Heute war ich mit der Igelmama bei meinem Tierarzt. Er hat die Lunge abgehorcht und keine dramatischen Geräusche gehört.
Die Igelin erhielt auch gleich die 2. antibiot. Spritze. und Aufbaumittel, so daß sie für heute abgedeckt ist.
Am Abend machen wir beide wieder ein (moderates) Kamillendampfbad, ab morgen 2, wenn ich es schaffe. Die Geräusche, die sie macht, sind unverändert schlimm und auch der Nasenschleim ist weiterhin da.

Der Tierarzt hätte sie übrigens auch nicht eingeschläfert und über diese Meinung bin ich froh, denn ich sehe das trotz ihrer schweren Krankheit genauso. Sie hat auch gut zugenommen. Über`n Berg ist sie aber leider noch nicht. Das wird sehr lange dauern...

Die beiden (ca. 3 Wochen alten) Igeljungs trinken ab heute ihre Ersatzmilch "Esbilac" vom Teller und wenn sie fertig sind gibt es noch einen Nachschlag aufgepepptes Katzenfutter (schön gequetscht).
Danach sind sie dann Igel"schweinchen" und die Unterseite muss mit warmem Wasser gewaschen werden. Der etwas größere mag das nicht und fängt schon an, sich heftig einzuigeln aber nicht lange, das hält er noch nicht durch.
Die Tellerfütterung spart natürlich etwas Zeit und die Igel können trinken und fressen, soviel sie wollen. Leider klappt das "Toiletting" noch immer nicht so richtig, obwohl man mir sagte, dass es mit der Katzenfeuchtfutter-Fütterung besser geht. Aber wenn die nächste Fütterung dran ist, finde ich immer viele kleine Mini-Würstli im Karton, das beruhigt mich etwas.
Ihr Schlafplatz ist eine kleine kuschlige Decke. Da wuseln sie sich immer zusammen ein und sind bis zur nächsten Mahlzeit nicht zu sehen.

Ja, diese Igel-Babies sind einfach entzückend, obwohl sie Arbeit machen und man immer nur eine begrenzte Zeit unterwegs sein kann. Sozusagen von einer Fütterung zur anderen.
Trotzdem bin ich regelrecht verliebt in die kleinen Igelkinder.
Besonders süß sieht es aus, wenn sie sich bei Tellerfütterung ganz oft gegenseitig die beschmadderten Mäulchen abschlecken :D
Der Igelmama ging es nach der gestrigen antibiot. Spritze etc. beim TA sehr schlecht. Sie fraß nicht mehr. Heute früh beim Wiegen: 20g abgenommen.
Aber bereits danach stand sie am Futternapf und ich hatte den Eindruck, dass die Atemgeräusche etwas besser wurden. Vielleicht täusche ich mich auch.
Etwas Bammel habe ich vor den nächsten Spritzen am Sa. und Mo. Da muss ich wieder selbst ran. Das ist eigentlich kein Problem aber vielleicht sollte die Dosis für diese Igelin etwas niedriger sein. Wir halten uns an die eigentlich vorgeschriebene von "Igel in der TA-Praxis". Ich werde mich mal bei anderen Igelfreunden erkundigen oder bei den Schweizern (haben auch ein "Igel in der TA-Praxis") nachschauen, ob die eine andere Dosierung haben.


