Ich bin auch am Wochenende wenn ich nicht arbeite ein Frühaufsteher weil ich allein lebe und da bietet sich der MC.Cafe am Westbahnhof an.
Im Sommer klimatisiert und das Personal ist auch sehr sympathisch und der Kaffee schmeckt auch.
Aber es gibt dort auch sehr viel Armut zu sehen zum Beispiel das sich Menschen von dem ernähren was andere halt so überlassen dasss macht mich dann auch sehr nachdenklich.
Zum Beispiel hab ich im Sommer dort eine junge Frau kennen gelernt die auf der Straße lebt aber immer sehr freundlich fragt ob man Ihr was geben mag.
Sie drückt sich sehr gewählt aus und stammt aus Deutschland und ich gebe Ihr gerne eine Kleinigkeit auch wenn das dort nicht gern gesehen wird und Sie meistens weg gejagt wird was ich auch verstehe die machen auch nur Ihren Job.
Ich hab aber auch gemerkt viel wichtiger als die Geldspende ist es ein paar nette Worte miteinander zu wechseln.
Ich hatte Sie jetzt ein Monat nicht gesehen weil Sie mit ihren verletzten Fuß im Krankenhaus war,darum hab ich mich heute sehr gefreut Sie zu sehen.
Aber es hat mich auch wieder sehr traurig gemacht weil ich nicht weis wie ich Ihr helfen könnte von der Straße weg zu kommen.
Ich weis aber auch aus Erfahrung das Sie dass wirklich selber wollen muß dann kann das vielleicht klappen, aber vielleicht fällt mir auch was ein wie ich Sie dabei unterstützen kann...
Ich habe einfach das Gefühl Sie ist eine gute Seele....
Schön, daß Du Dir darüber Gedanken machst!
Wenn Du ihr wirklich helfen willst, solltest Du vorher mit ihr klären, ob sie das auch annehmen würde. Lad sie doch zu einem Frühstück ein und bespreche mit ihr die Einzelheiten. Ich denke, wenn sie in einem Krankenhaus war, sind dort ja auch die Sozialarbeiter auf sie aufmerksam geworden und hätten ihr geholfen, wenn sie es gewollt hätte.
Sonst denke ich, das Ganze geht nur auf dem Weg der Bürokratie.
Sie muß (mit Deiner Hilfe?) beim Sozialamt vorstellig werden. Jeder hat das Recht auf Sozialhilfe und auch auf eine Wohnung. Und auch bei Euch gibt es sicher
Sozialkaufhäuser, in denen man für ganz wenig Geld einen Grundstock
zur Einrichtung bekommen kann.
Mach Dich darauf gefaßt, daß Du auch frustrierende Erfahrungen dabei machen kannst, aber einen Versuch ist es sicher wert.
Viel Glück!
http://www.finanzer.at/mindestsicherung ... ntrag-bms/
Eben habe ich einen Artikel darüber gelesen, was sich Obdachlose zu Weihnachten wünschen.

https://www.t-online.de/nachrichten/pan ... hlose.html

Ein bisserl überrascht war ich über den Wunsch nach "PC". Aber warum eigentlich nicht. Wenn man z.B. ein kleines Tablet hat, das man nicht mehr braucht, warum nicht weitergeben? Auch ein Handy und vergleichbar.

Aber das wichtigste scheint mir Kleidung zu sein, ergo warme wasserabweisende Handschuhe oder Schuhe z.B.

Es gibt viele Möglichkeiten, diesen Menschen einen Moment des Miteinanders zu schenken. Wichtig ist, dass man sie nutzt.

Schönen 2. Advent - AK :)
Ich wünsche allen hier einen besinnlichen und entspannten zweiten Advent!

Joseph :wink:
Eine junge Frau, anscheinend gebildet, die sich gut ausdrücken kann - auf der Straße lebend ???

1 x Fragen, was man für sie tun könne.
Danach ! auf konkreten Wunsch, konkretes Hilfe-ANGEBOT !! ,
auch wiederum nur 1 x.
(sie weiß ja, wo sie dich erreichen kann, wenn sie bereit zur Änderung ist)

Und DANACH dann MIT IHR zusammen Schritte gehen …… nicht FÜR Sie !
Nichts und niemals !

Von irgendetwas muss sie ja jetzt schon leben. Nur die Essensreste im Café werden es nicht sein.

Möglichkeiten auf der Straße zu überleben : sie arbeitet doch gelegentlich irgendetwas, sie bettelt (die Summen mancher Bettler am Tag sind oft erstaunlich, dafür würde so mancher nicht arbeiten gehen)
oder sie hat jemanden, der ihr ab und an was zusteckt oder wo sie gelegentlich
unterkraucht,
oder sie prostituiert sich, dealt und/oder ist zusätzlich abhängig.

Das musst Du wissen, wenn Du Ihr helfen willst. Und auch, OB Du ihr helfen willst und auch wirklich kannst.
Und du solltest die körperlichen Anzeichen einer Sucht erkennen können.


Ein "Laie", mit vollem Herzen von Mitgefühl und gutem Willen täuscht sich selbst und lässt sich schnell täuschen.

Bevor Du mit ihr sprichst, wäre vielleicht auch erstmal ein Gespräch mit einer Sozialstelle angebracht, ob und wie Du Dich verhalten könntest und welche staatlichen/kirchlichen Hilfemöglichkeiten es zur Rückführung ins Normalleben
gibt. Vielleicht ist ja sogar dort schon bekannt.

Zum Raufziehen eines abgestürzten Menschen braucht es mehr Kraft als
zum Runterziehen eines Menschen.

Eine gelegentliche Unterstützung -ein wenig Geld, ein Essen, etc. belässt sie nur weiter in ihrer Situation verharren, ändert sie nicht.
(Ist aber gut fürs eigene schlechte Gewissen der Spender, gerade jetzt zur christlichen Weihnachtszeit).

Ohne ihren festen Willen, ihre klare Einsicht wird das nichts, dann ist das eben so und sie braucht noch Zeit .
Derartige Gedanken mache ich mir auch recht oft, Das alleine jedoch genügt nicht und deshalb gehe ich, 3-4 Mal im Jahr in die "Gruft", eine karitative Einrichtung für Obdachlose, spreche dort Menschen an und lade sie dann zu einem gemeinsamen Mittagessen ein. Es ist nicht nur das Essen welches ich diesen Menschen spendiere, es ist mehr die Freude darüber, dass ich ihnen etwas von meiner Zeit schenke und sie als gleichwertig behandle.
Dies vielleicht auch als Hinweis für alle jene, die sich immer wieder den Kopf zerbrechen, was sie schenken sollen .... und das nicht nur zu Weihnachten
Da bin ich ganz bei dir.
Mit meiner Gruppe im Ehrenamt habe ich das Gefühl, dass mir etwas geschenkt wird und es keine Arbeit oder Belastung ist.
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