Verdandi hat geschrieben:
Nicht Trump ist interessant, sondern die vielen Menschen, die ihn wählen, sind es (s. Thread "Politische Philosophie").

Mein zweiter Satz bezog sich auf den Thread als ganzes, d.h. auf das Thema Gier bzw. Habsucht. Auch wenn Du diese griechisch bezeichnest, bleibt sie für mich ein "gesundheitliches" / ggf. pathologisches Thema - ohne  philosophische Relevanz.




Ob die Gier nach dem Besitz auf gesundheitliches Befinden, auf einen seelischen Mangel zurückzuführen ist oder nicht, ändert nichts an der Situation, dass sie in Trumps Fall wiedermal die Welt bewegt.
Sein Verhalten ist für Millionen Menschen vorbildlich, ein Auslöser sein Gieren zu akzeptieren, zu kopieren und zu stärken, quasi die Gier zum Zweck der Unterdrückung als Lebensphilosophie gut zu heißen.
die "Gier als Lebensphilosophie"....

das hat was :!:
…."Aus hochstrebenden und ehrsüchtigen Männern werden zuletzt erwerblustige und geldliebende, und den Reichen loben und bewundern sie und ziehen ihn zu Ehren, den Armen aber achten sie gering.“ ….

Ein Satz, der es in sich hat: Zunächst geht es um das Hochstreben, anstatt nur um das einfache Streben, und dann um die Streber, die nicht nur einfach nach Ehren streben, indem sie der Ehre begehren - also ehr(be)gierig sind -, sondern die von dem übermäßigen (zwanghaften und daher krankhaften) Streben nach Ehre schon süchtig (also krank) sind (oder meint der Übersetzer damit etwa lediglich den zwanglos Ehrsuchenden, der keineswegs krank, sondern ganz gesund ist?)

Heute sagt man ja nicht mehr „ehrsüchtig“ sondern „ehrgeizig“, was aber mittlerweile auch eine ganz andere Bedeutung zugewiesen bekommen hat, indem man den Ehrgeiz nämlich positiverweise als „Zielstrebigkeit“ versteht, während er eigentlich bedeutet, dass man nicht etwa nach Ehren STREBT (oder zwanghaft giert), sondern viel mehr damit GEIZT, nachdem man sie bereits erlangt hat, indem man seinen Ehrenplatz nicht mit Anderen zu teilen bereit ist, wobei da auch noch das zwanghafte Streben nach immer mehr Geltung hinzukommt, sodass man als geltungssüchtig gilt.

Das „Süchtig-Sein NACH Etwas“, was eigentlich einem „Suchend-Sein“ entsprechen soll, hat jedoch Nichts mit dem „krankhaften Streben“ im Sinne einer Zwanghaftigkeit zu tun, bei der der Zwanghafte z.B. unter dem Zwang der Gewohnheit oder einer Obsession handelt, und auch Nichts mit dem Krank-Sein, welches auf der Zwanghaftigkeit des Strebens beruht, sodass man richtiger sagen müsste: „Süchtig-Sein VON Etwas“ und "Suchend-Sein, bzw. auf der Suche sein, NACH Etwas".

Wenn man nun die äußeren Zwänge durch die Erziehung und gesellschaftlich bedingte Repressalien als Ursache für die gewaltige Anpassungsleistung des sich selber Zwingenden bei der Selbstzensur annimmt, nimmt es kein Wunder, wenn diese Zwänge dann so verinnerlicht worden sind, dass sie zum Selbstläufer werden, und der Betreffende gar nicht mehr extrinsisch mit Inaussichtstellung von Belohnung oder dem Androhen von Strafen zu Höchstleistungen motiviert zu werden braucht, sondern sogar intrinsisch motiviert ist, den Weg des leichtesten Widerstandes zu gehen, indem er gehorsam das tut, was man ihm eingehämmert hat, und was er am Ende auch für richtig hält, sofern er damit erfolgreich ist - selbst wenn er dafür über Leichen gehen muss.

Die "Gier als zwanghaftes Streben nach Besitz von Ruhm und Ehre" und der "Geiz als zwanghaftes Festhalten des Besitzes von Ruhm und Ehre" muss den Ehrgierigen und Ehrgeizigen selber jedoch noch nicht krank machen, sofern er noch in der Lage ist, sozial auf angemessene Weise zu reagieren, denn das Krank-Sein wird ja dadurch definiert, dass man sich nicht mehr an die sozialen Anfordernisse innerhalb der menschlichen Gemeinschaft anpassen kann, sodass man nicht nur der Rücksichtnahme durch Andere, sondern sogar fremder Hilfe bedarf.

Dadurch, dass „geldliebende Männer“ eine Lust dabei empfinden, nicht nur das Geld, was sie bereits besitzen, sondern auch die damit verbundene Geltung bei Gleichgesinnten zu genießen, werden sie auch zu Geltungsliebenden, wobei das Geld nur noch die Funktion eines symbolischen Entgeltes für Leistungen oder Sachgüter innehat.

