Meine Großmutter und meine Mutter haben sie noch getragen. Das hörte aber in den 70er auf.
In der Schule mussten wir im Kochunterricht Schürzen tragen, die wir vorher im Handarbeitsunterricht genäht haben (ich war auf einer erzbischöflichen Mädchenschule :wink: ). Nach 1975 habe ich keine Schürze mehr getragen. :D

Im Dorf trägt eine Frau noch eine Kittelschürze und geht im Sommer auch damit zum Friedhof. Das war anfangs ein ungewohnter Anblick (ich bin 2003 zugezogen), aber sie gehört zum Dorfbild einfach dazu. Ein Stück Nostalgie.
Ich kenne diese Kittelschürzen nur an der Oma und an meiner Mutter.

Man darf nicht vergessen, dass damals nicht in jedem Haushalt eine Waschmaschine stand. Die 'besseren' Klamotten mussten geschont werden. Meistens waren sie aus Materialien, die man nicht als pflegeleicht bezeichnen kann. Es gab keine bequemen Shirts und Leggins und keine Flatterhemdchen, die z.B. ich gerne daheim trage. Da war die etwas weiter geschnittene Kittelschürze aus Baumwolle ein angenehmes Teil.
Mein Mann und ich waren öfters über Karneval im Norden und haben hin und wieder Karnevalssendungen im DDR-Fernsehen geguckt. Kein Vergleich zu Köln oder Mainz, aber nett waren sie trotzdem.
Wenn ich aber an die Kostüme denke .... boah nee, was waren das für armselige Teile ... nur billiges "Plaschtick". :lol:
Ja, der Wandel der Materialien :roll:

Mein Vater trug ab irgendwann Nyltex-Oberhemden. Er tat dies meiner Mutter zuliebe. Sie hatte Probleme mit der Beweglichkeit ihrer Hände. Bügeln war eine Tortur für sie, und das pflegeleichte Nyltex war absolut bügelfrei.
Aber Ihr Ehemann steckte in einer Plastiktüte :mrgreen:
Richtig .... und wenn die schwarze Rose nicht mehr zu sehen war, sollte das Hemd unbedingt gewaschen werden. :wink:
Das Hemd mit der schwarzen Rose war von Seidensticker :D
Letzte Woche unterhielten wir uns über Toast Hawai.
Den gab es dann bei mir am Donnerstagabend, einmal mit Birnen und einmal mit Pfirsich. Statt Toastbrot gab es geröstetes Dinkelbrot. Lecker war's!

Rezept von Clemens Wilmenrod, dem Koch, der keiner war. :lol:
Toast Hawaii,
meine Kinder mögen es als Abendsnack.
Bei uns früher bestand der Abendsnack aus Milchsuppen, am liebsten Haferflockensuppe.
Schön sämig, so wie in Holland aus der Flasche "Havermoutpap".
Und die Milch dazu, die brachte morgens um 6 Uhr der Milchbauer auf seinem 3rädrigen Töfftöff, wurde in einer Alu-Kanne abgefüllt.
Später als es modern wurde, gab es die Milch im Schlauch im Rewe-Markt.
Milch im Schlauch..... :shock:

Ich finde, sie schmeckt nicht, die Milch aus dem Supermarkt. Bei uns gibt es sie noch vom Bauern direkt, und krank geworden ist davon noch niemand.
Ich erinnere mich noch morgens mein Frühstücksbrot für die große Pause in Pergamentpapier verpackt in meiner Brottasche vorgefunden zu haben.
Heute bekomme ich mit, das die Schulkinder mit ein paar Euromünzen zum Kiosk flitzen um sich diverse Füllstoffe und Süßigkeiten zu kaufen.

Kann das auf Dauer gut gehen?
cron