Ich habe auch eine lange Zeit der Krankheit hinter mir, der Ausgang war ungewiss. Und gerade in dieser Zeit durfte ich erfahren, dass ich doch sehr gute Freunde habe. Ich hatte quasi Rundumbetreung, immer war jemand da, und dies über eine lange Zeit. Dies lässt mich meine Freundschaften noch mehr schätzen (da ich ja auch nicht immer so ganz einfach bin) und ist das Fazit, das ich aus dieser schwierigen Zeit ziehe.
Ja Freunde 

erst wenn was passiert sieht man wer ein WIRKLICHER Freund ist

so war es bei mir

asl ich vor 20 Jahren meinen Unfall hatte und die Diagnose Querschnitt bekam und nie mehr laufen
den verlust von Firma - Haus - Geld e.c. war schon schlimm

aber das sich sogenannte Freunde nicht mehr melden oder Aussagen kamen
Wie

du nützt mir nichts mehr
mit dir kann man nichts anfangen
wer will den schon was mit nen Krüppel zu tun haben

waren Schockiert aber noch schokierenter waren die Verwandten die mich nicht mehr besuchten weil ich sie ja eh nimmer besuchen kann weil ihre Wohnung ja nicht so ist

die waren schlimmer

und hab gelernt die Freunde die mir blieben zu schätzen - für die meisten würde ich durchs Feuer gehen und ich weiß auch sie für mich  
Hallo foxie,

da hattest du im Unglück wenigstens noch das Glück, verlässliche Freunde zu haben. Solche Freunde zu haben, wie du sie beschreibst, das ist ja wie ein 6-er im Lotto. Mit Zusatzzahl. Ja, dafür kannst du dankbar sein, so etwas erlebt nicht jeder.

Ich freue mich, dass du scheinbar auch deine Krankheit überwunden hast. Jedenfalls hoffe ich das für dich.

Zapp12,

als ich deinen Post las, musste ich schlucken. Auch wenn ich dich nicht kenne, das tut mir unendlich leid. Und wenn man dann in einer ohnehin dunklen Phase des Lebens auch noch im Stich gelassen wird, das ist einfach nur furchtbar.

Ich habe Mühe damit, solche Menschen, die sich einfach aus dem Staub machen, nur weil es gerade nicht einfach ist, nicht zu verurteilen. Ja, da habe ich echt Mühe mit.

Wie schön, dass du doch ein paar echte Freunde dabei hattest. Auf den Rest kannst du getrost verzichten. Diese Aussagen von ihnen sind unter aller S.... und zeigt, wer diese Leute sind.
Ja moewe 

War ein schlimme schwere Zeit und hab auch da ab und an an Selbstmord gedacht - letztlich rausgezogen habe ich mich selber  und auch viel daraus gelernt 

Heute dauert es sehr sehr lange bis ich  jemand als Freund bezeichne und die FREUNDE die ich habe da weiß ich egal was passiert sie stehen zu / hinter / vor / und neben mir

Dir einen wunderschönen Tag der Richard  
Hallo Richard!

Ja, man lernt auch oder vielleicht gerade aus solchen schlimmen Situationen sehr viel. Das geht mir auch so. Meine Lebenseinstellung hat sich im Lauf meiner Erkrankung total verändert. Früher fand ich es normal, (scheinbar) unendlich viel Kraft zu haben und habe immer aus dem Vollen geschöpft. Nun weiß ich, dass auch meine Kraft Grenzen hat und ich sorgsamer mit mir umgehen muss. Ich sehe das Schöne im Leben nicht mehr als selbstverständlich an, sondern bin wirklich dankbar dafür. Und es gibt viele Dinge in meinem Leben, für die ich dankbar sein kann. Ich habe einen liebevollen Mann, 2 Töchter, auf die wir stolz sind, ein schönes Haus mit einem Garten, der mit ganz oft kleine Glücksmomente beschert. Ich brauche beruflichen Erfolg nicht mehr, um mich lebenswert und -berechtigt zu fühlen.

Es gibt immer noch depressive Tage, an denen ich nichts auf die Reihe kriege und nur schlafe. Aber ich weiß inzwischen, dass es wieder besser wird und ich auf jeden Fall leben möchte - möglichst lange sogar.