Zu unterscheiden sind die „den Besitz des Geldes Liebenden“, die das EIGENTUM lieben, welches sie bereits besitzen, von Denjenigen, die das STREBEN nach dem Eigentum lieben, welches sie noch nicht besitzen, sodass die zwanghaft danach Gierenden aus dem Begehren selber (nämlich dem zwanghaften Streben nach dem Besitze) ihre Geltung bei Denjenigen beziehen, Denen es auch vorrangig um das Gieren nach Besitz geht, welches als Belohnung für den Sieg im Wettkampf mit Anderen, über die sie dann triumphieren können, in Aussicht gestellt wird.

Diese für das „erfolgreiche, zwanghafte Streben (oder Eifern) nach der Vormachtstellung über Andere“ in Aussicht gestellte Geltung wäre dann das „Ziel eines EIFERNS“ bis zu dem fiktiven, aber niemals erreichbaren Punkt, wo man allmächtig ist, während das „Ziel des BEGEHRENS“ noch eine andere Komponente beinhaltet, die Nichts mit einem Wettbewerb zu tun hat, sondern darum, den Besitz eines Anderen zu begehren, indem man ihm Diesen mit Gewalt wegnimmt, um ihn sich selber einzuverleiben sodass es auch in den Sozialgesetzen heißt: „Du sollst nicht das Eigentum deines Nächsten begehren!“, was durchaus nicht bedeuten muss, dass man Diejenigen, die Einem nicht nahestehen, nicht trotzdem nach allen Regeln der Kunst überfallen, ausrauben oder ausbeuten darf.

Hier ist die Frage, ob das Ansinnen (wie man heute das Begehren versteht, welches der eigentlichen Handlung der rechtmäßigen oder widerrechtlichen Inbesitznahme vorgeschaltet ist) nicht bereits schon alleine moralisch verwerflich ist - auch wenn mans dem Begehrenden nicht nachweisen kann - , oder erst der tatsächliche Versuch einer widerrechtlichen Inbesitznahme fremden Eigentums, nachdem man der Versuchung des verlockenden Besitzes nachgegeben hat, was man ja dann auch nachweisen und bestrafen kann, damit sich die Wiederholung dieses Verbrechens nicht mehr für ihn lohnt.

Besonders schwierig ist es bei der moralischen Beurteilung des Begehrens eines Ehrenplatzes von Seiten eines Ehrwürdigen, dem dieser Ehrenplatz als Lohn für seine Leistungen in Aussicht gestellt wurde, was daher gesellschaftlich sogar positiv sanktioniert wird, selbst wenn er Anderen, ebenso Ehrwürdigen, diesen Ehrenplatz durch sein rücksichtsloses Erfolgstreben streitig macht, denn in einer Konsum- und Leistungsgesellschaft, wie der unsrigen, gilt nicht nur der Geiz sondern auch die Gier als geil, weil ohne das "zwanghafte Begehren nach immer mehr an Besitz" auch der "Wettlauf um immer mehr Profit zum Nachteil Anderer, die man damit um ihren gerechten Schadensausgleich betrügt" zum Stillstand käme.
Besonders schwierig ist es bei der moralischen Beurteilung des Begehrens eines Ehrenplatzes von Seiten eines Ehrwürdigen, dem dieser Ehrenplatz als Lohn für seine Leistungen in Aussicht gestellt wurde, was daher gesellschaftlich sogar positiv sanktioniert wird, selbst wenn er Anderen, ebenso Ehrwürdigen, diesen Ehrenplatz durch sein rücksichtsloses Erfolgsstreben streitig macht, denn in einer Konsum- und Leistungsgesellschaft, wie der unsrigen, gilt nicht nur der Geiz sondern auch die Gier als geil, weil ohne das "zwanghafte Begehren nach immer mehr an Besitz" auch der "Wettlauf um immer mehr Profit zum Nachteil Anderer, die man damit um ihren gerechten Schadensausgleich betrügt" zum Stillstand käme.

Wohin sollte die Erkenntnis über die eigene Gier und die der Anderen führen?

Die Fragen über die Entstehung sind auch zum grössten Teil hier schon sehr treffend analysiert und dargelegt worden.

Es geht also gar nicht darum ob gieren nach (in) Besitz(nahme) nur „böse“ Menschen betreffen, sondern vor allem wie kann die Gier, die zur Sucht ausgeartet ist geheilt werden, oder besser, wie kann die Sucht überhaupt vermieden werden.

Das wäre also ein Balanceakt, der Jede/r für sich ausmachen müsste.

Wenn man die Auswüchse des Gierens in der heutigen Gesellschaft sieht, kann man auch sagen, dass sich das System des zwanghaften Gierens längst verfestigt hat und zur sogenannten Normalität geworden ist.

