Der Weihnachtsstern

"Von Osten strahlt ein Stern heran
mit wunderbarem hellen Schein
es naht mit einem himmlisch Licht,
daß sich in tausend Strahlen bricht!

Ihr Sternlein aus dem dunklen Blau
die all ihr schmückt des Himmels Bau
zieht euch zurück von diesem Schein,
ihr werdet alle winzig klein.

Verdunkelt Sonnenlicht und Mond
die ihr so stolz am Himmel thront
es naht heilig leuchtend fern
vom Osten her der Weihnachtsstern"


(Unbekannt)

    __________________________________________________

    Beitrag wurde teilweise gelöscht (das Gedicht wurde gelöscht) - siehe Copyright der Urheberin - Margot Bickel

    Urheberrecht
    Die Inhalte und Werke auf dieser Webseite unterliegen dem deutschen Urheberrecht.


    Administration
    __________________________________________________
Die Königin

Ich habe dich zur Königin ernannt.
Größere gibt es, größer als du.
Reinere gibt es, reiner als du.
Schönere gibt es, schöner als du.

Doch du bist die Königin

Wenn du durch die Straßen gehst,
erkennt dich keiner.
Niemand sieht deine Krone aus Kristall, niemand schaut
den Teppich aus rotem Gold,
den jeder Schritt von dir betritt,
den Teppich, der gar nicht da ist.

Und wenn du erscheinst,
rauschen alle Flüsse
in meinem Körper auf, rütteln
die Glocken am Himmel,
und ein Hymnus erfüllt die Welt.

Nur du und ich,
nur du und ich, meine Liebe,
hören ihn tönen

Pablo Neruda
Bald ist Weihnachten

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herunterlacht.
Vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte
und kerzenhell wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit!

Ein frommer Zauber hält mich wieder
anbetend staunend muß ich stehn,
es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl ,ein Wunder ist geschehn!

(Theodor Storm)
                                                  Adentsgedanken 

Im Advent bei Kerzenschein
Die Kindheit fällt mir wieder ein !

Ein Adventskranz mit seinen Kerzen
Läst Freude strömen in unsere Herzen !

Des Jahres Hektik langsam schwindet  
Und Ruhe endlich Einkehr findet
Ein Tag der kan kaum schöner sein
als im Advent bei Kerzenschein ! 
In Deinen Armen zu sein,
Deine Nähe,
Deine Wärme,
Deine Kraft,
Deine Angst
zu spüren,
das wünsche ich mir.

Doch ich fürchte,
für lange Zeit
wird dies
nicht möglich sein.

Die Blumen,
die Knospen,
die Triebe,
die ganze Natur
sieht dem Frühling
entgegen.
Ungeduldig
aber mit Gewissheit.

Ich sehe
der Erfüllung
meiner Sehnsüchte
auch entgegen,
ungeduldig,
ungewiss.

© RR 1992
Nimm dir Zeit zum
Lachen, es ist die Musik
der Seele.
Nimm dir Zeit, freundlich zu sein,
es ist der Weg zum Glück.
Nimm dir Zeit, etwas Wärme
in dein Herz zu lassen,
und du kannst dein Wohlbefinden
kaum fassen.
"Der Stern"

Hätt einer auch fast mehr Verstand,
als wie die drei Weisen aus dem Morgenland
und ließe sich dünken,er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgreist wie sie.
Dennoch wenn nun das Weihnachtsfest
sein Lichtlein wonniglich scheine läßt,,
fällt nun auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl,
des Wundersternes von dazumal!


(Wilhelm Busch)

Frohe Weihnachten
Dir auch :)
Jeder Tag!

"Immer die kleinen Freuden aufpicken,
bis das große Glück kommt.
Und wenn es dann nicht kommt,
dann hat man wenigstens
die kleinen Glücke gehabt!"


(Th.Fontane)
                                                       Engel 

Wenn Engel einsam sind
in ihren kreisen
dann gehen sie von zeit zu
Zeit auf Reisen .

Sie suchen auf der Ganzen Welt
nach ihren gleichen
Nach Engel die in Menschen Gestallt
durchs Leben streichen .

Sie nehmen sie mit
zu sich nach Haus
für uns sieht dann ihr verschwinden
wie Sterben aus !  
@Zapp
Dieses schöne Gedicht hätte in meinen Augen mehr Sorgfalt in Sachen Rechtschreibung verdient ( dies so hinzuschludern macht mich traurig)
.
Die Ballade von den allgemeinen Redensarten

Ein Fisch, der oben schwimmt, riecht nicht mehr frisch,
und ist das Weib im Bett kein Marmelstein,
von Kuckuckseiern weiss kein Nest sich rein
wird auch der Mann zufrieden sein am Tisch.
Die gute Zeit vergisst man in der schlechten,
ein Baum, der Gummi schwitzt, ist wurzelkrank,
in jedem Haufen gibt es nicht "Die drei Gerechten",
und auch die Spötter sitzen oft nicht auf der gleichen Bank.
Ich kenne alle bis auf Punkt und Strich,
ich kenn nur einen nicht, und der bin ich.

An einer Hose seh ich, wo ihr Träger war,
und in die Kutte passt ein Pfaffe nur hinein,
ob sie noch Jungfrau ist, wird erst nachdem uns offenbar,
und wie der Diener, also muss der Herr beschaffen sein.
Nicht hinter jedem Schleier waltet Frömmigkeit,
und wer vom Henker schwätzt, fühlt auch das Eisen schon.
Oft kommen Hurensöhne ganz legal zum Thron,
und wer die Mutter freit, dem klagt die Tochter bald ihr Leid.
Ich kenne alle bis auf Punkt und Strich,
ich kenn nur einen nicht, und der bin ich.

Nicht Dornen immer, auch die Rosen stechen,
viereckig kann der Wagen sein, doch nie ein Rad,
der Schleicher wird mit Gott noch leiser sprechen,
die Flügel hat der Wind und nicht das Blatt.
Ich kenn den Geizhals schon am Gang,
er macht nur kleine, vorsichtige Schritte,
Verschwender leben überall im Überschwang,
und wer betrunken ist, kennt keine Mitte.
Ich kenne alle bis auf Punkt und Strich,
ich kenn nur einen nicht, und der bin ich.

François Villon (1431 - 1463)
Nur für kurze Zeit

Nimm dir Zeit,den Himmel zu betrachten.
Suche Gestalten in den Wolken.
Höre das Wehen des Windes
und berühre das kalte Wasser.
Gehe mit behutsamen Schritten.
Wir sind Eindringliche ,
die nur für kurze Zeit
geduldelt werden!"

(Indianische Weiheit)
Ein jeder hat seine eigene
Art glücklich zu sein, und
niemand darf verlangen, dass
man es in der seinigen
sein soll.

( Heinrich von Kleist )