Geht es dir denn wieder richtig gut? Mal davon abgesehen, dass du nicht laufen kannst, meine ich.
Oh Moewe 


hab durch den Unflal nicht nur die Fähigkeit laufen zu können verloren sondern noch die ein oder anderer Krankheit dabei

aber hab damit gelernt zu leben - so gibt es gute tage wie bei dir und auch schlechte so wie auch bei dir
ja auch mein garten ist mein Stolz da ich da alles selber mache  

Freunde meinen Oft ich bin ein " Pseudo " Rolli fahrer da ich so viel machen wo sie selber nicht können

hab bis zum Tot meiner Mutter gepflegt mein Großes haus meinen Garten und meine Nichte und Neffen und dann noch meine Firma

also langweilig wirds mir nicht

aber ich nehme mir nun die  Zeit und geniesse das leben die Sonne länger mal liegen zu bleiben ode runfug zu machen 

und wenn meine Nichte und neffe da sind werde ich zum Kind

BIN IM HERZ EIN KIND GEBLIEBEN  
Moewenadlerin hat geschrieben: Hallo foxie,

da hattest du im Unglück wenigstens noch das Glück, verlässliche Freunde zu haben. Solche Freunde zu haben, wie du sie beschreibst, das ist ja wie ein 6-er im Lotto. Mit Zusatzzahl. Ja, dafür kannst du dankbar sein, so etwas erlebt nicht jeder.

Ich freue mich, dass du scheinbar auch deine Krankheit überwunden hast. Jedenfalls hoffe ich das für dich..


Ja, das stimmt @Moewenadlerin! Die Krankheit ist weg und dafür bin ich unendlich dankbar, die Gewissheit darüber habe ich aber erst seit Kurzem. Für die Erkenntnis über meine wahren Freunde, dafür müsste ich widerum fast schon der Krankheit dankbar sein. So hat doch (fast) jede Situation im Leben auch ihre guten Seiten. :D

Dir wünsche ich alles Gute und viele? wahre, echte Freunde!
eine schwere oder gar lebensbedrohliche Krankheit verändert alles. Nicht nur den Freundeskreis, auch die Einstellung zum Leben.

Vor einigen Jahren habe ich auch so eine massive Veränderung in meinem Leben erfahren und während der Zeit, in der ich sehr krank war, konnte ich feststellen , daß manche der vermeintlichen Freunde sich plötzlich in Luft aufzulösen schienen, während andere Menschen, die mir vorher vielleicht nicht einmal so nahe standen, sich als Fels in der Brandung und als wahre Freunde entpuppten.

So hat nach Jahren so eine schlimme Zeit auch noch ihr Gutes, nämlich daß man die Anzahl der Menschen, die man Freund nennt, verringert hat, diese aber dafür auch viel verlässlicher und wertvoller erleben kann.
Zapp12 hat geschrieben: Oh Moewe 


hab durch den Unflal nicht nur die Fähigkeit laufen zu können verloren sondern noch die ein oder anderer Krankheit dabei

aber hab damit gelernt zu leben - so gibt es gute tage wie bei dir und auch schlechte so wie auch bei dir
ja auch mein garten ist mein Stolz da ich da alles selber mache  

Freunde meinen Oft ich bin ein " Pseudo " Rolli fahrer da ich so viel machen wo sie selber nicht können

hab bis zum Tot meiner Mutter gepflegt mein Großes haus meinen Garten und meine Nichte und Neffen und dann noch meine Firma

also langweilig wirds mir nicht

aber ich nehme mir nun die  Zeit und geniesse das leben die Sonne länger mal liegen zu bleiben ode runfug zu machen 

und wenn meine Nichte und neffe da sind werde ich zum Kind

BIN IM HERZ EIN KIND GEBLIEBEN  


Mir geht es in vielen Dingen ähnlich. Auch mein inneres Kind lebt und macht sich immer wieder bemerkbar. Ich liebe es, einfach mal verrückte Dinge zu tun, die eine erwachsene Frau eigentlich nicht mehr tut. Mir ist völlig egal, was die Leute dann denken mögen - wenn es MIR Spass macht, mache ich es. Dann klettere ich in Sandalen über rutschige Felsen, steige auf Bäume oder benutze eine Schaukel, die eigentlich für die lieben Kleinen gedacht ist. Ich gehe im November ins Meer, wenn alle anderen es als zu kalt empfinden und steige über Absperrungen, wenn sie mir den Weg zu meinem Ziel verstellen. Ich kann und will nicht so "vernünftig" und "gediegen" und "seriös" sein, wie man das allg. erwartet. Ich möchte einfach leben und genießen.

Was die Krankheiten angeht, na ja, da gibt es bei mir auch so ein paar Baustellen. Aber wenn mein Körper sich mal nicht meldet und auch meine Seele zufrieden ist, dann geht es mir richtig gut.

