Der klare, unverzerrte Spiegel der Achtsamkeit

Er hat unglaubliche Fähigkeiten für den zweiten Schritt:

Begutachtung der neu im "geleerten" Bewusstsein auftauchenden Vorstellungsbilder (Gedanken).

Diese Begutachtung erfolgt mit einem Abstand. Ich habe Zeit sie zu erkennen. Der Flaschenhals ist ja „leer“, nur beschäftigt mit Hier und Jetzt. Ich bin nicht plötzlich überwältigt und weiß nicht, wie mir geschieht.

Qualifizierung der Bilder, sind sie z.B. aus dem Bereich der Zukunft und sorgenbeladen? Sind sie schon wieder da? Die Übertreibungen und ihre Befreiung davonwerden wir bei der generalisierten Angst kennen lernen. Die unentwegten Sorgenmacher in endloser Kette. Trotzdem, jeder soll sich bei gegebenen Anlass Sorgen machen. Doch, wie nutze ich die „Sorgenarbeit“ für ein befriedigendes Ergebnis?

Kann ich schon Körperzeichen durch die mit entstandenen Emotionen fühlen (bewusstes Gefühl)? Denn Emotionen machen die Körperreaktionen, Gefühl nimmt sie wahr im Bewusstsein – Herzklopfen, Verkrampfung, Erröten usw.

Wenn mir das Angebot nicht gefällt, dann setze ich sie auf Wolken, ich sortiere sie aus.

Und jetzt etwas ganz Besonderes: Mein „Ich“ kann bewusst gewünschte Vorstellungsbilder wollen und sie vor meinen unverzerrten Spiegel zur Begutachtung stellen. Es ist die unbegrenzte Welt der Fantasie. Die tibetischen Mönche sind besonders gut im jahrelangen Training von Liebe und Empathie und verstärken damit sogar messbar ihre zuständigen Hirnbereiche.
Und das ist auch der Bereich der Schriftsteller und Künstler. Hier ist die Quelle der Kreativität. Hier wird kombiniert und neu geschaffen. Man sagt, Kreativität ist nicht lehrbar. Es scheint an der Kapazität des Flaschenhalses zu liegen und der Austauschgeschwindigkeit und Neukombination der anwesenden Gedanken im begrenzten Arbeitsspeicher (Bewusstsein). Zusätzlich spielt auch die Konzentrationsfähigkeit auf den gewünschten Inhalt eine Rolle. Bleibe ich beim Jonglieren der gewünschten Aufgabe, knie ich mich hinein, knete ich das Problem bis zur Lösung.
Aber nicht nur Schriftsteller und Künstler, auch die Fantasie des Glaubens und der religiösen Überzeugungen haben hier ihre Quelle und gestalten ihre Weltbilder. Waren es doch anfangs die östlichen Religionen, die sich auf die Welt des inneren Geschehens, der Gedanken im Bewusstsein konzentrierten. 2500 Jahre Erfahrung in kontemplativen empirischen Wissenschaften haben sie uns hinterlassen, die Introspektion mit Meditation. Sie sind die Entdecker dieser Technik, es ist ihr Verdienst. Der westliche Mensch hat es mehr mit der Aufmerksamkeit nach außen.
Doch auch die traditionell Meditierenden haben dazu gelernt. Es war die Sternstunde der modernen Meditation ohne religiösen Kontext, bereichert durch die Neurobiologie.

Felix
Fortsetzung folgt
Körper-Scan

Um diesen Bewusstseinszustand Achtsamkeit zu pflegen und zu verlängern, empfiehlt sich der Körper-Scan = systematische Erkundung des Leibes. Übungen, um mit Aufmerksamkeit durch den Körper zu wandern:

Du liegst auf den Rücken, die Augen geschlossen.
Es folgen zunächst die gelernten Atemübungen: Zählen, beobachten des Atems und der Atembewegungen, hereindrängende Gedanken werden nicht unterdrückt, sie werden mühelos auf Wolken weitergereicht. Du bist entspannt und Füße und Hände sind jetzt warm. Keine belastenden Gedanken sind in Deinem Bewusstsein. Denn seine begrenzte Kapazität hast Du mit Deiner Aufmerksamkeit auf die Atemübungen ausgefüllt. Mit Deinen Atemübungen ist der Zustand der Achtsamkeit erreicht. Hast Du es beim Zählen bis auf drei Mal zehn Atemzüge geschafft, dann beginne mit Körper-Scan:
Aufmerksamkeit auf Deinen rechten großen Zeh. Ist er warm? Spüre ich nichts, dann bewege ihn ein wenig und achte darauf, wie er sich dann anfühlt. Kann ich die einzelnen Nachbarzehen bewegen? Wandere an der Fußsohle entlang bis zum Hacken. Wie drückt er auf die Unterlage? Ist der Schuh eng, oder sind Deine Füße nackt? Lasse die Fußgelenke kreisen und bewege die Füße rück- und vorwärts. Wie fühlt sich der Fuß an?

