@ Dalshe_

...Faxi, angesichts deines mal angegebenen Studiums wundert es mich sehr, dass du den Begriff "hermeneutisch" mit "senkrechten Tortenstücken" gleichsetzt ….


Danke für den Hinweis. In dem Satz muss es natürlich Hermetik heißen, statt Hermeneutik.

Das von mir angesprochene Problem sprachlicher Fehlinterpretationen hingegen ist – wie du richtig bemerktest - ein hermeneutisches.

Das falsche Verständnis einer Bedeutungslehre, bei der die dort formulierten Gesetze wörtlich genommen wurden, statt symbolisch, hat dazu geführt, dass besonders in der Astrologie ein falsches Verständnis entstand, gerade WEIL astronomische Überlegungen ANSTATT der metaphysischen bevorzugt wurden.

Die Begründung der Herkunft dieser Schieflage beim Verständnis zB des hermetischen Satzes: „Unten so, wie Oben!“ sollte sie historisch nachvollziehbar machen, denn das, was der legendäre griechische Lehrer Hermes einst unterrichtete, war ja alles Andere, als mystifizierter Unsinn, sondern bestand aus sehr vernünftigen, geistig nachvollziehbaren Überlegungen, die zu eben jenem, dem Tierkreis zugrundeliegenden hermetischen Weltbild führte, wie es später auch von Aristoteles formuliert wurde, und seitdem als aristotelisch bezeichnet wird.

Hier spielt sowohl die 4-Elemente-Lehre eine wesentliche Rolle, die allerdings mit der heutigen Elemente-Ordnung nichts zu tun hat, als auch das Körper-Seele-Geist-System, die beide die Grundlage jeder astrologischen Spekulation bilden.

Die Tatsache, dass zB auch nach heutigen Erkenntnissen alles organische Leben auf nur 4 chemische Elemente zurückführbar ist, verleitet zu der Irrmeinung, dass dies bereits schon unserer Vorfahren wussten, denn deren Denkansatz war ein völlig anderer, als der heutige.

Durch die Beschäftigung mit einem antiken Weltbild kann man allerdings auch heute noch einen geistigen Überbau über den Wust von Einzelteilen erlangen, der es leichter macht, Eines vom Anderen zu unterscheiden, oder Eines dem Anderen auf eine etwas andere Weise zuzuordnen, als es mittlerweile üblich ist.

Die Astrologie jedoch als Instrument zu benutzen, mit dem man eine Zukunft voraussagt, wie man sie vermutet oder gerne hätte, ist eindeutig ein falscher Ansatz, der auch schon früher gern dazu benutzt wurde, um verzweifelte Menschen in die Irre zu führen, so, wie es auch die Götzendiener bis zum heutigen Tage zu machtpolitischen Zwecken leider immer noch erfolgreich praktizieren.


@ Fumaria1

...Die heutige Astrologie ist ein in sich ruhendes Erkenntnissystem, das auf Symbolen und Ideogrammen und deren Sinninhalten besteht. Nur die Ephemeriden der Planeten sind noch aktuell ermittelt. ….

Wenn die Ephemeriden die Planetenpositionen auf dem tropischen Tierkreis verorten, statt auf dem siderischen, ändert sich auch ihre Bedeutung – logisch, oder?

Deshalb sollte man den tropischen Tierkreis nur für die Berechnung der Jahreszeiten benutzen, während man für die metaphysische Betrachtung von Planeten in den Sternbildern, die ihnen nach der hermetischen Lehre eine bestimmte Würde verleihen, den siderischen Tierkreis verwenden, wie es auch die Inder tun, wobei sie fatalerweise nicht den ursprünglich dafür vorgesehenen Antares im Skorpion, sondern Spica in der Jungfrau als unveränderlichen Bezugspunkt gewählt haben.

Mit dem dritten astrologische Zeitmess-System wird der Tag in 12 Häusern eingeteilt, durch welche die Sonne aufgrund der Erdumdrehung um ihre eigene Achse einmal pro Tag im Uhrzeigersinn zu wandern scheint. Sie entsprechen jeweils einer Doppelstunde und haben natürlich nichts mit der scheinbaren jährlichen Umlaufbahn der Sonne um die Erde bzw. der Erde um die Sonne zu tun, sodass man hier auch ohne die Ekliptik (Tierkreis) auskommt.

