Heute ist Frauentag, eine neuer Feiertag in Berlin. Was der Senat damit bezweckte? Selbstverständlich die Frauen zu ehren, oder?
Dann muß aber mal wieder Ruhe sein mit der Gleichberechtigung!
Immerhin durften die Berliner Frauen heute ausschlafen - die Männer auch.
Ob es damit dort zu einem Anstieg der Geburtenrate um den 29. November kommt?

Viele Eurer Gedanken stehen im Blog und den Kommentaren von Bird_on_The-wire, aber dieses Thema sollte nicht auf den heutigen Tag begrenzt sein.
Im ätzenden Forum P & Z möchte ich dieses Thema nicht verorten, dort könnte es zum Krieg ausarten.
In Berlin wurde ein zusätzlicher Feiertag eingeführt, weil Berlin so wie ich das verstanden habe bisher Schlusslicht war, was die Anzahl der Feiertage pro Jahr in einem Bundesland betrifft.

Warum man diesen Feiertag „Frauentag“ getauft hat entschließt sich meiner Kenntnis. Ich gehe mal davon aus, dass sich hier die Meinungsforschung und die Wahlprognostiker zu Wort gemeldet haben.

Ist natürlich ok, wenn mal jeder einen Tag hat, wo er für sich was abhängen kann, oder wo seiner gedacht wird. Gab ja früher auch den Muttertag und alternativ den Vatertag.

Nur meine Mutter sagte immer was nützt mir ein Tag, wo das Jahr doch 365 Tage hat.

Ich meine solange man da noch einzelne Tage für braucht, wird das nie was mit der Geschlechterverständigung.
Warum man den Feiertag Frauentag genannt hat? Logischerweise weil der 8. März schön seit langem der Frauentag ist. Hat auch entsprechende Hintergründe.
Und warum hat man dann den 8.März zum Feiertag gemacht und nicht den 1. April ?
Und weg war er, der lange Beitrag. Morgen noch einmal, bin jetzt zu müde nach einem langen Arbeitstag.
Es ist ein umfassendes Thema, ich blödel gern, hier paßt es nicht.
"Im März 1911 gingen in mehreren europäischen Ländern Frauen auf die Straße, um ihre Rechte einzufordern. Seit 1921 findet der Weltfrauentag am 8. März statt."

"Frauentag 2019
2019 steht der Internationale Frauentag unter dem Motto "Gleich denken, intelligent bauen, offen für Veränderungen sein". Dabei soll es nach Angaben von "UN Women" um "innovative Wege zur Gleichstellung der Geschlechter" gehen. Thematische Schwerpunkte sind etwa eine bessere Absicherung von Frauen innerhalb staatlicher Sozialsysteme sowie der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und nachhaltiger Infrastruktur. "

Das und noch vieles mehr zum Thema ist hier nachzulesen:

https://www.bpb.de/politik/hintergrund- ... -frauentag
Alf vielleicht sollte der Männertag auf den 1. April verlegt werden, denn für einige Männer würde das passen. Für die andern ist weiterhin der 19. November richtig.

Wenn ein Mann so inteligent fragen kann wie du, dann muss ich aufpassen, dass mein Tennissyndrom nicht wieder mal zum Schleudertrauma ausartet. Hintergrundwissen anzueignen ist doch auf für einen Mann nicht zuviel verlangt.
Na, Shekinah, vielleicht wäre ja für einige Männer auch der 29 . Februar durchaus ausreichend als Männertag. :mrgreen:

Mir missfällt, wie man diesen 8. märz, also den Internationalen Frauentag, zum "EHRENTAG" der Frauen umwidmen möchte. Ein Tag, an dem man in den Innenstädten den Frauen Rosen überreicht. Mir kommt da immer die Erinnerung an die Bezeichnung "Drachenfutter", denn leider sind ja gerade Rosen oft dazu missbraucht worden, Frauen mild und versöhnlich zu stimmen, wo eigentlich eine Aussprache und Verhaltensänderung angezeigt gewesen wäre.
Dieser Tag war noch nie zur Ehrung der Frauen gedacht, sondern von Anbeginn an ein Tag, an dem der Kampf für die Rechte der Frauen (Wahlrecht..politischeTeilhabe etc) offiziell an die Öffentlichkeit getragen wurde, in der Hoffnung auf Unterstützung.
Zum neuen Feiertag in Berlin:
Nutznießer sind größtenteils die Männer. Denn nachweislich klaffen die Arbeitsleistungen von Frauen und Männern an Sonn-und feiertagen am meisten auseinander, zugunsten des Mannes, und im Urlaub im Ferienhaus natürlich. Kann man sich leicht vorstellen, wenn man den Anteil von Männern und Frauen an bezahlten und unbezahlten Leistungen in unserer Gesellschaft vor Augen führt. :mrgreen:
Ich habe bedenken,dass der Frauentag genauso verkommt wie der Muttertag, oder der Valentinstag,( ein kommerzielles "Gewinngeschäft" ) ein Tag an dem viele denken upps da war doch mal was.
Ich mag sowas eigentlich nicht, man ist nicht nur ein Tag im Jahr Frau.
Das er in Berlin zum Feiertag wurde, finde ich unklug.
Der 9. November den hätte ich dann besser gefunden.
Sicher wird der Frauentag vom Handel zur Umsatzsteigerung benutzt, wie jeder andere Feiertag auch, doch das wollte ich hier nicht thematisieren.