Also geht das zwanghafte Gieren längst über das natürliche Ansaugen, Einverleiben und Festhalten (flippa 1) hinaus und ist auseinanderzuhalten.

Gehen wir dann die Entwicklungsschritte mit dem Säugling und dem Kleinkind weiter, können wir erkennen was nach Bevorzugungen in der häuslichen Gruppe und im Vorschulkindergarten weiter geschieht.
Sobald die Betreuungsperson den Fokus auf ein bevorzugtes Kind richtet, beginnt der Eifer der anderen Kinder nach Gleichbehandlung.
Durch diese Selektion entsteht die Gier zum "Beziehungsbesitz“ also die übertriebene Gier nach Beachtung und Anerkennung, die man auch mit niemand Anderem bereit ist zu teilen, genauso wie das beim auserwählten Kinde selber auch der Fall sein kann.

Aber eben
Wie Herbstrose am 12. Oktober schon bemerkte

„Wen soll das bewegen, Habgier zu bekämpfen, wenn sich niemand selbst als "habgierig" ansieht?
Und die Trennung von überflüssigem Besitz bedeutet noch lange nicht Einsicht in übersteigerte Besitzgier.
Da weder das von dem Begehrenden zwanglos noch zwanghaft betriebene Begehren bereits eine Krankheit namens Habsucht darstellt, unter der er leiden muss, sondern erst sein vergebliches Ankämpfen gegen den Zwang, den Andere auf ihn ausüben, indem sie ihn zum Gieren nötigen, damit er zum Lohn dafür von ihnen wohlgelitten wird, ist sein verstärktes Gieren genau das Mittel, um sein Leiden zu beheben.

Vielleicht kann man das Gieren auch gut mit dem "Streben oder Eifern nach Etwas" vergleichen, während man Begehren eher einem "passivischen Sehnen entspricht, bei dem man hofft, Etwas zu bekommen, auch ohne danach aktivisch gieren zu müssen

Zur Krankheit hingegen führt vor Allem der dauerhaft erzwungene Verzicht auf das Begehrte wider Willen, nachdem das Gieren vergeblich war, sodass der Gierige aufgrund eines nicht gedeckten Bedarfs an einer Mangelkrankheit dahinsiecht.

Ansonsten sind Diejenigen die Leidtragenden, die durch das übertriebene Gieren des Gierigen geschädigt werden, der sich nicht mit dem Besitz Dessen begnügen will, was er für ein gutes Leben ohne Not braucht, und sich daher am gemeinschaftlichen Besitz auf Kosten Anderer gütlich tut.

Daher möchte ich an dieser Stelle noch Etwas zur „Pflicht des werterhaltenden Bewahrens von gemeinschaftlichem Besitz“ hinzufügen:

Goethes „Was du von deinen Eltern hast ererbt, erwirb es, um es zu besitzen!“ weist auf die ererbten Eigenschaften und damit verbundenen Fähigkeiten hin, die man auch Talente nennt, aus denen man Fertigkeiten machen soll, um sie auch für sich und für Andere nutzen zu können.

Damit wird das Besitzen nicht nur als ein statischer Endzustand des aktivischen Gierens nach dem Besitze angesehen, wobei das dabei zwangsläufig angehäufte Vermögen zum Selbstzweck wird, sondern als eine passivische Tätigkeit, mit der man seinen Besitz klug verwaltet, um einen maximalen Nutzen daraus zu ziehen.

Eine ererbte Eigenschaft, aus der man Nichts macht, ist wie ein vergeudetes Talent (griechisches Maß, womit Besitzgüter gewogen und jeweils mit dem Gewicht von 27 Kg Silber pro Talent bewertet wurden), was – auf das Geld als Symbol für Wirtschaftsgüter und Leistungen bezogen – bedeuten würde, dass man seinen Besitz hortet, anstatt ihn für das zu nutzen, womit das Leben lebenswert wird, indem man das Geld als Entgelt für Güter und Dienstleistungen dadurch zirkulieren lässt, dass man es an Andere abgibt, um es bei ihnen gegen das, was man benötigt, einzutauschen, womit man für sie nicht nur zum begehrten Handelspartner, sondern sogar zum beliebten Geschäftsfreund wird.

Der Geizige hingegen, der sein Wissen nicht an Unwissende weitergibt, ist genauso arm dran, weil er dafür keinen Gegenwert einhandeln kann, wie der Riese, der den Nachbarskindern verbietet, in seinen Garten zu spielen, sodass bei ihm der soziale (und nicht emotionale) Winter Einzug hält.

Darüber hinaus ist das Verweigern der Weitergabe von Wissen an Folgegenerationen sogar schädlich für die ganze Gemeinschaft und führt - ähnlich wie bei einer Naturkatastrophe, bei der viele Fachleute zu Tode kommen und ihr ganzes Wissen mit ihnen verloren geht - unter Umständen zur Degeneration des kulturellen Vermögens der gesamten, bisher mühselig zivilisierten, Menschheit.

