Entschuldigt bitte den deprimierenden Einstieg, aber ich muss mir das einfach von der Seele schreiben. Vielleicht verfügt ja der eine oder andere über eine hilfreiche Perspektive für mich. Ich erwarte aber keine Antworten und hoffe wirklich, niemanden mit meinen Gedanken runter zu ziehen. Das ist das Letzte, was ich möchte.

Zuallererst: kennt jemand dieses Lebensgefühl von sich selbst und konnte trotzdem Frieden schließen, mit sich, dem Leben, den Menschen rund herum?

Ich merke, wie es mich immer wieder einholt, so sehr ich auch an mir arbeite und trotz der vielen auch schönen Momente, die mir mein Leben bislang bescherte, ich fühle mich sehr oft minderwertig und schlecht.
Vor allem aber schwach. Ich kann mir selbst nicht geben, was ich brauche.
Aufgrund von Reflektion und Therapieerfahrung weiß ich mittlerweile sehr gut darüber Bescheid, warum ich so denke und fühle.
Ich kenne die Ursachen, ihre Auswirkungen, was man tun sollte, um sich von diesen nicht beherrschen zu lassen. Doch jeder Versuch, sich selbst (und andere?) auszutricksen, ist doch nichts weiter als das bloße Spiel einer besseren Version von mir, die es eigentlich gar nicht gibt. Ich sollte so sein, bin es aber nicht.

Kann jemand wie ich jemals zu einem Menschen werden, der sich irgendwann selbst genügt?
Ich glaube es nicht. Doch wie kann und soll man mit dieser Aussicht leben, vor allem dann, wenn man vermutlich noch mehr als die Hälfte vor sich hat?

Was mich hält, sind Verantwortung, moralische Bedenken und Verpflichtungen, gelegentliche Hoffnungsschimmer, wenn mal wieder ein Mensch in mein Leben tritt, der mich vorübergehend mit anderen Augen sieht und ich mich von diesen beseelen lasse, aber kein unbedingter Wille zu leben.
Leben ist anstrengend, schmerzhafte, eine Farce.
Vor ein paar Jahren war ich noch überzeugt davon, Liebe sei der Sinn des Lebens, auch der meines eigenen. Dann bin ich allmählich erwachsen geworden und musste erkennen, dass Liebe nicht reicht. Nie. Auch das ist eine Lebenslüge. Der wohl einzige Mensch, der mich jemals wirklich geliebt hat, hatte sich selbst gegen das Leben entschieden, mich mit Schuldgefühlen und unzähligen Fragen zurück gelassen, auf die es niemals eine Antwort geben wird. Warum war ihm Sterben wichtiger als ich?

Ich weiß, das ist eine kindische, eine falsche Frage, die ich mir nicht stellen sollte. Dennoch ist sie immer noch präsent. Mein Vertrauen in das Leben ist erschüttert, ebenso in mich und meine Möglichkeiten, diesem irgendeinen anhaltenden Sinn zu verleihen.

Wie geht es anderen Erwachsenen mit dieser Sinnfrage? Muss ein Leben überhaupt sinnhaft sein?

Ich wünsche allen eine gute Nacht,

P.
Selbstvertrauen entsteht aus anspruchsvollen Aufgaben, deren Erfüllung man bewältigt.
Was möchtest Du erreichen? Was kannst Du Gutes tun - auch Dir?

Mein wohl etwas simple Rezept - gegen Kummer aller Art hilft (auch) Arbeit satt.
Um einen anderen zu lieben, muß man erst einmal sich selbst mögen.
Du bist eine schöne Frau, das ist doch erst einmal eine gute Voraussetzung.

Nach langer Zeit habe ich heute wieder mal die Sonne gesehen, die Schneediamanten funkelten, die Quelle ist wunderschön vereist und der Reif verzauberte alle Bäume - lerne auch Du, Dich zu freuen!

