"Das also ist keine Freundschaft,
dass, wenn der eine die Wahrheit nicht hören will,
der andere zum Lügen bereit ist."


- Cicero, De amicitia 98
Gute Freunde gibt es äußerst selten.
Denn ein guter Freund weiß alles über dich und hält trotzdem zu dir.
Finde den mal... 
Für mich gibt es ganz wesentliche Begriffe, die ich mit einer echten Freundschaft verbinde.

Vertrauen: Egal was es ist, ob Freude über etwas oder Trauer oder Ärger oder Kummer - wenn ich das einem Menschen anvertraue, mit dem ich mich in tiefer Freundschaft verbunden fühle, dann hat das dort zu bleiben :oops:

Kritik: all das was unter Vertrauen steht, darf in einer Freundschaft kritisch unter die Lupe genommen werden. Dafür ist Freundschaft da, dass der Zuhörer im Ernstfall "den Zeigefinger" hebt und äußern darf, dass er/sie anderer Meinung ist :roll:

Verständnis: Wenn man den anderen als Freund so gut kennt, dann steckt man auch mal zurück, wenn es nicht so läuft, weil es dem anderen vielleicht gerade nicht so gut geht. "Wollen wir irgendwo einen Kaffee trinken?" - "Ach du, ich bin nicht gut drauf" - "Gut, dann ein anderes Mal" - Und nicht: nachfragen , bohren, überreden wollen. Einfach akzeptieren ... :?

Klar, da gibt es noch sehr viel mehr. Aber das sind für mich schon sehr wesentliche Kriterien. Klatscherei oder wohlgemeinte Gespräche mit anderen hinter dem Rücken des Freundes/der Freundin gehen natürlich gar nicht. Ein KO-Kriterium für mich ... :shock:

Euch allen einen schönen Abend :)
Karoerlich hat geschrieben: Gute Freunde gibt es äußerst selten.
Denn ein guter Freund weiß alles über dich und hält trotzdem zu dir.
Finde den mal... 


So einen Freund habe ich.
Er weiß aber auch wirklich über jede meiner Leichen im Keller Bescheid. :mrgreen:
Und ist dennoch jederzeit für mich erreichbar.

Wir sind schon fast über den ganzen Globus gereist.
Haben Höhen und Tiefen im Leben miteinander durchgestanden.

Mein lieber Seelengefährte. So ganz anders wie ich. Aber immer für mich da.
Schön dass es dich gibt, Du bist eine Bereicherung in meinem Leben. <3
Ja, ich habe eine wahre Freundin. Wir hatten die letzten 10Jahre sehr wenig Kontakt. Zuvor sehr viel zusammen unternommen. Doch seit mein Mann gestorben ist, ist sie wieder da. Wir helfen uns gegenseitig mit Rat und Tat, können Tag und Nacht beim anderen Klingeln und wir nehmen uns gegenseitig auf, hören zu, sind für einander da.
Echte Freundschaft kann auch lange unterbrochen sein, sie lebt wieder auf und zeigt sich wie zuvor.
Gundulabella hat geschrieben: ein guter Freund ist der, den man gefunden hat.....
was ein guter Freund ist, bemerkt man erst, wenn es einem nicht so gut geht.....
wenn der Freund/die Freunde dennoch zu einem halten.....

alles andere sind Bekannte......

in jungen Jahren hatte ich so gut wie keine Freunde - war nur Mitläufer - ansonsten Einzelgänger.....

später habe ich eine Freundin gefunden - und erst als sie durch einen Unfall gestorben war, habe ich begriffen, wie wertvoll sie für mich war.....

Bekannte - Nachbarn - und auch Familien-Angehörige - die stellen Ansprüche an dich ....
und wehe du erfüllst sie nicht - wehe du paßt nicht in ihr "Bild" ..... :!:

seit Jahren versuche ich - Freunde zu finden .....bin jedoch über "Bekannte" nicht hinausgekommen......
wenn ich nicht so funktioniert habe wie gedacht - wurde ich abgestraft.....

und genau das ist der Unterschied zwischen Bekannten und Freunden....... :wink:


Ich denke ein guter Freund oder eine gute Freundin sind die Personen die auf einen wirken wie eine Heilpflanze also auch an den Tagen wo es einen nicht so gut geht. Man spührt und schaut zurück und bemerkt hinter einem ist nur eine Spur da merkt man das man getragen wurde.
DonnaToscana hat geschrieben: meine tochter hat einen spruch in ihrem poesiealbum, darüber, was ein freund ist ....

ein freund ist jemand,
der die melodie deine herzens kennt
und sie dir wieder vorsingt
wenn du sie vergessen hast ......


Den Spruch von diesem Poesiealbum finde ich gut.
Meine mir immer wiederkehrende Musik zur Rekreation des Gemühtes ist einfach.

"Deo Decamus Gratias"...........
Ich bin vor 50Jahren durch Heirat in das Rheinland gekommen.
Es hatt sich ein klicke Frauen gefunden,
die von Ostern bis September einmal in der Woche Radfahren.
und irgenwo eine Kleinigkeit Essen!
und sei es nur ein Eis!
Ich sage wir sind alle Freundinnen.
Aber in diese Klicke sind nur 3Frauen,
denen ich meine intymsten Gedanken erzählen kann!
Und ich finde das auch auch gut so!
Ein Freund hört zu, auch wenn er das alles schon zig mal gehört hat, er ist immer für einen da, ihm kann man alles anvertrauen, er weiß alles über dich, er kann mit dir rumalbern bis zum geht-nicht-mehr, mit ihm kann man lachen bis die Tränen kullern, bei ihm darf man sich aber auch mal ausweinen, mit ihm kann man Pferde stehlen.
Ich hatte das Glück in jedem Lebensalter immer ein oder zwei solcher Freunde zu haben. :D
Jetzt im Alter habe ich Freunde, die den Mut haben, mich auch zu kritisieren, die mir einen Spiegel hinhalten, wenn's ihnen reicht mit mir. Wenn ich oft über Situationen ihnen spreche, die sehr schwierig sind, sagen sie auch , dass sie die Schuld auf meiner Seite sehen und ergreifen Partei für die anderen.

Das ist so wertvoll. So kann ich mich selbst ändern, weiterentwickeln, mich in Frage stellen und in Zukunft etwas besser machen. Ich, als Single, brauche dass, sonst werde ich eigenartig, betriebsblind, ....

Früher habe ich mich blenden lassen von Freunden, die so reden, wie ich es hören möchte, die mir "schön" tun.

Wenn dann ehrlich gemeinte Komplimente kommen, tun sie dann natürlich doppelt gut.