Was hingegen das Geizen mit Emotionen betrifft, die man als „nachdrücklichen Hinweis auf sein Begehren im Sinne einer Forderung“ anstatt lediglich einer Bitte einsetzen kann, oder als Verweigerung derselben, um sich gegen eine unverschämte Forderung zu erwehren, so ist dies ein zweischneidiges Schwert, weil es ja nicht nur positive Emotionen gibt, die für Andere angenehm sind, sondern auch negative, die einen gegenteiligen Effekt haben.

Weiter geht es mit der Glücks-Gunst als ein „Vermögen im Sinne eines zu gewährenden Vorschusskredites“, den man Jemandem erweisen kann, sofern man als Gönner dazu in der Lage ist, ihn glücklich zu machen, indem man seine Wünsche erfüllt.

Jemandem erfolgreich Glück zu wünschen, bedeutet also auch, dass man über die nötigen Mittel verfügt, um dieses an der richtigen Stelle für ihn bestellte Glück auch bezahlen zu können, wozu Derjenige, der kein über das lebensnotwendige Maß hinaus gehendes Vermögen besitzt, welches er extra dafür erworben hat, um es zu diesem Zwecke veräußern zu können, nicht in der Lage ist.

So verhallt nicht nur der magische, ans Universum gerichtete Wunsch ungehört, weil das Universum keine Wünsche erfüllen kann, sondern der scheinbar joviale Gönner enttäuscht damit auch seine Handelspartner, bei denen er mit seinen Zusagen eine Heilserwartung geweckt hat, die er gar nicht erfüllen kann.

Die werden sich dann fortan nicht mehr mit seinen nicht vorhandenen, guten Beziehungen zu einem grundgütigen Vater im Himmel, der auch mit kleinen Opfergaben zufrieden ist, von ihm blenden lassen, sondern zum Ausgleich dafür, dass sie es ihm ja offensichtlich wert sind, gleich in cash verlangen, was sie glücklich macht, indem sie sagen: "Wünsch mir kein Glück zum Geburtstag, sondern schenk mir lieber 10 Euros!", um sich selber genau das davon kaufen zu können, was sie haben wollen, anstatt nur das, was sie nach der Meinung ihres Geldgebers haben sollen.

Nun noch einmal zu Deiner Frage speziell - auch wenn schon Manches darüber gesagt wurde:

..Es geht also gar nicht darum ob gieren nach (in) Besitz(nahme) nur „böse“ Menschen betreffen, sondern vor allem wie kann die Gier, die zur Sucht ausgeartet ist geheilt werden, oder besser, wie kann die Sucht überhaupt vermieden werden..


Der Verzicht auf das Gieren umschließt sowohl die Unterdrückung des begehrenden Impulses, noch mehr in seinen Besitz zu bringen, als auch den Geiz, von seinem bereits angehäuften Besitze Etwas abzugeben, wodurch nicht nur die Zukunftsangst geschürt wird, dass man in schlechten Zeiten doch nicht genügend Reserven zur Verfügung haben könnte, um am Leben zu bleiben, sondern auch die Verlustangst, das bisher Erlangte gar nicht nutzen zu können, weil man schlecht gewirtschaftet hat, sodass es am Ende für Notzeiten nicht mehr ausreicht.

Die Verschwendung führt beim Eigennützigen zum Einen zur Völlerei, bei der er den Hals nicht voll genug bekommt, weil ihn nicht der Besitz befriedigt, sondern nur das unaufhörliche Streben danach, und zum Anderen zum übertriebenen Bewahren eines Besitzstandes, wie es beim Messi der Fall ist, der Alles hortet für den Fall, dass er es nochmal braucht, und dann dabei verhungert, weil er seinen Besitz nicht veräußern will, um im Austausch dafür Etwas zu erwerben, was er tatsächlich braucht.

Diese Art der zwanghaften Askese durch Geiz, bei dem man sich selber Nichts mehr gönnt, dient in der Tat nicht dazu, sich von der Habsucht zu befreien, sondern steigert diese sogar noch ins Unermessliche, wobei man gleichzeitig am vollen Kochtopf verhungert.

Das Dilemma besteht darin, dass man nicht auf den Reiz der momentanen Bedürfnisbefriedigung verzichten will, und daher nicht damit aufhört, wenns gerade am schönsten ist, sondern immer erst so lange wartet, bis das Leiden am Überfluss den Überdruss so groß hat werden lassen, dass dieser dem Genießer den ganzen Genuss verleidet.

Dieses geschieht besonders durch wohlmeinende Spaßverderber, die versuchen, den Gierigen vor dem eigenen Untergang zu bewahren, indem sie ihm einreden, dass die Trauben viel zu sauer seien, oder außerdem unerreichbar hoch hingen, sodass sich die Mühen, danach zu gieren, erst gar nicht lohne, wobei hier nicht der moralisch verwerfliche Aspekt der Fremdschädigung an erster Stelle steht, sondern der der Selbstschädigung, welcher noch gar keine sozialen Aspekt beinhaltet.

