Sowas klingt wirklich toll, das stelle ich mir auch vor, aber es gibt so wenig solcher Möglichkeiten, gibt es irgendwo eine Sammlung mit Adressen solcher Möglichkeiten?
Wie sieht so etwas finanziell aus?
Also ich Wäre auch sehr an si etwas interessiert und für konkrete Infos sehr dankbar
Hallo Ulrich,

ich habe dir persönlich Post geschickt, wo du einzelne Adressen und Beispiele von Objekten finden kannst.

Darin ist auch beschrieben welche Probleme wir mit der Entwicklung hatten.

Unser Hofunterlagen kann ich nur per Mail senden. Darin sind auch Wohnungsgrößen und Preise genannt.

Wenn an den Informationen Bedarf besteht, müsstest du dich noch mal bei mir melden.

Heinz-Josef
Lieber Heinz-Josef,
mich interessiert dieses Thema ebenfalls seht. Könntest Du mir die Infos, wie Du Sie Ulrich geschickt hast, ebenfalls zusenden?
Vielen Dank!
Schöne Grüße
Sylvia
Hallo Sylvia,

ich habe dir die Informationen zugeschickt.

Konntest du damit etwas anfangen???

Lieben Gruß
Heinz-Josef
... und im Kreis Bergstrasse?
Aktuell ist es nicht 'eilig' aber informiert sein wäre gut.
Hallo,
das Thema interessiert mich, gibt es nähere Informationen dazu?
Danke und

viele Grüße
Petra
Hallo Petra,

habe versucht, dir Informationen als PN zu senden, es funktioniert aber leider nicht.

Bin ich zu dumm, oder liegt es hier am System??

Lieben Gruß
Heinz-Josef
Hallo Heinz,
Auch mich interessiert so ein Zusammenleben.
Wo finde ich Adressen. Habe vor mein großes Haus zu verkaufen und mich mietmäßig nieder zu lassen. Für Antworten bin ich sehr dankbar.
Helga
Auch ich bin sehr interessiert.
Bitte um Adressen oder eine Antwort. Will mir noch ein anderes Leben aufbauen.
Helga
An alle die um Informationen gebeten haben, es gelingt mir nicht euch eine PN zu senden. Ich lehne mich nun mal etwas aus dem Fenster und kopiere einen Beitrag von mir, den ich in einem anderen Wohnforum mal verfasst habe, hier herein. Hoffe, dass ich nicht komplett zerrissen werde.

Heinz-Josef

Nachtrag!!
Mir geht es hier um die Diskussion des Thema und nicht um die Suche nach Bewohnern oder Mitstreitern.


Gemeinschaftsbildung im Alter

Vor 23 Jahren bin ich angefangen, dass erste Mietshaus zu errichten. Von Anfang an war mir wichtig, keinen Mietshauscharakter aufkommen zu lassen. Deshalb bekam das Haus auch nur einen Briefkasten für alle. Der Kontakt zu den ersten Mietern war sehr gut----- man unternahm viel gemeinsam. Auch heute, wo keiner mehr von ihnen auf dem Hof wohnt, trifft man sich noch zum Geburtstag oder einfach mal so zum Frühstück.

Durch Zuzug, Wegzug und Partnerwechsel blieb diese gute Situation nicht bestehen.

Es wurde weiter gebaut und es entstanden neue „Nachbarschaften“. Sie wurden auch gepflegt. Zeitweise wohnten auch meine Töchter im vorderen Innenhof und waren dort mit eingebunden.

In der Planung hat man viele Ideen. Ich hatte mal die Idee eine „Hofstelle“ für ältere Menschen aufzubauen. Es sollten fünf bis acht Parteien darin leben. Jeder ihren eigenen Bereich haben, aber die große Diele sollte das Wohnzimmer für alle sein. Vielleicht dort mit einem große Holzofen der das ganze Haus heizt und für dem die „Rentner“ dann zuständig wären und das Holz dafür zubereiten müssten.

Das habe ich mit einer Gerontologin von der Uni besprochen und die hat mir alle Zähne gezogen. Daraufhin habe ich die Idee fallen gelassen. Später ist daraus die Idee der „Verlässlichen Nachbarschaft geworden. Hier sind um einen zentralen Platz mit Sitzecke 7 verschieden große Häuser angeordnet. Jeder sieht beim Verlassen seines Hauses ob der Nachbar morgens aufgestanden ist und kann notfalls mal nach den Rechten sehen.