Viel Erfolg!
Es gab hier ja schon mehrmals solche Fälle..... :roll:
Liebe lupinasolum,

hab vielen Dank für deine Antwort!

lupinasolum hat geschrieben: Mein wohl etwas simple Rezept - gegen Kummer aller Art hilft (auch) Arbeit satt.
Um einen anderen zu lieben, muß man erst einmal sich selbst mögen.
Du bist eine schöne Frau, das ist doch erst einmal eine gute Voraussetzung.


Das ist ein wichtiger Aspekt, der bei mir vermutlich zu kurz kommt.
Ich bin selbstständig und muss mir meine Arbeitszeit eigenverantwortlich einteilen. Einerseits kommt mir das zugute, auf der anderen Seite erfordert es aber ständige Selbstdisziplin. Ein sich Treiben oder Mitreißen lassen ist so nicht möglich.

Sich selbst zu lieben und mit all seine Schwächen anzunehmen, ist eine Aufgabe, an der ich nach wie vor arbeiten muss. Manchmal gelingt es mir besser, an anderen Tagen aber umso schlechter.

Danke für das Kompliment. Das Äußere ist allerdings vergänglich und nichts, worauf ich mein Selbstvertrauen aufbauen könnte.

[quote]Nach langer Zeit habe ich heute wieder mal die Sonne gesehen, die Schneediamanten funkelten, die Quelle ist wunderschön vereist und der Reif verzauberte alle Bäume - lerne auch Du, Dich zu freuen!

Das klingt schön.
Ich weiß, das Leben hat auch sehr viel Zauberhaftes zu bieten, das es zu entdecken lohnt. Ich möchte lernen, wieder genauer hinzusehen und mich an Kleinigkeiten zu erfreuen, die wir viel zu schnell als Selbstverständlichkeiten abtun.

Ich wünsche dir einen schönen Tag,

P.
Wenn ein nahestehender Mensch freiwillig aus dem Leben scheidet,
ist das für den (die) Angehörigen besonders belastend.

Du bist aber nicht ‚schuld‘.

Man soll jedem Menschen Hilfe anbieten, aber, wenn er entscheidet,
‚woanders‘ zufriedener zu sein, ihn
gehen lassen.

Seine Depression kann eine Krankheit sein, die -du- nicht heilen kannst.

Vielleicht wäre für dich vorübergehend ärztliche Hilfe gut.

Ich hoffe, du hast liebe Freundinnen, mit
deben du sprechen kannst.

Alles Gute!
leonetta

Jeder Mensch hat seine schwachen Punkte.
Man versucht, sich darin zu verbessern, und erkennt seine Grenzen.
Irgendwann arrangiert man sich damit.

Deshalb ist man aber nicht "schlecht".
Andere Menschen haben andere Schwächen, man kann sich z.B. gegenseitig unterstützen und aufmuntern.

Ebenso die Welt: sie hat ihre weniger schönen Seiten, aber sie ist nicht schlecht.

Ich wünsche Dir, dass du zu einer positiven Sichtweise gelangst.
Die Welt ist niemals schlecht.
Die Welt ist völlig perfekt.
Der Mensch ist an allem schuld.
Überall muss er reinpfuschen ohne Weitsicht und Übersicht .
Aus reiner Profitgier !
Der Mensch ist niemals schlecht.
Der Kern , sprich Geist, ist immer gut.
Er kann aber mit seinem freien Willen, dass Gute oder das Schlechte wollen.
Wie ich lesen kann hast Du schon mehrere Therapie Stunden hinter Dir?
Und die waren scheinbar nicht erfolgreich.

Meine Frage wäre: was hoffst Du gerade hier zu finden?
Ich sehe ein Kreisen der Gedanken um immer wieder dasselbe.
Das wirst du nur mit Hilfe weiterer therapeutischer Maßnahmen regulieren können.
Du hast sicher eine Diagnose gestellt bekommen.

