Europa Im Mittelalter - Von Bauern Und Edelmännern

Alles, was wir über das Mittelalter wissen, wissen wir aus Büchern. Doch in den Bibliotheken des Mittelalters erfahren wir über die Bauern nur wenig. Sie konnten nicht lesen und nicht schreiben. Und wer schreiben und lesen konnte, interessierte sich nicht für sie. So blieben die Bauern die stumme Mehrheit des Mittelalters. Und deshalb erzählt einer über das Leben des Bauernstandes, der ihre Welt kennen lernte: Adam, ein Gaukler, einer aus dem fahrenden Volk.

Als Seiltänzer auf Bauern- und Fürstenhochzeiten schlägt er sich durch. Und an Markttagen verdient er sein Geld im Handumdrehen, wenn er faule Zähne zieht und den grauen Star sticht. "Bauernarbeit trägt die Welt", hieß es im Mittelalter. Über Dreiviertel der Menschen waren Bauern, Leibeigene oder Tagelöhner, die die Ritter und Geistlichen ernährten. "Dafür lob' ich den Bauersmann, der alle Welt ernähren kann." Aber Not machte auch erfinderisch. Um das Jahr 1000 begann eine Agrarrevolution, die Europa von Grund auf veränderte und zu einer Bevölkerungsexplosion sondergleichen führte


https://www.youtube.com/watch?v=DZ30b1gF3mQ
Europa im Mittelalter - Von Mönchen und Ketzern

Keine Epoche Europas war so religiös wie das Mittelalter. Ein Leben ohne Glauben an Gott war unvorstellbar, außerhalb der Kirche gab es kein Heil. Das Christentum des Abendlandes ist nicht zuletzt das Werk der Mönche. Das Mittelalter hat viele berühmte Mönche hervorgebracht, die meisten aber blieben unbekannt.
Einer von ihnen ist Edward, aus dem Kloster Saint Andrews in Schottland, auf Pilgerreise durch Europa und auf der Suche nach einer Handschrift über den Kosmos und den Lauf der Gestirne. In Spanien lernt er auf arabische Weise rechnen, erlebt, dass eine Sonnenfinsternis nicht den Weltuntergang bedeutet, gerät in einen Ketzerprozess und findet über die Wallfahrt nach Rom zu seinen Ordensbrüdern zurück.

https://www.youtube.com/watch?v=1SCYe8yQfvg
jo, interessant dabei ist, das die Kirche schon sehr früh an Einfluss gewonnen hatte. So war schon ab dem 6. Jh diese Dominanz derart ausgeprägt, dass selbst Könige keine Chance mehr hatten diese zu ignorieren. So mussten Könige ihre vielgeliegte Polygamie und Konkubinen aufgeben.
Bauern waren das buchstäbliche Bauernopfer und ewig die Leidtragenden.

Auch interessant war, das zB. die Westgoten Arianer waren, während die Merowinger dem katholischen Glauben angehörten.
@peregrinus

König Chlodwig aus dem Herrschergeschlecht der Merowinger, Begründer des Fränkischen Reiches,
ließ sich 498 taufen und der Katholizismus wurde somit Staatsreligion.
Aber ich glaube nicht, daß die Herrscher damals ihre Maitressen aufgaben.
Es gab ja auch Päpste, die Geliebte und auch Kinder hatten.
Der Mensch ist nun mal ein polygames Wesen, meine ich.
Die Germanen - Im Zeichen des Kreuzes

Die Völkerwanderung hat die Karte Europas stark verändert und die Macht Roms erheblich reduziert. Der Frankenkönig Chlodwig ruft in einer Schlacht den Gott der Christen um Beistand an - und erringt den Sieg. Fortan räumt er neben seinen Kriegern auch Bischöfen als Vertretern des Christentums - das seit gut 100 Jahren römische Staatsreligion ist - Bedeutung und Einfluss ein. Sein Gefolgsmann Radulf - der fiktive Erzähler des letzten Teils der Reihe - will als Anhänger der überlieferten germanischen Götterwelt diesen Wandel nicht akzeptieren. Erst persönliche Begegnungen mit Anhängern des neuen Glaubens ändern sein Bild vom Christentum.

Als sich König Chlodwig zusammen mit einigen verdienten Gefolgsleuten um das Jahr 500 in Reims taufen lässt, ist Radulf wieder an der Seite seines Herrschers - mit einer neuen Mission. Er will jetzt den neuen Glauben im Reich der Franken verbreiten


https://www.youtube.com/watch?v=jGGXfB0-yCQ

@peregrinus, hier geht es um die Christianisierung der Franken.
Europa im Mittelalter - Von Rittern und Turnieren


Ein Ritter zu Pferd ist so stark wie 80 bewaffnete Männer zu Fuß. Das machte die Ritter zum Kriegerstand des Mittelalters. Gut gerüstet zogen sie als Vasallen für ihre Lehnsherren in den Krieg und riskierten auch im Frieden auf Turnieren ihr Leben für Ruhm und Ehre und "das Lob schöner Jungfrauen und edler Damen". Von den Rittern haben wir Höflichkeit und Manieren gelernt, aber auch das Konkurrenzdenken. Einer von ihnen war unser Held, Don Antonio Fernandez Pacheco aus Portugal.


