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Tiere & Natur haben einen wichtigen Status in unserer Gesellschaft und sowohl ihr Schutz als auch ihre Erhaltung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Themen rund um Tiere und Natur sind sehr vielfältig, da kann es um Insektenbekämpfung gehen, genauso wie um die Lieblings-Hunderasse oder das Leben auf dem Land.Haben Sie z.B. gute Tipps, welche Aktivitäten im Freien besonders Spaß machen oder wollen Sie über Neuigkeiten berichten, die es rund um das Thema Tiere und Natur gibt?Viel Freude beim Austausch mit anderen tier- und naturverbundenen Mitgliedern aus der 50plus-Treff Community.

Beitragvon spreemicha » 18.07.2016, 13:54

Moin , ich beschäftige mich nun schon über ein Jahr sehr intensiv mit der Rasse Rhodesian Ridgeback. Muss nicht mehr arbeiten um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Das bedeutet , dass ich mich gut um meinen Hund kümmern kann und nicht nur zwischen der Arbeit. Wohne im Grünen in einer Wohnung von fast 70qm. Mein Vermieter hat schon sein okay gegeben. Nun warum schreibe ich das hier ? Weil ich noch nicht 100 % überzeugt bin, mit dieser Rasse klar zu kommen und den Bedürfnissen des Hundes gerecht zu werden. Habe viel gelesen auch ein Buch, von einem sehr bekannten Züchter. Nur die haben alle ein Grundstück, wo der Hund rein und raus kann wie es ihm gefällt. Ich wohne 3 Treppen, und dort stand auch , dass Hunde nicht viele Treppen laufen sollen.Was mein großer Vorteil hier ist , dass Wald und Wasser in ca. 5 Minuten von mir reichlich vorhanden ist. Das ist schon ein großer Pluspunkt denke ich , das wir dann schnell im Wald verschwunden sind, und mein Wau Wau sich austoben könnte.Ich würde auch nur bei einem Züchter einen Welpen kaufen. Ich war auch mal in einem Tierheim, hier in Berlin. Nur gab es dort keinen Hund , der mein Herz sofort erobert hat.Meine Frage wer hat auch einen ähnlichen Hund und in seiner Wohnung, der Ridgeback wird ja ziemlich groß. Also bitte keine Erfahrungen mit Wohnunghund der klein ist . Danke Gruß Micha :wink:
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Beitragvon Rotkappe » 18.07.2016, 14:27

Zunächst: ich habe keine Erfahrung mit einem "kleinen Wohnungshund".
Trotzdem interessiert mich, weshalb es unbedingt ein Rhodesian sein sollte.

Du sagst, du wohnst drei Treppen hoch. Wenn der Hund älter wird und nicht mehr (so gut) Treppen steigen kann, was ist dann? Einfach mal auf den Arm nehmen geht dann nicht.

Du sagst, du hast ein Buch gelesen....wäre es denn dein erster Hund?

Bei einem Welpentraining vor Jahren war eine Frau dabei, die hatte so einen Hund. Der Hund machte mit ihr, was er wollte. Sie hatte ihn kaum unter Kontrolle.
In meiner Nachbarschaft ist eine junge Familie, die hat auch einen RR. Toll erzogen! Ein klasse Hund!

Danke für deine Antworten.
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Beitragvon spreemicha » 18.07.2016, 15:27

Du sagst, du wohnst drei Treppen hoch. Wenn der Hund älter wird und nicht mehr (so gut) Treppen steigen kann, was ist dann? Einfach mal auf den Arm nehmen geht dann nicht.

Das stimmt , aber ich werde ja auch nicht jünger und denke auch , dass ich mir was 1 Treppe suchen werde.

Du sagst, du hast ein Buch gelesen....wäre es denn dein erster Hund?
Nein wir hatten schon Hunde in der Familie , nur jetzt , da ich alleine wohne wäre es mein 1 Hund.