Wenige Menschen mag es wohl geben, die für sich selbst eine Antwort auf deine Frage haben. Das sind die, die ein bestimmtes Ziel haben, das sie verfolgen. Die Erreichung und Verwirklichung ihres Ziels ist ihr Sinn im Leben. Z.B. ein Mittel gegen eine Krankheit zu finden, ein Haus zu bauen, ein Buch zu schreiben, alle 14 Achttausender zu besteigen...

Die meisten Menschen haben Kurzzeitziele, die dann eine Zeit lang der Sinn ihres Lebens sind. Z.B. ein Studium abzuschießen, warten, daß das Kind/Enkelkind endlich so groß ist, daß sie sich vernünftig damit befassen können, eine große Reise....

Diese Dinge entwickeln sich von alleine, ergeben sich einfach aus der Notwendigkeit des Lebens heraus. Genauso wie man versuchen kann, persönliche Eigenschaften zu erreichen, zu verstehen, z.B. zu philosophieren, zu meditieren, zu debattieren...


Gesunde Menschen haben aber keine Probleme, ihre Ziele, also ihren Sinn zu finden, und sie können auch Freude empfinden, wenn sie den Sinn noch nicht gefunden haben oder auch darauf verzichten, einen zu haben. Sie leben einfach.


Deine intensives Befassen mit dieser Frage hat ihre Wurzeln vielleicht in einer Krankheit. Und das weißt du auch.
Hallo zusammen,

danke für eure Antworten.

BilderBerger hat geschrieben: Jeder Mensch hat seine schwachen Punkte.
Man versucht, sich darin zu verbessern, und erkennt seine Grenzen.
Irgendwann arrangiert man sich damit.

Deshalb ist man aber nicht "schlecht".
Andere Menschen haben andere Schwächen, man kann sich z.B. gegenseitig unterstützen und aufmuntern.

Ebenso die Welt: sie hat ihre weniger schönen Seiten, aber sie ist nicht schlecht.

Ich wünsche Dir, dass du zu einer positiven Sichtweise gelangst.


Vielen Dank für deine Wünsche.

Ich schrieb: Ein schlechter Mensch in einer schlechten Welt.
So stimmt das aber gar nicht. Ich sehe auch sehr viel Schönes und Lebenswertes in dieser Welt und in anderen Menschen.
Es ist aber, als bestünde eine Trennwand zwischen diesem Schönen und mir. Ich kann es beobachten, aber leider nicht teilhaben.

Das war nicht immer so. Ich hatte auch schon sehr gute Phasen, in denen ich das Leben in all seine kleinen Unscheinbarkeiten in vollen Zügen genießen konnte.
Mit meinen Schwächen hatte ich mich weitestgehend ausgesöhnt, mit manchen sogar angefreundet. So dachte ich jedenfalls.
Bis ich mich letztes Jahre sehr einseitig und unglücklich verliebt hatte in einen Mann, der mir ausgerechnete diese Schwächen zum Vorwurf machte, die ich selbst nicht an mir leiden kann.
Das hat mich wieder stark verunsichert...stärker als ich es für möglich gehalten hätte.

Nicht gewollt und vereinzelt auch mal abgelehnt zu werden, sind vollkommen normale Erfahrungen, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens macht. Daran ist gar nichts fundamental Tragisches, das ist mir bewusst.
Mir fehlt aber dieses emotionale Auffangbecken, die Überzeugung, dennoch ein guter und liebenswerter Mensch zu sein. Ich zweifle sofort allumfassend an mir selbst. Es ist wie die Bestätigung dessen, was meine Mutter mir schon von kleinauf vermittelt hatte: wenn du mir nicht nützlich bist, bist du nichts wert. Einfach nur Dasein, das reichte nie und war auch nicht erwünscht.

Die Erfahrung mit diesem Mann hat alte Wunden aufgerissen, von denen ich dachte, dass sie schon längst verheilt sein müssten.

Neben allgemeinem Weltschmerz ist es wohl dieser immer noch nicht verarbeitet Liebeskummer, der mich so runter zieht.

