Ich habe immer wieder beobachtet, dass manche Mediziner hier, aber auch im täglichen Leben sehr abfällig, zornig und für mich auf lächerlicher Weise gegen andere Behandlungsarten donnern.
Glaube, heut zu Tage sind Patienten mündig und brauchen das nicht mehr - früher galt, was Arzt, Pfarrer und Bürgermeister sagten als einzige Wahrheit.

Ich frage mich schon, welche Ursache das hat, dass sich manche Schulmediziner als allwissend hinstellen und sich lächerlich machen. Vielleicht Angst, solange studiert zu haben und jetzt sehen zu müssen, dass sich Patienten jetzt wieder auch andere oder zusätzliche sanftere Wege wählen, um gesund zu bleiben und zu werden - mit viel Erfolg - gefährliche Konkurrenz?

Viele Kinder in meinem Bezirk wurden größtenteils von einer Homöopathin ( in der Ordination eines Kinderarztes) mit großem Erfolg behandelt - viele haben so gut wie keine Medikamente aus der Apotheke bekommen. Sogar andere Ärzte sind mit ihren Kindern zu ihr gekommen und dann folgten die Eltern nach.

Meine Meinung dazu:
Ich bin wirklich froh, dass wir die Schulmedizin haben mit den Medikamenten, Untersuchungsmethoden, Operationen, die oft lebensrettend sind.
Jedoch ist für mich klar, dass sehr oft zu früh, zu oft und zu viele Medikamente verschrieben werden. Unverträglichkeit untereinander und starke Nebenwirkungen und daraus entstehende neue Krankheiten , die wieder andere Medikamente verlangen, sind die Folge.
Als wir Kinder waren, hat es der Hausarzt immer zuerst mit Hausmittel versucht.

Die Zahl der Geburtsstationen, Kinderabteilungen, aber auch Patienten, die lieber auf sanftere Methoden umsteigen und nicht gleich mit Bomben alles behandelt ist stark im Ansteigen - wir haben ja auch noch ein Immunsystem :-).

Bei anderen Behandlungsmethoden bin ich immer zu Fachleuten gegangen - gute Ausbildung, in Ordinationen, da es natürlich auch Menschen gibt - die vortäuschen, Wissen zu haben.

Hier einige Beispiele (von denen es im Laufe von 30 Jahren viele gibt) aus meiner persönlichen Erfahrung:

- hoher Blutdruck - 4 verschiedene Medikamente ausprobiert - Unverträglichkeit der chemischen Zusatzstoffe, keine Lebensqualität, kein Antrieb und 2. Wert blieb oben.
Versuch mit einem zusammen gemischten Blutdrucktee aus der Kräuterapotheke (österr. Kräuter) - verteilt auf den Tag 1 Tasse getrunken - nach 3 Tagen gingen die Werte runter, ohne jede Nebenwirkung - 3 Monate getrunken - Blutdruck ist ok - keine Nebenwirkungen, keine Müdigkeit. Wenn es hin und wieder Aufregungen gibt, etc. und er steigt, trinke ich ihn wieder für ein paar Tage und alles ist ok.

- Kleinkind - starker juckender Ausschlag, keine Nacht durch geschlafen über viele Monate - lt. Hautärztin Neurodermitis - unheilbar.
Versuch Bioresonanz- Institut, geleitet von einem Internisten - einige Monate Behandlung - Austestung (13 Lebensmittelunverträglichkeiten wurden festgestellt), Weglassen dieser Lebensmittel für 1/2 Jahr, Darmsanierung - nach ca. 6 Monaten alles gut - bis heute.

- Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündung chronisch :
Viele Medikamente - bereits Magenprobleme von diesen -
OP-Termin stand fest.
Vorher noch Besuch bei Homöopathin (mein erster Versuch damals, war sehr skeptisch) - mit Kugerl wurde noch am selben Tag alles locker - einige Monate Behandlung - alles gut, bis heute nicht operiert und das Vertrauen war da.

- Gesichtslähmung - im Krankenhaus viel Kortison - wenn sie Glück haben vergeht es ... Wurde nicht besser, Auge lies sich nicht schließen - in der Nacht Augenklappe, dann eine Serie Akupunktur bei einem Chinesischen Arzt, der auch Schulmediziner ist (also 2 Ausbildungen hat) und dann trat endlich Besserung ein.

Schulmedizin, alle oben genannten sanftere Behandlungen, die eben anders wirken, Bewegung, Nahrungsumstellung, Entspannung, Änderung der Lebensumstände, etc. kann alles zur Gesundung beitragen - also gibt es sehr viele Wege und ich denke mir, dass ich persönlich dafür die Verantwortung habe und die Art wählen werden, bei der ich positive Erfahrungen gemacht habe in der Vergangenheit - ich probiere es aus und mache mir meine eigene Meinung.

