über die Höhe des Leitzinses entscheidet ...

Zu deinen 3 Fragen:

a) Ja.
b) Rhetorische Frage, dazu kann ich nichts antworten
c) Das liegt unabhängig der freien Entscheidungsgewalt in der Natur der Sache

Frage b) solltest du im Politik Forum stellen. Dort wird auf solche Fragen geantwort.
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