Ich habe nicht nur Buch gelesen, sondern habe schon Kontakt zu Bekannten die auch einen Ridgeback haben, war auch schon in Ausstellungen und habe mich halt genau in diese Rasse verliebt , gefällt mir halt sehr sehr gut.
Nur haben ebend alle Haus mit Garten und keiner eine Wohnung, deshalb fragte ich ja . :wink:
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Beitragvon Nebel1957 » 18.07.2016, 15:59

Hallo Micha,

so wie deinen Beitrag lese, wäre es dein erster Hund. Ich finde es toll, dass du einen vierbeinigen Gefährten haben möchtest und entsprechend dein Leben auf ihn anpassen möchtest.

Doch zum Rhodesian, es ist ein schöner Hund, groß, selbstbewusst, eigenständig. Der Rüde wird 45-50 kg schwer, das Mädel etwas weniger, aber kann auch durchaus 35 kg haben. Als dein ersten Hund kann ich diese Rasse für dich nicht empfehlen, es sei denn, du bist bereit mit einem guten Trainer bzw. in einer guten Gruppe 2-3 Mal pro Woche zu arbeiten. Als verantwortlicher Hundehalter geht es nicht darum, seinen Hund frei im Wald zum austoben laufen zu lassen, sondern das er nicht wildert, abrufbar, sozialisiert gegen Mensch und Tier, sowie leinenführig ist. Um so größer und charakterstärker der Hund ist, desto wichtiger ist der Gehorsam. Es macht einfach mehr Spaß, wenn du selber entspannt zum Becker gehen kannst, dein Hund geht locker an der Leine neben dir, obwohl Frau Nachbarin mit ihrem kläffenden Wadenbeißer dir entgegenkommt. Einen Hund über 30 kg festhalten zu müssen, damit er keinen anderen Hund an die Gurgel geht, den Jogger nicht anfällt und Radfahrer nicht jagt ist Stress pur.

Diesen Hund in einer 70qm Wohnung zu halten ist kein Problem, wenn er darin sich frei bewegen darf und du ihn täglich im Freien beschäftigst. Wenn er dauerhaft unausgelastet ist, so wird er dir halt einiges "zerkauen". Als Welpe/Junghund sollte er nicht soviel Stufen hinunter laufen. Große Hunde brauchen länger bis sie ausgewachsen sind, beim RR dürfte dies wohl 3,5 Jahre sein. D.h. bis ca. 9-11 Monate Treppen runter tragen später langsam laufen lassen.

Nicht vergessen solltest du, mit solch einem Hund schaffst du dir nicht nur Freunde und du musst akzeptieren, wenn Freunde und Bekannte Angst vor ihm haben. Wenn dein Hund mal länger alleine (geübt als Junghund ü 4 Std., ausgewachsen ü 6-8 Std) sein müsste, dann solltest du jemanden zur Betreuung für ihn haben.
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Beitragvon Soisses » 19.07.2016, 10:28

Keine gute Idee - großer, schwerer Hund, 3. Etage - RR für Hundeanfänger.

Es geht ja nicht nur ums Alter, das irgendwann zu einem Umzug zwingen wird.
Auch ein jüngerer Hund wird mal krank, muss eventuell operiert werden und muss dann mehrmals täglich die Treppen rauf und runter getragen werden.

Wenn der Junghund bis zu fast einem Jahr nicht solche Treppen steigen sollte, wird er bei einem
"Endgewicht" von bis zu 50 kg dann schon, im ersten Jahr, nicht viel weniger wiegen.

Bleiben wir mal beim Alter. - Nicht das des Hundes, sondern Deines.
Der Hund wird 10 Jahre, 12 oder mehr Jahre alt.
Wie alt wirst Du dann sein ?

Wie sorgst Du jetzt schon vor, für Deine möglichen Erkrankungen (Krankhausaufenthalte) und wenn Du gebrechlich wirst und dann trotzdem bei Wind und Wetter und im Winter bei Eis und Schnee mit dem Hund stundenlang raus MUSST ?
Was wird mit dem Hund, falls Du schneller als erwünschst, das Zeitliche segnest ?