Daher sollte man weder die beiden sonnenbezogenen Zyklen durcheinander schmeißen, noch das Häusersystem mit dem System der Sternbilder und Sternzeichen verwechseln, auch wenns noch so verführerisch ist, alle drei Systeme in einem einzigen Schaubild darzustellen, wie es in einem heutigen "Horo-Skop" der Fall ist, welches eigentlich nur Stundenschau bedeutet, und nicht Tages- oder Jahresschau.

….Wie sich Verdienst und Glück verketten,
das fällt den Toren niemals ein.

(Mephistopheles in Goethes Faust)....


In diesem Spruch geht’s darum, zu beurteilen, wie groß beim Glück der Anteil der eigenen Leistung im Verhältnis zu den förderlichen (oder hinderlichen) Umständen steht, wobei der Mensch besonders von seiner eigenen Trägheit bestimmt wird, die man auch die süchtig machende Macht der Gewohnheit nennt.

Die richtige Beurteilung dieses Eigenanteils am eigenen Glück ist jedoch – wenn überhaupt – erst nachträglich möglich, und nicht bereits im Vorhinein, weil man da noch nicht wissen kann, ob man am Ende überhaupt glücklich sein wird, oder nicht.

So ist eine Beratung für den Klugen nur insoweit sinnvoll, als dass man ihm verschiedene Szenarien aufzeigt, sodass er sich für alle nur denkbaren Möglichkeiten wappnen kann, während der Dumme in seiner Eitelkeit den Rat sowieso in den Wind schlägt, weil er meint, er wüsste eh Alles besser.
>>In diesem Spruch geht’s darum, zu beurteilen, wie groß beim Glück der Anteil der eigenen Leistung im Verhältnis zu den förderlichen (oder hinderlichen) Umständen steht, wobei der Mensch besonders von seiner eigenen Trägheit bestimmt wird, die man auch die süchtig machende Macht der Gewohnheit nennt. <<

Pauschal gesprochen mag es im Allgemeinen wohl so sein, aber astrologisch sieht es eben anders aus, denn da bestimmt der Mondknoten und seine Aspekte wie Glück und Unglück sich verketten , also das was jemanden selbst betrifft oder nicht.

>> Deshalb sollte man den tropischen Tierkreis nur für die Berechnung der Jahreszeiten benutzen, während man für die metaphysische Betrachtung von Planeten in den Sternbildern, die ihnen nach der hermetischen Lehre eine bestimmte Würde verleihen, den siderischen Tierkreis verwenden, wie es auch die Inder tun, wobei sie fatalerweise nicht den ursprünglich dafür vorgesehenen Antares im Skorpion, sondern Spica in der Jungfrau als unveränderlichen Bezugspunkt gewählt haben. <<

Nun irgendwie scheinst du beim Schach das Würfeln einführen zu wollen. Wir reden über Astrologie und da sind die Regeln eben so wie sie sind, wenn Du etwas anderes möchtest muß Du einen anderen Namen dafür finden.
Erstaunlich ist, dass für Dich ja alle mit Ihrer Astrologie immer daneben liegen und nur Du die Wahrheit kennst. *lach*
(Nun soviel ich weiß ist die Spica das supergalaktische Zentrum, ei sich um sie noch 5 andere Galaxien kreisen sollen die ebenfalls von Menschen bewohnt werden.)
@ Fumaria1

….wenn Du etwas anderes möchtest muß Du einen anderen Namen dafür finden. ….


Ja, Astrosophie wäre der bessere Ausdruck für das, was man weltanschaulich mit der Astrologie machen kann, um anderen Menschen mit guten Ratschlägen zu helfen, statt ihnen die Unausweichlichkeit eines Schicksals in Aussicht zu stellen, welches angeblich nur der schwer bewunderte Astrologe kennt.

…..Erstaunlich ist, dass für Dich ja alle mit Ihrer Astrologie immer daneben liegen und nur Du die Wahrheit kennst. *lach* …..

Ob Jemand lügt, oder die Wahrheit spricht, wenn er sein auswendig gelerntes und nicht verstandenes Wissen runterrappelt, interessiert mich in der Tat weniger, als das, was tatsächlich so ist, wie er meint, und was nicht.