Vielleicht sollte ich meine Frage also anders stellen:
Wie komme ich darüber hinweg, so umfassend abgelehnt worden zu sein, ohne an mir und meiner Liebeswürdigkeit zweifeln zu müssen?

Liebe Grüße!

P.
Liebes Pupperle,

es macht traurig, dass es immer wieder Mütter gibt, die ihre Töchter (vermutlich auch die Söhne) so sehr demütigen, anstatt ihnen zu zeigen, wie wertvoll sie sind.
Ich würde ja eine Therapie empfehlen, um die alten Muster zu erkennen, aufzuarbeiten und abzuschließen.
Und noch etwas: "Pupperle" ist ja auch ein Klischee, oder? Willst Du das wirklich sein?
Wie auch immer wünsche ich Dir von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt frei zu werden vom Urteil anderer über Dich und Du Deine Schönheit und Stärke erkennst.
Hermosa
Ein für mich wichtiger Satz aus einem Seminar:
Mach dein eigenes Wohlbefinden nie von anderen Menschen abhängig.

Ich versuch's gerade.
Das kann man wohl als "unglücklich" verliebt bezeichnen, wenn man an einen Menschen gerät, der einem die eigenen Unzulänglichkeiten zum Vorwurf macht. Es passiert halt um so leichter, je vertrauter einem dieses Muster aus dem eigenen Elternhaus ist.

Ich hatte das (im Nachhinein gesehen: unverschämte) Glück, in der Ausbildung in eine Gruppe positiv denkender Menschen zu geraten, und mein berufliches Umfeld ist nach wie vor ein Ableger der damaligen Studiengemeinschaft. Ich würde sagen, dass sie mir inzwischen mehrfach das Leben gerettet hat.

Da ich Erziehung unter negativen Vorzeichen eben auch selber erlebt habe, war das gar nicht so einfach, mich umpolen (zu lassen). Es hat wirklich lange gedauert, bis ich vorbehaltlos akzeptieren konnte, dass diese Gemeinschaft mich nicht nur irgendwie mag, sondern mit meinen persönlichen Eigenschaften sogar haben will. Es ist wirklich schwer so etwas an sich heranzulassen.

Ich wünsche Dir, dass Du ähnlich positiv gestimmte Menschen findest.
Liebe Pupperle , (nur rhetorische Frage, vielleicht zum Nachdenken anregend) Warum bezeichnet Du Dich so? "Puppe" genügt nicht? Es muss schon noch eine kleine Puppe sein, ein "Püppchen". Mit Puppen spielt man und legt sie wieder weg.

Oder ist "Puppe" so zu verstehen : da ist etwas "verpuppt", etwas noch versteckt, nicht ins Leben gekommen, etwas, das sich noch entwickeln, reifer werden muss. Vielleicht ein schöner, großer und selbst-flugfähiger Schmetterling ? Ein Schmetterling, der sich an dem Teil seines Gartens erfreut, die Sonne genießt ….und der nicht sich mit den Schwalben vergleicht,
die so hoch fliegen -deren harte Seite ihres Lebens er aber ausblendet.

.
Ich bitte um Dein Verständnis, wenn ich im folgenden manchmal etwas deutlich formuliere. Aber zum Verändern hilft selten ein sanftes Einlullen, sondern etwas kräftigeres. Schließlich ist noch nie etwas Schönes und L(i)ebenswertes auf die Welt gekommen ohne Krise, ohne Schmerzen, ohne durch (Zer)Stören des alten. (gilt von unserer Geburt an)

Bitte ! lies weiter mit diesem Blick.
Wenn es Dir nicht -noch nicht- möglich ist, dann verschieb es vorerst.

Pupperle hat geschrieben: Vielleicht verfügt ja der eine oder andere über eine hilfreiche Perspektive für mich. Ich erwarte aber keine Antworten und hoffe wirklich, niemanden mit meinen Gedanken runter zu ziehen.