Getragen von ruhigem Atmen geht es jetzt weiter mit der Aufmerksamkeit über auf die Waden, Schienbeine und Knie. Wie fühlt sich die Kleidung auf der Haut dort an, der Druck der Waden auf dem Bett (Sofa)? Spürst Du irgendwo Schmerzen, Kribbeln, Jucken?

Gehe immer schrittweise vor. Kein „Herumspringen“ mit dem Scheinwerfer der Aufmerksamkeit.

Dann der Gesamteindruck des Beines. Ist es schwer, ist es warm? Dann kommt das nächste Beinspaziergang der anderen Seite dran.

Jetzt zum Becken und dem unteren Teil des Rückens. Kippe Dein Becken vor und zurück. Wie fühlt es sich an? Wie gut ruht das Gesäß auf der Unterlage?
Fokussierung auf Brust und Bauch. Lege eine Hand auf die Brust, die andere auf den Bauch. Wie bewegen sich Brust und Bauch zueinander bei der Atmung, wie sich die Lungenflügel mit Luft füllen?

Nun die Finger. Bewege sie ein wenig und reibe die Finger gegeneinander. Sind sie weich oder hart?
Lege die Hände neben den Körper auf die Unterlage und spüre die Wärme auf der Haut.
Arme und Schultern. Beuge die Ellenbogen ein wenig und ziehe die Schultern hoch. Gibt es schmerzhafte Bereiche bei dieser Bewegung?

Das Gesicht: Runzeln der Stirn. Wie fühlt sich die Nase an, achte auf den Durchfluss der Atemluft durch die Nase. Wie liegt Deine Zunge im Mund? Gibt es weiter Beobachtungen im Mundbereich? Was habe ich für eine Miene aufgelegt, passt sie zu meiner Stimmung? Entspannung der Gesichtszüge und glattwerden der Stirn.

Füße und Hände sind besser wahrnehmbar als andere Körperteile. Die Nervendichte für Berührungen und Empfindungen sind dort dichter. Es ist kein Problem, wenn sie zu bevorzugten Beobachtungszielen werden.

Das ist gut einzusehen, das enge Bewusstsein ist zusätzlich mit den "Reiseerfahrungen" durch unseren Körper gut belegt, der Zustand der Achtsamkeit gegeben.

Felix

Jetzt folgen die "Bewohner", die Sorgen und der Umgang mit ihnen
Also,mal völlig losgelöst von dem was hier schon alles steht, sind Fühlen,Denken und Handeln und für mich kommt noch Glauben dazu, meine Lebensgrundlage.
Ein Leben ohne Fühlen, Denken, Glauben und Handeln gibt es für mich nicht.
Wie immer man es nennt, Gott, Natur, göttliches Prinzip usw, hat mich und alle Mitgeschöpfe ausgestattet mit diesen Gaben.

Nicht immer finde es einfach meine Optionen so zu nutzen, dass ich mein Handeln so einsetzen kann, das es einerseits sinnvoll ist und andererseits niemandem schadet.
Mein Fühlen ist sosehr beeinflusst, von meinen Erfahrungen, die ich im Leben gemacht habe, dass ich ständig aufs neue hinterfragen muss, wie "echt" ist das was an Gefühlen entsteht und wie viel ist der Vergangenheit geschuldet.
Und auch eine Frage ,die immer wieder auftaucht, wieweit ist mein Fühlen von meinem Denken entfernt, je größer die Diskrepanz desto mehr diskreditiere ich mich selbst ,weil mein Vertrauen in mich mehr und mehr schwindet.
Das sind krankmachende Faktoren, die man nicht unterschätzen sollte.

Für mich noch wichtig ist der Glaube daran, das es etwas Übergeordnetes gibt, das mich reich beschenkt hat, eben mit den Fähigkeiten zu Fühlen, zu Denken, zu Glauben und zu Handeln. Dafür bin ich sehr dankbar und versuche jeden Tag der Verantwortung gerecht zu werden, die diese Fähigkeiten mit sich bringen,
nämlich sie konstruktiv zu nutzen und nicht destruktiv.
@EmmaKlein,
ich bin ja hier eigentlich mit meinen eingestellten Beiträgen ziemlich allein, mit den zahlreichen Zugriffen nicht. Deshalb freue ich mich über Deine Mitteilung natürlich besonders.

