Flesermutzel, das war nicht "ein bisschen Pöhse", sondern sehr pöhse.
Du treibst mich an den Rasenmäher, denn das ist mir hier zu süüüüüüüüß. :mrgreen:
flesermutzel hat geschrieben: Ja, da hast Du recht.
Meine Zehennägel kräuseln sich schon bei so viel süßer, tiefgründiger Poesie.
Schnell weg hier!


liebe flesermutzel,
das Sonett von focour finde ich schön!!
Ja, Mila, das von Focur finde ich auch schön, sehr sogar!!!
Das hab ich auch nicht gemeint, natürlich auch nicht Rilke,
sondern die pötischen Süßigkeiten,
Du weißt schon...

Und Inge, mein Rasen könnte auch einen Schnitt vertragen.
Soll ich noch was Süßes posten?

https://www.youtube.com/watch?v=ee0f1wF0Yfg

:wink: :D
Ersatzweise Produkte kaufen bringt`s auch nicht, von einem Blümchen zum anderen hüpfen genauso wenig, Nägel mit Köpfen, wenn etwas draus werden soll...das Sonett von Focur finde ich auch sehr schön..
@ darling companion!
Ja, Nägel mit Köpfen finde ich gut und habe auch auch meistens gemacht, warum es dann nicht klappt hat, hat verschiedene Gründe, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, irgendwo da draußen schwirrt mein Seelenverbundener herum, mal schauen, wann ich ihm begegne? :)
Vielleicht gibt es den "Seelenverbundenen" kein zweites mal...........auch weil die Seelenverbundenheit durch den Tod des Partners nicht weg ist........sie ist tief im Inneren versteckt..............präsent .......es gibt dafür keinen zweiten Platz.......

Manche nehmen sich nur einen "Leihwagen " für paar schöne Ausflüge aus der Realität....................

Es ist wie ein Betrug an der gegangenen Seele.............oder die Angst sie zu verlieren......

Viele sind hier schon zehn Jahre........sie haben weder hier noch im realen Leben den Seelenverwanden gefunden.........


Ich glaube....das zulassen......ist das schwerste......
Poesie und alte Schnulzen sind mir tausend mal lieber, als süße Freundlichkeiten, hinter denen sich ein falsches Wesen versteckt.
Wer würde das bezweifeln ?
Da sind wir sicher alle mal einer Meinung!
@christina
Um bei deinem Fredthema zu bleiben:
Wer solche Schmachtfetzen in den Raum stellt , ohne Adressat und Anlass, macht sich unglaubwürdig und erweist dem Thema einen Bärendienst.

Und weichgespülte Männer dann im Nasenring durch die Manege zu zerren ist eine gern geübte Praxis .
Diadem, das Gedicht von Rilke finde ich schon sehr zum Thema passend.
Ich mochte es schon immer.
Es drückt zart und behutsam Gefühle aus, die Rilke sicher einmal empfunden hat.
Er hat sie, wie viele seiner Gedichte veröffentlicht. Für all die, die ähnlich empfinden.
Es aber nicht so wunderbar in Worte fassen können.
Mir kam es spontan in den Sinn, als ich die vorhergehenden Kommentare las.
Warum soll es nicht auch hier veröffentlicht werden ?
In so vielen anderen Threads werden Flachheiten im Minutentakt veröffentlicht.
Warum nicht auch mal etwas Tiefsinnigeres ?
Ganz abgesehen davon, ich bin mir fast sicher, dass auch in Dir eine poetische Seele steckt.
Unter der manchmal etwas bissigen Oberfläche.
Manche erkennen die Seelenverwandten, die sie täglich auf ihrem Lebensweg begleiteten, gar nicht als solche, weil sie die ganze Zeit mit Götzenverehrung beschäftigt sind und den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

Seelenverwandte sind oft Wahlverwandte, die man sich als Freunde ausgesucht hat, weil die leiblichen Verwandten, die man zugewiesen bekommen hat, nicht dazu taugten, denn Blut ist leider nicht immer dicker als Wasser, wenn das freundschaftliche Wohlwollen und die pflichtgetreue Hingabe (fälschl. auch als Liebe bezeichnet) fehlen, sondern stattdessen nur Missgunst und Geiz unter den hab- und geltungssüchtigen Seelen vorherrschen.

Die vorrangige Eigenschaft der Seele ist es nämlich, in einer unsichtbaren Verbindung zu stehen mit anderen wohlgesonnenen Seelen, die man jederzeit um Beistand bitten kann, sobald man ihrer Hilfe bedarf, und die als Schutzengel sogar helfen, Einen vor Unheil zu bewahren, wenn man gar nicht damit gerechnet hat.

So wird ein Seelenpartner zum Schutzengel des anderen – auch wenn er es gar nicht bemerkt.