….(Nun soviel ich weiß ist die Spica das supergalaktische Zentrum, ei sich um sie noch 5 andere Galaxien kreisen sollen die ebenfalls von Menschen bewohnt werden.) ….


Soviel ich weiß, befinden sich die Schnittpunkte des Galaktischen Äquators mit der Ekliptik im Sternbild (nicht im Sternzeichen) Schütze und Zwilling, haben aber für die Beurteilung von Planetenpositionen keinerlei Relevanz.

Im Übrigen wird Etwas nicht richtiger, nur weil Alle es falsch machen, die einer falschen Interpretationsweise des Althergebrachten folgen, statt das Überlieferte einer kritischen Prüfung zu unterziehen, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Und die Tatsache, dass verschiedene Schulen verschiedene Schwerpunkte in ihren Lehren setzen, heißt auch noch nicht, dass nur Eine von ihnen die Richtige ist, und alle anderen falsch.
>>> Ob Jemand lügt, oder die Wahrheit spricht, wenn er sein auswendig gelerntes und nicht verstandenes Wissen runterrappelt, interessiert mich in der Tat weniger, als das, was tatsächlich so ist, wie er meint, und was nicht. <<<

Wer will das entscheiden, und was ist mit Irrungen, die weder Lüge noch Wahrheit sind??
Mir ist das zu simpel und selbstgerecht, denn man sollte nach den Beweggründen fragen, nicht nach sogenannten "Wahrheiten", die es ja immer nur in den Augen des Einzelnen geben kann.

>> Im Übrigen wird Etwas nicht richtiger, nur weil Alle es falsch machen, die einer falschen Interpretationsweise des Althergebrachten folgen, statt das Überlieferte einer kritischen Prüfung zu unterziehen, um die Spreu vom Weizen zu trennen. <<

Nun bei Vollkornprodukten wird die Spreu nicht getrennt sondern mit verwertet Und nicht alle Engländer sind Geisterfahrer nur weil sie auf der anderen Straßenseite fahren.
Oder wie war die Geschichte mit dem Eimer, den man für 3 € einkauft und dann für 6 € verkauft und man von den 3% dann lebt.
Das ist zwar prozentual falsch aber kaufmännisch eben doch richtig gerechnet und ein erfolgreiches Geschäftsmodell.

>>> Und die Tatsache, dass verschiedene Schulen verschiedene Schwerpunkte in ihren Lehren setzen, heißt auch noch nicht, dass nur Eine von ihnen die Richtige ist, und alle anderen falsch. <<<

Jedem das Seine, und jede Schule hat etwas Richtiges, man muß es eben nur für sich selbst herausfinden, was zu einem passt und was nicht.
Die aller wenigen praktizierenden Astrologen haben Probleme mit dem was faxi hier als solche formuliert, vermutlich kämen sie nicht einmal darauf, es als ein Problem anzusehen. Warum auch? Die Generationen zuvor haben eine gute Arbeit geleistet, deren Ergebnisse man erst nachvollziehen muss, bevor man kurzer Hand "Verbesserungen" formuliert. Im Prinzip diskutiert faxi nur zum Selbstzweck, zu einem brauchbaren Ergebnis kommt ma da mit ihm auch in tausend Jahren nicht, *lach.


filofaxi hat geschrieben: Soviel ich weiß, befinden sich die Schnittpunkte des Galaktischen Äquators mit der Ekliptik im Sternbild (nicht im Sternzeichen) Schütze und Zwilling, haben aber für die Beurteilung von Planetenpositionen keinerlei Relevanz.


Sicher hat es einer Relevanz und wird auch berücksichtigt, nur eben nicht von dir - weil's nicht kennst, weil' nicht kannst. Eigentlich, weil darüber noch nichts gelesen hast, sonst wärst ja überzeugt es zu wissen, obwohl du nur informiert wärst.
@filofaxi Du schreibst
>>Wenn die Ephemeriden die Planetenpositionen auf dem tropischen Tierkreis verorten, statt auf dem siderischen, ändert sich auch ihre Bedeutung – logisch, oder? <<


Jetzt reden wir endlich von Astrologie, denn in der abendländischen Astrologie zählt eben fast nur der tropische Tierkreis. Und weil sich eben die Bedeutung der Planeten durch ihre Position ändert kann man eben auch, erst noch kommende Prozesse und Ereignisse ab- und/oder einschätzen, wenn man die Bedeutungen und Würden der Planeten auf den einzelnen Tierkreisgraden und/oder in den einzelnen Häusern kennt.
Deswegen ist es ja auch möglich die mögliche Entwicklung eines Menschen über seine eigenen Sekundärddirektionen einzuschätzen und vorherzusehen.
Allerdings verändert die Kenntnis davon fast immer diese Zukunft, weshalb man sie ja wohl auch macht, um seine Zukunft selbst zu gestalten..