Die Babies bekommen jetzt aufgepepptes Katzenfutter nach den Vorgaben von Pro Igel. Ist ganz schön aufwendig aber den Jungs schmeckt es.
Sie haben schon tüchtig zugenommen und benehmen sich wie richtige Igel.
Sie beißen mit ihren winzigen Milchzähnchen, bespeicheln sich und rollen sich zusammen. Das sieht so witzig aus. Nur das Käckern nach dem Fressen, was superwichtig ist, klappt noch nicht richtig. Heute habe ich ihnen zur Vorsicht (gegen Blähbauch) Kümmeltee eingeflößt. Dat schmeckte ihnen nicht!!! Mir ging es ebenso. Ich habe jetzt ein neues Babyöl für das Massieren der kleinen Bäuche genommen. Das fanden sie lecker, haben sich auf den Rücken geworfen und versucht, sich selbst ihre Bäuche abzuschlecken. Ich hatte auch mal was zu lachen :lol:
Ich musste die beiden leider markieren, den sie sind wie Zwillinge, gleiche Zeichnung, Nur an der Figur und am Verhalten erkennt man sie etwas. Jetzt hat einer einen klitzekleinen roten Fleck und der andere ist in Rosa. Das ist sicherer für die Buchführung (Gewichte etc.).
Sie wiegen jetzt beide fast gleich, 133g und 135g.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!
Werde mich voraussichtlich am Montag wieder melden.
Hallo Igelfreunde,
es waren turbulente Tage, die Nerven lagen oftmals blank, Tränen sind geflossen aber - es ist bisher alles relativ gut ausgegangen, vorsichtig gesagt.

Die Igelbabies:
Die Igelbabies sind tüchtig gewachsen, wiegen über 200g und ziehen morgen in einen mittelgroßen Käfig ein. Sie bekommen seit einigen Tagen hochwertiges Katzenfutter, vermischt mit je Mahlzeit unterschiedlichen Zutaten (Rührei oder angebrat. Rinderhack, Igeltrockenfutter, Haferflocken, Huhn, Fisch usw.). Bei Pro Igel stehen die Futterpläne. Es müssen ausgewogene Igelmahlzeiten sein, damit keine Mangerernährung entsteht.
Von letzten Montag zu Dienstag haben sie eine Test-Nacht ohne Futter gut durchgehalten. Früh um 5 Uhr war dann allerdings die Nacht vorbei. Letzte Nacht zwischerten sie bereits um 1.30 Uhr aber ich war vorbereitet, hatte alles zur Hand. Es wäre schon schön, wenn ich nachts mal wieder durchschlafen könnte aber es kann nur besser werden mit den beiden Zuckersüüüüüßen :D

Die Igelmama:
Ich hatte ihren Karton schon 3x nachts neben meinem Bett zu stehen, weil ich dachte, sie stirbt. Fast hätte ich es ihr gewünscht, damit das Röcheln und Husten für sie ein Ende hat. Zum Glück wollte sie leben.
Sie bekam von mir jeden Tag Infusionen, schleimlösende Dampf"bäder" etc.
Ihr Zustand besserte sich allerdings kaum. Das Antibiotikum Duphamox (wurde von dem 1. TA gespritzt) vertrug sie nicht und es brachte auch nicht viel.
In einer schlaflosen Nacht setzte ich mich dann ans Mikroskop und untersuchte ihren Kot, denn in der Literatur steht, dass ein Massenbefall von Endoparasiten oft bereits im Direktabstrich zu sehen ist. Und ich fand was!!!!! Lungenhaarwürmer in hoher Anzahl. Sie verursachen genau diese Symptome, die die Igelin jetzt hat.
Die bakterielle Infektion und die Lungenhaarwürmer., ein fast tödlicher Cocktail...
Lungenwürmer, die auch eine Rolle spielen könnten, fand ich nicht, muss aber nicht heißen, dass da keine sind aber zumindest kein Massenbefall. Das lasse ich etwas später untersuchen.
Da die Nacht noch nicht vorbei war, stellte ich der Igelin neues Futter, vermischt mit der benötigten Dosis "Flubenol (Pulver)" in ihr kleines Areal.
1/2 Std. später hatte sie alles aufgefressen. Glück gehabt.
Die letzte (4.) Duphamox-Spritze gab ich ihr noch am Montag und heute habe ich ihr bereits in Abstimmung mit meinem TA ein neues Antibiotika gespritzt. Wir versuchen es jetzt mit Baytril. Es muss tägl. gespritzt werden. Dazu bekommt sie trotzdem weiterhin täglich die Infusionen und jetzt nur noch 2 Tage, äh, Nächte, Flubenol.
Auf alle Fälle hat sie bereits zugenommen. Das andere schaffen wir auch noch. Hoffentlich. Jedenfalls sind die Zeiten - Igelin neben Bett- vorbei.
Sie wird leben.

