wolfhart hat geschrieben: Mir scheint "Der Faust" von Goethe in der Tasche oder vor der Nase sinvoller, als alles andere. auch eine Partnerschaft könnte davon im höchsten Maße profitieren.
Denn im "Faust" kann jedermann lernen, frei und unabhängig zu denken und zu handeln und Ideale zu haben.
wolfhart


Das hat bei Faust aber auch nur funkioniert, weil er seine Seele dem Teufel
verkauft hat, natürlich nur gegen entsprechende Vorteile.
Das wäre auch mal ein Thema:
Wem wir denn unsere Seele verkaufen, wenn vielleicht auch nicht freiwillig
und unbewusst.
Bei der besagten Partnerschaft im "Faust" geht es für die Frau nicht gut aus.
Gretchen wird schwanger von Faust, doch von ihm verlassen, tötet sie das
Neugeborene und wird dafür hingerichtet.

Ibelieve
na liebelive,
damals gab es eben noch keine Stiftung für das Leben...was blieb Gretchen übrig...
aber wir haben doch daraus gelernt. Heute besucht sie mal kurz so eine Abtreibungklinik........und ist hoffentlich für den Rest ihres Lebens unglücklich.

Und wenn Du das Bündnis mit dem Teufel nicht wortwörtlich nimmst,
also ich meine jetzt mit diesem nach Schwefel stinkenden mit dem Pferdefuß...
dann werden doch allenthalben Bündnisse mit dem Teufel eingegangen,
und wenn sie den Teufel austreiben , dann nur doch mit dem Beelzebub...

Schon sehr lebensnah, was uns da der Herr Geheimrat vom Goethe hinterlassen hat...
und sicher bedenkenswerter als irgendwelcher Rambo- und Batmanmüll....
oder deutsches Unterschichtenfernsehen........(PraecariatsTIVI)

wolfhart
..........und ist hoffentlich für den Rest ihres Lebens unglücklich.

Typische Aussage für einen Mann, eine Frau würde das vermutlich nie schreiben.

Ich kann mich aber auch irren.

Doch was macht ein junges Mädchen in ihrer Verzweiflung nicht alles, dessen Tragweite sie in ihrer akuten Not gar nicht sehen kann.

Männer fühlen sich wohl, wenn sie in Männerkreisen prahlen können, wie sie es der Kleinen besorgt haben. Denken sie aber weiter?

Nein! Und den dicken Bauch bekommen sie auch nicht. Höchstens vom Bier.
Eine Frau würde das auch schreiben, Rinderbaron. Eine USA-Organisation, die Abtreibungsärzte zu vernichten sucht, besteht in ihrer Mehrheit aus Frauen.
Mahlzeit Rinderbaron,

Hätte er einfach den Mund gehalten, als er mich beim salben erwischte, stünde er auch nicht auf meiner roten Liste. Weil er mich aber vorführen musste, ist er mir nach all den Jahren noch in schlechter Erinnerung.


Nun bin ich aber schon ein bisschen verwundert.

Du als Friedensverfechter hast so etwas wie eine rote Liste?

Wie war das doch gleich wieder mit dem Krieg im Innern und den Eitelkeiten? ;)

Gruß - Froeschi
Sorry Froeschi,

wie Du in meinem großen Monolog weiter oben gelesen hast, will ich kein Lamm sein, das ständig nur auf seinen Metzger wartet, nur weil ich dem Frieden etwas das Wort rede.

Wenn du im Forum Religion unter .....Glaubt ihr an Gott ......über mein Gottesbild liest, oder mein Selbstverständnis im Umgang mit meinem eigenen Leben (siehe Voltaire.....die einzige Freiheit .....ist der Suizid) im Sterbehilfetrhread verfolgst, wirst Du sehr schnell feststellen, dass für mich das Leben nicht absolut unantastbar ist.

Aber, nur weil für mich das Leben nicht absolut unantastbar ist, muss ich noch lange nicht dem Töten aus niedrigen Beweggründen das Wort reden.

Aber wenn ein Mensch sich als Berufssoldat einer Tätigkeit verpflichtet, der den Gehorsam zum Töten (Führer befiehl und wir folgen Dir) aus Habgier (Irakkrieg) beinhaltet, möchte ich dies doch als die falsche Denkrichtung anprangern.

Wäre ich Buddhist, würde ich über mich selber sagen, dass ich in meinem Erkenntnisstand noch wenig vollkommen bin, aber zumindest auf dem richtigen Weg.
hallo toska,

mich irren zu können, habe ich ja nicht ausgeschlossen.

