In der ganzen Diskussion hat man eine wesentliche Entwicklungslinie total vergessen, nämlich die des menschlichen Erfindergeistes dessen Ergebniss in der Zukunft niemand vorraussehen kann und sämtliche Zukunftsszenarien auf einen Schlag über den Haufen werfen können (Karl Benz, Gottfied Daimler, Diesel - auf dessen G4undlagen sich schrittweise eine Infrastruktur entwickelt hat mit den dazugehörigen gesellschaftspolitischen Weichenstellungen).

Beispiel: Dieie Entwicklung der Atomkraft - jetzt im negativen Sinne....durch Fukushima ist man ganz plötzlich bereit alles über den Haufen zu schmeißen um sich den erneuerbaren Energien zu widmen. Ganz svhweigen von dem bis heute nicht gelösten Problem der Atommülllager.

Der jetzige Zustand der E-Autos? ist wahrlich unbefriedigend und wird es auch erst einmal bleiben weil zur Zeit zwei wesentliche Dinge zur Akzeptanz und zur Nachfrage fehlen. Die fehlende Infrastruktur zum Nachladen sowie der überaus lange Ladeprozess der PKW Akkus vom LKW Verkehr ganz zu schweigen......... Und selbst wenn eine bahnbrechende Erfindung eintreten würde, würden garantiert neue Probleme entstehen, die bis jetzt noch nicht vorhersehbar sind aber auch dann gelöst werden müssen....... Denn jede Münze hat zwei Seiten........
flloyd
Moderator der Regionalgruppe Mainz

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hab jetzt nicht alles vorher gelesen - aber da hat die Deutsche Automobil-Industrie lange Zeit geschlafen  :twisted:

Vor 8!! Jahren kauften wir, bislang absolute D-Auto-Käufer einen japanischen Hybrid, damals fast der einzige im Markt. Als der vor 4 Jahren mit knapp 70.000 problemlos gefahrenenen KM mit round about 5 L/km Super ersetzt werden sollte, was gab's am Markt?? Absolut überteuerte B-Klasse vom Stern, Golf im Test-Modus
verfügbare Teslas einfach zu teuer
ansonsten e-Mobile mit 250 km Reichweite (realistisch weniger) auch für mich Wenigfahrer zu teuer und untauglich (wobei der Franzose bei der Probefahrt schon klasse war :D )

Machbar mit Solarenergie ist es es!!!!  
Ihr lieben Elektrofans: Dann fangt schon mal an ca 80 neue AKW zu bauen denn irgendwo muss der Autostrom für 65 Millionen Fahrzeuge allein nur bei uns erst mal herkommen.......
Horst, auf meine Frage, woher denn der Strom kommen soll, erntete ich von den Theoretikern immer nur verständnislose Blicke, aber Antwort wussten sie keine. Höchstens hin und wieder so ein Witzbold, der meinte aus der Steckdose. Leider wird immer nur auf ein einzelnes Puzzleteil geachtet und nicht auf das Gesamte und die Zusammenhänge.
Danke! Ihr zwei Vorredner...

Diese ungeheure zusätzlich Menge (wenn lt.Prognose irgendwann jeder zum E-Auto *gezwungen* wird) ist in manchen Familien ein Mehrfaches gegenüber dem Haushaltsverbrauch)
Ich habe mich schon zum Elt- Auto Fan bekannt.
Gehen wir erst mal von 2-4 Mio E-Autos aus. Für alle Handwerker, Zustelldienste und Behörden ist dies optimal. Und dann sehe ich das Potential darin dass Familien ihr Zweitauto elektrisch fahren werden. Für die größeren Autos gibt es auch noch genug Fans.
Die erneuerbaren Energien werden weiter zunehmen mit den Problemen Stromtransport und gespeichert werden kann er auch kaum. Wann wird die Armada von Elt- Autos hauptsächlich geladen? - Nachts !!
Sie sind so der beste und billigste Energiespeicher. Ist doch wohl ein wichtiges Argument ?
Shekinah hat geschrieben: Horst, auf meine Frage, woher denn der Strom kommen soll, erntete ich von den Theoretikern immer nur verständnislose Blicke, aber Antwort wussten sie keine. Höchstens hin und wieder so ein Witzbold, der meinte aus der Steckdose. Leider wird immer nur auf ein einzelnes Puzzleteil geachtet und nicht auf das Gesamte und die Zusammenhänge.


