Also - ich finde Monty Python immer grandios!

Britischer Humor ist halt so eine Sache - manche Menschen sind entsetzt, weil da immer Tabus gebrochen werden, und andere verstehens einfach nicht!

Im "Leben des Brian" gehts noch wilder zu, hat aber mit dem Mittelalter gar nichts zu tun.

Zum Leben im Mittelalter weiß ich ein wirklich interessantes Buch:

Alltagsleben im Mittelalter
Buch von Otto Borst

Sehr aufschlussreich und auch unterhaltsam.

Was weiß man heute über die schrecklichen hygienischen Bedingungen der damaligen Zeit und über die sehr beliebten Badehäuser, in denen sich das Volk vielfältigen Genüssen hingegeben hat?

Bis die Pest kam.....
In der Tat - wer das Leben des Brian nicht kennt, der hat im Leben etwas versäumt.
Aber zum Mittelalter: Eine wirklich hervorragende Darstellung dieser Zeit in den unterschiedlichen Kulturkreisen England, Italien, Arabien findet man in Pasolinis „Trilogie des Lebens“, bestehend aus Decamerone (1970), Pasolinis tolldreiste Geschichten (1972) und Erotische Geschichten aus 1001 Nacht (1974). Wobei die "Tolldreisten Geschichten" die Verfilmung der Canterbury Tales von Chaucer sind. Ich bin jedes mal beim Anschauen wieder tief beeindruckt.
Stimmt. Monty Python mit ihrem schwarzen Humor sind genial.

Python hat sich sogar als Ideenbringer der Programmiersprache "Python" entwickelt und wird u.a. in dem - auch von mir bevorzugten - Programm Blender eingesetzt.

Da Monty Python international bekannt ist und aus einer Mischung von realen und digitalen Figuren besteht empfehle ich den Liebhabern dieser "Art" den Link

https://www.youtube.com/watch?v=b4OYBmF ... Q&index=17

mit einer Auflistung von fast 50 Filmen.

PS.: Eine Rüge zu dem vorgestellten Link über die Hexenverfolung - diese Darbietung ist weniger als ein Abklatsch zu einem echten Pythonfilm.

Die Hexenverfolgung im Mittelalter ist eine sehr ernste Angelegenheit, die der weiblichen Welt bis heute anhängt und nicht behoben wurde.

:)
Venus2018 hat geschrieben: @Littlermaid

Zu deiner Filmempfehlung bez. Thema Mittelalter und Hexenverfolgung möchte ich folgendes anmerken...

Ich empfehle allen, die keine Weichzeichnung einer religiös durchscheinenden und von Männern stilisierten historischen Information unbedingt sehen wollen, folgenden Film auf Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=rUfDbygilAs

Hexenwahn - Die Dokumentation - Folterungen und Hinrichtungen in Europa - ZDF HD

Brutalst und besstialisch bis zum Tod gequält. Schrecklich ! Die Katholische Kirche hat sich bis heute bei den betroffenen Frauen - auch den Namenlosen, nicht entschuldigt. Von einer Wiedergutmachung bzw. wenigstens den guten Willen an Frauen kann bis heute nichts erkennen. Dieser Verein ist noch immer männlich autoritär. :cry:

Diese in der Doku gezeigten Folterungen und Massenmorde an Frauen geschahen allein in Bamberg....Doch es gab sehr, sehr viele mehr.

:idea: Viellleicht solle man etwas ehrlicher und kritischer an das Thema herangehen.


Tja, Venus, was soll ich zu Deiner Empfehlung sagen?
Denn dieses Video habe ich schon am 2.4.2017 auf Seite 4 hier reingestellt.
Fang doch einfach mal bei Seite 1 an die Videos anzuschauen, dann weißt Du wenigstens was hier schon besprochen wurde und was nicht. Denn es muß doch ziemlich peinlich für Dich sein, Videos zu empfehlen, die schon seit einem Jahr hier gepostet sind.
"littlemermaid an "Venus2018"
@Littlermaid schrieb

Tja, Venus, was soll ich zu Deiner Empfehlung sagen?

Ich nehme an, daß sich doch mehrere User hierher begeben, weil sie das Thema interessiert.

@Littlermaid schrieb
Denn dieses Video habe ich schon am 2.4.2017 auf Seite 4 hier reingestellt. Fang doch einfach mal bei Seite 1 an die Videos anzuschauen, dann weißt Du wenigstens was hier schon besprochen wurde und was nicht.



Warum nimmst du an, daß ich mir die Vorseiten nicht angeschaut habe?
Zumindest die Kommentare dazu, die ich zum Teil auch sehr gut finde, habe ich gelesen.

Youtube-Filme schaue ich nur in Ausnahmefällen an - besonders dann, wenn nicht nur eine Verlinkung dorthin führt, sondern erst wenn der betr. User, der diesen Link einstellt, mir ausreichend erklärt, warum ich mir ausgerechnet dieses Thema ansehen soll. Normalerweise findet dann, wenn man Glück hat, eine Diskussion darüber statt.