Du erwartest keine Antworten (?), stellst aber viele Fragen, verschiebst Verantwortung. Mit anderen Worten : Du manipulierst (?).

quote="Pupperle"] Ich kann mir selbst nicht geben, was ich brauche[/quote]
a) Wenn du es Dir nicht selbst geben kannst, dann gib es einem anderen.
b) Woher weißt Du denn, was Du BRAUCHST ? Oder weißt Du nur, was Du
MÖCHTEST?
Und wenn Du es wirklich weißt : die wesentliche Frage: WOZU brauchst Du es?
WOFÜR ist es gut, was stellt es für Dich sicher? Und: wo hast Du es schon?

quote="Pupperle"] Aufgrund von Reflektion und Therapieerfahrung weiß ich mittlerweile sehr gut darüber Bescheid, warum ich so denke und fühle[/quote]
Das WARUM ist wurscht. WOFÜR, WOZU (s.o.) das sind die Schlüssel.
Ein "Warum" führt ausschließlich in die Vergangenheit. Du willst aber heute und
für morgen anderes bzw. mehr.
Und ein "Warum" dreht Dich im Kreis: Vergangenheit - Heute - Vergangenheit usw. usw.
Heißt: Du schaust auf das "weg-von" statt auf das "Hin-zu" Schon mal einem
Taxifahrer gesagt "ich will weg von hier"? Der würde sich über solchen Umsatz freuen. "weg-von", also irgendwo hin, egal.
Nein, Du sagst ihm genau, wohin Du möchtest und zwar auf der möglichst kurzen Strecke. Und Du lässt das auch von keinem Fremden dem Taxifahrer sagen.


quote="Pupperle"] Ich kenne die Ursachen, ihre Auswirkungen, was man tun sollte, um sich von diesen nicht beherrschen zu lassen. Doch jeder Versuch, sich selbst (und andere?) auszutricksen, ist doch nichts weiter als das bloße Spiel einer besseren Version von mir, die es eigentlich gar nicht gibt[/quote]
Stimmt, da hast Du unbedingt Recht. "Tricksen", Spielen" …. davon hattest Du doch schon genug (s. o. Manipulieren). Hör auf damit.
Tricksen, Spielen ist etwas für Lügner (sich selbst und vor allem andere belügen). und für Manipulatoren. Für Leute, die nur ihre Dinge sehen und darum kreisen.


quote="Pupperle"] Kann jemand wie ich jemals zu einem Menschen werden, der sich irgendwann selbst genügt?[/quote]
Nö. Hoffentlich nicht. Sich-Selbst-genügende und Selbstgefällige sind eine Plage. Solche kennst Du doch auch sicherlich. Gefallen Dir solche Ego-Typen? Was tragen sie bei zur Gesellschaft, welchen Beitrag leisten sie?

Ich verstehe natürlich, was Du damit meintest.
Aber um nicht mehr "suchen" zu müssen, die eigene Erwartungshaltung abzuklopfen, dazu müsstest Du erst einmal Dein Dasein hier relativeren.

Die Stoiker (griech. Philosophen) sagen:
"Wir sind buchstäblich alle aus Sternenstaub, der vor Miliiarden von Jahren
in der Nähe unserer Milchstraße entstand. Wichtig ist nicht, wie wir sind. Wichtig ist, was wir für die Dauer unseres Lebens mit unserer Portion Sternenstaub anfangen.

Vor Dir haben Milliarden über Milliarden Lebewesen ihren "Staub" genommen, und damit ihren Beitrag geleistet ….. und wieder zur Verfügung gestellt....bis hin zu Dir.
Du bist also nichts besonderes, auch Dein Sternenstaub wird weitergereicht werden. Du bist nur ein Teil dieser unendlichen Kette. Aber Du bist etwas Wichtiges. Ohne Dich geht es nicht, auch wenn Du nur eine Ansammlung von Staubkrümmeln bist. Du kannst Dich nicht aus dem Plan ausklinken und verweigern. Es liegt nicht in Deiner Macht, aber Du hast die Verantwortung für die bestmöglichste Verwendung Deines "Sternenstaubes"." (soweit die alten weisen Griechen)

