Service und Hilfe

Tiere & Natur haben einen wichtigen Status in unserer Gesellschaft und sowohl ihr Schutz als auch ihre Erhaltung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Themen rund um Tiere und Natur sind sehr vielfältig, da kann es um Insektenbekämpfung gehen, genauso wie um die Lieblings-Hunderasse oder das Leben auf dem Land.Haben Sie z.B. gute Tipps, welche Aktivitäten im Freien besonders Spaß machen oder wollen Sie über Neuigkeiten berichten, die es rund um das Thema Tiere und Natur gibt?Viel Freude beim Austausch mit anderen tier- und naturverbundenen Mitgliedern aus der 50plus-Treff Community.

Beitragvon Cela77 » 21.10.2016, 10:39

Mit einer kleinen Geschichte starte ich mein Seitenthema und werde sie von Z. z. Z. erweitern. Mit meinen 3/3 wird es überwiegend dabei bleiben, dennoch würde ich mich ebenfalls über die Geschichten und Erlebnisse anderer freuen. :-)

Katerfreundschaft (Das war mal als Blog gedacht, aber die Tierblogs haben nicht so viele Fans. :-)

Als meine beiden Altkatzen nicht mehr bei mir waren bzw. meine noch verbliebene alte Kätzin blind und taub nicht mehr wirklich am Katzenleben teil nahm, hatte ich erst vor meinen jungen Kater evtl. alleine bei mir zu halten. Als er aber dann durch die Wohnung fegte voller Lebensfreude, kamen mir doch Zweifel ob er ausgelastet und glücklich mit nur dem Menschenpartner ist.
Also im Netz nach meiner Wunschkatze gesucht und fündig geworden. Ein 11/2 jähriger Kater war sehr günstig zum Verkauf angeboten. Ein sehr junges Mädchen hatte sich wohl übernommen mit ihm und so ging Kater Nr. 2 in meinen Haushalt über.
Beim ersten Kennenlernen war die Neugierde aufeinander groß und ohne Gezänke und Gefauche wurde Bekanntschaft geschlossen. Das ging ja schon mal mehr als sehr gut. Kater Nr. 1 war ja auch doppelt so alt und der Jüngere machte ihm seine Position als Chef zunächst nicht streitig. Zunächst! Denn es dauerte nicht lange da fingen sie an zu konkurrieren. Oft auch um meine Gunst, obwohl ich sehr darauf bedacht war keinen zu bevorzugen.
Da hatte ich nun zwei ausgeprägt Charakter-Kater und manchesmal fetzten sie sich bis zu meiner Schmerzgrenze. Einmal ging ich auch dazwischen, obwohl das das Schlechteste ist was man tun kann, weiß ja jeder Katzenkenner. Lange tröstete ich mich mit dem Gedanken dies sei eine Übergangsphase. Aber sie hält immer noch an, wenn nun auch nach bald vier Jahren etwas abgemildert.
Die Schlaf- und Ruheplätze werden sich gegenseitig streitig gemacht. Holte sich einer Streicheleinheiten schielte oft der andere um die Ecke und beobachtete ganz genau. Beide mauserten sich immer mehr zum Kostverächter und nun hat jeder "sein" spezielles Trocken- und Nassfutter. Der eine mag verdünnte Kondensmilch und der andere Yoghurt. Einer mag in regelmäßigen Zeitabständen ein rohes ganzes Ei und einen klitzekleinen Rest von meinem Essen, nicht selten sogar vegetarisch. Der Andere beschnuppert nur argwöhnisch und peitscht empört und verächtlich mit dem Schwanz. Der Eine ist eine Quasselstrippe und der Andere miaut mich eher zaghaft gelegentlich an, obwohl seine Rasse als die gesprächigste gilt. Der Eine sehr scheu was Besucher und Fremde betrifft und der Andere ausgesprochen gesellig und zugänglich und am größten ist seine Freude wenn es Kinder sind. So wie sie sich gerne und häufig streiten, so spielen sie neutral und temperamentvoll gleichwertig zum Ausgleich, mein einziger Trost!