Sonst bräuchte ich keine Verlinkung zu einem eigenständigen Forum, sondern könnte mich gleich auf Youtube zum betr. Thema unterhalten.


@Littlermaid schrieb
Denn es muß doch ziemlich peinlich für Dich sein, Videos zu empfehlen, die schon seit einem Jahr hier gepostet sind

Peinlich? Warum denn?

:?: :?: :?:

Hie und da ist es notwendig, ein bestimmtes Thema einer ganzen Serien-Epoche herauszugreifen und wiederholt einzubringen. Stets in der Hoffnung, einige interessierte Mit-Diskutanten zu finden - die wieder anders an ein harausgegriffenes Thema rangehen.

Ich spiele hier keine intoleranten Konkurrenzspielchen sondern möchte mich ganz einfach locker unterhalten. Dazu werde ich nicht ständig alle vorangehenden empfohlenen Filme anschauen....

Also bitte sehe meine Einwände nicht ständig als Kritik, sondern als einen Diskussionsfaden an. Danke.
:wink:
Verdandi hat geschrieben:

Das Spätmittelalter endete spätestens an der Schwelle zum 16. Jh., unterdessen der Höhepunkt der Hexenverfolgung in Europa zwischen 1550 und 1650, also nicht mehr im Mittelalter, sondern in der frühen Neuzeit stattfand.


Verdandi,

stimmt, der Beginn der Neuzeit wird auf das Jahr 1500 datiert.
Aber für mich gehört außer der Inquisition, die tatsächlich im Mittelalter stattfand und der Folter auch die Hexenverbrennung und Hexenverfolgung, etc. einfach zum Mittelalter dazu, wenn es auch zeitlich nicht ganz korrekt ist.

Ein Satz warum man das so sehen kann, habe ich bei Wiki gefunden:

“Außerhalb der Fachsprache werden heute Denk- oder Verhaltensweisen oder
ganze Kulturen dennoch überspitzt als „mittelalterlich“ bezeichnet,
um ihnen besondere Rückständigkeit und einen Mangel
an Aufklärung und Humanität zuzuschreiben.”

Ich glaube diese Erklärung bringt es auf den Punkt.
Das dunkle Kapitel der europäischen Hexenverfolgung fand vom 13. Jahrhundert bis ins 18. Jahrhundert statt.

Die ersten Belege für den deutschen Begriff „Hexe“ finden sich, wie der Historiker Oliver Landolt zeigen konnte, in den Frevelbüchern der Stadt Schaffhausen aus dem späten 14. Jahrhundert. In Luzern erscheint der Begriff erstmals zwischen 1402 und 1419.

Einer, der mit seinem unermüdlichem Einsatz dazu beigetragen hatte, daß Frauen wg. ihrem jahrtausend alten, tradierten, heidnischen Kultglaubens
- (warum, wurde ja bereits in diesem Thread treffend geschrieben) - dämonisiert und grausam verfolgt wurden, war u.a. Heinrich Kramer (1430–1505).

Der Mönch aus dem Elsass säte Misstrauen, wo immer er auftauchte. Hexen seien nicht zu erkennen, hetzte er. Egal ob blond oder braunhaarig, jung oder alt – jeder Nachbar, jeder Freund könne zu den Teufelsanhängern gehören. Jeder Verdacht müsse deshalb gemeldet werden.

Als Kramer eines Tages die Einwohner von Innsbruck zur Hexenjagd anstacheln wollte, warf ihn der dortige Bischof aus der Stadt. Tief gekränkt, griff Kramer daraufhin zur Feder und schrieb im Jahr 1486 ein Buch, das Tausende Menschen das Leben kosten sollte. Sein Titel:

"Malleus Maleficarum" - der "Hexenhammer".
@Venus2018,
ein bemerkenswerter Beitrag. Man ist sofort weitreichend über das Wesentliche informiert.
Danke
Felix
Erst die Inquisition ermöglichte die Hexenverfolgung.

Bereits um 1000 herum ging man gegen Ketzer vor, es gab aber noch keine Inquisitionsverfahren Die Inquisition ist in erster Linie ein Werkzeug der römisch-katholischen Kirche gewesen. Ursprüngliche diente es nur der Suche, Bekehrung und Verurteilung von Ketzern.

Die Inquisition sollte die ganze Sache vereinfachen. Doch durch die Mitwirkung von weltlicher Seite aus, wurde der eigentliche Zweck dieser Methode entfremdet und man nutzte sie vorzugsweise auch gegen Blasphemie,
Zauberei und Hexerei.

In Deutschland kam es um 1230 herum zum ersten Ketzergericht.
Im Laufe der Jahre wurden die Verfolgungen und Verurteilungen immer mehr und nahmen auch deutlich an Härte zu.
In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Inquisition sogar durch eine weitere päpstliche Anordnung erweitert und umfasste nun auch die Hexenverfolgung

Anders als das Vorgehen der Kirche gegen Ketzer, konnte man die Aktionen weltlicher Natur nicht mit biblischen und anderen christlichen und kirchlichen Texten rechtfertigen.

Man ging gegen Hexen und Zauberer in extrem harter Form vor und verhängte
meistens die Todesstrafe.