Neben dem siderischen Tierkreis gibt es auch noch einen Faktischen Tierkreis, der krankt allerdings auch an einer gewissen Buchstäblichkeit, versteht die Sternbilder sehr konkret und nicht nach 30° Grad -Abschnitten darstellt und dabei vernachlässigt, dass jede Benennung von Himmelszonen immer "menschengemacht", von daher mehr oder weniger Erkenntnis geprägt oder willkürlich ist.
Faktische Tierkreis...

Jo, auf den kam auch so ein faxi ähnlicher Filosof, *grins.
@ Fumaria1

….und was ist mit Irrungen, die weder Lüge noch Wahrheit sind??....


Diese Irrungen kann man beheben, indem man nach dem Resultat fragt. Stimmt das mit dem überein, was beabsichtigt war, ist es keine Irrung, ansonsten sollte man es revidieren, weils sonst immer wieder in die Irre führt, was man sagt, und nicht zum beabsichtigten Ziele.

Ist jedoch die Absicht die, Andere vorsätzlich in die Irre zu führen, ist es kein Irrtum, sondern eine Lüge.

Die ist solange harmlos, wie sie Anderen nicht schadet, indem man etwa unter dem Nicknamen Dalshe_ statt TiOna_ erscheint, weil man meint, in einem anderen Gewande und einer anderen Geburtszeit wohlgelittener zu sein und vielleicht auch glaubwürdiger zu erscheinen, oder sonstwelche Hoffnungen auf Besserung bei Anderen zu wecken.

Wird Anderen, die sich drauf verlassen, jedoch eine Zukunft vorgespiegelt, die gar nicht auf diese Weise vorhersehbar ist, indem ihnen etwa ein Lottogewinn vorausgesagt wird, weswegen sie schon im Vorhinein einen Kredit aufnehmen, den sie mit dem Gewinn zu tilgen gedenken, ist diese Voraussage kriminell.

….Mir ist das zu simpel und selbstgerecht, denn man sollte nach den Beweggründen fragen, nicht nach sogenannten "Wahrheiten", die es ja immer nur in den Augen des Einzelnen geben kann.....


Der Beweggrund, Anderen irgend einen Mist zu erzählen, kann außer dem Bedürfnis, sich wichtig zu tun, auch ein kommerzieller sein. Hier wird dem Kunden eine Illusion verkauft, und wenn er damit nichts anfangen kann, wird’s als Künstlerpech beschrieben, bzw. juristisch davon ausgegangen, dass Jeder weiß, dass man die Zukunft nicht voraussehen kann, sodass auch kein Rechtsanspruch auf Schadensersatz besteht, wenns die falsche war.

Der Beweggrund allerdings, sich in fremde Schicksale einzumischen, indem man die Furcht des Kunden ausnutzt, um ihn zu Handlungen zu nötigen, die ihm schaden, ist moralisch nicht akzeptabel, und daher wurde dem Astrologen früher vom König auch zu Recht der Kopf abgeschlagen, wenn seine guten Prognosen nicht eintrafen, und bei schlechten, die tatsächlich eintrafen, ebenfalls.

Hier ist die Lüge oder das Verschweigen einer negativen Meinung durch den Astrologen, weil dieses ihm selber schaden würde, als eine lässliche zu bezeichnen und daher entschuldbar. Dass sich der König in seiner Eitelkeit auf die positiven Aussagen des Astrologen verlässt, und es dann auch persönlich nimmt, wenn sie nicht eintreten, und ihn dafür einen Kopf kürzer macht, ist dann ebenfalls als Künstlerpech anzusehen - aber diesmal für den Astrologen.