Du scheinst ein wirklich netter, sehr sympathischer Mann zu sein. Warum hast du keine Frau? Der Rolli kann doch kein Hindernisgrund sein. Oder doch? Oder wolltest du keine Partnerin?

Sorry, falls das zu direkt ist. Interessiert mich einfach nur, weil ich dich wirklich sympathisch finde.
foxie1212 hat geschrieben:
Ja, das stimmt @Moewenadlerin! Die Krankheit ist weg und dafür bin ich unendlich dankbar, die Gewissheit darüber habe ich aber erst seit Kurzem. Für die Erkenntnis über meine wahren Freunde, dafür müsste ich widerum fast schon der Krankheit dankbar sein. So hat doch (fast) jede Situation im Leben auch ihre guten Seiten. :D

Dir wünsche ich alles Gute und viele? wahre, echte Freunde!


Schön, dass du nun Gewissheit hast. Aber bleib am Ball und lass dich nicht abwimmeln von Ärzten, die nur ihr Budget im Auge haben. Bei einigen Erkrankungen (z.B. Brustkrebs) kann man niemals sicher sein. Meine Mutter hat es mit ihrem Leben bezahlt, ihren Arzt nicht genug genervt zu haben bzw. sich abwimmeln lassen zu haben. Er sagte, sie wäre geheilt, aber der Krebs kam wieder. Heute weiß ich, dass er auch nach 25 Jahren wieder kommen kann.

Ich will dir keine Angst machen, sei einfach nur vorsichtig. Ich weiß ja auch nicht, ob es sich bei deiner Erkrankung um besagten Krebs handelte. Vielleicht bist du ja auch wirklich geheilt.

Ja, fast jede Situation hat auch gute Seiten. Die Erkenntnis, wer zu einem hält und wer nur auf Spass aus war, zählt auf jeden Fall dazu. Danke für deine lieben Wünsche! Auch bei mir hatte die Erkrankung ihr Gutes. Und auch der Verlust meiner ehemaligen Freundinnen - hat er mich doch bereit gemacht, mich auf neue Leute einzulassen. Allmählich entwickelt sich eine Freundschaft zu der Inhaberin einer Pflegeagentur. Ich lernte sie vor 2 Jahren durch eine Beratung kennen und wir verstanden uns auf Anhieb. Ich bin noch vorsichtig, weil ich eigentlich eine ihrer Patientinnen bin. Aber sie bezeichnet mich inzwischen als Freundin und vom Gefühl her ist sie das auch für mich. Sie hat mich in einer Zeit kennen gelernt, da es mir noch ziemlich mies ging und die guten Tage die Ausnahme waren. Und trotzdem fand sie mich wert, mich besser kennen zu lernen. Bei ihr muss ich auch nicht immer die Starke sein, sondern es ist ein Geben und Nehmen. Wäre ich nicht so krank geworden, hätte ich niemals eine Pfleberatungsagentur aufgesucht und sie nie kennen gelernt.
bluemoon1111 hat geschrieben: eine schwere oder gar lebensbedrohliche Krankheit verändert alles. Nicht nur den Freundeskreis, auch die Einstellung zum Leben.

Vor einigen Jahren habe ich auch so eine massive Veränderung in meinem Leben erfahren und während der Zeit, in der ich sehr krank war, konnte ich feststellen , daß manche der vermeintlichen Freunde sich plötzlich in Luft aufzulösen schienen, während andere Menschen, die mir vorher vielleicht nicht einmal so nahe standen, sich als Fels in der Brandung und als wahre Freunde entpuppten.

So hat nach Jahren so eine schlimme Zeit auch noch ihr Gutes, nämlich daß man die Anzahl der Menschen, die man Freund nennt, verringert hat, diese aber dafür auch viel verlässlicher und wertvoller erleben kann.


Da kann ich auch nur zustimmen!
Ist okay Moewe 

Sagte ja du kannst mich alles fragen .

