dennoch kann ein Helm das Zünglein an der Waage sein......
zwischen "nur" Kopf-Verletzung und Tod....
Radfahrende (genderneutral!) haben keinerlei Knautschzone,
ein Helm ist auf jeden Fall eine gute Vorsichtsmaßnahme.

Es kommt in der Praxis immer darauf an, wie man stürzt.
Ich kannte einen, der ist aus dem Stand mit dem Fahrrad umgekippt und hat sich einen Schädelbruch eingehandelt. (Gestorben ist er später aber an etwas Anderem)
Andere überschlagen sich mit 50 km/h und tragen außer Schürfwunden nichts davon.

Radfahren bedeutet halt mannigfaltiges Risiko und erfordert entsprechendes Mitdenken (<- aus der Mode). Z.B. dass man sich an der Ampel nicht in den toten Winkel eines Kfz quetscht.
"Ein Fahrradhelm kann bis zu 80 Prozent der Kopfverletzungen unter Schwerverletzten verhindern und 20 Prozent derer unter Leichtverletzten. Das belegt ein Gutachten, das das Baden-Württembergische Ministerium für Verkehr in Auftrag gegeben hat (Jürgensohn et al., 2017). Daten aus verschiedenen Ländern und Studien, zeigten auch hier: Unter 14.230 schwer verletzten Radfahrern im Jahr 2015 erlitten die meisten (70 Prozent) Schäden am Kopf. Vier von fünf davon hätten durch einen Helm verhindert werden können. Das wären jährlich bis zu 8.000 Verletzungen an Schädel und Hirn weniger, nur durch den Helm."

Zeit online

Dazu ist wohl nicht mehr viel zu sagen - es dürfte klar sein, was zu tun ist.

Selbst wenn man ein Schädel-Hirntrauma überlebt, ist der Rest des Lebens oft kein Honiglecken mehr.
Ich weiß, wovon ich spreche ...

Auch beim Schilaufen sollte man einen Helm tragen.
Mein Nachbar wurde niedergemäht auf der Piste und hat sich Schulter verletzt und die Rippen geprellt.
Hätte er keinen Helm getragen, wäre er jetzt nicht Patient der Physiotherapie, sondern der Intensivstation.
DieHerzliche hat geschrieben: Berichte eine kurze Geschichte.
Mein Ex Mann, wir sind mit einer größeren Gruppe gefahren alle gute Radler.
Kurz bevor wir den Wald verlassen hatten, gab er Gas und als er merkte, er wird zu schnell, machte er eine Vollbremsung ,vorallem vorne. Er überschlug sich und wurde ca 8-10 Meter geschleudert. Der Helm( eine gute Marke) war zerbrochen, darunter eine Kopfplatzwunde, 3 Rippen gebrochen und das Becken. Später wurde noch ein Hirntrauma festgestellt mit Sehnerv Verletzung. Die Landung war auf einem Wiesenweg, keine Teerstraße!

Jetzt kann jeder selber entscheiden wie er mit seiner Gesundheit umgeht!

Vespes Frage: Er trägt keinen Helm!


Wer in dem hohen Alter eine Vollbremsung macht, hat das Fahrradfahren nicht verstanden. Du schreibst alle gute Radler. Da mach ich mir so meine Gedanken, ob dein Mann hier nicht was wesentlich falsch gemacht hat.
dennoch erschrickt man manchmal und dann macht man vorne zu
und dann überschlägt man sich....
wie es mir passiert ist .....auf meiner ganz normalen pippi Büro-Heimfahrt !

als wir bei der Südtiroler Tälertour bei den Abfahrten ziemlich Tempo draufgekriegt haben - teilweise auf natur/gesplitteten Wegen ! habe ich immer wieder vorsichtig abgebremst und mich mit dem Hintern hinter den Sattel gesetzt, um das Tempo zu verlangsamen..........

wenn einem sowas mal passiert ist, steckt einem das einfach in den Knochen !
Es kommt immer anders als man denkt,
Rückblick in den 60ern. Da gab es noch keine sicheren PKW´s wie sie heute anzutreffen sind, sondern man schipperte mit 60km/h auf der Autobahn dahin ohne Sicherheitszelle geschweige denn ohne Sicherheitsgurte und integrierten Kindersitz. Nach heutigen Maßstäben gemeingefährlich diese damaligen "Fortbewegungsmittel". Fahrradfahren? Aber natürlich ohne irgenwelche "Knautschzonen", wie Knie- , Arm- und Kopfschutz raste man volle Pulle den Berg hinunter.und dann noch freihändig mit schriller Fahrradklingel. Wenn das die Eltern gewußt hatten. Und das auch noch ohne Smartphone.....Die Konsequenz? Damals 16000 und mehr Verkehrstote bei mehr als halbiertem PKW Bestand. Fahrradtote wohl inbegriffen. Habs ohne Blessuren und Unfall überstanden glücklicherweie. Dafür erwischte es mich vor zwei Jahren mit Schutz, indem ich von der Straße mit Bordstein auf einen Fahradweg mit davorgelagertem Fussgängerweg drauf fahren wollte. Allerdings im spitzen Winkel und schupp kippte ich um mit Hautabschürfungen an den Stellen wo kein Schutz war.....schmunzel.
Kurz eine Helmkunde