Alter dicht beieinander, Rassen kurzhaarig und gleich temperamentvoll, also was läuft schief? Es fing doch so gut an? Liegt es an mir?
Direkt an mir wohl eher nicht, aber sicherlich spielt eine Rolle dass ich als Einzelperson mit ihnen lebe und beide Menschenkatzen sind. Also nicht unbedingt den Katzenpartner brauchen?! So mein vorläufiges Ergebnis der Beobachtungen. Streiten sie sich mal einige Tag hintereinander häufig, vergeht mir schon mal die gute Laune. Sie verletzen sich zwar nie ernsthaft und es scheint auch mehr ein eingeübtes Spiel zu sein, dennoch, ich mag Streitathmosphäre gar nicht um mich haben. Meine Perser waren da so was von ausgeglichen und freundlich. Die früheren Kurzhaar waren Mädels und eine davon war zwar zickig aber nicht streitsüchtig.
Zwischenzeitlich zog ich in Erwägung den Jüngeren wieder ab zu geben damit beide glücklich werden können. Aber leider habe ich sie gleich lieb und hätte es nicht fertig gebracht ihnen ihre Zuneigung und offensichtliche Liebe zu mir so zu vergelten.
Waren sie denn überhaupt unglücklich (?), oder nur ich in meinem Harmoniebedürfnis gestört?!
Alle meine Fragen und Zweifel haben sich verflüchtigt nach dem ich die Tage folgendes beobachten konnte:
Es war sehr zeitig morgens und noch dämmrig im Schalfzimmer. Mit einem Auge wollte ich gerade auf meine Armbanduhr schielen um im Halbdunkel zu sehen wie spät es denn überhaupt war. Da rückten in mein Blickfeld die beiden Mini-Tiger. Sie wähnten mich wohl noch schlafend. Denn sonst wären sie sofort gekommen um mir ihren Gutenmorgen-Gruß zu bezeigen, ähmm beschnurren. :-)
Mit dem Kopf sich zugewandt saße sie sich halbschräg gegenüber. Beschnupperten sich liebevoll und stießen sanft ihre Näschen zusammen um so den neuen Morgen und sich zu begrüßen. Ganz ruhig atmete ich weiter um sie nicht zu stören und spürte voll Freude die Zuneigung die sie sich lange und ausgiebig zeigten und mein Weltbild wurde wieder einmal zurecht gerückten. Mir wieder einmal ganz deutlich bewusst gemacht dass eben "ich nicht" der Maßstab aller Dinge bin ;-)! Nicht einmal in meinem Haushalt und ganz privaten Umfeld!
Jetzt sehe und beobachte ich die Beiden mit ganz anderen Augen und nicht nur sie!
Schon oft störte und ärgerte mich die Streitsucht meiner Mitmenschen. Besonder die von meiner Tochter. Da geht es schon mal sehr laut und deftig ab bei sehr häufigen Meinungsverschiedenheiten in ihrem Umfeld. Aus dem ich mich auch aus diesem Grund weitgehendst heraus halte. Aus ihrem Lebensalltag, aus den Differenzen sowieso.
Einst stellte ich ihr die Frage wie sie nur in einem solchen Klima leben mochte. Ihre erstaunte Antwort war: "Wieso, dass ist doch ganz normal, ich bin schließlich noch nicht tot. Gäbe es keine Differenzen wäre es doch total langweilig in der Welt!"
Ich hatte ja schon vorher öfter mal geargwöhnt dass sie, ich sage mal lebhafte Diskusionen sehr schätzte, nun hörten es meine ungläubigen Ohren schwarz auf weiß ,-).
Ja gerade die Tage zog ich den erweiterten Bogen auch über die 50Plus-Gesellschaft und versuche die mir so unverständlichen Auseinandersetzungen mit dem erweiterten Blickfeld zu sehen.
Aber ob ich es jemals wirklich verstehen werde?! Vielleicht helfen mir meine beiden Kater dabei! :-)
Avatar
Cela77
 