Denke nur an ein bestimmtes Mädchen in meiner Jugendzeit, die sich ein reicher Industrieller kurzfristig mit seinem Geld zur Mätresse gemacht und geschwängert hat.
Was sollte dieses Mädchen aus einer minderbemittelten Familie als Siebzehnjährige mitten in der Ausbildung mit einem Kind anfangen?

Der Industrielle hat ihr 50 000 DM Schmerzensgeld und den Aufenthalt in Holland bezahlt.

Damit war für ihn die Sache erledigt.

Sie hat aber das Kind ausgetragen, mit den 50000 Mark die ersten drei Jahre ganz gut überstanden und dann den Vaterschaftstest durchführen lassen.

Durch einen cleveren Anwalt war sie nach der 99,99% Zuweisung des Vaters bald in der finanziellen Lage, mit entsprechender finanzieller Ausstattung das Kind alleine zum Erwachsenenalter hin führen zu können.

Hätte ihr der Schweizer die 50 Mille nicht gegeben, wäre der Fötus nach ihrer eigenen Aussage im Klinik Müll einer holländischen Klinik "entsorgt" worden.

Der so am Leben gebliebene Junge ist heute ein angesehener Anwalt und selbst Vater von drei Kindern.

Dumm gelaufen für den reichen Industriellen, aber absolut Respekt fordernd für das "Gretchen" und ihren bildhübschen Sohn.
Hi Rinderbaron,

wie Du in meinem großen Monolog weiter oben gelesen hast, will ich kein Lamm sein, das ständig nur auf seinen Metzger wartet, nur weil ich dem Frieden etwas das Wort rede.


Das freut mich zu lesen, denn irgendwie hatte ich den Eindruck von Dir, Du wärst - entschuldige bitte das "böse" Wort - ein wenig fanatisch. Aber somit stelle ich fest, dass wir uns beide in der "Mitte" bewegen.

Wegen dem anderen ... Der "Soldaten-Thread" ist eine Türe weiter ;).

Gruß - Froeschi
hast du nicht etwas untertrieben mit deiner wortwahl ?
hättest du *mörder-thread* geschrieben wüsste der baron wenigstens wovon du redest
Siehste Froeschi.

Ich finde es schön, dass wir noch nicht das Problem der großen Parteien haben, weil wir uns nicht mehr gegeneinander abgrenzen können, aber andererseits auch wiederum wie die früheren Großen in den großen Parteien nach "getaner Arbeit" friedlich miteinander Karten spielen gehen können.

Mein Gott, das waren noch "Goldene Zeiten" in der Politik.
Ja, sugar, SS-Soldaten waren Mörder, weil sie für den planvollen unnatürlichen Tod von Millionen Menschen verantwortlich sind.
Hitler selbst, hat vermutlich niemand erschießen müssen, deshalb darf er wahrscheinlich im Himmel auch schon wieder mit den Englein spielen.
Große Herren haben nämlich für gewöhnlich ihre Schergen, die für sie die "Drecksarbeit" erledigen.
Soll ich Dir zu Weihnachten einen Karton alter Landser-Romane schenken, damit Du dich "sinnvoll" über die Feiertage beschäftigen kannst??
Zu deiner Geschichte, Rinderbaron:

Ich denke nicht, dass es dumm gelafen für den reichen Industriellen, immerhin hat er nun einen hübschen erfolgreichen Sohn. Respekt für das Gretchen? Ich würde auch andere Entschedung des Mädchen respektieren. So hatte sie zwei mal Glück in Unglück gehabt. Zu einem, dass er sich nicht ganz aus dem Staub gemacht und wenigstens mit dem "Schmerzensgeld" eine gewisse Verantwortung übernommen hat, zu anderem dass sie Kraft hatte, auch weiterhin für sich und den gemeinsamen Sohn zu kämpfen.
Rinderbaron hat geschrieben: Ja, sugar, SS-Soldaten waren Mörder, weil sie für den planvollen unnatürlichen Tod von Millionen Menschen verantwortlich sind.

sieh mal an.... so langsam fängst du an einzugrenzen...
irgendwann kommen wir ja doch noch zusammen ......
jetzt wüsste ich nur noch gerne ob für dich die allierten soldaten die hier
als befreier kamen auch zu der kategorie mörder gehören....
und das beziehe ich jetzt auf deine sonstigen aussagen zum soldatentum
und nicht auf den o.a satz

oder gibt es evtl. doch noch unterschiede was die motivation betrifft
mal ist es die hehre natur wenns um befreiung geht .... mal die niedrige gesinnung wenn es um bereicherung geht ?
und was die landser romane angeht...... enttäusch mich bitte nicht indem du mir versicherst
du hättest einen karton davon in deinem keller stehen :)
es grüßt aus dem finstersten westfalen
Sugar
Ach toska,

ist es nicht immer wieder schön, wie unterschiedlich Menschen auf Gelesenes oder Gehörtes reagieren?