Daher drohen die Moralapostel dem asozialen Egoisten auch vergeblich mit den Höllenqualen einer bevorstehenden Bestrafung für den Fall, dass Derjenige, der über seine Verhältnisse gelebt hat, am Ende arm wie eine Kirchenmaus ist, und sich daher trotz seiner bewusst groben Fahrlässigkeit von der Allgemeinheit durchgefüttert lassen muss, um nicht Hungers sterben zu müssen, denn einem nackten Mann kann man bekanntlich nicht in die Tasche greifen..

Das selbe gilt für den Fall, dass der Lebemann so sehr Raubbau an seiner Gesundheit betrieben hat, dass er seinen Teil zum Gemeinwohl gar nicht mehr beitragen kann, und - ebenfalls auf Kosten der Allgemeinheit – immer wieder gesund gepflegt werden muss, und eine Bestrafung durch den „Ausschluss aus der Gemeinschaft aller Versicherten“ aufgrund des Rechtes auf „Gnade und Barmherzigkeit auch für unwürdige Bedürftige“ von Gesetzes wegen gar nicht erfolgen darf.

Damit wird auch die Krankheit des Süchtigen zum festen Bestandteil eines jeden sozialen Gesundheitssystems, welches ohne sie womöglich nur halb so profitabel für die Betreiber von Pharmakonzernen, Krankenhäusern und Arztpraxen wäre, und auch Denen, die dort auf ehrliche Weise arbeiten, auch weniger Arbeitsplätze bieten könnte.

Was nun den Unterschied zwischen dem „Besitztum als Umstand des Besitzens“ und dem „Eigentum als den veräußerlichen Besitz selber“ betrifft, so kommt hier noch der Begriff der „Eigenschaft als ein unveräußerlicher Besitz“ hinzu, den man auch nicht erwerben kann, sondern den man von seinen Eltern genetisch vererbt bekommen hat, und der aus diversen „Fähigkeiten“ besteht, mit denen ihr Besitzer potenziell in der Lage ist, sich am Leben zu erhalten.

Die „Fertigkeiten“ hingegen, mit denen er auf ehrliche Art und Weise sein Geld verdienen kann, um damit etwa Wohneigentum oder Landbesitz zu erwerben, indem er ein entsprechendes Entgelt dafür entrichtet, oder mit denen er als Meisterdieb oder Straßenräuber dazu in der Lage ist, die Besitzenden widerrechtlich auszurauben, ohne sich dabei erwischen zu lassen, bzw. sie im Sinne einer ausgleichenden Gerechtigkeit ganz legal zu enteignen, kann er sich selber aneignen, um sie dann - den eigenen Interessen entsprechend – erfolgreich für sich zu nutzen.

Das Problem bei der Zwanghaftigkeit des Gierens ist also nicht die physische Krankheit, wie etwa die der Fettleibigkeit, zu der das Siechtum mit der Zeit unweigerlich führt, sondern die ständige Übertreibung mit dem, was in Maßen sogar lebensnotwendig ist, sodass die moralische Untugend (Laster) nicht im Gieren besteht, sondern in der Völlerei und dem Unwillen des Geizigen, von seinem übermäßigen Besitz Etwas an Bedürftige abzugeben.

So, wie die vorher bereits erwähnte Ursache des angemessenen und daher gesunden Gierens ein richtig erkannter Mangel ist, so besteht die Ursache des unangemessenen und daher ungesunden Gierens in einer durch übertriebene Angst bedingten, falschen Vorstellung davon, dass der Mangel nicht behoben werden könne, wenn man nicht alle zur Verfügung stehenden Hebel in Bewegung setzt, wodurch man schnell zu viel des Guten tut, was noch schlechter für den Erfolg sein kann, als wenn man es nicht auf diese zwanghafte Weise versucht hätte.

Man bewirkt also mit dem zwanghaft übertriebenen Gieren nicht Zuviel des Begehrten, bis man dran erstickt, sondern die Mittel dazu werden auf übertrieben zwanghafte und damit auf eine dem Zwecke nicht angemessene Weise eingesetzt, wobei das Schießen mit Kanonen auf Spatzen höchst ineffizient ist, wenn man mit weniger Zwanghaftigkeit und unnötigem Aufwand viel mehr erreichen könnte.
Um den fälschlicherweise negativ besetzten Begriff der Gier und des Begehrens zu vermeiden, wird gerne von Verliebtheit gesprochen, wobei nicht das gemeinsame Verliebtsein zweier Liebender MITeinander gemeint ist, sondern eine einseitige Verliebtheit IN Etwas gemeint ist, welches der Gier des Begehrenden NACH dem Objekt seiner Begierde entspricht.