Nun, der Zweck von "Fühlen, Denken, Handeln" ist ja die Absicht, das geplante Thema "Schulmedizin als Ganzheitsmedizin" hier als "Drittes Medikament" nahe zu bringen: Psychische Gesundheit, seelisches und soziales Wohlbefinden. Du wirst dich da besonders in der Absicht soziales Wohlbefinden gut aufgehoben fühlen, verspricht es doch Empathie und Altruismus.

Auf diesem Weg wurden die aktuelle Ergebnisse der Neurobiologie intensiv genutzt. Besonders aufschlussreich waren die Diskussionen eines der angesehensten Gehirnforscher Wolf Singer und des weltweit bekannten Buddhisten Matthieu Richard, des Assistenten des Dalai Lama. Dieser tibetische Buddhismus bemüht sich seit 2500 Jahren in den Menschen durch Meditationsübungen die Kräfte der Liebe und Empathie zu verstärken. Das ist Sinn und Zweck ihrer Religion. Und auch hier wirst Du Dich mit Deiner Glaubensrichtung zum Teil wiederfinden.

Hier in diesem Thread wurde auf eine spezielle Glaubensrichtung verzichtet, es wurde allgemein gehalten. Man könnte es fast wie Friedrich der Große sagen: "Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden."

Sicher ist, und es gibt nicht viel, was wirklich sicher ist, dass Glaube sich im Bewusstsein zeigt und das "Ich" mit einbezieht. Es ist ja das "Ich", das glaubt. Es versorgt sich aus dem episodischen Gedächtnis mit Vorstellungsbildern, Vorurteilen im positiven Sinne, kulturelle erworbenen Erinnerungen. Welches Weltbild - Religion - das "Ich" aus diesen unendlichen Möglichkeiten in seiner unglaublichen Gestaltungsfähigkeit daraus kreiert, das ist extrem individuell. Das "Ich" ist in seiner Fantasie unbegrenzt. Kein Wunder deshalb die beachtliche Vielfalt des Glaubens in der Welt und der kluge Satz von Friedrich dem Großen.

Hier wurde also jede Glaubensrichtung verlassen, auch die von Matthieu Richard und ein eigenes "Medikament" auf den Grundlagen der modernen Meditation versucht. Es hat m.E. sehr viel zu bieten. Kein Wunder, dass ich mir Mühe gebe.


Gruß


Felix
Generalisierte Angststörung (GAS)

Sorge Dich nicht, lebe! Denn wer die Zukunft zu sehr fürchtet, verdirbt sich die Gegenwart (Lothar Schmidt)


]Es ist ziemlich sicher, dass eine allgemeine Veranlagung zur Ängstlichkeit in unterschiedlichem Ausmaß vererbt wird. Sie zeigt sich schon im Säuglingsalter an bestimmten Verhaltensweisen. Sie ist auch im MRT durch die unterschiedliche Aktivitätsbetonung des rechten oder linken PVC (praefrontaler Kortex) sichtbar. Die Verteilung ist: ein Drittel Aktivitätsbetonung der linken Seite, Optimismus, Aufgeschlossenheit, Erkundungsdrang, ein Drittel neutral, ein Drittel Pessimismus (das Glas ist halbleer), Ängstlichkeit. Durch kulturelle Einflüsse sind deutliche Veränderungen zu beobachten. Besonders auffällig waren die starken Aktivitätsbetonungen des linken PVC bei erfahrenen meditierenden Buddhisten im MRT. Es waren die stärksten, die jemals gefunden wurden.