Kleinere Hunde kann man schon mal irgendwo für Stunden, Tage unterbringen oder im Ernstfall
neu vermitteln. Bei einem 50 kg-Brocken wird das nicht einfach.

Erst wenn all diese Fragen abgesichert sind -mit Plan A UND einem Plan B-
und wenn Du bereit bist, die hier schon erwähnte Erziehungsaufgabe auf Dich zu nehmen, dann
erst solltest Du darüber nachdenken, mit einem (vierbeiniges) Wesen Dein Leben zu teilen.

Die Tierheime sind voll von Wunschhunden, die einmal jemandem die Lebenslücken ausfüllen sollten.

Wie wär's denn, mit testen = für einige Wochen stunden- oder tageweise einen ähnlich großen Hund betreuen ?
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Beitragvon spreemicha » 19.07.2016, 11:08

Moin , erstmal Danke für Eure Antworten. Nein ich bin kein Anfänger, hatte ja geschrieben , dass wir früher Hund/e hatten. Aber ich glaube schon , dass es mit den Treppen einfach Mist ist. Dann werde ich es lassen , ich mache mir schon Gedanken was wenn wie ... Das unterscheidet mit Sicherheit von '' Spontankäufen''. Ist ja auch eine gewisse Verantwortung gegenüber seinem Hund, und mit 3 Treppen glaube ich mir und dem Hund keinen gefallen zu tun . Ist schon gut auch mal unabhängig andere Meinungen zu hören. Also mein Fazit: Thema Ridgeback in meiner Wohnung ist Geschichte. :wink: Gruß Micha
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Beitragvon translation » 19.07.2016, 11:22

Micha, das ist eine vernünftige Entscheidung!

Es sei denn, Du denkst über eine Wohnung im EG nach, oder über eine mit Aufzug. Gerade im Alter wäre das auch für Dich sinnvoll, womöglich bekommst Du ja mal Gehbeschwerden.

Selber bin ich sehr froh, dass ich mich für leichte Hunde entschieden hab, meine wiegen 8 und 12 kg, und sind viel handelbarer als die grossen Rassen.
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Beitragvon Rotkappe » 19.07.2016, 11:31

Micha, warum suchst du dir nicht jetzt eine ebenerdige Wohnung (womöglich mit kleinem Garten?), dann könntest du dir einen (kleineren ?) Hund zulegen.

Meine Hündin ist gute 11 Jahre alt und ziemlich fußlahm. Jetzt musste ich mir eine Rampe fürs Auto kaufen, um mit ihr irgendwohin fahren zu können.
Sollte ich mir später nochmal einen Hund zulegen, dann wird der kleiner sein (jetzt Golden Retriever mit 37 kg), damit ich ihn notfalls tragen kann.
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Beitragvon Anna_S » 19.07.2016, 11:36

So ein Quatsch....auf einen Hund verzichten, weil ein paar Besserwisser alles schlechtreden :roll:
Also, wenn Du Dich für eine Rasse begeistern kannst, dann soll es auch DIE sein.
Treppen im Haus bedeuten nur, daß Du den Hund im Welpenalter (um seine Gelenke im Wachstum zu schonen) die Treppen tragen muß. Wie lange?
Mein Züchter sagt: "Solange sie es können" :wink:
Bei mir war mit 18kg Ende...(Du schaffst bestimmt mehr :D ).
In der Wohnung selbst ist es dem Hund egal wie groß die ist oder sonstwas Unwichtiges.....
Ein Hund will raus, er will Sozialkontakte mit Artgenossen, er will spielen und eine enge Bindung mit seinem Herrchen entwickeln (geh in eine Welpenschule/Hundeauslauf/schließ Dich Spaziergängergruppen an).
Einen Hund zu haben, bedeutet eine enorme Lebensbereicherung, einen großartigen Freund zu haben und viele andere tolle Hundebesitzer kennen zu lernen. :wink:
Darauf zu verzichten käme mir NIEmals in den Sinn.......
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Beitragvon Rotkappe » 19.07.2016, 11:51