Beiträge: 77

Beitragvon adele58 » 17.11.2016, 5:27

Seit gestern Abend beginnt meine Katzengeschichte mit Spix, neiner verspielten, Jungkätzin, die sehr auf mich als Mensch bezogen ist. Sie kommt von einem Bauernhof und heute beginnen wir mitt der Behandlung gegen ungebetene Gäste. Ich werde, ganz katzenmama, schnell in die Apotheke lauen und hoffentlich einen Tierarzttermin kriegen.

Gefressen hat sie schon, getrunken auch, mit mir viel und ausgiebig geschmust und - oh Wunder ihren gedachten Schlafplatz gleivchbenutzt. sie guckte mich heute Morgen aus ihrer Katzenhöhle an. - gut habe ich diesen zweiteiligen Schlafplatz gewählt. Sie wohnt ebenerdig in der Katzenhöle, später wird sie vielleicht den Liegeplatz auf der "Dachterrasse" mitberücksichtigen....

Miauen tut sie wenig, dafür schnurrt sie viel. Welch ein Glück für uns beide. Die Neugierde ist ihr auf die Ohren geschrieben. - Ich bin richtig glücklich, ist sie so, wie sie ist....sorry, flattiere jetzt eine Runde. :D
Avatar
adele58
 

Beitragvon weidenzweig » 17.11.2016, 12:21

Die lange Geschichte der Katze "Mutze"

Vor über 20 Jahren fand sich auf meiner Terrasse eine Katzenmutter mit 3 jungen Kätzchen (weiß, schwarz, grau) ein. Alle waren sehr scheu und sehr hungrig. Ich stellte Futter raus, das fanden sie toll und Schlafhäuser, die sie nicht nutzen. Wollte erstmal recherchieren, ob sie irgendwo hingehören. Negativ.
Nach einer Woche war die Mutter verschwunden und einen Tag später die kleine weiße Katze.
Die anderen beiden kamen regelmäßig und nutzten dann auch die Schlafhäuser.
Mit einer befreundeten Tierschützerin habe ich, als sie etwas älter waren, eine Fangaktion gestartet und beide kastrieren lassen. Schwarz = Kater, Grau = Katze. Sie erhielten jetzt Namen, der "Süße" und die "Mutze". Beide ließen sich nach einiger Zeit vorsichtig streicheln aber mehr nicht.
Da ich eigene Katzen hatte, akzeptierte ich dies und ließ sie in Ruhe.
Jetzt tauchet auch ab und an die Mutter (dreifarbig) auf und fraß, wenn auch immer wenig. Ein halbes Jahr später musste ich sie einschläfern lassen, da ihre Nieren versagten. Traurig.
Nach 17 Jahren ging es dem Süßen ganz plötzlich schlecht und auch er musste eingeschläfert werden, wahrscheinlich Vergiftung aber ganz sicher war sich der TA nicht.
Als die kleine Mutze kam, legte ich den toten Kater in einer flachen Kiste auf die Terrasse. Sie kam, schnupperte und wusste es! So brauchte sie nicht ewig nach ihm suchen. Er wurde im Garten begraben und Mutze hielt sich jetzt fast nur noch dort und auf der Terrasse auf.
Sie wurde nach dem Tod ihres Bruders etwas zutraulicher. Ich habe immer versucht, sie in die Küche zu locken aber keine Chance. Im 24. Jahr, es war ein kalter, windiger, nasser Herbst, ich hatte die Terrassentür zum Lüften auf, war sie plötzlich in der Küche. Die Wärme gefiel ihr aber die Angst war zu groß.
Sie kam jetzt aber jeden Tag, mehrmals und eines Tages blieb sie. Nur in der Küche.
Sie erhielt dort ein weiches Sofa und einen schönen Platz auf der Fensterbank, eine Schlafhöhle und einen kleine Kratzbaum, den sie brauchte, um nicht hochspringen zu müssen.
Im Winter wollte Mutze gar nicht mehr raus und ist seitdem eine Küchenkatze, die nur noch weite Spaziergänge durch den Garten macht, wenn ihr das Wetter zusagt. Dann ist sie oft viele Stunden unterwegs und ich mache mir Sorgen.
Sie hat jedes Jahr eine Blutuntersuchung, bekommt Nierendiätfutter und jeden Tag 1/2 Tablette (gegen Bluthochdruck und zur Verbesserung der Nierenwerte). Zwischenzeitlich sind wir im 26. Jahr, was mir sowieso keiner glaubt, und Mutze ist für ihr Alter noch ok. Sie hat zwar etwas Alzheimer, kann nicht mehr so gut sehen, hat keine Zähne mehr und durch den Garten rennen, geht auch nicht mehr so gut, es sei denn, sie will wegrennen, das klappt super!
Aus Mutze ist eine echte Schmusekatze geworden, die Streicheleinheiten (auch manchmal nachts...) einfordert und gerne spielt.
Wenn ich merke, dass sie keine Lebensqualität mehr hat, hole ich den Doc her und dann wird sie neben ihrem Bruder begraben. Noch ist es nicht soweit aber in dem Alter kann sich der Zustand schnell ändern.
Ich hoffe, dass Mutze, mein kleines Ömchen, noch eine laaange Weile bei mir bleibt.