Mit dieser Formulierung täuscht man wirksam über die ursprüngliche Verursachung seiner Gier hinweg, indem man sie dem Begehrten selber zuschreibt, um nicht zugeben zu müssen, diese Ursache selber gewesen zu sein, denn wenn das Begehrte kein Mensch ist, der sich für einen anderen begehrenswert darstellen kann, um vom ihm begehrt (und nicht geliebt) zu werden, ist es einem leblosen Gegenstand genauso wenig möglich, wie einer Eigenschaft oder einem Umstand, diese Begehrlichkeit beim Begehrenden zu wecken, denn einem Sack voll Geld ist es nicht möglich, den Bankräuber zum Diebstahl zu verführen.

Dementsprechend ist es auch nicht der Mangel, der den Gierigen zur Behebung des Mangels zwingt, sondern nur der vorgestellte Mangel, wobei Derjenige, der die Vorstellung produziert, ebenfalls der Gierige selber ist, der – vielleicht aus Gewohnheit, welche aus der Trägheit, seine Vorstellungen nicht ändern zu wollen entspringt – meint, er brauche Etwas so dringend, dass er nicht abwarten kann, bis er die Gelegenheit dazu hat, es auf redliche Weise zu erwerben, sondern es sich mit Gewalt aneignen müsse.

Die Bösartigkeit des Asozialen liegt also ebenfalls nicht in seiner übermäßig zwanghaften und daher krankmachenden Gier namens Habsucht begründet, sondern in der Absicht, es Jemandem wegzunehmen, ohne eine gleichwertige Gegenleistung zur Entschädigung zu leisten.
zum Glück gibt es eine Form des "nicht besitzen wollens".....
die tritt ein, wenn die Verliebtheit in Liebe übergegangen ist....

wäre jedoch die anfängliche Verliebtheit nicht - dieses Gefühl sich von einem anderen Menschen angezogen zu fühlen - dann gäbe es die Liebe nicht....
Liebe ist nicht nur eine Aufrechnung von geben und nehmen ....
sie beinhaltet, dass man sich um einen anderen Menschen sorgt ....für ihn sorgen kann ohne eine Gegenleistung zu verlangen...
@ Gundulabella

….zum Glück gibt es eine Form des "nicht besitzen wollens".....
die tritt ein, wenn die Verliebtheit in Liebe übergegangen ist....


Die Verliebtheit ist das, was das Wesen des Miteinander-Verliebtseins als Beziehungsform kennzeichnet – genauso, wie es auch beim Miteinander-Verlobt- , Verheiratet- oder sonst wie Ver-Bunden-Sein der Fall ist.

Besteht diese Beziehung noch gar nicht real, sondern nur in der Vorstellung der Beiden, oder auch nur bei Einem von Beiden, so kann diese Beziehung auch noch nicht als gemeinsamer, sozialer Besitz angesehen werden, sondern höchstens als der Besitz einer gemeinsamen, geistigen Zielvorstellung, die es noch sozial zu verwirklichen gilt, um sie gemeinsam besitzen und vor Allem auch nutzen zu können.

Der Zustand des „Strebens nach dem gemeinschaftlichen Besitz“ ist also zunächst einmal das Begehren und noch nicht das Lieben des Besitzes, weil man den erst einmal besitzen muss, um ihn lieben zu können.

Nun könnte man einwänden, dass man auch ein Kunstwerk lieben kann, welches man nicht käuflich erworben hat, sondern was frei für Jedermann zu betrachten ist, der daran vorbeigeht, um sich daran zu erfreuen.

Das ändert sich jedoch dann, wenn er es nicht nur lediglich für seine Zwecke unentgeltlich nutzt, wie einen x-beliebigen und daher auch nicht besonders wertvollen Gegenstand, sondern all seine Aufmerksamkeit an das Objekt seiner Begierde bindet, indem er sich geistig darauf fixiert, was bedeutet, dass er es in seiner Vorstellung für sich vereinnahmt, um zumindest geistig die Herrschaft über das ebenfalls geistige Abbild desselben zu erlangen und damit anstellen zu können, was er will, wenn er es schon nicht physisch in Besitz nehmen kann.

Ähnlich funktioniert auch der „Liebeszauber“ des Imaginierens als Konzentrationshilfe, indem sich der Begehrende mit Hilfe eines Fotos oder einer plastischen Abbildung vom menschlichen Objekt seiner Begierde geistig vorstellt, ihn bereits als Partner zu besitzen, bevor er sich auf den Weg begibt, um ihn dann auch als ganz realen Partner zu gewinnen, ohne sich durch andere Einflüssen davon abbringen zu lassen.