LG von
der sooo müüüden Weidenweig
Gestern Abend, welche Freude, ich habe Igel "Efeu" gesehen. Er hat sehr leidenschaftlich (wenn man das von einem Igel behaupten kann) im -für ihn bereitgestellten- Igeltrockenfutter gewühlt. Im Efeu hat er nie wieder geschlafen.

Den Babies geht es gut. Sie haben bereits über 300g.Heute ist der Umzug ins große Innengehege. Ich lasse sie erstmal noch zusammen aber nicht mehr lange, denn Igel sind Einzelgänger, die kennen weder Mutter, noch Schwester noch Bruder.

An einem Außengehege baue ich zur Zeit noch, dauert ca. 1 Woche, denn ich habe hier viele Katzen, Waschbären, Füchse etc. Es muss gesichert sein.
Wie meine beiden Teiche (Hochsicherheitstrakt)... sonst habe ich da keinen Frosch mehr drin.

Der Mama der beiden geht es viel besser, obwohl es noch Hustengeräusche gibt. Das kann dann aber noch mit Endoparasiten zusammenhängen.

Ich schicke heute für alle drei Igel Kotproben zur Untersuchung ab.
Mal sehen, was da so rauskommt.
Die armen Igelbabies...
Sie verstehen heute die Welt nicht mehr.
Das Gehege ist erstmal nur ca. 1,50 m² aber gegen ihren alten Karton ist das riesig.
Und wo sollen sie jetzt schlafen? Da sind zwar 2 neue Kartons da mit Einschlupfloch aber alles ist jetzt anders. Das tut mir so leid. Ich gehe erst schlafen, wenn endlich jeder in einem Karton ist und nicht in einer Ecke rumliegt.
Zum Glück habe ich das Gehege in meinem Igelberatungszimmer aufgestellt. Es war zwar schwer, die 2-m-Bretter hochzutragen aber es war besser so.
Vorsichtshalber habe ich jetzt noch einen 3. Karton ins Gehege gestellt.
Die Knirpse werden wohl durch die Aufregung abnehmen.

Wie wird es erst werden, wenn sie ins Außengehege ziehen? Dann werde ich wohl in der ersten Nacht mein kleines Zelt aufstellen... :D

Gute Nacht.
War wie zu erwarten eine kurze Nacht, denn einer der beiden lag immer wieder in einer Ecke auf der Seite und schlief. Bis mir einfiel... über die Gehegebretter, genau da, wo die Schlafkartons stehen, eine Decke zu legen.
Hätte ich auch eher drauf kommen können. Über ihrem alten Karton lag auch immer zur Hälfte ein Tuch.
Heute früh, ich musste um 6.00 Uhr schon aufstehen, kam ich in das Igelbabyzimmer - beide schliefen in ihren Kartons!!!

Ich habe das Gehege gesäubert, frisches Wasser und Futter auf 2 Tellerchen reingestellt, jeden vor seinen Teller gesetzt und dann brauchte ich mich nicht mehr kümmern. Auch keine Igelbäuche mehr massieren, klappt alles selbständig. Die Kumpels fressen, käckern, pieseln fein und gehen dann schlafen. So soll es sein.

Heute hat einer der beiden gehustet, typischer Lungenwurmhusten. Da werden sie sicherlich von Muttern so einige Innenparasiten mitbekommen haben. Mal sehen, welche. Oh, wenn ich diese kleinen Tierchen spritzen muss...
Ich muss mich sicherlich an den Gedanken schon mal gewöhnen.

Ich werde sie jetzt immer ab und an mal mit auf die Wiese nehmen. Hab ein großes Käfigoberteil, das macht sich gut gegen Weglaufen.

Die Finderin der kleinen Igelfamilie will mit ihnen wohl nichts mehr zu tun haben, meldet sich auf meine Anrufe hin nicht. Sie hat wohl Angst, dass sie etwas bezahlen muss. Auch eine kleine Spende ist oft nicht drin. Na, ich kenne das.

