Bin im Moment ziemlich ueberfordert mit Vollmachten, Heimunterbringung, Antraegen usw.
Es stellen sich immer wieder andere Fragen, bin so verunsichert, dass ich leider schlaflose Naechte habe, auch nicht weiß, wie ich es richtig machen soll.
Wer kennt sich da genau aus und koennte mir Fragen beantworten.
Guten Abend, ich kann Die gerne helfen. Durch Erfahrungen in den Jahren 2007 bis 2013 habe noch Kenntnisse.
Bitte teile mir konkret mit, was Du wissen möchtest.
Grüsse von Nate 72
Ich kann dir auch helfen, wenn du willst, ich habe das 2016 alles durchgemacht und musste auch zum Sozialamt mich da mit einer Sachbearbeiterin auseinander setzen. Alles muss man offen legen, das war schlimm. Sie hatte Spass dran, mich in die Enge zu treiben. Aber irgendwann hatte ich es geschafft und dann lief es von allein.
Hallo Igelstachel,

stell Deine Fragen einfach ein. Ich bin sicher, dass Du Antworten bekommst.

Vorab eine Frage von mir: Bist Du beim VdK? Die helfen gerade in solchen Angelegenheiten. Soviel ich weiß, kann man den Beitrag auch rückwirkend zahlen und bekommt so gleich Hilfe. Der Beitrag ist nicht hoch (ich zahle im halben Jahr 30 Euro).

Hier ein Link:

https://www.vdk.de/deutschland/

AK
Der SoVD , ehemals Reichsbund, gibt auch Hilfestellung.

https://www.sovd.de/
Danke erstmal, bin gerade heim gekommen und so müde und schwindlig, versuche zu schlafen, habe enorm nachzuholen und ich hoffe es klappt.
Danke fuer die Kommentare.
Nun habe ich die Nacht gut verbracht wie seit Ewigkeiten und fuehle mich wie ein andrer Mensch.
In der letzten Zeit ging es mir nervlich und gesundheitlich nicht gut, denke mal, das wird auch so bleiben, bis so einiges geregelt ist.
Es geht nicht um mich direkt.
Trotzdem bin ich betroffen davon.
Es geht um eine Vorsorgevollmacht, gibt es seit 2013, ist aber nie zum Einsatz gekommen und nun will jemand eine Betreuungsvollmacht, damit er bestimmen will, welches Heim infrage kommt, welches das guenstigste ist, auch wenn es weiter entfernt ist.
Natuerlich war nie das Augustinum geplant.
Ansonsten sind die Kosten m.W. nach ungefähr gleich, koennte mal um 150€ differieren und auch die Bundesländer haben geringfügige Abweichungen.
Aber Schwaben sparen.
Sozialamt meinte, die Lebensgefährtin muss auch zahlen, soll alles offenlegen.
Anwaeltin hat gelacht, Ehefrau muss zahlen, Ehe wurde nicht geschieden.
Kinder gibt es auch.
Nun, schauen wir mal.
Auf jeden Fall werden die Kinder mit herangezogen. Gehören diese zu den Besserverdienenden, müssen diese zahlen und auch die Ehefrau.

Dass eine Lebensgefährtin zahlen muß, das ist mir neu.
Die Unterschiede bei den Heimkosten können enorm sein. Meine Mutter lag im Westen, Speckgürtel einer Großstadt, in einem "normalen" städtischen Heim. Der Eigenanteil lag am Ende bei knapp 3.000 Tacken monatlich. Ihre Schwester liegt in Thüringen für die Hälfte. Gleiche Pflegestufe.
Das Offenlegen der Finanzen ist unangenehm, aber nötig, wenn man sonst zur Zahlung herangezogen würde. Denke daran, ihr Vermögen mit Blick auf die Bestattung zu sichern, ein Bestattungsvertrag macht Sinn.
Die raffen alles an sich, kein Scherz. Die Heimkosten meiner Eltern haben alles aufgefressen, was ein Leben lang zusammengespart wurde.
Achte darauf, dass deine Verwandte im Heim nicht sofort unter Psychopharmaka gesetzt wird. Es ist schockierend, wie viele Menschen dort sediert werden und nur noch vegetieren.
Ich habe das alles durch; die Bescheinigung des Amtes, dass ich die Heimkosten nicht tragen muss, kam fünf Tage nach dem Tod meiner Ma. Ich wünsche dir gute Nerven und viel Unterstützung.
Wenn du konkrete Fragen hast - nur her damit! :)
Das ist alles gar nicht so einfach.

Sowohl Ehe- wie auch Lebenspartner werden als "Bedarfsgemeinschaft" behandelt, d.h., jeder scheint zur Zahlung herangezogen werden zu können.

Kinder natürlich auch, wobei es kein Entweder/Oder gibt, sondern bei Bedarf wohl alle zur Kasse gebeten werden.

Wie ich lese, scheinst Du bei einer Anwältin zu sein Igelstachel. Ich würde auch weiterhin alles von ihr regeln lassen.

Vielleicht magst weiterhin schreiben, wie es weiter geht? Mich würde das sehr interessieren.

AK
MillyMeter ...

" Denke daran, ihr Vermögen mit Blick auf die Bestattung zu sichern, ein Bestattungsvertrag macht Sinn. "

Stimmt. Ich habe das dieses Jahr gemacht, weil die Kosten hierfür sog. Schonvermögen sind und der Staat keinen Zugriff hat.