Ist die Vorstellung des gegenseitigen Begehrens bzw. Begehrt-Werden-Wollens jedoch so stark, dass der Betreffende gar nicht merkt, dass die Anderen ihn vielleicht gar nicht für den gleichen Zweck begehren, wie er sie, oder sogar überhaupt nicht begehren, weil sie ihn nicht zu brauchen meinen, obwohl sie offensichtlich auch niemand Anderen stattdessen als Partner zur Verfügung haben, kann es dazu kommen, dass er versucht, sie zur Einsicht zu nötigen, ihn dennoch zu brauchen.

Das ist zB bei dem Verkäufer der Fall, der seine Kunden mit Werbegeschenken überhäuft, um sie gierig auf seine Gunst als ein liebenswerter Geschäftspartner zu machen, und sie auf diese Weise dazu verpflichtet, ihm wenigstens aus Dank dafür zu Willen zu sein, indem sie seine Produkte auch dann kaufen, wenn sie teurer sind als die von der Konkurrenz.

Eine ablehnende Haltung dem zwanghaft Begehrenden gegenüber wird hingegen bereits schon als ein Treuebruch angesehen, nachdem er irrtümlich meint, mit seinem Begehren allein müssten die Anderen ihn ebenfalls begehren und mit ihm einen gegenseitigen Nutzungsvertrag eingehen, wie es etwa bei einer Eheschließung oder bei einer sonstigen Geschäftspartnerschaft der Fall ist, wo ein Vertragsbruch legale Regressansprüche nach sich zieht, und wo eine mutwillige Verweigerung der zugestandenen Nutzungsrechte für den Partner, deren vertraglich vereinbarte Gewährung die eigene Treue ausmacht, zum Verlust der eigenen Vertrauenswürde führt.

…...wäre jedoch die anfängliche Verliebtheit nicht - dieses Gefühl sich von einem anderen Menschen angezogen zu fühlen - dann gäbe es die Liebe nicht....

Das Sich-körperlich-angezogen-Fühlen, welches eigentlich ein geistiges Vorstellen ist, körperlich in irgendeiner Hinsicht begehrt zu werden, oder was nur auf dem körperlichen Symptom beruht, welches mit der Vorstellung einhergeht, angezogen zu werden, während es eigentlich um eine andere Art der Attraktivität geht, die der als potenzieller Partner Betrachtete auszustrahlen scheint, ist vor Allem ein Zeichen der eigenen Begehrlichkeit, denn um es als einen beabsichtigten Anziehungsversuch des Anderen erkennen zu können, bedarf es auch seiner dementsprechenden Rückmeldung.

Hier stellt sich die Frage, worin die Liebenswürdigkeit des als attraktiv Scheinenden überhaupt besteht, denn für seine Schönheit, seinen Fleiß oder seine Geschicktheit lediglich geliebt (dh besonders gemocht) zu werden, ist für den Würdigen völlig wertlos, solange sich die Würdigung nicht in dem Lohn niederschlägt, dessen er damit würdig geworden ist, und der selbst beim Eitlen in einer besonderen Beachtung seiner Leistung besteht, sich für Andere schön zu machen.

…..Liebe ist nicht nur eine Aufrechnung von geben und nehmen ....
sie beinhaltet, dass man sich um einen anderen Menschen sorgt ....für ihn sorgen kann ohne eine Gegenleistung zu verlangen...


„Liebe“ ist nicht gleich „Liebesbeziehung“, denn hier geht es um die Partnerschaft, bei der man Freud und Leid miteinander teilen sollte, um seinerseits der Partnerschaft auch würdig zu sein, bei der man verlangen kann, dass der Andere ebenso im Notfall für Einen sorgt, wie man selber auch für ihn gesorgt hat, oder sorgen würde.

Die christliche Pflicht der Nächstenfürsorge auf Diejenigen zu beschränken, die man liebt, macht es natürlich einfacher, als sich auch noch um Diejenigen zu kümmern, die man nicht mag, oder sogar hasst, wie es in unserem Grundgesetz der Fall ist.

Aber selbst wenn man zunächst unentgeltlich in Vorleistung geht, und der Andere gar keine Gelegenheit hat, sich zu revanchieren, sodass er Einem den Lohn für seine Arbeit schuldig bleiben muss, ist es dennoch seine soziale Einstellung als Freund, es zumindest zu WOLLEN, die nicht seinen „guten Willen“, sondern seine „Absicht zum Guten“ bzw. seine „sozial positive Gesinnung“ ausmacht.

Aus dieser soizialen Einstellung besteht dann auch sein lieblicher Charakter als guter Freund und verlässlicher Partner besteht, anstatt seines hässlichen Charakters als schlechtem Freund und unzuverlässigem Partner, bei dem man nur noch sagen kann: „Wer solch schlechte Freunde besitzt, braucht keine Feinde mehr!“
ich sehe "verliebt sein" als Vorstufe zu einer - vielleicht - besitzlosen :!: Liebe....
deine Einteilung teile ich nach wie vor nicht....
wenn jemand die Menschen und die Welt auf diese Weise einteilen muss, dann tut mir derjenig einfach nur leid.....
Begierig auf eine Liebesbeziehung zu sein, ist die Voraussetzung, um sie überhaupt herzustellen, wobei man das bei einem Gegenstand auch alleine kann, weil der keine Person ist, die Einen ebenfalls lieben könnte.