Jetzt habe ich natürlich wieder das Problem, einen neuen Auswilderungsgarten suchen und finden zu müssen und das ist für mich schlimmer, als alle Kosten zu übernehmen.
Gestern hat sich die Finderin der Igel gemeldet und mir gesagt, dass sie die Igel nicht in ihrem Garten auswildern möchte. Ich glaube, sie hat auch sicherlich Angst, dass sie nochmal in eine solche Situation kommt, sich kümmern zu müssen. Egal, ich habe ja geahnt, dass sie die Igel nicht mehr will..

Trotzdem werde ich dort in der nächsten Woche mal hinfahren und mir die Gegend anschauen. Wenn alles ok ist, versuche ich, in der Nähe jemanden zu finden, der erst die Mutter und nach der 14-tägigen Natureingewöhnung im Außengehege bei mir, auch die beiden Igelmänner bei sich auswildert. Es ist immer besser, die Tiere dort wieder hinzubringen, wo sie mal lebten, es sei denn, dort gibt es Gefahren (Baustellen, stark befahrene Straßen, in die Erde eingelassene Teiche, scharfe Hunde usw.) oder Gartenbesitzer, die ständig Party machen. Das ist auch ein Ausschlusskriterium, denn dort ist es ständig viel zu laut und zu unruhig.

Etwas Zeit habe ich ja noch.

Die Babies sind jetzt schon junge Männer geworden. Sie bekommen nur noch 2x täglich Futter, wiegen etwas über 400g und sollten jetzt schon mal in die Natur. So steht es jedenfalls bei Pro Igel.
Ich gebe den beiden -zusätzlich zu ihrem Futter- täglich einige wenige Mehlwürmer. Das scheint ihre Lieblingsspeise zu sein. Sie sind da ganz gierig drauf. Sind eben olle Insektenfresser und so soll es ja auch sein. Bin gespannt, wie sich die beiden im Gehege verhalten. Sie bekommen zusammen das große, die Mama das kleinere. Sie muss nur noch so lange bleiben, bis die Kotprobenergebnisse, die hoffentlich ohne Befund sind, eintreffen.

Morgen kommen die Schutznetze für die Gehege. Bisher habe ich lediglich die dicken Holzpfähle eingeschlagen, mit einem Vorschlaghammer, den wir früher immer Bello nannten. Nach über 20 Pfählen zitterten mir die Hände und ich dachte so, manno, du wirst langsam alt...
Wenn ich heute noch die riesige Drahtrolle verarbeitet hätte....
Also heute Pause. Hatte sich auch Besuch angesagt, der dann wieder absagte und ich war darüber absolut nicht böse :D
Aber morgen gehts los.
Die Gehege sind fast fertig aber - wir haben noch keine Kotprobenergebnisse.
Sollte sich herausstellen, dass noch die eine oder andere Behandlung notwendig ist, muss das im Innengehege geschehen. Da kann man das Papier auswechseln, wischen und notfalls auch desinfizieren.

Der Igelmama geht es immer besser, sie flitzt durch ihr großes Gehege. Und ist total pflegeleicht! Sie macht ihre Geschäfte nur in 2 Ecken und ihr Schlafhaus ist immer sauber. Schööön. Hat man sehr selten.

Die beiden Halbstarken haben zur Zeit ein Problem. Sie bekommen jetzt nur noch 1x am Tag, äh am Abend was zu futtern. Ich habe zwar die Umstellung (geht nach Gewicht) von 5x auf 1x langsam vollzogen aber die kleinen Kumpels können es einfach nicht fassen.
Früh rennen sie nach der vorsichtigen Gehegesäuberung noch mindesten 2-3 Stunden rum und schauen, ob da nicht doch was kommt.
Ich muss hart bleiben, wenns auch schwerfällt, denn ich will ja keine tagaktiven Igel auswildern.
Am Freitagabend kamen die Ergebnisse der Kotuntersuchungen:

Igeljungs: Kokzidien in geringer Anzahl,
Igelmama: Speiseröhrenwurmeier in geringer Anzahl und Kryptosporidienzysten in
mittlerer Anzahl

Ich habe jetzt noch ein wenig (dabei vergingen Stunden) recherchiert und entscheide heute, ob ich die Kokzidien überhaupt behandeln muss.
Die Speiseröhrenw. -auch geringe Anzahl-, ist vielleicht auch nicht nötig.
Und Kryptosp., das passt so gar nicht zu dem Kot, den ich jeden Tag aus ihrem Gehege entsorge. Kein Durchfall.