Das ist realisiert worden. Durch Gespräche mit Henning Scherf der in Bremen in einer WG lebt, ist bei mir die Idee entstanden, auch für Senioren so einen Platz auf den Hof bereit zu stellen. Eine „Scheune“ mit 140m² Wohnfläche sollte so aufgeteilt werden, dass unten und oben je eine Wohnung von 70m² entsteht. Der Zugang zur oberen Wohnung würde die untere Wohnung streifen. Damit es barrierefrei ist, war auch vorgesehen einen Minifahrstuhl einzubauen. So hätte jeder seine eigene Wohnung, aber man wohnt auch „zusammen“. Habe für diese Idee leider keine Leute finden können. Hab den Fahrstuhl gestrichen und das ganze Objekt an eine junge Familie vermietet. Da musste ich in finanzieller Hinsicht Zugeständnisse machen, weil sie nicht das zahlen können, was zwei Rentnerparteien gezahlt hätten.

Die Gemeinschaften auf dem Hof funktionieren schon. Menschen sind aber verschieden. Krankheit kann einen Menschen verändern. Das haben wir gerade erlebt. Eine Frau von 60 Jahren zieht aus dem Süden Deutschlands zu uns, weil sie sich in ihrem abgelegenen Dorfe alleine fühlte und Gemeinschaft suchte. Das startet gut. Dann hat der eine gesundheitliche Probleme und reagiert gereizt auf dem Nachbarn, dann auf einmal hat der Nachbar eine Depriephase und dann geht es umgekehrt los. Ich mische mich da nicht (so wenig wie möglich) ein, und nach einiger Zeit renkt es sich dann wieder etwas ein.

Ein Enkel hat noch sehr viel Zuwendungsbedarf. Meine Tochter hat über Jahre ohne Hilfe von außen sich um das Kind gekümmert. Über Jahre habe ich eine „geländegängige Oma“ gesucht um meine Tochter zu entlasten. Die Mieterin hätte für ein paar Stunden Beschäftigung mit Jonathan ein kleines Haus mietfrei bekommen. Leider habe ich nach jahrlangem Suchen Niemanden dafür gefunden.

Durch den letzten Zuzug aus dem Süden von Deutschland zeichnete sich eine gute Entwicklung ab. Warum es aber doch anders kam, kann ich nicht erklären. Die Frau nahm dann Kontakt zu einer ausländischen Familie auf, deren Kind auch Zuwendungsbedarf hat. Über die Zeitung suchte sie eine Freundin um mit ihr gemeinsam etwas zu unternehmen. Man kann es so machen, man hätte aber auch sehen können, was auf dem Hof möglich wäre, und dann das ausbauen können.

Vor Einzug möchte ich die zukünftigen Mieter zumindest etwas kennen lernen (Probewohnen war auch schon mal angedacht, wurde aber leider noch nicht realisiert).

Abichts Erklärungen führen auch nicht immer an das richtige Ziel. Eine Frau, die als ambulante Altenpflegerin arbeitet, hatte frühzeitig mit mir Kontakt aufgenommen. Ihre Idee war es, in ihrem Haus auch einen Pflegeplatz für vorübergehende Pflegeunterbringung einzurichten. Dafür habe ich dann die Planungen überarbeitet, ein Pflegebad und breite Türen eingebaut, damit man auch ein Pflegebett hindurch schieben kann. Der Platz wurde nie genutzt. Die Abtrennungen die erforderlich waren, hatte ich gekauft und liegen nun hier rum. Sie war Veganerin, versuchte bisschen unterschwellig die Idee unters Volk zu bringen, was bei mir als Land- und Tierwirt natürlich nicht funktioniert. Sie ist nach 3 Jahren ausgezogen und lebt nun mit Ihresgleichen in einem Ökoprojekt in Oldenburg.

Welche Gemeinsamkeiten bleiben dann noch übrig?????

Schon noch etwas! Die Mütter unterstützen sich gegenseitig bei ihren Kindern. Für die Kinder ist es ein Paradies. Bei gutem Wetter gehen sie nach draußen und von den anderen 15 Kindern findet sich garantiert Jemand zum Spielen. Jeder Haushalt hat von Jedem Haus eine Bewohnerliste mit Geburtsdatum. Da wird dann mal spontan eingeladen und wer Zeit hat, geht hin. Bei großen Fußball Übertragungen wird schon mal in der Hackschnitzelhalle ein großer Bildschirm aufgestellt und es wird gemeinsam Fußball geguckt. Wer gerade noch eine Kiste Bier zu Hause hat bringt sie mit. Alle 8 Wochen treffen sich die Frauen (die Zeit haben) zum Frauenstammtisch und tauschen sich mal aus.

Ein Bewohner ist vor 1 Jahr schwer an Krebs erkrankt (hat Gott sei Dank eine positive Wendung genommen) da war die Anteilname und die Unterstützung der Nachbarn sehr groß.

