Meine Dogge ist jetzt 18 Monate alt, bei dieser Hunderasse mit ausgesprochen langsamer Entwicklung, also im saftigsten Pubertätsalter. Und das bei satten 56 kg. Wir besuchen inzwischen den 5 Erziehungskurs, obwohl es meine sechste Dogge ist, und ich wohl genügend Erfahrung aufweisen kann.

Jeder Hund sollte die Möglichkeit haben, sich artgerecht zu sozialisieren. Jeder Hund muss lernen, sich im "Rudel" (= Mensch) einzufügen. Jeder Hund sollte die Gelegenehit haben, sich sowohl körperlich, wie auch mental auslasten zu können, und da gehört vielfältige Schulung dazu. Nicht nur Spaziergänge, sondern auch Suchspiele, Unterordungsübungen, Kombinierspiele, Spursuche usw.

Hundehalterkurse halte ich deshalb für absolut wünschenswert. Bei grossen Hunden werden Erzieungsfehler einfach deutlicher, aber "schräg" benehmen sich oft die kleinen Hunde, die eben (weil so süss) nicht erzogen werden. Das beobachte ich immer wieder auf dem Wanderweg, der an meinem Haus vorbei führt.

Mir stinkt überigens der Hundekurs heftig ... jeden Samstag! Aber wenn ich die Verantwotung für einen Hund übernehmen will, gehört diese "Überwindung" einfach dazu. Mein Hund gehorcht jetzt schon super, ich bin immer wieder stolz auf ihn.
Rangordungen einzuhalten, ist Sache des Menschen: Aphahund (also ich) isst alleine, , spielt dann, wenn er will, hat seinen eigenen Sessel ... Da muss oft der Halter geschult werden, damit er weiss, was er da am andern Ende der Leine mit sich führt.
Nur so fühlt sich der Hund in einem stabilen Gleichgewicht und kann der treue Freund und Begleiter sein, den wir uns wünschen.

In der Schweiz ist das kantonal geregelt und in meinem Wohnort gehören Doggen zur Hundeklasse 1, also grosse oder gefährliche Hunde, und ich muss Erziehungskurs nachweisen.
Frau vom Berg

Ich finde deinen letzten Beitrag super.

Ich würde mir wünschen, dass jeder Hundehalter mit seinem Hund
so umgehen würde, wie du.

Leider fehlt dem Hund (Welpen)meiner Nachbarn eine körperliche, spielerische und mentale Auslastung. Die denken wirklich es reicht, mit dem Hund einmal um den Block zu gehen und ihn zu füttern.
Ich habe mir bereits den Mund fusselig geredet, weil ich ihnen helfen und Tipps geben wolte, aber es kommt einfach nicht an.

ich halte mich seit einigen Wochen zurück, da ich dass Gefühl habe, dass ich denen mit meinen Tipps so langsam auf den Keks gehe, aber ich finde es so traurig, das man sich nicht wirklich um ihn kümmert und etwas beibringt.

Er übernachtet öfters mal bei Oma und Opa. Dort hat er noch nicht einmal
ein Hundekorb/Hundebett und schläft im Flur auf dem Läufer.
Früher hielt man die Hunde an der Kette ( das gibt es heute auch noch). Es gab einmal am Tag etwas zu essen, eine Hütte als Unterschlupf, und das war es dann.

Der goldene Mittelweg sollte gesucht werden?
Eine vermenschlichung der Hunde ist doch auch nicht der große Wurf, oder?

Was die Schweiz da macht mit der Dogge ist mir unverständlich. Nur weil die Hunde groß sind, sind sie doch nicht gefährlich? Ich habe auch zwei Doggen. Groß sind sie, aber wenn es ernst wird, dann sehe ich sie nur noch von hinten :lol: ,
da verlasse ich mich doch lieber auf die andere Meute.
In der Schweiz kommen anscheinend große Hunde in die selbe Kategorie wie gefährliche Hunde aber das heißt ja nicht das der Hund gefährlich ist sondern nur das er entweder groß oder gefährlich ist.
Im Kanton Zürich kommen sie tatsächlich in die selbe Kategorie, auch wenn sie, wie zum Beispiel meine Dogge, nicht böse sind. Rein von ihrer Grösse, ihrem Gewicht und ihrer Kraft soll so wohl sicher gestellt werden, dass sie erzogen sind (wenigstens ansatzweise :lol: )