Ich werde morgen nochmal Maja Langsdorff anrufen und mich beraten. Von ihr gibt es übrigens die Broschüre von Pro-Igel "Kotuntersuchung am eigenen Mikroskop" (Basiswissen und Kaufentscheidungs-Hilfen), die ich bestellte und auch neulich bekam.
Jetzt aber erstmal ins Bett. Muss früh raus, denn ich will bei ObI noch was kaufen und jemand fährt mich zum Glück mit dem Auto hin. Danach mit dem Rad zum Tierarzt.

Bis bald.
Heute war mal ein guter Tag.
Bei OBI habe ich alle Materialien bekommen, die ich noch brauchte, denn ich hatte mich entschlossen, das Gehege für die beiden Kleinen doch nicht mit Draht, sondern mit beschichteten Brettern (L 2m x H 0,50m) zu bauen. Das war für mich die einfachste Variante, denn mit diesem starren Draht ging es einfach nicht.
In 2 Stunden war das Gehege im Rohbau fertig, 4m lang, 2m breit. Eine weitere 2m-Platte liegt auf einer Endseite des Geheges als Regenschutz für die Schlafhäuser.
Morgen geht es weiter mit der Bepflanzung/Gestaltung des Areals und am Montag mit der Absicherung der Seiten unten, damit die Kumpels sich nicht durchgraben und plötzlich verschwunden sind. Oben wird noch ein Netz installiert gegen zudringliche Katzen etc.

Heute war aber schon mal Einweihung. Ich habe den Bekannten, der mich freundlicherweise heute gefahren hat, auf einen Drink eingeladen und die beiden Igeljungs in das Gehege gesetzt.
Das war sooo süüüß!!! Sie haben Gras und Klee gefressen, sich unendlich oft bespeichelt und sind dabei umgefallen. Da hätte man ein Video machen sollen. Ich hatte aber den Fotoapparat dabei.
Nach einer Stunde dämmerte es und die Igel mussten wieder rein, Abendessen war fertig. Es gab zusätzlich was vom Huhn zum Abknabbern.
Morgen dürfen sie am Abend nochmal testen und am Montag ist Umzug.
Ich lasse dann öfter die Wildkamera mitlaufen.

Wegen der Ergebnisse der Kotuntersuchungen habe ich mich mit einigen Igelfreundinnen beraten. Ich werde keine weiteren Behandlungen durchführen.
Die geringe Anzahl der Kokzidien bei den Kleinen rechtfertigen einfach eine weitere Behandlung über 15 Tage + 7 Tage Wartezeit bis es dann für 2 Wochen endlich ins Außengehege geht und erst danach in die Freiheit.
Und auch keine Behandlung der Igelmutter, der es wirklich richtig gut geht. Kryptosporidien sind mit starkem Durchfall verbunden (das kenne ich noch von Igel Oscar :roll: ) und das hat sie nicht, kein Symptom. Sie will nur raus in die Freiheit und bekommt auch auch ein Freigehege bis ich einen Garten für sie gefunden habe.

Das war ein anstrengender aber schöner Tag. Und heute gehts mal früher ins Bett, sonst bekomme ich die Augenringe nicht mehr weggeschminkt...

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag und sage mal wieder DANKE fürs Lesen und euer Interesse für die kleine Stachler.

LG Weidenzweig
@weidenzweig.
In dieses Forum kannst du doch mal Fotos von deinen Igeln einsetzen wenn es hier so einfach zu machen ist.
ich glaube es freut so manchen der da liest.
Gruß Strippe.
Ja, Strippe, da hast du völlig recht.
Ich habe auch schon oft gedacht, dass ich das machen sollte aber ich habe einfach keine Zeit, mich damit zu beschäftigen.
Zur Zeit bin ich wieder mal im Katzenschutz aktiv. Betreute Futterstellen erfassen, alles über die Streuner aufschreiben (scheu, sehr scheu, zutraulich), Kastrationen organisieren usw. Es muss alles genau geplant werden, damit es stressfrei für alle vonstatten geht. Den halben Tag hänge ich am Telefon. Es bleibt kaum Zeit für die Igel.