…..Nun bei Vollkornprodukten wird die Spreu nicht getrennt sondern mit verwertet Und nicht alle Engländer sind Geisterfahrer nur weil sie auf der anderen Straßenseite fahren.
Oder wie war die Geschichte mit dem Eimer, den man für 3 € einkauft und dann für 6 € verkauft und man von den 3% dann lebt.
Das ist zwar prozentual falsch aber kaufmännisch eben doch richtig gerechnet und ein erfolgreiches Geschäftsmodell.....


10 Falschaussagen mit einer richtigen aufzuwiegen, weil die an Nutzen den Schaden der anderen 10 mit aufwiegt, entspricht demselben Konzept, wie die Behauptung, dass fast richtig trotzdem richtig und nicht falsch sei, oder dass auch eine Fehlerquote von 50% noch aussagefähig sei.

Sowas nennt man in der Tat Milchmädchenrechnung und hilft dem Ratsuchenden auch nicht wirklich weiter, sodass höchstens noch die Beschäftigung mit der Astrologie dabei in Misskredit gerät.

….Jedem das Seine, und jede Schule hat etwas Richtiges, man muß es eben nur für sich selbst herausfinden, was zu einem passt und was nicht....

Das Richtige ist nur erkennbar, wenn man auch das Falsche kennt – selbst im Rahmen eines in sich geschlossenen geistigen Lehrgebäudes, sodass man da nicht weiter kommt, indem man nach Geschmack oder nach der eigenen momentanen Stimmung urteilt, oder einem sympathischen Lehrer kritiklos abnimmt, was er sagt, sondern nur dadurch, dass man seinen gesunden Menschenverstand gebraucht, um die Spreu vom Weizen zu trennen, die bekanntlich besonders da anfällt, wo viele leere Phrasen gedroschen werden.

....in der abendländischen Astrologie zählt eben fast nur der tropische Tierkreis. …..

Richtig, und da der sich ständig verändert, während die Bedeutungen immer noch dieselben sind, wie vor 4200 Jahren, wird von den europäischen Astrologen, die die erste Angleichung des ersten Zeichens von Stier auf Widder mitgemacht haben, den Planeten in den Sternzeichen genauso die falsche Bedeutung beigemessen, wie von den indischen Astrologen, die noch eine zweite Angleichung mitgemacht haben, nämlich vor 1600 Jahren vom Widder auf den Fisch (respektive auf die Jungfrau, weil die Tag- und Nachtgleiche nicht beim Hauptstern der Fische, sondern bei der gegenüberliegenden Spica in der Jungfrau stand ).

Die indischen Astrologen behaupten heute mit der gleichen intuitiven Scheinsicherheit, dass ihr Tierkreis der einzig richtige sei, wie die abendländischen Astrologen.

….Und weil sich eben die Bedeutung der Planeten durch ihre Position ändert kann man eben auch, erst noch kommende Prozesse und Ereignisse ab- und/oder einschätzen, wenn man die Bedeutungen und Würden der Planeten auf den einzelnen Tierkreisgraden und/oder in den einzelnen Häusern kennt....

Es ändern sich nicht nur die Positionen der Planeten im Laufe ihrer Bahn um die Sonne, sondern auch die ganze Messeinrichtung, sodass die Planeten heute woanders verortet werden, als noch vor 2000 Jahren. Ist das denn so schwer zu begreifen?

…..Deswegen ist es ja auch möglich die mögliche Entwicklung eines Menschen über seine eigenen Sekundärddirektionen einzuschätzen und vorherzusehen. ….

Deswegen ist es lediglich möglich, ein zukünftiges oder vergangenes Winkelverhältnis von Planeten vorauszuberechnen. Ändern kann man daran jedoch nix.

Und das Schicksal der Menschen hängt auch nicht von Planeten am Himmel ab, sondern von den realen Umständen auf der Erde, sowie von den geistigen in ihrem eigenen Kopf, nämlich von richtigen oder falschen Vorurteilen, die sie meist nicht nur nicht mehr ändern wollen, sondern vielfach auch gar nicht mehr ändern können, ohne ihre gesamte Lebenserfahrung, mit der sie das Urteil als richtig begründet haben, in Frage zu stellen.

…..Allerdings verändert die Kenntnis davon fast immer diese Zukunft, weshalb man sie ja wohl auch macht, um seine Zukunft selbst zu gestalten......