Man muss, wie korrekt bemerkt, die gesamte Situation betrachte. In diesem Fall bedeutet das, dass der "Energieerzeuger" Automotor durch eine alternative Quelle ersetzt wird.
Was heißt das:
Moderne GuD-Kraftwerke erreichen Wirkungsgrade über 50%, Kohlekraftwerke ca. 40%; und ist die Energie im E-Auto, so ist der Wirkungsgrad eines Elektromotorst bei ca. 95%. (Lassen wir zunächst die erneuerbaren Energien noch außen vor).
Automotoren liegen erheblich darunter und im Stadtverkehr deutlich unter 5%.
Somit wird ein im Vergleich total ineffizienter Energieerzeuger durch ein vielfach besseres Produkt ersetzt. Die Frage kann also nicht lauten "sollen wir das E-Auto nutzen" - unter der Prämisse, dass der Individualverkehr in bisheriger Form beibehalten wird - sondern sie muss lauten "wie schnell und effizient können wir den Substitutionsprozess durchführen".
Niemand bestreitet die hohen Wirkungsgrade und Vorteile des E-Antriebes und dennoch - auch dieser Strom muss irgendwo produziert werden. Heute schon - ohne E-Autos - müssen wir Strom in der EU einkaufen, es langt also nicht. Wie solls denn dann mit E-Auto hinkommen ???
dick01 hat geschrieben: Moderne GuD-Kraftwerke erreichen Wirkungsgrade über 50%, Kohlekraftwerke ca. 40%; und ist die Energie im E-Auto, so ist der Wirkungsgrad eines Elektromotorst bei ca. 95%. (Lassen wir zunächst die erneuerbaren Energien noch außen vor).
Automotoren liegen erheblich darunter und im Stadtverkehr deutlich unter 5%.
Somit wird ein im Vergleich total ineffizienter Energieerzeuger durch ein vielfach besseres Produkt ersetzt. Die Frage kann also nicht lauten "sollen wir das E-Auto nutzen" - unter der Prämisse, dass der Individualverkehr in bisheriger Form beibehalten wird - sondern sie muss lauten "wie schnell und effizient können wir den Substitutionsprozess durchführen".


Wie bitte stimmt deine Wirkungsgrad-Rechnerei, wenn Strom zu einem nach wie vor hohen Prozentsatz aus jenen benannten Kraftwerken stammen? :shock:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-09/kolumbien-steinkohle-el-cerrejon

Strom ist keine Primärenergie, sondern wird aus anderen Energien gewonnen!
Deine Formel für Wirkungsgrad -z.B. aus Kohlekraftwerken- müsste lauten:
40% Verlust im Kraftwerk + 5% im Verbrauch (lassen wir mal weitere Verluststrecken durch Umwandlung aussen vor)

Wenn der Strombedarf durch E-Autos extrem ansteigt, kann dieser Zusatzbedarf mittel- und auch langfristig nur durch weitere konventionelle Kraftwerke gedeckt werden... oder noch präkerer, aber am schnellsten, durch Zukauf von nicht-deutschem Atomstrom! :roll:

Der "Dreck", der damit aus Städten und Landstraßen verschwinden würde, tritt geballt im Umfeld von Kraftwerken wieder zu tage, der sog. Ökostrom kann diesen Bedarf nie decken, er kann höchsten in langsamen Schritten einen Teil dazu beisteuern.
HorstG hat geschrieben: Niemand bestreitet die hohen Wirkungsgrade und Vorteile des E-Antriebes und dennoch - auch dieser Strom muss irgendwo produziert werden. Heute schon - ohne E-Autos - müssen wir Strom in der EU einkaufen, es langt also nicht. Wie solls denn dann mit E-Auto hinkommen ???