GAS war lange ein Stiefkind der Forschung. Sie ist eine sehr häufige Angststörung, 4 – 7% der Bevölkerung sind betroffen. Die neuesten Therapieansätze sind kognitive Herangehensweisen über die Achtsamkeit (Meditation). (Roemer und Orsillo 2002).
Damit lässt sich gegen diese Plage im Kopf, diese nicht enden wollenden Sorgen effektiv vorgehen.
Betroffene sorgen sich ständig um kleine Dinge. Patienten klagen darüber hinaus über Nervosität, Unruhe „immer auf dem Sprung“ und angespannt zu sein. Diese Anspannung mit ihren körperlichen Zeichen fällt ihnen besonders auf. Zusätzlicher kommt schlechter Schlaf hinzu, das Grübeln der Sorgen lässt auch in der Nacht keine Ruhe aufkommen. Mit den Sorgen sind die Betroffenen schließlich so vertraut, dass sie nichts Ungewöhnliches mehr für diese Menschen darstellt. Sie fühlen sich nicht wohl und denken, das müsste so sein.
Sorgen sind Gedankenketten, die sich mit bedrohlichen und damit gefürchteten zukünftigen Ereignissen beschäftigen. Sie werden begleitet vom Gefühl der Angst und sie werden als Belastung erlebt. Die Lebensfreude und damit die Lebensqualität ist beträchtlich eingeschränkt. Beherzte Zukunftsplanungen finden nicht mehr statt, man verharrt, man verteidigt.

Das ist charakteristisch für die GAS (Generalisierte Angststörung): Die Betroffenen springen von einem zum anderen Sorgenthema, ohne eines zu Ende zu denken. Es sind meist die kleinen Dinge. Und es sind die vielen Stunden, die mit Sorgengrübeln verbracht werden.

Jeder Mensch mach sich hin und wieder Sorgen. Das ist die normale Reaktion auf unsere Fähigkeit, dieses Vorausahnen zukünftiger Probleme. Hier liegt auch der Ursprung unserer angeborenen Religiosität. Das Wissen, um das unausweichliche Sterben ist natürlich eine besonders intensive Bedrohung.

Felix

Fortsetzung folgt.: Die Betonung des linken PVC durch Meditation?
Was lässt sich in der Achtsamkeit im Umgang mit der GAS = generalisierte Angststörung verbessern?

Die tatsächlichen Risiken, die den Sorgen zugrunde liegen, möglichst genau und realistisch einschätzen, um die Gefahr der Überhöhung zu entgehen. Die sorgenvollen Vorstellungsbilder sind jetzt klarer im unverzerrten Spiegel zu beurteilen. Ich bin durch einen gewissen Abstand auch nicht überwältigt.

Einschätzung der Wahrscheinlichkeit: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, wenn ich in ein Auto steige, dass ich einen schweren Unfall habe?

Ich reserviere mir eine Zeitspanne von 30 Minuten am Tag, um dann konzentriert die angefallenen Sorgenthemen zu bearbeiten. In dieser Zeitspanne versuche ich konzentriert ein Lösungsmodell für die einzelnen Themen zu entwickeln. Konstruktive Bearbeitung, am genauen Inhalt bleiben, kein ständiges Springen.
Gut ist dabei auch das Aufschreiben der einzelnen Sorge. Da merkt man schnell die „Springsucht“, denn man muss es ja dann ständig schreiben, um mitzukommen. Machen sich Sorgen-Gedanken außerhalb des reservierten Zeitraums bemerkbar, dann auf die Wolken, am besten auf „Papierwolken“ aufschreiben und ziehen lassen, mehr nicht, zur Erinnerung für die reservierte „Arbeitszeit“. Allein die aufgestellte Liste zwingt zu einer gewissen Ordnung und es entsteht durch die Konzentration des Schreibens auch hier ein Abstand. „Ich“ ordnet und gestaltet und nicht die Sorgenflut gestaltet meine Zeit. Durch diese damit verbundene konzentrierte Beobachtung in der „Freizeit“ erkenne ich auch gut die spezielle und charakteristischen „Hilfshandlungen“: Ich bin ständig viel zu früh zum verabredeten Zeitpunkt, um die Sorge des Zuspätkommens zu mildern. Da laufe ich dann mehrmals um den Block. Ich habe das Bedürfnis ständige Anrufe bei meinem „Sorgenkind“ zu machen, ob es ihm wirklich gut geht.

Als Gegengewicht zu dem „Sorgentheater“ auf der kleinen Bühne des Bewusstseins, entwickle ich positive Vorstellungsbilder in der Achtsamkeit. Denn jetzt ist ja Platz.

Besuch von aufbauenden kulturellen Darbietungen, Filme, Theater, Literatur.
Wir leben in Deutschland in einer Phase des Wohlergehens. Das kulturelle Unterhaltungsbedürfnis ist dem genau entgegengesetzt, das ist eine anerkannte Gesetzmäßigkeit: Im Fernsehprogramm täglich um die 30 Kriminalfilme, eine Flut an Kriminalliteratur, Düsternis, Verschwörungstheorien, Überschriften der Boulevardpresse. Selbst Pathologen mit ihren recht gruseligen Einrichtungen werden zu beliebten Fernsehstars. In schlechten Zeiten, zum Beispiel die Zeitspanne nach dem II. Weltkrieg, da waren aufbauende Filme der Zuschauer Magnet, Liebesfilme, Glück, glücklicher Ausgang. Das ist heute am Unterhaltungsmarkt kaum unterzubringen.