Sorry, ist etwas lang geworden aber ein so langes Leben gibts nicht als Dreizeiler :wink:
Avatar
weidenzweig
 
Beiträge: 1381

Beitragvon Cela77 » 17.11.2016, 12:26

Glückwunsch Adele zu Deiner neuen Gefährtin! Gleich ein paar ungebetene Tipps dazu! :wink: Miezekatzen mögen es am wenigsten ebenerdig, so zumindest meine vielseitige Katzenerfahrung. Bald wird sie dich im Bett besuchen, falls Du die Türe offen lässt. Miezen mögen und brauchen dreidimensionale Höhen wenn sie ausschließlich Wohnungskatzen sind. Das heißt einen möglichst hohen Sitz auf einem Katzenbaum, Fensterbretter oder Möbel in mittlerer Höhe und ebenerdig. Manche, (meine jüngere Schwester z. B.) bauen einen Kratzstreifen aus Sisal oder hartem Teppich an eine Schrankseitenwand damit sie da einfacher hoch können, manche sind ja Springgenies, aber bei weitem nicht alle, und sie brauchen die raue Fläche auch zum Krallenwetzen, sonst gehen sie/Deine an Deine Möbel, am liebsten die gepolsterten! :wink: Das Kratzen an der richtigen Stelle musst Du ihr geduldig zeigen, dann wird sie es auch da tun, wenigstens meistens. Ohne Kratzspuren an anderen Stellen geht es meist nicht ab. Das muss ein Katzenbesitzer ab können! :D

Es scheint ja ein Jungtier zu sein und da braucht es so manch bestimmtes "Nein, nein", aber schimpfe nie mit lauter, womöglich noch kreischender Stimme, das macht Katzen nur neurotisch und führt auf Dauer zu Fehlverhalten und dann wird es für alle Seiten ungemütlich. Beschäftigung in Form von Spielzeug ist unabdingbar, sonst entdeckt sie Deine Regale und räumt da bisserle auf! :wink: :wink:
Das schönste Spiel ist natürlich wenn Du daran beteiligt bist, hält Dich dann auch fitt. :wink:

In meiner wirklich jahrzehntelangen Katzenerfahrung habe ich gute Erfolge mit dem Klatschen einer gefalteten Zeitung in die hohle Hand,auch auf den Tisch, oder mit der Wassersprühflasche (letztes Mittel, manche Katzen reagieren panisch auf Wasser), die man auch für Blumen verwendet, also nur feinen Wassernebel sprühen, gemacht, wenn sie etwas taten was gar nicht ging. Zum Beispiel die Vorhänge hoch klettern. Das ist nur am Anfang lustig wenn sie klein sind. Leider können sie das auch noch ganz gut als erwachsenes Tier, wenn man da nicht seinen Unmut zeigt.
Prinzipiell wollen Katzen ihrem Besitzer gefallen und tun nie etwas bösartig, denke bitte immer daran und behalte die Ruhe und habe oder lerne Geduld! :D

Der Wasserversprüher war bei mir meist nur einmal im Einsatz bei meinen Jungkatzen, dann hat gereicht wenn ich ihn sichtbar in die Hand nahm. :wink: Mein jetziger Kater Nr. 1 allerdings hat so panisch reagiert, mit Zittern und Fibrieren am ganzen Körper und hat sich über gut eine Stunde nicht beruhigt. Da war ich dann panisch und sauste schleunigst zum Tierarzt, der zum Glück ganz in meiner Nähe ist und Sprechstunde hatte. Der fand natürlich nichts und befahl mir die Sache zu beobachten. Nicht selten sind Miezen Epileptiker anscheinend, so wenigstens sein möglicher Verdacht. Als es dann mal urplötzlich zu Regnen begann und er auf dem Balkon war, die Balkontüre aber gerade zu, hatte ich die selbe Reaktion bei ihm wieder. Das Wasser war es!! Er liebt es nur gefroren als Schnee, da schiebt er sich förmlich durch und springt im Kreis, wenn es auf dem Balkon eine anständige Höhe hergeschneit hat.

So, nun wachst gut zusammen und habt Euch lieb auf lange Zeit und Freude aneinander! :) Und nichts für Ungut ob der vielen RatSCHlÄGE :-)!!
---------------------------------------------------

Hallo Weidenzweig, danke für die schöne Geschichte! Sie ist ganz bestimmt nicht zu lang und in meinem Thread können sie mir sowieso nicht lange genug sein.