Die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ist im Grundgesetz festgeschrieben, doch gibt es sie wirklich?

Da werden "Vollzeitmütter" gegen "Karrierefrauen" ausgespielt und wir Frauen hetzen fleißig mit. Es ist aber nicht jedes Kind gesund und geeignet für die Betreuung in Kindereinrichtungen. Andererseits wachsen heute viele Kinder ohne Geschwister und Gleichaltrige in ihrer Umgebung auf, mal eben auf die Straße zum Spielen mit den Nachbarskindern gab es wohl letztmalig in unserer Generation. Für die soziale Entwicklung unseres Nachwuchses ist das Zusammensein mit anderen unerläßlich. Was ist daran verwerflich, daß Mütter ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder erarbeiten? Heute reicht in den meisten Familien ein Einkommen nicht mehr, um alle Notwendigkeiten zu bestreiten. Andererseits werden Kinder durch übertriebene Fürsorge zu lebensuntüchtigen und beziehungsunfähigen Egoisten erzogen, ihnen wird immer weniger zugetraut aber zuviel zugestanden.

Ein damit zusammenhänges Thema ist die schlechte Bezahlung typischer Frauenberufe, die jedoch in Ausbildung und Leistung einen hohen Anspruch haben. Männer fühlen sich solchen Anforderungen oft gar nicht gewachsen.
Sich daher auf Männerberufe zu verlegen, ist keine Lösung, frau wird dort oft von vornherein abgelehnt. Praktischerweise bleibt sie wegen ihren kleineren Einkommens dann nach der Geburt zu Hause und schafft damit die Gundlage für ihre Altersarmut, wenn sie den beruflichen Anschluß später nicht mehr schafft. Eine lebenslange Ehe ist auch eher die Ausnahme, sonst würde es dieses vielgenutzte Portal nicht geben.

Was auch wenig Beachtung findet: Der Mutterschutz ist mit der Agenda 2010 weitgehend abgeschafft. Nicht nur bei jungen Leute, aber dort hauptsächlich reiht sich ein befristeter Job an den anderen, mit einer Schwangerschaft oder Kleinkind sind die Aussichten auf eine neue Anstellung rabenschwarz.
Im Übrigen werden Männer bei einem Vorstellungsgespräch nie nach ihrer Familienplanung gefragt.
Kinder haben immer einen Erzeuger aber oft alleinerziehende verheiratete Mütter.
Männer veranstalten aufwendige Kochevents, aber das tägliche Essen bringt die Frau auf den Tisch. Ich kenne Ehemänner, die nicht wissen, wo man einen Staubsauger anstellt. Die wenigen Hausmänner, die ich kenne, haben alle eine Putzfrau.

Es gibt viel zu tun, nicht nur am Frauentag!
Stimmt – die Themen haben sich ja nicht geändert. Bis auf das „Fräulein“, das nie wieder aufgetaucht ist und dass junge Männer durchaus Problembewusstsein erkennen lassen. „James Bond“ mit Babytrage war da sicherlich sehr hilfreich …

Vielleicht wollten die Berliner die Diskussion im Privaten anregen und so wurde ein Feiertag aus dem Hut gezaubert. Die Gesamtstimmung in der Stadt war allerdings noch "schlechter gelaunt" als sonst – aber vielleicht lag’s ja auch am schlechten Wetter …. :roll:
Der Frauentag ist im Grunde genommen als Feiertag äusserst untauglich, denn zu feiern gibt es noch so gut wie gar nichts. Erst wenn die Ziele erreicht sind, darf gefeiert werden, aber davon sind wir noch Lichtjahre entfernt. Aber als Gedenktag ist er goldrichtig, damit nicht vergessen geht, was Frauen für die Gleichstellung schon früher geleistet haben und immer noch leisten. Und dass auch die vielen Männer nicht vergessen gehen, welche die Frauen bei ihrem Kampf unterstützt haben, so wie etwa mein Vater.
Halten wir einmal fest:
Frauen sind es, die sich beruflich zurücknehmen wenn Nachwuchs kommt.
Sie verdienen immer noch weniger als Männer. Haben weniger Rente.
Im fortgeschrittenen Alter sind sie es, die großteils die Betreuungs- und Pflegearbeit in den Familien übernehmen.
Da schreibt doch tatsächlich ein Mann einen Leserbrief in unserer Zeitung, dass er im Zuge der Gleichberechtigung dafür ist, dass Mädchen auch zum Militär müssten. :cry:
Solange solche Ansichten im Männerhirnen kreisen, ist für mich der Frauentag eher ein Trauertag.
Hawaii, klar wollen die Männer, dass die Frauen zum Militär müssen, vor allem um gemeinsam zu diuschen...
Das ist doch Blödsinn. Irgend jemand muss doch nacher putzen.