Bisher habe ich noch immer keine Auswilderungsstellen gefunden, weder für die Mama, noch für die beiden "Halbstarken".
Die sind heute wieder im Außengehege. Ich hatte sie während der vielen Stürme/Regenschauer und Kälte wieder reingeholt. Das war mir zu heftig draußen.
Die sind tüchtig durchs Gehege geweht worden, so stark war der Sturm und ich wusste auch nicht, ob das Gehege das durchhält. Und Bäume sind ja auch ringsum. Auf meiner Terrasse habe ich einmal am Tage einen großen Klappstuhl von einer Terrassenseite zur anderen fliegen sehen. Das war ein Schreck.
Heute ist es recht mild und ich lasse sie draußen bis ich schlafen gehe. Muss die Netze erst wieder ordentlich spannen, damit mir kein Wildtier meine Kleinen klaut. Vorhin haben die Jungs wieder ordentlich den Laubhaufen durchwühlt. Und das sollen sie ja auch :D
Übrigens wiegen die beiden ehemals klitzekleinen Igel jetzt etwas über 600g. Mit 700g werden sie dann ausgewildert, wahrscheinlich Anfang/Mitte Oktober.
Wenn es da allerdings schon zu kalt ist (hoffentlich nicht), müssen sie im kleinen Gartenhaus überwintern. Das möchte ich aber eigentlich nicht.
Na, ich bin optimistisch.

Wünsche eine gute Nacht.
Die beiden Süßen flitzen schon wieder tüchtig durch das Außengehege.

Ich merke immer wieder, dass es leider nicht so viel bringt, das Gehege mit Brettern zu bauen, obwohl es so fast überall angepriesen wird. Es sieht ja auch toll aus aber - unten kommen keine Insekten durch. Wie sollen also die Jungs lernen, sich Käfer zu suchen?
Eine Nacktschnecke haben sie gefunden. Die hatte einen grausigen Tod :(
Hoffentlich hat sie ihnen nicht gleich Darmparasiten übertragen.
Morgen werde ich im Zoogeschäft Grillen und/oder Heimchen kaufen und die dann abends im Gehege freilassen. Mal sehen, was passiert.
Mit Mehlwürmern klappt das ausgezeichnet aber da dürfen die Igel nur wenige von fressen, da ansonsten (ich glaube) B-Vitamine abgebaut werden und das kann gesundheitlichen Schaden anrichten.

So ein Außengehege müsste unten Draht haben, damit die Insekten zuwandern können und oberhalb Holz o.ä., damit der Igel nicht rausklettern kann. Das alles sollte sicher (auch oben), sehr stabil, mobil versetzbar und leicht zu händeln sein. Und sehr teuer darf es natürlich auch nicht werden. Ich muss mir im nächsten Jahr darüber wirklich mal Gedanken machen.

Gleich schaue ich wieder nach, ob draußen alles in Ordnung ist und hoffe, dass ich wieder bis 23.00 Uhr durchhalte.
Trauer und Zorn