https://www.youtube.com/watch?v=kuqWWfecj14
Europa im Mittelalter - Von Städten und Kathedralen

Heinrich Schuders Leidenschaft ist die Erkundung und Beschreibung der Welt. Er ist Kosmograph, unterwegs in geheimer Mission: In Venedig soll er für die Stadt Nürnberg Seekarten kopieren, denn der Rat will zusammen mit den Portugiesen in den Indienhandel einsteigen. Er soll aber auch herausfinden, was es Neues gibt auf dem Rialto. Doch wissenschaftliche Neugier ist kein ungefährliches Unternehmen.

Die Welt des Mittelalters ist im revolutionären Umbruch: Großstädte schießen wie Pilze aus dem Boden, der Fernhandel kommt auf Touren, die Seefahrt bricht zu neuen Kontinenten auf. Da braucht man Informationen und Wissen. So erkundet Heinrich Schuder, warum die venezianischen Kaufleute kein Bargeld für ihre Geschäfte brauchen: Sie haben das Girokonto erfunden und den Wechsel.

Es kommt nicht von ungefähr, dass Bezeichnungen wie Giro-Konto, Agio, Disagio, Saldo, Storno, Manco italienisch sind. Das ist kein Zufall, denn in Italien wurde der bargeldlose Zahlungsverkehr erfunden, der das Geschäftsleben und den internationalen Handel revolutionierte. Auch die doppelte Buchführung mit Soll und Haben, ohne die unsere heutige Wirtschaft so wenig vorstellbar wäre wie ohne Wechsel, bei dem der Aussteller "mit seinem guten Namen bezahlte". Alle Grundzüge unseres heutigen Geldverkehrs und des Bankwesens wurden bereits im Mittelalter entwickelt.


https://www.youtube.com/watch?v=bJvi6bWuIgA
Die Welt der Ritter | Das Mittelalter im Südwesten

https://www.youtube.com/watch?v=OQCzC822Ks0
ÜBER DIE PEST IM MITTELALTER

https://www.youtube.com/watch?v=FBl5xmr-PaQ
Mittelalter - Christliche Religiosität im 12. Jahrhundert

https://www.youtube.com/watch?v=byQp7OnZUME
Nostradamus - Prophet des Untergangs

Michel de Nostredame (1503-1566) aus dem südfranzösischen Salon-de-Provence, später Nostradamus genannt, war einer der berühmtesten Männer des alten Europas. Im 16. Jahrhundert, in dem er lebte, wurden das herrschende Weltbild radikal umgewertet und die Grundlagen des modernen Weltverständnisses gelegt. Neben ersten wissenschaftlichen Entwicklungen, der Erweiterung des Weltbildes durch Entdeckungen in Übersee und der Reformation, gab es aber auch Hexenverfolgung, und Inquisition. Die Dokumentation stellt den großen Astrologen und Wissenschaftler vor.


https://www.youtube.com/watch?v=dEHm3dcEDlw
Wie wird eigentlich das Mittelalter definiert ? Von 500 n.Chr. bis 1500 ?
Oder bis zu Blackmore's Night ?
http://www.blackmoresnight.de/
Ich denke auch die Zeit, die Du angibst, nennt man Mittelalter. Aber so ganz einig sind sich die Historiker noch nicht.


Ich habe in Deinem Profil gelesen, Du sprichst rumänisch. Bist Du Banater Schwabe oder
Siebenbürger Sachse? :D
Eigentlich Banater Schwabe, aber Schwabe hat wenig damit zu tun, unser Dialekt ist Rheinfränkisch und Pfälzisch.
Damals, 1770 oder so, sind Deutsche die Donau runter, ab Ulm, in der Ulmer Schachtel, so hieß das Boot. Eigentlich gab es zwei Schwabenzüge.
Und deswegen haben sie die Einheimischen Schwaben genannt.
Es gibt Donauschwaben und Banaterschwaben. Die Donauschwaben gibt es in Ungarn, rechts der Donau.Sprechen aber fast genauso.
Das hat sich aber eingebürgert und seitdem heißt es so. :-)

Zweitens: Das mit dem Mittelalter, da sind sich nichtmal Historiker einig, ist eher ein Richtwert.
Das ging einher mit dem Zusammenbruch des Römischen Reichs.

Und ja, ich spreche Rumänisch.
Eigentlich sage ich, Deutsch ist meine Muttersprache, Rumänisch meine Vatersprache :-)

Und die Siebenbürger Sachsen gibt es viel länger, ab dem Jahr 600.
Und das waren keine Sachsen, sondern Leute aus dem Burgund.

Mein Bub hat eine tschechische Freundin, dass er mal so spricht, wundert mich nicht.