quote="Pupperle"] Was mich hält, (…) gelegentliche Hoffnungsschimmer, wenn mal wieder ein Mensch in mein Leben tritt, der mich vorübergehend mit anderen Augen sieht und ich mich von diesen beseelen lasse[/quote]
Und DAS IST der Punkt ! Lass die Verantwortung für DEIN Leben, da wo sie hingehört: Bei Dir ! (und nimm ihm nicht ein Teil seiner Seele)
Niemandem wurde versprochen, das einem ständige Glückseligkeit beschert wird ….. und schon gar nicht sind andere dafür da.

Es gibt Tag und Nacht, Wärme und Kälte, Spaß und Trauer,.Unsere Welt existiert nur durch die Zwei-Poligkeit. Nur durch die abwechselnde Bewegung zu beiden Seiten kann Entwicklung sein.
Das gilt für die Welt und das gilt auch für jedes Lebewesen, und auch für Dich.

Wer sich nicht bemüht, das zu begreifen, und zu akzeptieren ! ist töricht.
Wer nur immer nur auf der "guten" Seite verharren will, entwickelt sich nicht, kommt nicht vorwärts. (Das ist wie beim Fahrradfahren. Man schwankt beim Vorwärtskommen von rechts nach links; mal ist das Pedal oben, mal unten.
Alles andere lässt uns Umkippen = zum verharren auf der gleichen Stelle)


Die schlechte Wahrheit : Veränderung kann nicht anders geschehen als durch ein ständiges Pendeln vom einen Pol auf den anderen.

Jetzt die gute Nachricht: Wir haben es in der Hand - durch unser Tun - wie lange wir uns auf dem ungeliebten Pol aufhalten, wir tief wir dort hineinrutschen.

"Machen" heißt das Zauberwort. In kleinen und demütigen Schritten.
Und "TUN" und zwar in der Bedeutung: N-U-T = Nicht Unnötig Trödeln.

Was könnte Dein erster kleiner, demütiger, Schritt sein? Jetzt !


quote="Pupperle"] Vor ein paar Jahren war ich noch überzeugt davon, Liebe sei der Sinn des Lebens, auch der meines eigenen. Dann bin ich allmählich erwachsen geworden und musste erkennen, dass Liebe nicht reicht[/quote]
Diesen Prozess nennt man allgemein Reife.
Liebe von und zu einem Menschen ist EIN Teil des Lebens -und zwar zeitlich wie auch qualitativ- . Liebe ist nicht DAS Leben.

quote="Pupperle"] "....musste erkennen, das Liebe nicht reicht. Nie. Auch das ist eine Lebenslüge[/quote]
Stimmt, es ist eine Lebenslüge. …… Wessen ?


quote="Pupperle"] Der wohl einzige Mensch, der mich jemals wirklich geliebt hat, hatte sich selbst gegen das Leben entschieden, mich mit Schuldgefühlen und unzähligen Fragen zurück gelassen, auf die es niemals eine Antwort geben wird. Warum war ihm Sterben wichtiger als ich?[/quote]
Warum bist Du Dir wichtiger, als seine Entscheidung ?

quote="Pupperle"] Ich weiß, das ist eine kindische, eine falsche Frage, die ich mir nicht stellen sollte. Dennoch ist sie immer noch präsent. Mein Vertrauen in das Leben ist erschüttert, ebenso in mich und meine Möglichkeiten, diesem irgendeinen anhaltenden Sinn zu verleihen.
Nochmals: Lass die Anmaßung. Es ist nicht an Dir, dem Leben einen Sinn zu verleihen. Leben IST der Sinn. Nämlich das Weiterreichen unseres "Sternenstaubes"
und zwar angereicherter als wir ihn bekamen.
Nun sie hat sich abgemeldet oder wurde abgemeldet.

Na ja, einige haben sich eh schon was gedacht gehabt.... lach...
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