Davon, dass man sich seine gewünschte Zukunft lediglich im Geiste vorstellt, ist sie leider noch nicht real bewirkt, auch wenn diese Vorstellung natürlich die gute Laune und den Optimismus weckt, die benötigt wird, um auch das Unmögliche zu wagen, wobei der Übermütige dann schon von selber wieder auf dem Boden der Tatsachen landet, nachdem er seine Möglichkeiten überschätzt hat.

….Neben dem siderischen Tierkreis gibt es auch noch einen Faktischen Tierkreis, der krankt allerdings auch an einer gewissen Buchstäblichkeit, versteht die Sternbilder sehr konkret und nicht nach 30° Grad -Abschnitten darstellt und dabei vernachlässigt, dass jede Benennung von Himmelszonen immer "menschengemacht", von daher mehr oder weniger Erkenntnis geprägt oder willkürlich ist.....

Ich denke, dass man ca. 650 Jahre nachdem der Tierkreis mit seinen Ekliptiksternbildern erfunden wurde, an den ursprünglichen 30° Abschnitten dieses Messkreises, wie zB beim Sternbild Stier gut sichtbar ist, gehörig herumgebastelt hat, damit der damals dort stehende Frühlingspunkt, der mittlerweile in den Widder gewandert war, dennoch siderisch mit zum Stier gezählt werden konnte, wobei Aldebaran nicht mehr den Anfang des Sternbildes Stiers markierte, sondern auf 9° Stier positioniert wurde.

Dadurch wurde das Sternbild optisch auf 39° erweitert, was es natürlich für Messzwecke im Rahmen des 360° System des Tierkreises unbrauchbar gemacht hätte. Also hat man auf der anderen Seite metrisch 9° abgezogen, und die Verschiebung war perfekt, wobei die abgetrennten 9° nun zum Zwilling gehören, und seitdem auch so bewertet werden.

Da das den Astrologen, der auf den tropischen Tierkreis fixiert ist, welcher auschließlich dazu da ist, um die Jahreszeiten zu messen, nicht interessiert, fällt ihm auch die Ungereimtheit nicht auf, dass wenn zB der Mars in einem tropischen Frühlingszeichen steht, gar kein Frühling sein muss, und er damit auch weder etwas Frühlingshaftes anzeigen kann, noch von etwas Frühlingshaftem beeinflusst werden kann.

Diese Widersprüchlichkeiten und viele andere mehr kann man alle leicht aufdecken, wenn man folgerichtig weiterdenkt, um zu sehen, wozu was taugt, und wozu nicht, anstatt sich träge in seinen bisherigen Denkgewohnheiten zu suhlen, und die Realität geflissentlich zu ignorieren, nur um langfristig wirkungsvoll ein böses Erwachen zu verhindern, wonach man die Realität so sehen müsste, wie sie tsächlich ist, und nicht nur im Himmel des "voreiligen Geistes".
@filofaxi Du schreibst
>>> Und das Schicksal der Menschen hängt auch nicht von Planeten am Himmel ab, sondern von den realen Umständen auf der Erde, sowie von den geistigen in ihrem eigenen Kopf, nämlich von richtigen oder falschen Vorurteilen, die sie meist nicht nur nicht mehr ändern wollen, sondern vielfach auch gar nicht mehr ändern können, ohne ihre gesamte Lebenserfahrung, mit der sie das Urteil als richtig begründet haben, in Frage zu stellen. <<<


Noch einmal zum richtigen Verständnis, natürlich will der normale Mensch sein unsicheres Schicksal an eine höhere Führung koppeln und gemäß der überlieferten Analogien und Entsprechungen auch mit den Planeten.!!
Also wird immer von uns Menschen hier unten hoch in oder an den Himmel hoch interpretiert, der Himmel selbst schweigt schon immer dazu.
Auch wenn es Dir nicht gefällt, die Stände der Planeten in den verschiedenen Zeichen und unterschiedlichen Häusern, zusammen mit den jeweiligen Aspektwinkeln zu den anderen Planeten, ergibt eben das, was bis heute ungebrochen die Astrologie als Wissenschaft vom Ich auszeichnet.
Astrologie als Wissenschaft vom Ich ...