Bei der Ablösung des Verbrennungsmotors durch E-Antrieb handelt es sich um eine Substitution und nicht um "zusätzlichen" Energieverbrauch. Die Fragestellung ist also: Wie hoch ist der Gewinn / Verlust bei dieser Substitution. Dabei ist die Gesamtbilanz zu betrachten also die Well-to-Wheel Bilanz, die auch die Verluste in den Vorketten mit betrachtet. Dazu gibt es viele Studien im Netz. Zusätzlich zur Energiebilanz sollte auch die CO2-Bilanz betrachtet werden. Damit kann sich jeder selbst eine fundierte Meinung auf Basis von Fakten bilden.
Einen Punkt sollten wir noch berücksichtigen: Ein klassisches Auto wird in seiner gesamten Lebensdauer(hoffentlich ohne Motorschaden) mit der gleichen Technik fahren.. Die Energieerzeugung für E-Automobile wird sich rasant weiterentwickeln und noch wesentlich effizienter und umweltfreundlicher werden, woran das E-Auto partizipiert. Denken wir einmal 20 Jahre zurück: Laptops in den Anfängen. Smartphones gab es nicht etc.. .
Dick01n, Du bist der Wissenschaftler hier im gesamten Forum und erklärst geduldig den Hintergrund zu allen Problemen. Danke dafür und weiter so ! Ich erlange dabei viel neues Wissen und erkenne besser die großen Zusammenhänge.
Verzeihung lieber dick01 es handelt sich sehr wohl um zusätzlichen Verbrauch. Denn der Strom muss erst mal durch Kraftwerke produziert werden und diese werden womit betrieben ? Richtig - mit Kohle oder Öl ! Also muss der Energiespender zunächst einen Umwandlungsprozess durchlaufen welcher - natürlich - mit weiteren Verlusten behaftet ist (siehe deine eigenen Angaben).
Ich habe deine Beiträge immer mit grossem Respekt gelesen, also schiesse dir bitte nicht ins eigene Knie, wir brauchen dich noch.
Horst.
Dann schauen wir genauer hin. Ich denke, wenn wir ein paar Zahlen aus der "Zeit" nehmen, ist das wohl in Ordnung
http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-01/e ... rgiebilanz
Verbrauch wtw: 18 kwh/100 km
Leistung: 15 000 km / Jahr (das ist Durchschnitt)
Zuwachs 50 000 E-Autos (Bestand war 25000 zu Jahresbeginn)

Bedarf = 18 x 150 x 50 000 = 12x 10^8 kwh pro Jahr bzw. 1,2 Mio. MWh
Bei 24 x 365 = 8760 h im Jahr ergibt das eine zusätzliche Leistung von weniger als 150 MW.

Das Kraftwerk Irsching hat im Block 5 eine Nettoleistung von 845 MW (der Block steht in Reserve!!) Die Zahl der zusätzlich notwendigen Kraftwerke ist daher sehr begrenzt!

CO2 für 50 000 Pkw würde sich halbieren durch den Austausch.

PS: Dass jetzt die böse Batterie als Gegenargument im Artikel genutzt wird bedeutet, dass wohl der Preis, die Reichweite, die zusätzlichen Atomkraftwerke etc, als Gegenargumente nicht mehr so richtig ziehen - es werden sich auch noch viele andere Gegenargumente herbeiziehen lassen, die schnell vom technischen Fortschritt überholt werden.
der nächste Schritt ist dann das Elektroflugzeug

http://lilium-aviation.com/
dick01 hat geschrieben: Dann schauen wir genauer hin. Ich denke, wenn wir ein paar Zahlen aus der "Zeit" nehmen, ist das wohl in Ordnung
http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-01/e ... rgiebilanz
Verbrauch wtw: 18 kwh/100 km
Leistung: 15 000 km / Jahr (das ist Durchschnitt)
Zuwachs 50 000 E-Autos (Bestand war 25000 zu Jahresbeginn)

Bedarf = 18 x 150 x 50 000 = 12x 10^8 kwh pro Jahr bzw. 1,2 Mio. MWh
Bei 24 x 365 = 8760 h im Jahr ergibt das eine zusätzliche Leistung von weniger als 150 MW.

Das Kraftwerk Irsching hat im Block 5 eine Nettoleistung von 845 MW (der Block steht in Reserve!!) Die Zahl der zusätzlich notwendigen Kraftwerke ist daher sehr begrenzt!

CO2 für 50 000 Pkw würde sich halbieren durch den Austausch.

PS: Dass jetzt die böse Batterie als Gegenargument im Artikel genutzt wird bedeutet, dass wohl der Preis, die Reichweite, die zusätzlichen Atomkraftwerke etc, als Gegenargumente nicht mehr so richtig ziehen - es werden sich auch noch viele andere Gegenargumente herbeiziehen lassen, die schnell vom technischen Fortschritt überholt werden.

Ich stimme Ihnen zu