Logischerweise immer in der eigenen Sichtweise, da keiner über seinen Schatten springen kann.

Du belichtest meiner Meinung nach die Tatsache, dass das Mädchen tatsächlich abgetrieben hätte, wenn sie die 50 Mille nicht gehabt hätte, viel zu schwach.

Denn Sie hätte vermutlich auch abgetrieben, wenn sie nur 10 Mille bekommen hätte.

Es war also weniger die Kraft der jungen Mutter, sondern die ausreichend große Summe, die das Leben des jungen Mannes ermöglicht haben.

In seiner Haut würde ich nämlich schon mal auf die Idee kommen, mich zu fragen, was gewesen wäre, wenn mein Vater nur 15 Mille Schmerzensgeld gezahlt hätte oder gar keines.

Meine Stimmung würde dann wahrscheinlich zwischen Dankbarkeit gegenüber meinem "Schicksal" und blankem Hass gegenüber meinen Eltern, insbesondere meinen Vater, schwanken.

Irgendwie würde mich das Gefühl jedenfalls mächtig stören, dass mein Leben von der Zahlung eines Geldbetrages abhängig war und meine Eltern sich nicht gemeinsam auf meine Geburt gefreut haben, wie ich mich selbst auf die Geburt meiner Kinder gefreut habe. Daran hätte ich höchstwahrscheinlich hart zu dauen.

Btw ........Gedankenaustausche, ohne persönliche Angriffe, habe ich in dieser community oftmals vermisst.
Habe Dank, liebe toska, für deine sachliche Art der Auseinandersetzung.

Liebe Grüße sendet Dir Robert aus Waldkirch
Hallo sugar,

nein, ich glaube nicht, dass wir über das Thema "soldatische Ehre" zusammen kommen werden.

Müssen wir ja auch nicht, denn beide sind wir hier, um unsere Meinung miteinander abzugleichen und nicht, um um jeden Preis Konsens zu finden.

Denn, ich mache absolut keinen Unterschied zwischen einem Bundeswehrsoldaten und einem GI im Golf- oder Irakkrieg oder den Piloten der "Rosinenbomber".

Soldaten leisten einen Fahneneid zur Gehorsamkeit.
Die Aufgabe des Soldaten ist nicht zu denken sondern zu handeln. Schließlich haben die Hiroshima Piloten ja angeblich auch nur das abgeworfen, was andere ihnen "untergejubelt" haben, hat man mich hier in einem der Foren belehrt.

Graf Staufenberg war für mich solange ein zum Mord an fremden Menschen bereiter Soldat, bis er zu der Erkenntnis kam, dass er, wenn nötig, sogar sein eigenes Leben geben muss, damit nicht länger unsinnigerweise Millionen von Menschen weiterhin ihr Leben verlieren müssen. Er setzte sein Leben aufs Spiel, obwohl er Frau und Kinder hatte. Jesus dagegen, hatte für beides keine Verantwortung zu tragen.

Für mich sind er und seine Gesinnungsgenossen wahre "Kriegshelden".

Völlig anders ist meine Denkweise gegenüber einem Polizisten, der todbringenden Gebrauch von seiner Dienstwaffe machen musste.
Der genießt mein aufrichtiges Mitgefühl, weil ihn diese Situation wahrscheinlich oftmals auch bei Sichelmond nicht schlafen lässt.
Ein Polizist hat sich keinem Oberbefehlshaber zur Treue verpflichtet, der andere Völker vernichten will, um sich beispielsweise an deren Bodenschätze oder Territorien zu bereichern.

Wenn sich eine Armee, wie die Schweizer Armee, wirklich nur zur Selbstverteidigung aufstellt, ließe ich mich etwas erweichen.

Jedoch was sucht ein Bundeswehrsoldat am Hindukusch, wenn er nichts anderes tun soll, als Eindringlinge auf das eigene Territorium abzuwehren?