Sich sorgen ist nicht nur ein mentaler Prozess – Gedankenarbeit. Es löst auch durch die begleitende Angst eine Stressreaktion (Adrenalinerhöhung) mit entsprechenden körperlichen Zeichen wie Herzklopfen und Verspannung aus.
Felix
Das ist der wichtige Unterschied:
Ich mache mir berechtigte Sorgen. (Anlass nachvollziehbar, vernünftig).
Ich habe einen erhöhten Angstlevel (Amygdala) und "ergreife" jede Gelegenheit zum Sorgen machen. Ein ständiges Gedankenkarussell mit schnell wechselnden Anlässen = Generalisierte Angststörung.
Felix

    __________________________________________________

    Beitrag wurde gelöscht

    Administration
    __________________________________________________
Hör zu - das ist illegal!
Wird ja immer besser hier. Da ist ja meine mir vorgeworfene Selbstbeweihräucherung ein Sonntagsspaziergang dagegen.

Was ich jetzt fühle und denke behalte ich für mich und wie ich handle erst recht.
... da dachte wohl jemand, hier sei das darknet ...
Mal sehen, wie schnell die Obrigkeit reagiert! 8)
Keiner weiss wie er gelenkt wird. Was im Gehirn genau abläuft.Und viele Handlungen sind rational betrachtet : vollkommen irre.
@Das Boese,
genau so ist es, wir wissen das Meiste nicht. Was ist Bewusstsein, warum Traum, das "Ich", innere Wirklichkeit, "Ich-Illusion usw.. Trotzdem, wir sollten das Leben meistern. Das "Universum" Gehirn - ständig sind über zwei Milliarden Verschaltungen aktiv - gerät wie ein Orchester gelegentlich aus dem Takt. Es gibt Wissen, zu korrigieren. Ich fahre ja auch richtig Auto und verstehe nicht die ganze Technik. Diese Entscheidung liegt bei jedem selbst. Es ist nicht verboten im "Grauen", so wie Du das bezeichnest, zu verharren.
Felix
Aus dem Blog: "Freiwillige Mühe" von Leonetta 22.01.2019

Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen, forderte Albert Camus 1942: „Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen.“

Von moderner Neurobiologie wusste er nichts. Nichts vom Flaschenhals des Bewusstseins. Doch klug war er, es hat ihn sein ganzes Leben beschäftigt. Das Glück des Tuns. Die Mühe ist eigentlich nicht das Wichtigste, vom Tun gefangen zu sein, die Aufmerksamkeit darauf. das ist es. So sitzen sie, ein neuer Sisyphus, in den U- und S-Bahnen vertieft als App von ihrem Smartphone. Voll das Bewusstsein, trübe Gedanken vertagt. Eigentlich fast moderne Meditation, fast, denn sie lenken nicht ihr Denken, sie werden gedacht nach Cloudy,
Schon Zuse sagte es, der Erfinder des Computers, eher wird der Mensch zum Computer als der Computer zum Mensch. Sicher.

Was macht Mühe als Herausforderung so interessant? Das Tun läuft nicht mehr subcortikal aus dem Prozeduralen Gedächtnis, denn da braucht es kein Bewusstsein, es ist von dieser Tätigkeit befreit und ich denke etwas anderes, unterhalte mich - beim gelernten, routinemäßigem Autofahren z.B. Doch jetzt, die Straße schneebedeckt, das Bewusstsein ist wieder gefragt, wir brauchen volle Konzentration, wir brauchen Aufmerksamkeit auf die neue Situation. Wow, ein lockeres Gespräch mit dem Nebensitzer ist nicht mehr möglich. Darauf geht es hinaus: Im Flaschenhals des Bewusstseins geht nicht alles. Doch es wird entlastet. Deshalb das Prozedurale Gedächtnis, da werden nach vielem Üben mit Konzentration diese gelernten Abläufe abgelegt (Kleinhirn) und das Bewusstsein ist für Neues frei. Hier in diesem Beispiel die Unterhaltung mit dem Nebenmann beim der Bewältigung einer Autofahrt.


Felix
cron