Manchmal wünscht man sich, die Gemeinschaft zu intensivieren.
Aber ein regelmäßiges Plenum, demokratisches Abstimmen, hierarchiefrei, im Konsens, Mietshäusersyndikat, Permakultur, extreme grün Ansichten oder Tierschutz „Salafisten“ möchte ich auf dem Hof nicht haben. Deshalb lasse ich es langsam laufen und hoffe, dass sich alle auch so wohlfühlen.

Hier mal Internetseiten wo man sich über verschieden Angebote informieren kann.

http://verein.fgw-ev.de/projektboerse.html

http://www.lebens-wg.net/insertion/view.html

http://www.pluswgs.de/50plusWG-Senioren ... dersachsen

http://schrotundkorn.de/kleinanzeigen/i ... ieten.html

Hier mal ein Objekt was ich in der Entwicklung beobachtet habe. Wo ich mit der „Kümmererin“ ein intensives Gespräch hatte und wo sich die Bewohner zeitweise sehr zerstritten haben. In meinen Augen ist von dem „Baulöwen“ ein großer Fehler im Vorfeld gemacht worden?: .http://www.noz.de/lokales/meppen/artike ... 5&0&523573

Hier mal eine andere Idee. Sie wurde von mehreren privaten Investoren schon umgesetzt. Hab mich damit auseinandergesetzt und mit verschiedenen Investoren einen intensiven Austausch gehabt. Für mich ist es eine zu große Nummer und ob es auf dem Hof passt, wenn viele Bewohner nicht mehr aktiv in der Gemeinschaft sein können, ist eine andere Fragen. Weiter beobachten tue ich es und in 2 Wochen wird wieder ein neues Objekt vorgestellt und ich werde es mir wohl ansehen. Für den letzten Lebensabschnitt ist es eine Alternative zum Altersheim.

https://www.senioren-wg-drentwede.de/

https://www.senioren-wg-ellenstedt.de/

Eine andere Idee die hier umgesetzt wurde. Ein ehemaliger Möbelhändler baut eine Wohnanlage mit 24 kleinen Wohnungen zentral in der Stadt und unten wird in dem Haus die Sozialstation untergebracht. Bei Bedarf kann sie „Hausbesuche“ machen. Von der Idee her nicht schlecht. Fürs Gemeinschaftsleben gibt es extra einen Raum. Mit Leben müssen es aber die Bewohner füllen.

http://www.made-in-dinklage.de/im-herze ... -dinklage/

Ein Projekt was ein paarmal im Fernsehen vorgestellt wurde, habe ich besucht. Sehr interessant. Es war aber noch nicht fertig, deshalb will ich es hier auch noch nicht bewerten. Aber damit man sich mal reinlesen kann, hier der Link:

https://www.uhlenbusch.org/

Vielleicht noch einen Gedanken zum Wohnen und zur Gemeinschaftsbildung im Alter:

Sollte man mieten oder besser kaufen?

Ich habe Eigentum. Rate auch allen jungen Leuten sich eine Eigentumswohnung oder ein Haus als Ziel zu setzen. Es entsteht ein anderes Lebensgefühl und eine andere Verantwortung, die auch zu einer besseren Vermögenbildung und besserer Sicherheit im Alter führt. Im Alter sieht es anders aus. Die Vermögenbildung ist nicht mehr wichtig, eher darf man das im Leben aufgebaute Vermögen für seinen Lebensabend nutzen. Das könnte ja in dem Kauf einer schicken Wohnung enden, aber im Alter sind viele empfindlicher auf äußere Einflüsse. Hat man aber gekauft, kann man nicht so schnell dem Zwist mit dem Nachbar aus dem Wege gehen. Als Mieter ist das einfacher. Sollte z.B. der Partner versterben, entsteht eine neue Situation und schon kann es zu Überlegungen kommen, ob die bisherige Wohnsituation beibehalten werden kann. Als Mieter ist man da freier. Aber das Problem dann einen neuen Bekanntenkreis aufzubauen, ist dann evtl. eine neue Herausforderung.

Gemeinsam ein Haus bauen und als Genossenschaft firmieren??