Mein früherer Kater Niko hat auch einmal einen halbwüchsigen Freigänger adoptiert. Eines Tages lag er seelenruhig mit ihm auf dem großen Katzenbaum als ob er schon immer dazu gehört hätte. Er war zwar zurückhaltend aber nicht wirklich scheu und so dachte ich er gehört bestimmt jemandem und es war halt ein kurzer Besuch seinerseits. Es dauerte nicht lange, dann war er wieder mit Niko da und er kam dann auch alleine und immer öfter. Ich fragte in der Nachbarschaft ob ein schöner grau/dunkelgrau gefärbter Halblanghaarkater abgängig sei. Hielt Ausschau nach Aushängezettel und rief im Tierheim und -Klinik vor Ort an. Keiner schien ihn zu vermissen.
So dauerte es nicht lange und er blieb einfach rund um die Uhr bei meiner Meute, die ihn auch alle akzeptierten, darauf achtete schon Niko.
Da wir aber selbst schon fünf Katzen hatten, fragte ich einen unserer Stammgäste mit Haus und Garten ob er einen Kater haben wollte der mir zugelaufen sei. Erst skeptisch ob der Nähe zu uns und nach Rücksprache mit seiner Frau brobierten sie es mit ihm.
Es dauerte nur ganz kurze Zeit und ein strahlender Katzenbesitzer erzählte endlos von seinem neu gewonnenen Kater-Prinzen was seine Frau und er mit ihm erlebten und wie glücklich sie waren. Er lebte nur ein paar Häuser weiter, tauchte aber nie mehr bei uns auf. Da wusste ich dass er sein Katzenparadies bekommen hatte wie es besser nicht hätte sein können - und Niko wusste es auch und war stolz auf uns! :) :D
Avatar
Cela77
 
Beiträge: 77

Beitragvon adele58 » 17.11.2016, 17:52

Meine Katzengeschichte fängt mit Sina und Mara an. Meine ältere Tochter war ganz vernarrt in Sina, das langhaarige Katzenmädchen und die jünger Tochter nahm mit Mara vorlieb, bis der Tierarzt uns unterrichtete, dass wir einen Sino und einen Mario adoptiert hätten.

Ich ganz Mutter, einer ca. 10 jährigen Tochter lachte in mein Fäustchen, liess mir aber nichts anmerken, ob dieser Fehlbeurteilung, was das von den Kindern bestimmte Katzengeschlecht anbelangte.

Die damalige Wohnsituation war einfach genug, von der Laube führte eine Katzenklappe in unseren Wohnbereich, das Katzenbettchen war eine einfache Harasse mit Decke.....ach wie sich die Zeiten ändern....Jetzt in einer kleinen Wohnung haben Spix und ich das gleiche Schlafzimmer. Wie sonst will ich fair Trompete üben, meine Überlegung. Geschlossen ist die Tür zum Töpferzimmer, Balkon vorläufig noch uninteressant, Auslauf kommt nach den obligaten, mindestens zwei Wochen Eingewöhnungszeit.

Also Sino und Mario teilten unsere Katzenanfänge und gehörten je einem meiner Kinder. Sino hatte ein langes Leben, endete aber als Stubenkatze, was ihn zeitweise durchdrehen liess. Damals schwor ich mir, einem Bauernhofkätzchen NIE ein solches egoistischen Schicksal angedeihen zu lassen. Mario wurde leider überfahren und durch Leila ersetzt, die später von meiner Schwester so schlecht betreut wurde, dass sie spurlos verschwand.... Einmal, als wir umziehen sollten, war Leila nicht zu Stelle und verzögerte unsere Abfahrt.... Ganz Katzendame mit Bediensteten halt!

Heute ist solch ein Verschwindschicksal nicht mehr möglich, weil auch Kätzchen gechipt werden, was ich sehr begrüsse.

Die Zeiten haben sich geändert und Spix findet überall, wo sie hin soll, Futter. Schon jetzt trainiere ich mit ihr: Die Tragbox steht offen rum und kann betreten werden nach Lust und Laune.....mhhh Futter. Das ist für unser Wohnwagenleben wichtig, dass Spix keine Angst vor Transporten hat und ich werde sie weiterhin ans Auto gewöhnen, was ihr gestern keine Übelkeit verursacht hat.

Die Nahrung weg von lactosehaltiger Milch zeigt schon Spuren, worüber ich froh bin. Die Flöhe, Läuse und Kleinparasiten überleben nur noch maximal 1 1/2 Tage. Das ist mir wichtig, weil Kleinspix deutlich sehbar unter Juckreiz leidet. Ein Katzenkind soll es bei mir gut und artgerecht haben!

Gestrickt haben wir auch schon zusammen und ihrer Beobachtung entnehme ich, dass sie die Tätigkeit lernen will, so genau hat sie den Faden beobachtet! Meinen Mittagsschlaf verlängert sie freiwillig in ihrer Katzenwohnung, Trompete hin oder her. Diese Nichtreaktion ist mir eine Beruhigung.