Bonhöffers Gedicht kann man dementsprechend auch etwas realistischer und weniger versponnen so formulieren, dass man besser verstehen kann, was seelische Verbundenheit unter den Menschen eigentlich tatsächlich bedeutet.

Von guten Freunden treu und still umgeben,
Behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Von guten Freunden wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Sie sind bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Nebelland
Ingeborg Bachmann
(1956, aus dem Gedichtband „Anrufung des Großen Bären“)

Im Winter ist meine Geliebte
unter den Tieren des Waldes.
Daß ich vor Morgen zurückmuß,
weiß die Füchsin und lacht.
Wie die Wolken erzittern! Und mir
auf den Schneekragen fällt
eine Lage von brüchigem Eis.

Im Winter ist meine Geliebte
ein Baum unter Bäumen und lädt
die glückverlassenen Krähen
ein in ihr schönes Geäst. Sie weiß,
daß der Wind, wenn es dämmert,
ihr starres, mit Reif besetztes
Abendkleid hebt und mich heimjagt.

Im Winter ist meine Geliebte
unter den Fischen und stumm.
Hörig den Wassern, die der Strich
ihrer Flossen von innen bewegt,
steh ich am Ufer und seh,
bis mich Schollen vertreiben,
wie sie taucht und sich wendet.

Und wieder vom Jagdruf des Vogels
getroffen, der seine Schwingen
über mir steift, stürz ich
auf offenem Feld: sie entfiedert
die Hühner und wirft mir ein weißes
Schlüsselbein zu. Ich nehm’s um den Hals
und geh fort durch den bitteren Flaum.

Treulos ist meine Geliebte,
ich weiß, sie schwebt manchmal
auf hohen Schuh’n nach der Stadt,
sie küßt in den Bars mit der Strohhalm
die Gläser tief auf den Mund,
und es kommen ihr Worte für alle.
Doch diese Sprache verstehe ich nicht.

Nebelland hab ich gesehen,
Nebelherz hab ich gegessen.



▬▬▬__________


Mehr als ein Wintergedicht… Von der Vergeblichkeit der Sehnsucht? Von der Unvereinbarkeit von Wunsch und Wirklichkeit? Von der Desavouierung des Unerreichbaren…? Oder von der wahren Liebe, die durch jeden „Nebel“ dringt? Die aber so selten nahe scheint – oder nein: Die mit einem Mal so nahe scheint wie selten?

Die Natur erscheint uns oft als unnahbar – aber in ihr verborgen liegt die Quelle unserer Lebenskraft… Oder denken wir das bloß? …Wer weiß?





Diese Sehnsucht kennt jeder, auch wenn er oder sie sie nicht erkennt !
Denn sie ist nicht einfach und klar und mit kurzen Sätzen zu belegen !
Sie ist ein Gefühl und als solches nicht greifbar und nur selten erklärbar, meist in Worten, wie sie nicht ist !
Ist sie eine Illusion ?!
Nur wer die Träume nicht aufgibt, kann sie erleben ...und auch von denen nicht viele...
filofaxi hat geschrieben: Manche erkennen die Seelenverwandten, die sie täglich auf ihrem Lebensweg begleiteten, gar nicht als solche, weil sie die ganze Zeit mit Götzenverehrung beschäftigt sind und den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

Seelenverwandte sind oft Wahlverwandte, die man sich als Freunde ausgesucht hat, weil die leiblichen Verwandten, die man zugewiesen bekommen hat, nicht dazu taugten, denn Blut ist leider nicht immer dicker als Wasser, wenn das freundschaftliche Wohlwollen und die pflichtgetreue Hingabe (fälschl. auch als Liebe bezeichnet) fehlen, sondern stattdessen nur Missgunst und Geiz unter den hab- und geltungssüchtigen Seelen vorherrschen.

Die vorrangige Eigenschaft der Seele ist es nämlich, in einer unsichtbaren Verbindung zu stehen mit anderen wohlgesonnenen Seelen, die man jederzeit um Beistand bitten kann, sobald man ihrer Hilfe bedarf, und die als Schutzengel sogar helfen, Einen vor Unheil zu bewahren, wenn man gar nicht damit gerechnet hat.

So wird ein Seelenpartner zum Schutzengel des anderen – auch wenn er es gar nicht bemerkt.

Bonhöffers Gedicht kann man dementsprechend auch etwas realistischer und weniger versponnen so formulieren, dass man besser verstehen kann, was seelische Verbundenheit unter den Menschen eigentlich tatsächlich bedeutet.

Von guten Freunden treu und still umgeben,
Behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Von guten Freunden wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Sie sind bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.


filofaxi....danke, hier stimme ich deinen Gedanken gerne voll und ganz zu! Auch das wunderbare Bonhöffer Gedicht, ich mags sehr gerne, hast du gut "umgedacht"! Verbunden sein ist nicht immer nur schön, es kann auch schmerzhaft sein und werden!

swimmy