Immer wieder liest man von Leuten die ein Gemeinschaftsobjekt als Wohnungsgenossenschaft aufziehen wollen. In der Gemeinschaft fühl man sich stark und hofft, so etwas auf die Reihe zu bekommen, was man sonst vielleicht nicht hinbekommen würde. Ich würde vorsichtig sein. Es kann richtig sein sich bei einer Genossenschaft zu beteiligen. Man sollte aber unbedingt auch andere Alternativen abwägen. Man muss viel diskutieren um zu einem gemeinsamen Plan zu kommen. Es sind Kompromisse nötig. Man lernt seine Mitbewohner kennen und muss heute und in Zukunft mit ihnen klarkommen. Ein Planungsbüro und einen Unternehmer braucht man auch. Ein Vorsitzender der Genossenschaft kann alles regeln. Aber er arbeitet mit anderer Leute Geld. Ein selbständiger Unternehmer rechnet mit seinem Geld und wird öfter mal nachrechnen. In der Regel wird eine Genossenschaft nicht billiger bauen als ein frei finanziertes Unternehmen. Gute Argument, dass es anders ist, haben sie aber oft. Beim Kauf oder Bau einer Wohnung oder eines Hauses, erwartet die Bank ein Eigenkapital von 25-30%. Bei einer Genossenschaft muss der Betrag als Einlage eingezahlt werden. Bei Eigentum zahlt man anschließen Zinsen und Abtrag an die Bank, bei der Genossenschaft zahlt man Miete an die Genossenschaft. Bei der Genossenschaft hofft man, dass nach 20-25 Jahren der Kredit abbezahlt ist und sich dann die Miete reduziert. Bei Eigentum wird der Kredit abbezahlt und man hat anschließend den Unterhaltungsaufwand zu leisten.

Der Unterschied zwischen beiden Systemen besteht darin, dass ich bei Eigentum eine Wertsteigerung erwarte, die ich bei einem Verkauf in meine Tasche stecken kann. Bei einer Genossenschaft bekomme ich bei einem Ausscheiden nur den eingezahlten Genossenschaftsanteil zurück.

Das Genossenschaftsgesetz hat strenge Reglungen und der Genossenschaftsverband prüft regelmäßig jede Genossenschaft sehr genau. Das bringt einerseits Sicherheit, verursacht aber auch einen großen Aufwand und Kosten.

Aktuell hat sich ein älteres Ehepaar (75 und 80J.) für das bei mir im Bau befindliche kleine Haus beworben. Von der Konstellation der Räume kann ich es ihnen aber nicht empfehlen. Eine alleinerziehende Frau bewohnt ein anderes Haus auf dem Hof und das wäre für die älteren Leute besser geeignet. Die junge Frau wird nun in das neue Haus ziehen und dann ein Zimmer mehr für ihre Kinder haben. Die älteren Leute haben dann ein Haus wo zwar die Schlafräume oben sind, aber das Pflegebad unten ist. So wäre es im Pflegefall möglich, im Wohnbereich ein Pflegebett aufzustellen und weiter in dem Haus zu wohnen. Ihr älteres Haus im Außenbereich von Dinklage werden sie aufgeben, weil es renovierungsbedürftig ist und die eigenen Kinder schon im Ort selbst neu gebaut haben und es im Alter zu weit außerhalb liegt. Nach dem Umzug können sie selbständig in einem freistehenden Haus in der Nähe einer ihrer Töchter leben. Wenn man jetzt schon für den Fall des Pflegebedarfes vorsorgen möchte, wäre das oben erwähnte Objekt des Möbelhändlers Ideal. Das Problem wäre dann, dass sie sich als „Landmenschen“ nicht in der kleinen Wohnung im sehr großen Haus wohlfühlen würden.

Mit dem Bauen bin ich nicht mehr so schnell. Neu Ideen habe ich aber noch im Kopf und zusammen mit den eigenen Kindern ist vielleicht auf der freien Fläche noch etwas möglich?? Eine Wohngemeinschaft für jüngere Menschen mit Behinderung vielleicht???

Wenn konkrete Fragen zu dem Hof bestehen sende mir bitte eine Mailadresse, dann sende ich die Unterlagen per Mail.
Hallo,
ich bin die Manuela,habe Deinen Beitrag mit großen Interesse gelesen,finde es gut wenn man sich Gedanken macht übers wohnen im letzten Lebensabschnitt.
Ich denke das es sehr schön sein kann mit anderen zusammen zu wohnen.
Bin zur Zeit noch beruftätig und das in drei Schichten,leider habe ich in meinem Freundeskreis noch keine zustimmung erhalten,wenn wir übers zusammenleben sprechen,es gibt viele Bedenken,Ängste.Ich finde es gut das Du in jungen Jahren angefangen hast Dir etwas aufzubauen.Das kommt Dir jetzt im Alter zu gute,Du bist frei in Deinen Überlegungen und kannst es ausprobieren ,
in diesem Sinne wünsche ich Dir gutes Gelingen,würde mir gerne mal Deinen Hof ansehen,die beste Grüße Manuela
Für Alle, die sich über dieses Thema informieren möchten,
hier ein Film des NDR, wo man viele Anregungen findet

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 94226.html

Lieben Gruß
Heinz.Josef

Nachtrag (korrigiert)

Heute am 3.5.2019 um 21:15 gibt es im NDR einen Bericht über die Seniorensiedlung Uhlenbusch, morgen am 4.5. um 8:30 Uhr wird sie wiederholt, später ist der Film in der Mediathek zu finden.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 03674.html
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