Fotos habe ich geknipst, für mich ungewöhnlich rasch. Wohlfühlen für beide Seiten ist ein Programmteil, der nicht fehlen darf. Ihre Katzenwärme wirkt bereits positiv auf mich, wie ich finde. Gezanke oder Geschrei kommt in meiner Behausung nicht vor. Bei Unsicherheit beobachte ich und erst, wenn ich eine Meinung habe, setze ich die durch. Esstisch, der gehört mir. Klettereien gehören in die Mutter Natur, ich will keinen Katzenflug vom Balkon, erster Stock, möglichst ohne Netz, das für eine solch kleinen Racker kaum sicher zu montieren ist, wie ich mir vorstelle.

Den Vorhang, überlang, wie in der ganzen Wohnung, eine Seite Wohnzimmer, werde ich vorläuig nicht mehr bewegen, er diente in der Not als Katzenklo. Ob das Klotrainig so rasch erfolgreich verläuft, wage ich zu bezweifeln. Spix zeigt Null Interesse daran und findet alles andere wichtiger. Mal abwarten.....

Ach, ich liebe unseren gemeinsamen Start und heute früh tat das Katzenklo seinen gedachten Dienst zu meinem grosssen Erstaunen....Bauklötze staune über das Tempo, das Spix an den Tag legt. An meiner Feizeithose klettert sie bereits selbständig auf meinen Schoss und schläft gerade.
Avatar
adele58
 

Beitragvon Cela77 » 26.11.2016, 6:46

Der durstige Kater

Eigentlich dachte ich ja, im Vergleich zu Kater Reza, Kater Balu sei jetzt nicht ganz so helle. Er belehrte mich aber erst kürzlich eines Besseren und mein Respekt ist enorm gestiegen.
Wenn meine Kaffeetasse am Tisch steht, habe ich schon gesehen dass er den Innenrand ableckte, und mein Wasserglas das ebenso immer irgendwo steht, ist auch schon mal als Durstlöscher missbraucht worden.

Da Katzen ja sehr eigenwillig sind was ihren Wasserbedarf betrifft, habe ich verschiedene Quellen der Durstlöscher erschlossen.
Einmal das täglich frische Wasser im Katzennäpfchen, dann das Blumenwasser dass in Reichweite steht, und dann im Winter die Wasserschälchen auf der Heizung wegen Abhilfe der zu trockenen Zentralheizungsluft. Ja, selbst das ziemlich warme Wasser im Schälchen auf der Heizung ist schon mal interessant. Der Blumenwasserbehälter wird immer penibel sauber gemacht nachdem gelegentlich Düngemittel untergemischt werden, damit da nichts passieren kann. Sogar wenn mal Geschirr auf der Spüle steht mit Wasser gefüllt zum Einweichen eines Restes, habe ich Interesse bei ihnen gesehen. Sie sollen da ja nicht rauf, aber ... ;-)!!

So habe ich immer zum Schlafengehen ein Glas Wasser auf meinem Nachtkästchen stehen, seltenst trinke ich davon. Es ist eher eine Angewohnheit von Zeiten als ich öfter mal eine Tablette mit Wasser einnahm wenn sich die Notwendigkeit einstellte.

Sitze ich in meiner Couchecke, steht auch oft ein Glas Wasser auf dem Tisch und Kater Balu freute sich schon mal gelegentlich darüber.
Gelegentlich?
Als ich es einmal zufällig bemerkte, schien es mir eher gelegentlich als Durstlöscher zu funktionieren. Aber mein Kater Balu wusste ganz genau dass das "mein" Glas war und ist und achtete wohl eher darauf dass ich es nicht sah.
Als ich nun auch einmal eher zufällig zusah dass mein Glas Wasser auf dem Nachtkästchen besser zu schmecken schien als das Wasser im dafür vorgesehen Schälchen, erinnerte ich mich an ein Deckelset dass ich mir irgendwann einmal gekauft hatte und ungenützt in der Schublade lag. Es waren Deckel einfach locker zum Auflegen in passender Größe.
So schützte ich nun "meinen" kostbaren Gänsewein vor Missbrauch :wink:.

Beim morgendlichen auslüften meines Bettzeugs, das ich über den Stuhl hing, saß Kater Balu mit hängendem Kopf vor dem abgedeckten Wasserglas auf dem Nachtkästchen.
Diesen Anblick konnte ich nun wirklich nicht ertragen und ich nahm den Deckel ab und legte ihn daneben. Das Wasser wurde von mir ja jetzt eh nicht mehr getrunken.