Anna, der TE hat um Meinungen gebeten.
Natürlich ist es toll, einen Hund zu haben. Aber ein paar Gedanken sollte man sich - wie der TE - schon machen.
Er wird sicher Kopf UND Herz entscheiden lassen.
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Beitragvon medianne » 19.07.2016, 20:34

Ich habe mich mit Eintritt ins Rentenalter auch für einen großen Hund entschieden und es nie bereut. Allerdings wäre meine Entscheidung bei 3 Treppen wirklich anders ausgefallen. (Jetzt hab ich doch mal schnell in Dein Profil geschaut und gesehen, daß Du ja noch ein 'Jungspund' bist. :D

An Deiner Stelle würde ich so schnell wie möglich eine Wohnung mit weniger Treppen suchen und mich doch für den Hund entscheiden.

Ich war mit meinem (auch Golden Retriever) von Anfang an in der Hundeschule, wo man uns auch zeigte, wie man den Hund bei Verletzung im Wald schultert. Als der Fall eintrat, waren wir zum Glück schon fast am Auto und er sprang trotz blutender Pfote von selbst hinein. Ich hätte die 35 kg nicht mehr schultern können.

Es ist auch passiert, daß ich ihn auf einer Trage noch narkotisiert vom Tierarzt nach Hause holte. Zum Glück waren eine Tochter und ein 18jähriger Enkel dabei und halfen, ihn vom Auto in sein Körbchen im Erdgeschoß zu transportieren. 3 Treppen wären wohl nicht zu schaffen gewesen.

Ich wünsche Dir ein glückliches Händchen bei der Entscheidung.
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Beitragvon Toledo10 » 21.07.2016, 16:50

Mehrere Bekannte von mir haben Ridgebacks, davon ein Ehepaar in einer 2-Zimmer-Wohnung. Alle sagen von den Ridegebacks, dass sie lauffaul seien und eine kleine Wohnung ausreicht, so lange sie eben regelmäßigen Auslauf haben. Wenn der Auslauf gewährleistet ist braucht man keine große Wohnung und keinen Garten. Ich habe selber einen Labrador, der noch lauffauler ist und der liegt am liebsten in seinem Körbchen. Ich würde mich nie davon abhalten lassen, einen Hund zu halten, nur weil ich eine (kleinere) Wohnung habe. Hunde brauchen sehr viel Schlaf und regelmäßigen Auslauf, Ihnen das zu bieten ist nicht von der Größe der Wohnung abhängig.
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Beitragvon medianne » 21.07.2016, 21:14

@Toledo, du hast sicherlich nicht nachgelesen, worum es hier geht. Natürlich ist auch eine kleine Wohnung für einen großen Hund ausreichend, denn große Hunde toben sich draußen aus und, nachdem sie ausgelastet wurden, schlafen sie drinnen.

Hier ging und geht es hauptsächlich um 3 Treppen, die ein großer Hund evtl. lebenslang zu bewältigen hat und notfalls auch mal getragen werden müßte.

Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, daß du deinen Hund (ich schätze ihn mal auf ca. 30 kg) in einem Notfall nicht 3 Treppen allein hochtragen könntest. :wink:
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Beitragvon Toledo10 » 22.07.2016, 10:04

Ja da hast Du Recht. Mein Hund ist 45 kg als mächtiger Rüde und ich muss ihn zwar nicht 3 Treppen hochtragen, aber ins Auto tragen. Für 3Stufen gibt es die gleichen Hilfsmittel wie für den Einstieg ins Auto. Das wäre für mich kein Argument.
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Beitragvon spreemicha » 22.07.2016, 10:41

Moin , nicht böse sein , aber ich denke Du hast da etwas völlig falsch verstanden . Ich wohne unterm Dach, Altbau also insgesamt 7 Treppen oder 3 Etage hier in Berlin sagen wir halt 3 Treppen. :D
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