Heute erhielt ich gegen 10.00 Uhr einen Anruf von einem Mann, der von einer meiner Igelfreundinnen meine Tel.-Nr. bekam.
Er hatte einen kleinen (sie sagen immer: passt in eine Hand) Igel gefunden, den er jetzt loswerden wollte. Ich fragte nach dem Zustand des Tieres, Verletzungen etc., denn ich nehme keine verletzten Igel auf, die müssen erst zum Tierarzt.
Es meinte, das eine Auge wäre wohl leicht verletzt. Wir verabredeten uns bei mir um 12.00 Uhr.
Mit 3 Stunden Verspätung traf er hier ein. Aus seinem Auto sprang ein Jagdhund.
Der Mann wollte mir die Kiste mit dem Igel in die Hand drücken aber ich wollte das Tier erst sehen.
Und was ich da sah.... ich wusste nicht, ob ich schreien oder heulen sollte.
Es war ein Igelchen von ca. 200g, der Kopf blutig, ein Auge war komplett raus und zugeblutet, bei dem anderen hing noch der gesamte Augapfel am Sehnerv runter, alles voller Blut. Der Igel hatte ein geöffnetes Mäulchen, was auf einen Kieferbruch hindeutete. Auch am Hinterteil waren Wunden zu sehen.
Das arme Igelkind sah regelrecht zerbissen aus. Ich habe sowas noch nie gesehen.
Ich habe den Igel in vorsichtig in die Hand genommen, dem Mann gezeigt und ihm erklärt, in welchem Zustand der Igel ist. Ich fragte ihn, warum er mit dem Tier nicht gleich zum Arzt gefahren ist, es gibt 24 Std.-Dienste und eine Klinik ist ganz in seiner Nähe. Er zuckte nur mit den Schultern.
Wenn er einen Hund gefunden hätte, der so schwer verletzt ist, hätte er den auch nur in sein Auto in eine Kiste gelegt und sich am nächsten Tag erst gekümmert? Er meinte, nein. Ich musste einem erwachsenen Mann erklären, dass ein Igel auch ein Lebewesen ist und dieses unendliche Schmerzen über einen so langen Zeitraum hat.
Ich fragte ihn, ob das eventuell sein Hund gewesen sein könnte und er meinte, sein Hund täte sowas nicht.
Der Mann hatte genug und wollte nur noch weg. Ich glaube, der hatte sich das Tier vorher gar nicht richtg angesehen.
Ich nahm ihm das arme Würmchen ab, erklärte ihm, dass der Igel sofort eingeschläfert werden müsste. Er erklärte, dass er keine Zeit hätte. Zwischendurch klingelte ständig sein Handy....
Ich sagte ihm, dass ich zum Arzt fahre aber dass er einen Anteil bezahlen müsste. Er gab mir 10 € und fuhr los.

Ich ging wie betäubt mit den verletzten Igel in die Wohnung und musste erstmal heulen. Aber ich musste mich zusammenreißen. Ich rief meinen TA an, obwohl die Sprechstunde erst in über einer Stunde begann.
Mein TA war am Telefon und ich erzählt ihm (heulend), was mit dem Tier los war. Ich dürfte sofort kommen und er schläferte den Igel ein. Es waren eindeutig Hundebisse. Ich hatte mit meiner Diagnose recht, der Kiefer war auch gebrochen.
Ich konnte mich irgendwie gar nicht beruhigen aber der Doc hatte sicherlich schon Schlimmeres erlebt und als das Igelchen tot war, wurde ich etwas ruhiger.
Das kleine Kerlchen hat jetzt wenigstens keine Schmerzen mehr.

Ich gab dem Doc, der kein Geld haben wollte, die 10 € als Spende, denn ich wollte das Geld nicht.

Jetzt schreibe ich hier, weine zwischendurch immer nochmal und schimpfe auf diesen blöden, gleichgültigen Finder des Tieres.
Heute am Abend begrabe ich das kleine Kerlchen im Garten, zünde eine rote Kerze an und dann weine ich nochmal und bin nochmal wütend.

Ich hoffe sehr, dass alle, die hier lesen, nicht so sind, wie dieser Mann und so unendlich viel Zeit verstreichen lassen, bis sie auch einem verletzten Wildtier helfen.

Soviel für heute :( ....

Traurige Grüße
Weidenzweig
Ja, weidenzweig, es ist leider in der Natur so.
Fressen und gefressen werden.
Ich hatte es damals auch erleben müssen meine frühere Katze wurde als Jungtier damals bestimmt durch einen Hund halb tot gebissen und dessen Rettung durch den Tierarzt hatte mir fast 700 DM. gekostet und das Tier hat das ganze überlebt auch wenn der halbe Schwanz fehlte und ein Hinterlauf seitdem lahmte.
Aber trotzdem ist sie insgesamt 18 Jahre alt geworden.