Am nächsten Morgen fand ich den Deckel wieder danebenliegend vor und ebenso am übernächsten Tag.
Nun beobachtete ich ihn bewusst: Zack, ein kleiner gekonnter Schubser mit dem Näschen und der Dekckel lag daneben und das Wasser schmeckte sooo gut. :wink:

Ich war echt baff! Er hatte nur einmal gesehen dass ich den Deckel einfach abnahm, er also nur locker auflag - und schon gelernt wie das zu handhaben war. Eigentlich hatte ich gar nicht bemerkt dass er mir so genau zugesehen hatte beim ersten Mal.

Da zeigt sich wieder: "Wahre Intelligenz benötigt kein Aushängeschild!" Und mein Wasserglas am Nachttisch erfüllt nun auch einen regelmäßigen Zweck. Bei meinem Kaffee bin ich allerdings eigen, den teile ich nicht. Aber die Tasse ist eh meist schneller leer als Balu es entdecken könnte (?) - und irgenwie weiß er auch dass bei Kaffee die Freundschaft aufhört! :wink: :wink:
Avatar
Cela77
 
Beiträge: 77

Beitragvon Cela77 » 13.02.2017, 0:07

Pipsi, ein besonders talentierter Spatz

Meine Halbschwester lernte ich erst im Erwachsenenalter kennen. Beide lieb(t)en wir Tiere sehr und wir hatten uns auch aus diesem Bereich viel zu erzählen.
Sie verbrachte regelmäßig ihre Jahresurlaube in Griechenland mit ihrer Familie und brachte öfter ein Tier mit nach Hause, genau genommen waren es Vögel. Selbst hatte sie immer Käfigvögel bis dato und erst nachdem wir uns näher und besser kannten, infizierte sie sich mit meinem Katzenvirus, was die Vogelhaltung dann auflöste nachdem sie an Altersschwäche gestorben waren. ;-)
Also, meine Geschichte erzählt ein unglaubliches Erlebnis mit einem ihrer Vögel.

Sie hatte erneut einen Pipsi mit nach Hause geschmuggelt. In der griechischen Nachbarschaft wusste man von ihrer besonderen Liebe zur fliegenden Tierwelt und brachte ihr wieder einmal einen verletzten Volgel. Wieder einen Spatz/Sperling. Er hatte nur ein Bein und einen unversorgten Stumpf. Natürlich wurde er sofort tierärztlich versorgt, von ihr gepäppelt und lebte eine Weile in einem Käfig, nun als komplettes Einbein. Nach völliger Genesung, aber doch sichtlich tolpatschig, hatte sie Bedenken ob er in freier Natur überleben könnte und sie und ihre Familienmitglieder hatten sich schon sehr an den schnell sehr zutraulich werdenden Piepmatz gewöhnt. Ihre Vogel-Familienmitglieder durften auch mangels Platz für eine große Voliere täglich ausgiebig in den Wohnräumen fliegen, wie sie mir versicherte, als ich einmal bemerkte dass mir Käfigtiere nicht so behagen und mir gerade Vögel eher leid tun.
Nun, ich habe sie erlebt und ganz und gar keine unglücklichen Tiere gesehen. Singend und gesellig wohnten sie in ausreichenden Käfigen. Zwei Wellensittiche die Lieblinge ihrer Tochter, ein ehemals verletzter oder aufgefundener Kanarienvogel deutschstämmig und eben öfter ein Pipsi. Ihre Spatzen hießen immer Pipsi. Kanari und Pipsi wurden von den Wellensittichen, oder auch umgekehrt(?) nicht so recht geduldet, deswegen unterschiedliche Käfige.
Sie hatte auch im Heimatland diverse Vögel gebracht bekommen die sie auch mit Hilfe der Vogelwarte gesund pflegte und wieder in die Freiheit entließ, darunter einen Mauersegler mit Flügelverletzung, dieser Kandidat war glaube ich, der schwierigste.

Aber jetzt zu Pipsi Nr. ?.