Die ersten Helme waren nur Riemen über den Kopf

Die Helme der 70er Jahre hatten - schlechte Passformen
jedoch schon Polycarbonat Schalen

Die heutigen Helme sind wesentlich leichter, bessere Passform, mehr Lüftungsschlitze, bessere Sicherheit,

[u][i][b]Bei so einer Abfahrt kommt man leicht auf 30 km/h. Also Mofa Geschwindigkeit

Welcher Radler würde sich eine Mofa-Motorrad Helm aufsetzen (lach(

Also verlangt nichts unmögliches !!!
???
ich habe Abfahrten erlebt - da sind die locker auf 60 bis 80 km/h
gekommen.....
das war mit einem anderen Veranstalter auf Fuerte/Lanzarote - mach ich nie mehr.....
(Serpentinen mit unbefestigter Straßen-Begrenzung über den Schluchten).....
:shock:
Als Kind bin ich mit dem Fahrrad meiner Mutter ...ein Kinderfahrrad konnten sich meine Eltern für mich nicht leisten... immer einen hohen und langen Berg hinunter gefahren.......FREIHÄNDIG...und ich war stolz wie Bolle.
MEINE Mutter hat mich natürlich immer wieder "erwischt" und das gab dann schon so manche " Diskussion" zwischen uns beiden.
Damals gab es noch keinen Helm!!!!!
Hab Glück gehabt und bin nie gestürzt.

1968 hab ich dann zusammen mit dem Autoführerschein auch den 1er" für's Motorrad gemacht.
Während der Fahrschule musste ich auch "8er" fahren und
zack....schon hat's mich mal sauber hingelegt.
DAMALS gab's natürlich noch keine Lederbekleidung oder Helm.
Glück gehabt...3 Fahrstunden und ich hatte den "1er".
Dann auf einer "Adler" durch die Gegend gedüst...ohne Helm.
GLÜCK gehabt .
Mit dem Fahrrad bin ich mit meinem Sohn ...vorne im Kindersitz ...durch die Gegend, zum Kindergarten usw. gefahren.
Ohne Helm.
GLÜCK gehabt.
Dann habe ich mir eine schwere BMW gekauft. Goldgeflammt...super Teilchen.
UND einen HELM....

Bin von da an NUR noch mit Helm gefahren.

Im Laufe des fortschreitenden Alters habe ich die BMW eingetauscht in ein E-Bike
....mit dazu gehörigem Helm und im vergangenen Sommer habe ich noch eine Vespa von Honda erstanden.
Natürlich auch den passenden Helm dazu.

Ich würde heute niemals ohne Helm fahren.

Meine Sicherheit und meine Gesundheit sind mir das WERT.
Ich kann nicht verstehen, wie man ohne Helm fahren kann, aber das sollte jeder für sich selbst entscheiden was sein Kopf ihm/ihr Wert ist. Die Gründe für das Tragen wurden hier schon hinreichend genannt.
In Österreich haben sie mal einen Test gemacht. Die haben eine Melone in einen Helm gepackt und dann aus dem 10ten Stock geworfen, anschließend dasselbe mit einer Pudelmütze. Die Pudelmütze war noch ganz, der Helm kaputt. Seitdem ist in Österreich Pudelmützenpflicht.
So Spass beiseite. Moped fahren ohne Helm könnte ich gar nicht. Obwohl er eigentlich nur sehr eingeschränkt nützt, aber wenn ich mir dann so anschaue was sich die Radfahrer so auf den Kopf packen...
Ich muss bei sowas immer an M. Schuhmacher denken, und der hatte bestimmt keinen Billighelm auf und ist aus geringerer Tiefe bei niedriger Geschwindigkeit gestürzt wie ein Radfahrer.
Ich glaube das zählt alles nicht.
Wer als Radfahrer keinen Helm trägt ist selbst an seinem Unglück schuld.

Ich sehe es ähnlich wie du, denn die Geschwindigkeit war sehr gering. Wahrscheinlich wird auch noch über einen Helm als Fußgänger diskutiert, ich glaubs ja nicht.
Die "dümmsten" Stürze ereignen sich immer in Situationen, wo mann die Gefahr nicht richtig einschätzt. ZB schräg über ein versenktes Bahngeleise fahren...auch ein Gartenschlauch nicht im rechten Winkel zu überqueren, kann ein Sturz zur Folge haben. Ist mir schon 2x passiert..Darum immer Helm tragen
dazu kann ich sagen:
eine Kollegin von mir ist damals mit unserem Firmen-Dienstfahrrad auf die Post gefahren......
weil sie die - in die Straße eingelassenen Bahngleise - nicht im richtigen Winkel geschnitten hatte....ist sie schwer gestürzt und das Dienstfahrrad war Schrott....
Im Sinne des Thread-Titels: was war mit ihr? Helm oder nicht? Kaputtes Fahrrad ist wohl ein geringes Übel ....