.... und brauche niemanden, der meint, sich über alle erheben zu müssen und andere mit seiner "allwissenden", sehr einseitigen Meinung über Medizin beglücken zu müssen.
Ich glaube, dass Neid und Angst vor Imageverlust eine große Rolle bei der Ablehnung der alternativen Behandlungsmethoden spielen. ....und nat. das Geld!!!

Zum Glück gibt es aber auch Mediziner die in diesen Methoden eine Ergänzung erkennen!

Ich habe mich sehr geärgert, dass in Österr. Homöopathie aus dem Medizinstudium rausgenommen wurde.

Die Kritiker schieben die Erfolge auf den Placeboeffekt. mag sicher manchmal mitgeholfen haben. Aber ich denk da immer an meinen (leider schon im Hundehimmel) Foxl!

Mister Strolchi hatte Athrose und nach 100m Gassigehen musste er pausieren. Die Chiropraktikerin (UND Tierärztin!!) hat Globuli empfohlen. Die Gassirunden
hat er wieder genossen! Placebo??

Globuli haben auch bei meinem "Veilchen" (Du hast das Foto gesehen!) sicher die Heilung beschleunigt.

Wenn ich eine Lungenentzündung, Blinddarmdurchbruch u. ä. habe, ist die Schulmedizin die 1. Adresse!!! Als Unterstützung sind die Alternativmethoden sicher ein Gewinn!

..... übrigens ... die Athroseglobuli helfen auch bei meiner Kniegelenksathrose!!!!
Wahrscheinlich nur der Placeboeffekt!!!!

chrisu
@globetrotter2 @chrisu13

danke euren ausführungen ist nichts hinzuzufügen :D

auch mir und meiner kleinen tochter ist es vor vielen Jahren so ergangen, dass der Kinderarzt alles in Frage stellte, was ich anbrachte - damals war ich noch weit entfernt von meinem heutigen Job ...
erst der am Wochenende konsultierte Notarzt stellte sich wirklich auf mich und meine Tochter ein ... und riet sogar von einigen Untersuchungen in diesem Alter ab

allerdings kenne ich mittlerweile auch genug Ärzte, die beides gut miteinander verbinden.

ebenso kenn ich die "Risikoverschiebung", wenn aufgrund einer starken Allergie meines Enkels die Kinderärztin einige Impfungen nicht machen will und an die Uniklinik verweist ... und die behaupten, dass die Kinderärztin dafür zuständig ist :oops:
wer hat da die größere Sorge ...mmmmhhhhh

allerdings frag ich mich, was die Schulmedizin macht, wenn die Untersuchung einer Krankenkasse ergeben hat, dass mittlerweile jedes 4. Kind chronisch krank ist ... die Ursachenforschung macht keiner ...
https://www1.wdr.de/nachrichten/studie-dak-nrw-kinder-chronische-krankheiten-100.html
chrisu 13 - Lungenentzündung wurde bei mir schon 2x mit Homöopathie
behandelt, Mit einer guten Ausbildung, laufend Weiterbildung und einer 30 jährigen Erfahrung ist vieles möglich.

Ja, bis vor kurzem wurde es an der Uni unterrichtet - jetzt nicht mehr - warum wohl? Die Ärzteschaft ist da auch zweigeteilt und sehr eng "befreundet" mit der Pharmaindustrie.

Ein kurzer Lehrgang an der Uni und ein Diplom an der Wand macht noch keinen guten Homöopathen aus. Viele Ärzte verwenden es dann halt nur für kleine Wehwehchen - wo kein Risiko ist oder steigen ganz auf Homöopathie um - da der Ansatz halt ganz etwas anderer ist und die Ausbildung sehr zeitaufwendig, um wirklich gut drin zu sein. Eine schulmed. Praxis zu leiten und ständig auf Schulungen zu fahren ist zeitlich fast nicht möglich.

Es gibt ja auch von der Uni aus Akupunktur-Seminare in China mit Diplom.
Sie haben tagelang auf Zeitungspapier nur das Stechen geübt - hatten einen kurzen Einblick, daher halte ich von solchen Schnellkursen mit Diplom nicht viel. Eine Ausbildung dauert mindestens 5 Jahre.

Schreib mir bitte für's nächste Treffen die Kugerl von deinem Hund auf - mein Knie macht öfters Probleme :|
Sonnenkind51:

- eine gute Aussage - in deinem Profil!
auch bin ich mir sicher, dass wir nicht immer bekommen, was wir wollen - sondern manchmal auch das, was wir "brauchen" , ganz einfach, um klarer zu sehen oder an uns zu wachsen

... damals war ich noch weit entfernt von meinem heutigen Job - was meinst du damit?
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