War vor meinem Unfall das 2 mal Kurz vor der Ehe gestanden - als dann Diagnose kam Querschnitt Rollstuhl LEBENSLANG war die Frau weg - sie kam mit der Situation nicht zurecht . Wir hatten Jahrelang keinen Kontakt heute pflegen wir einen Freundschaftlichen sie will gern mehr aber da ist das vertrauen kaputt

Der Rolli ist ein Großes Hindernis - hatte schon die ein oder andere   Beziehung und wenn es dann ernster wird dann sehen die das alles nicht so einfach ist ob alltägliche leben oder die Intimität - und ich fall auch ab und an aus - kann Zusagen nicht halten weil mein Körper nicht mitmacht - kann  schwer verreisen weil alles mehr geplant werden muss - hab viel der Spontaniät verloren und fühle da wie du 

wenn mein Körper und meine Seele mal im einklang sind dann fühle ich mich richtig wohl und könnte Bäume ausreissen - nur sind das immer selten werdende Augenblicke

Möchte schon gern eine Beziehung aber nicht um jeden preis - weiß ich kann so auch leben und das ist das Wichtigste


Wodurch sind deine Ganzen Depressionen hervorgerufen worden ?

schönen Abend wünscht Richard


P.S. werde mich in wanne verkriechen und meine Muskeln entspannen  
Zapp, wie kommst du in die Wanne und wieder raus mit deinem Querschnitt ?
Hast du einen "Galgen" im Bad stehen ?


Moewenadlerin ich habe keine Freunde verloren, als mein Mann verstarb und ich krank wurde, einfach weil mein Herz stehen blieb. Später bekam ich noch einen 2. Infarkt, ich habe meine Kraft verloren, aber nicht meine Empathie und mein Mitleid .
Ich helfe meinen Freunden,wenn sie schwach sind und Hilfe brauchen.

Moewenadlerin , ich hoffe, es geht dir gut ?
Du bist zu jung um dich mit Depressionen abzufinden, kämpfe gegenan und vergesse schnell die Menschen ,die dir nicht guttun.
Hallo Zapp, hallo Peggy Sue!

Zu jung für Depressionen ist man mit fast 50 ganz sicher nicht. Es gibt viele deutlich jüngere Menschen als mich, die ebenfalls an Depressionen leiden. Meine Schwester ist depressiv seit sie 15 war.

Ich hatte Glück und habe meine Kindheitserlebnisse besser als sie verkraftet. Aber weil ich sehr viel Kraft und ein ausgeprägtes Helfersyndrom hatte, sah ich mich verpflichtet, mich nicht nur für mich und meine Familie zu engagieren, sondern auch für andere Gutes zu tun. Ich habe mich zu sehr um die Belange meiner Mitmenschen gekümmert. Egal, ob es ein Obdachloser war, der meiner Ansicht nach eine Unterkunft brauchte oder eine alkoholkranke Frau, die noch keinen Arzt hatte - ich fühlte mich zuständig. Ich drängte meine Hilfe regelrecht auf und dann wurde sie eben genommen.

2005 "fand" ich dann meinen Auslöser: Ich fühlte mich berufen, gegen die Ungerechtigkeiten in der Firma, in welcher ich arbeitete, anzugehen. Erst gab ich den anderen nur die nötigen Infos, damit sie sich hätten wehren können. Als sie sich dennoch nicht wehrten, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz hatten, fand ich die Zeit gekommen, mich für einen Betriebsrat stark zu machen. Unsere Geschäftsleitung fand das eine ganz und gar blöde Idee und kämpfte mit allen legalen und illegalen Mitteln dagegen. Ich habe 6 Jahre dafür gekämpft, hatte unzählige Mobbingaktionen meiner Chefs auszuhalten und wurde von denen, für die ich mich einsetzte, ganz schnell im Stich gelassen. Sie hatten die Anweisung erhalten, mich zu meiden, nicht mit mir zu reden, mich als den Feind des Unternehmens zu betrachten und entsprechend zu behandeln. Und sie taten es - aus Angst um den eigenen Job und aus Neid (natürlich konnte ich mich auch gut für meine eigenen Interessen einsetzen). Nach 6 Jahren war ich dann am Ende, körperlich und seelisch ein Wrack, war schwer enttäuscht von den Menschen und wollte in so einer Welt nicht mehr leben.

Ich war lange Zeit verbittert, aber inzwischen sehe ich meine Anteile. Ich habe nicht loslassen können, wollte nicht klein beigeben und habe mich damit ins Aus manövriert.
Hallo Peggy 

Nein habe keinen Galgen sondern einen Lifter wo ich rüber rutsche und mich dann ins wasser runter lasse und raus wieder umgekehrt
Dauert halt etwas - aber meinen Gliedern tut Baden geht meist geh ich Duschen - habe da auch Duschstuhl elektrisch zum raus und rein fahren  

Ja Moewe so ist das in Firmen die keinen Betriebsrat wünschen die setzen da alle mittel in weg und die meisten geben dann nach weil sie Angst um ihren Job haben .