Das machen leider viel zu wenig Leute und lassen so ihre Hinterbliebenen mit etlichen tausend Euro Kosten zurück.

AK
Es ist nicht aus der Luft gegriffen, daß der Lebensgefährte bei Kosten für Heimunterbringung in Anspruch genommen wird. Eine häusliche Gemeinschaft (Lebens-, Bedarfsgemeinschaft) zieht eine sogeannnte Einstehenspflicht nach sich.

Anzuraten wäre eine sofortige Beendigung der Lebensgemeinschaft, was ich schriftlich erklären würde, und auch eine räumliche Trennung nach sich ziehen sollte. Da diese räumliche Trennung bei einem Pflegebedürftigen in derselben Wohnung ja schwer zu vollziehen ist, ist unbedingt anwaltlicher Rat erforderlich.

Da ja bis zum Lebensende des zu Pflegenden ein Aufwand für Abrechnungen und auch immer wieder Entscheidungen zu treffen sind,
würde ich mich an deiner Stelle, Igelstachel, in deinem speziellen Fall ganz rausziehen, nicht von der Vorsorgevollmacht Gebrauch machen, sondern sogar froh sein, wenn sich ein Betreuer darum kümmert.
Das heißt ja nicht, daß du dich nicht mehr um den Kranken kümmern kannst. Du kannst ihn besuchen.
...es war eine Trennung und er wollte zurück zu seiner Ehefrau......

Vllt. kann man da was schriftlich konstruieren, um Kosten zu sparen ?
Nein, zurueck zum Ehepartner, darum geht es nicht.
Er moechte auch nicht, dass die getrennt lebende Ehefrau die Vollmacht ueber ihn bekommt.
Bei allem geht's es jetzt nur um den verbleibenden Diffenrzbetrag zwischen Rente und Pflegegeld.
Mir geht es auch nicht um die Oberherrschaft, aber ich moechte, dass er in meiner Naehe bleibt, ansonsten kuemmert sich niemand um ihn.
Daß ich dann 7O km einfache Richtung fahren soll, sehe ich nicht ein.
Dann ist er wirklich allein und arm dran.
Das Sozialamt wurde informiert, dass es eine getrennt lebende Ehefrau und auch 3 Toechter da sind.
Die Adresse seiner Ehefrau wurde bekanntgegeben.
Nachdem ich gefragt wurde, wo hoch meine Rente ist und was auf dem Sparbuch ist, habe ich gefragt, soll das heißen, ich muss auch Unterhalt zahlen.
Ja, meinte er, ich dann, mehr im .Zorn, dann beende ich die Partnerschaft.
Nun hat die Ehefrau Post vom Sozialamt bekommen, dieser Brief war aber an den Ehemann gerichtet und auch geoeffnet von der Ehefrau, sie hat keine Vollmacht dafuer, kann natuerlich auch sein, dass dieser Brief zusammen mit anderen Formularen verschickt wurde, darf aber eigentlich nicht passieren.
Ich zitiere woertlich einen Absatz:
Darueberhinaus machte Ihre Lebensgefährtin geltend, dass sie ab Ihrer Heimunterbringung keine Partnerschaft mehr mit Ihnen fuehren wird.
Sofern Sie jedoch weiterhin eine Partnerschaft mit Frau.... fuehren, benoetigen wir folgende Nachweisenuebersicht der monatlichen Verpflichtung beider Partner.Nachweise und Einkommen beider Partner.

Mich empört eigentlich, dass dieser fuer ihn bestimmte Brief an die Ehefrau geschickt wurde, was ist denn da mit dem Datenschutz.

Sie hat mir diese Seite des Briefes geschickt, weil da einige Formulare vorzulegen sind, was ich natuerlich raussuche und weitergebe.

Wir wohnen in meiner ehemaligen Ehewohnung, es gibt kein gemeinsames Vermoegen, ich habe auch keins, das wurde von meinem Mann, mittlerweile verstorben, in Nigeria angelegt.
Der Lebensgefährte hat natuerlich Miete gezahlt, auch 40o € fuer den Lebensunterhalt, aber ansonsten nichts.

Meine Anwaeltin , Fachanwaeltin fuer Zivilrecht, hat mir gesagt, ich muss keinen Unterhalt zahlen, dass muss die Ehefrau, sie sind ja nicht geschieden.
Trotzdem, solange dass alles nicht geklärt ist, bin ich nicht beruhigt und naechste Woche 28. fliege ich nach Indien.
Der Lebensgefährte moechte, dass ich, so wie wir es in der Vorsorgevollmacht besprochen haben, fuer ihn sorge.
Tatsaechlich habe ich manchmal gedacht, lass sie doch alles machen und gut ist.
Tatsache ist auch dass ich ihn liebe, dass die Liebe nicht auffhoert und dass ich ihm versprochen habe, er mir auch, dass ich fuer ihn sorge, solange ich kann und lebe.Darauf vertraut er. Ich will mir nicht vorstellen, dass er mal irgendwo ist und sich niemand wirklich um ihn kuemmert.
Zur Klarstellung nochmal
Seit dem 25.09. Befindet sich mein Lebensgefaehrte zur Kurzzeitpflege in einem Heim.
Es wird uebergehen in eine Langzeitpflege.
Die Hoffnung, dass er nochmal nach Hause kommt, wird eine Illusion bleiben oder ein Wunder geschehen.
cron