Bei einer bilateralen Liebesbeziehung zwischen zwei Personen hingegen müssen beide begierig darauf sein, sie als eine gemeinsame Unternehmung zu gründen, sodass sie sie danach auch als ihren gemeinsamen, sozialen Besitz nutzen können.

Bis dahin begehren sie die Beziehung allerdings nur, und lieben allenfalls ihren voraussichtlichen, vorgestellten Nutzwert, der womöglich nur in ihrer Fantasie besteht.

Der gemeinsame Genuss macht die Beziehung, nachdem sie einmal existiert, für Beide ganz real zu einer nützlichen Sache, sodass sie dazu tendieren, nicht nur die Beziehung dafür zu lieben, dass sie so gut dazu geeignet ist, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, sondern auch noch obendrein den dazugehörigen Partner, mit dem sie diese Beziehung gemeinsam besitzen.

Den liebt man, weil er einerseits so gut für die Gründung derselben geeignet war, und weil er andererseits mutmaßlicherweise auch noch für ihre dauerhafte, erfolgreiche Betreibung in der Zukunft gut ist, wozu es einen pfleglichen Umgangs mit ihr bedarf, falls man will, dass sie ihren echten Nutzwert nicht sofort wieder verliert, und nur noch auf dem vorgestellten Nutzen beruht.

Man kann Etwas oder Jemanden also nicht vorrangig aufgrund seines tatsächlichen Nutzwertes begehren, wie das beim Lieben der Fall ist, wenn das oder der sich noch gar nicht als real vorhanden erwiesen hat, sondern zunächst einmal lediglich wegen seines vorgestellten zukünftigen Nutzwertes, der sich erst im Nachhinein als ein tatsächlich vorhandener oder nicht vorhandener herausstellt.

Außerdem begehrt man auch nicht Das, was man braucht, sondern immer nur Das, was man zu brauchen meint, und was man dann für umso wichtiger und damit begehrenswerter hält, je schwieriger es zu erreichen ist, wobei man den Wert seiner Anstrengungen als zu betreibender Aufwand immer hinzurechnet, sodass der tatsächliche Nutzwert am Ende den Aufwand aufwiegen muss, damit sich die aufgewändeten Mühen, um es in seinen Besitz zu bringen, für den Begehrenden auch gelohnt haben.

So wenig, wie das Begehren alleine jedoch noch keinen betriebenen Aufwand darstellt, um das Begehrte zu erreichen, so wenig macht das Lieben als positive Haltung gegenüber dem Geliebten alleine auch noch kein Lohn für seine dafür unternommene Anstrengung aus, sondern erst die tatsächliche Nutzbarkeit eines gleichwertigen Entgeltes, mit dem seine Bemühungen gewürdigt werden.

Das betrifft auch die Nutzungsrechte an Jemanden, den man nicht als seinen Besitz bezeichnen mag, nachdem die Sklaverei vor ein Paar Jahren offiziell abgeschafft worden ist, und daher als sittenwidrig gilt, obwohl es sie nach guter alter Sitte schon bereits seit Menschengedenken gibt, und auch heute noch Jeder gerne am liebsten mehrere geliebte Sklaven besäße, die ihm alle seine Bedürfnisse befriedigen, und denen er dafür - ebenfalls im Namen der Liebe - Nichts zu bezahlen braucht.

Andererseits trifft es auch den Besitzer eines Dienstboten besonders hart, nicht nur seinen Diener zu verlieren, sondern mit ihm auch noch die dem zugrunde liegende, für den Dienstherrn vorteilhafte Geschäftspartnerschaft, sodass er sich erst wieder um die Gunst eines neuen Partners bemühen muss, bevor er ihn und die Beziehung zu ihm - selbstverständlich ganz legal - zu dem von ihm beabsichtigten Zwecke benützen kann.

Bei der gleichwertigen Partnerschaft, die sich beide Partner zu gleichen Teilen miteinander teilen, besitzen sie dementsprechend beide einander, indem sie jeweils die gegenseitig gewährten Nutzungsrechte am Anderen in Anspruch nehmen, und werden sogar zu geliebten Freunden, wenn sie einander damit erfreuen.

Wenn man dabei von "meinem oder unserem Partner" spricht, sobald man den eigenen meint, und von "deinem oder eurem Partner", wenn es um den eines Anderen oder Anderer geht, betrifft das nicht nur dessen räumlich oder weltanschaulich bedingte Zugehörigkeit, sondern auch das damit verbundene, vertraglich geregelte, gegenseitige Nutzungsverhältnis - auch, wenns nicht schriftlich und mit Blut unterschrieben und somit auch auf einklagbare Weise vorliegt.