Irrglaube!
Antwort für Leandro:

Man benötigt den Namen - zweckss Unterscheidung der Horoskope
- den Geburts-Ort - möglichst mit PLZ
- das Geburts-Datum
- die Geburts-Stunde - welche in dem Standesamt zu erfragen ist, in welchem unsere Geburt gemeldet wurde! Oder man fordert besser gleich eine neue Geburts-Urkunde mit der Geburtszeit an!

Dann suche man sich ein kostenloses PC-Programm - gebe die Daten ein und siehe da, alles erscheint wie durch Wunderhand - woraufhin man das Ergebnis ausdrucken kann!

Hinweise und Deutungen gibt es kostenlos ebenfalls im Internet - vorzugsweise sogar im selben Erstellungs-Programm: astroschmid.ch.
Dalshe_ hat geschrieben: Astrologie als Wissenschaft vom Ich ...

Irrglaube!



"Jedem Tierchen sein Pläsierchen
Oder: Leben und leben lassen!
Oder: Die Toleranz sollte endlich siegen!!!
Gruss Inga
@Fumaria1

….natürlich will der normale Mensch sein unsicheres Schicksal an eine höhere Führung koppeln und gemäß der überlieferten Analogien und Entsprechungen auch mit den Planeten.!! ….


Nein das will er eben nicht, sondern er möchte letztendlich selber vergöttert werden, um nicht mehr von fremdem Willen abhängig zu sein.

Der Haus-und Hof-Astrologe will diese geistige Vorherrschaft über seine Auftraggeber mit seiner wörtlich genommenen Analogie: "Oben so, wie Unten!", die seinen Größenwahn, mit irgendwelchen Sternengötzen im Bunde zu stehen, von höchster Stelle aus legitimieren soll, schon zu Lebzeiten auf Erden erlangen, indem er Anderen ganz bewusst ein X für ein U vormacht, während er ihnen anschließend den Beweis für die Richtigkeit seiner Behauptungen auf dummdreiste Art und Weise schuldig bleibt.


@ Dalshe_

…..Astrologie als Wissenschaft vom Ich ...

….Irrglaube!.....


Die Vorstellung, dass Astrologie die Wissenschaft vom ICH und nicht von der ZEIT sei, ist kein Irr-GLAUBE, sondern eine Irr-MEINUNG.

Die Wissenschaft vom Ego hingegen nennt man besser EGO-TERIK! (schmunzel...)


@ Inga1605

...."Jedem Tierchen sein Pläsierchen
Oder: Leben und leben lassen!
Oder: Die Toleranz sollte endlich siegen!!! ....


Toleranz an der falschen Stelle festigt nur den Eindruck, dass das, was falsch ist, umso richtiger wird, je länger man ihm nicht widerspricht

@filofaxi Du schreibst
>>>Nein das will er eben nicht, sondern er möchte letztendlich selber vergöttert werden, um nicht mehr von fremdem Willen abhängig zu sein. <<<

Da irrst Du Dich meiner Meinung nach gehörig, denn der normale Mensch will keine Verantwortung oder Vergötterung für sich und sein Leben, er will wie Luther es so treffend sagte ""einen gnädigen Gott"" und Absolution für sein Handeln.
Das Geschäftsmodell aller Religionen.
Astrologie ist für mich keine Religion, weil der Gottvater fehlt. sondern eben gerade eine Jahrtausende alte Sammlung von Lebensweisheiten und -erkenntnissen und ihren kosmischen Entsprechungen..
Toleranz an der falschen Stelle festigt nur den Eindruck, dass das, was falsch ist, umso richtiger wird, je länger man ihm nicht widerspricht

Eben. Deshalb widerspreche ich wenigstens manchmal hier manchen, *lach.
Mehr ist nur für meine Nerven zu viel, der Sache wegen wäre es auf jeden Fall erforderlich.
Daher gibt es hier auch so viel Quatsch zu lesen, der dem Laien oftmals gut
verpackt präsentiert wird und daher kompetent erscheint.

Auch will ich andererseits nicht die Provokation aufgreifen und mich in eine Diskussion und Auseinandersetzung begeben. Weil (so) eine Waage wünscht sich ja nichts mehr, als viel Text.
Und die Erwartung mag ich nicht bedienen.

Also, lasse ich das Tierchen leben :D. - Das war jetzt für Inge.