Er hatte sich eng vergesellschaftet mit dem Kanari und krächzte friedlich und fröhlich mit dem wunderbaren Gesang des Kanari um die Wette. So ging das viele Jahre, Vögel können ein unglaubliches Alter erreichen, zumindest die meiner Schwester. Wie alt sie wurden weiß ich nicht mehr genau, aber es gingen einige Jahre ins Land mit fröhlichem Miteinander.
Doch eines Tages holte sie der Lauf der Natur ein und der Kanari lag tot auf dem Käfigboden. Meine Schwester versuchte den geschockten Pipsi mit den Wellensittichen zu vergesellschaften, doch diese lehnten ihn massiv ab. Da sie nicht sicher war ob es an Pipsi oder den Sittichen lag, blieb er alleine im Käfig, aber sie flogen regelmäßig zweimal am Tag für mindestens eine Stunde ausgiebig zusammen in den Wohnräumen.
Pipsi trauerte sehr um seinen Kameraden und war verstummt. Auch sein sonstiges Verhalten war eher traurig mit anzusehen obwohl meine Schwester und alle Familienmitglieder alles versuchten ihn aufzumuntern. Auch meine Schwester trauerte um ihren ganz besonderen und außergewöhnlichen Kanari ;-), wie sie immer erzählte.
Eines morgens noch im Bett glaubte sie zu träumen. Da hörte sie den geliebten Gesang ihres Kanaris, lauschte glücklich den gwohnten Tönen.
"Singender Kanari, das gibt es doch gar nicht - mehr! Träume ich noch?" So war ihre verblüffte Erzählung.
Sie lauschte und lauschte! Es sang ein Kanari den es gar nicht mehr gab. Endlich fasste sie Mut und schlich leise ins Esszimmer, wo ihre Vogelkäfige standen.
Da saß Pipsi auf einem der Stängelchen und sang sich die Seele aus dem Leib in bester Kanari-Manier. Ungläubig stand sie da und hörte zu.
Ein zweisprachiger Sperling, unglaublich, wenn man den Spatzengesang kennt. :-) Von da an ging es Pipsi immer besser. Er fraß wieder gut, war frech und liebebdürftig - und begrüßte hauptsächlich morgens in kanarisch den Tag. Spätzisch kommunizierte er mit seinen Menschen und tat sonstige Stimmungen kund, lebte noch eine gute Weile zufrieden und sehr bewundert als Einzelvogel und genoss seine Lebenszeit.

Was wahre Liebe alles möglich macht, da könnten wir Menschen auch wieder ein Stück von lernen, wie immer, wie ich meine. :-)

Als alle ihre Vögel im Vogelhimmel waren, sind aufgefundene kranke, junge und alte Katzen von Griechenland mit in die Heimat gewandert, diese aber legal und mit viel Aufwand verbunden. Verliebt in die Fellnasen hatte sie sich natürlich bei mir. Auch zwei Mini-Tiger fanden ständigen Einzug in ihr zuhause gegen alle Widerstände ihres griechischen Ehemannes, der aber auch bald unheilbar vom Katzenvirus befallen war. ;-)

(Auch als sie sich in der Vogelwarte über das Verhalten ihres Pipsis erkundigte, versicherte man ihr dass dies durchaus schon vorkommen kann bei Vögeln, wenn auch schon sehr ungewöhnlich in Verbindung mit einem Sperling.
Dies zur allgemeinen Info.)
Avatar
Cela77
 
Beiträge: 77

Beitragvon Bilroxy » 17.02.2017, 6:50

Hallo und guten Tag

Ich habe zwei 7-jährige Katerli. Sie sind "Findelbüsi" aus einem verlassenen Bauernhaus. Als ganz klein sind sie aus einem Loch in der Mauer hinunter in den Hof gefallen. Sie haben so laut gejammert, dass eine Freundin die nebenan wohnte sie "gerettet" hat. Da sie selbst schon 3 Katerli hatte übernahm ich die herzigen etwas zerzausten 4-wöchigen Schnüseli. Ich hatte nur noch eine ca. 16-18 jährige Glücks- ebenfalls Findelkatze, die jetzt leider nicht mehr lebt. - Aber sie gab den Ton an und erzog meine Bubeli zu angenehmen Wohnpartner.

Am 14. Februar ist ja bekanntlich Valentinstag. Die beiden haben mich nicht vergessen. Chili kam mit einer riesigen toten Maus im "Schnörrli". Das sind eben so Geschenke auf die Frau gerne verzichten würden. Aber das ist ja wohl die Natur.

Liebe Grüsse an alle Tierfreunde 
Avatar
Bilroxy
 

Beitragvon Gundulabella » 17.02.2017, 12:26

na ja.....die Sache mit dem Wasser ....

meine Katze benützt zwar ihre Wasserschale, die ich regelmäßig sauber mache und neu fülle ...
sie hat mich aber im Bad und am Waschbecken beobachtet - also ist da - ihrer Meinung nach - das Wasser besser......
außerdem - ein dünner Wasserstrahl - nicht nur zum trinken sondern auch über die Pfoten, erleichtert ihr das Fellsäubern per Spucke.....

jetzt hat sie mich voll im Griff.....wenn ich nicht einen kleinen Wasserstrahl/Tropfen aktiviere - kratzt sie mir den Stöpsel aus dem Waschbecken.....*seufz*
Avatar
Gundulabella
online
 
Beiträge: 32583
Mit Zitat antworten


Zurück zu Tiere & Natur