Eben habe ich ein Dokumentation über Organtransplantation angesehen.
Unter anderem sprach dort ein erfahrener Anästhesist und Dr. med. über seine eigenen Erfahrungen im OP während der Organentnahme.
Da unser Gesundheitsminister das Gesetz diesbezüglich ändern möchte, hatte ich vor wenigen Tagen einen Blog zu diesem Thema eingestellt.
Er wurde recht unterschiedlich kommentiert.
Ich möchte das Thema hier noch einmal aufleben lassen. Weil es mir am Herzen liegt.
Die wenigsten wissen, wie und unter welchen Umständen eine Entnahme statt finden.
Die breite Öffentlichkeit wird da bewusst im Dunkeln gelassen.
Umso erschreckender finde ich den neuen Gesetzentwurf.
Es soll nun jeder Mensch, der keinen ausdrücklichen Widerspruch bei sich trägt, ein potentieller “Spender“ sein.
Über den “Hirntod“ ist man sich noch nicht einmal wirklich einig.
Der befragte Anästhesist sprach von den verschiedensten Vitalzeichen, die der “Tote“ während des Eingriffs zeigt.
EKG und EEG schlagen enorm aus, in dem Moment, da der Körper geöffnet wird. Der Blutdruck des “Toten“ steigt auf 190/170 ..
Ein Wert, der allerhöchsten Stress anzeigt.
Fast immer zeigt der “Gestorbene“ Abwehrreaktione. Zuckungen der Gliedmaßen, während der Explantation.
Aus diesem Grunde werden Arme, Beine, Rumpf und Kopf vorsorglich fixiert.
Andere vorausschauende “Hilfsmittel“ sind muskulaturlähmende Injektionen.
Das nur als kleiner Teil des ganzen Geschehens.
Wissen wir wirklich, zu was wir freigegeben werden, mit diesem neuen Gesetz ??!
Hallo Diana-Maria,

kannst Du mir bitte den Link geben, wo man diese Doku anschauen kann bzw. unter welchem Namen man sie findet.

Dank Dir.

AK :)
Hallo Diana,
ich begrüße das sehr, dass Du bei diesem Thema dran bleibst.
Wo gab es die Sendung zu sehen? Das würde mich sehr interessieren. Vielleicht gibt es ja eine Mediathek, die man um. Netz aufrufen kann.
LG
upps Tippfehler ... im Netz ... soll es heißen.
Ich habe es auf YoutTube gesehen.
“Hirntod“ Tod bei lebendigem Leib
Autor Silvia Matthies
Es gibt inzwischen immer mehr aufklärende kritische Stimmen zu dieser Thematik.
Das ist der Vorteil des Internets
Auch sicher mit ein Grund der vermehrten Ablehnung der Organentnahme.
Nun versuch ein Politiker, ebenso verbandelt mit der Pharmaindustrie, wie andere mit manch anderer Industrie, willfährig dies durch Umkehrung der Voraussetzungen zu beleben.
Es geht der Politik nicht um das Wohl des einzelnen Menschen. Es geht um Lobby und Finanzen.
Es gibt ....zig andere Beispiele, die dies bestätigen.
Aber das hier schlägt für mich dem Faß den Boden aus.
ich habe diesen Vorschlag des neuen Gesundheitsministers mit Widerwillen gelesen. Wenn ich Organe spenden würde wollen, wähle ich es ...

zwangsrekrutiert zu werden, wehe ich setze das Häkchen nicht richtig, widerspreche nicht rechtzeitig, dann bin ich also Organspender?

Ich denke nicht, dass das mit dem Recht auf freie Meinungsäusserung bzw. noch anderen im Grundgesetz verankerten Grundrechten kompatibel ist.

Aber gut, der Minister ist jung im Amt, Versuch macht nicht immer klug
ich möchte anmerken, Organe zu spenden, ist wichtig ... es geht mir um diese Zwangsrekrutierung, die mag ich überhaupt nicht
Ich schau mir gerade den Film auf Youtube an ... und das ist so schrecklich ...
... jetzt im Nachhinein geben die Ärzte zu, dass dieser Patient offenbar eben nicht hirntod war: Blutdruck schnellte 30 Sekunden nachdem er von der Brust bis zum Schambein aufgeschnitten wurde auf 190 zu 12o (= Stressreaktion), ... er hustete, was es beim Hirntod nicht geben dürfte ... so gruselig und er wurde buchstäblich ausgeschlachtet (= muliexplantation) obwohl die Eltern nur die Nieren freigegeben hatten ...
... ich muss immer wieder anhalten.
Hallo Diana,
nach dem von Dir genannten Film folgte noch eine Reportage vom BR zu diesem Thema. Ebenfalls sehr interessant.
Ganz grundsätzlich scheint klar zu sein, dass sich selbst die Ärzte nicht wirklich sicher sind, ob so ein Patient nun wirklich tot ist - oder nicht.
Nicht umsonst müssen Tote drei Tage aufgebahrt bleiben, bevor sie dann beerdigt oder verbrannt werden dürfen.
Leider kann ich mir nicht den Film ansehen, im Moment ist meine Verfassung nicht so gut.
Trotzdem interessiert mich das Thema sehr.
Schon vor Jahren gab es verschiedene Stimmen, die einen sagten, die hirntoten Menschen spüren etwas, die andere sagen nein.
Deshalb möchte ich für mich oder für Familienangehörige diese Entscheidung nicht treffen , andererseits, wenn man sicher ist, es ist jemand absolut tot, würde man ja zustimmen.
Ihr habt ja z.T. den Film gesehen, bei einem Hirntoten was funktioniert noch, ist es so, dass er noch Stunden , Tage oder Minuten braucht um hinüber zu gehen?
Ich meine mal gehört zu haben ( bin mir aber nicht sicher), dass bei der Organentnahme eine Narkose gegeben wird.
Aber offensichtlich laut dem Film nicht, dieser entsetzliche Gedanke, dass ein Mensch den Eingriff spürt. Könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere oder alle, die Zustimmung zur Entnahme bereuen wird.
Ist es zur Sprache gekommen ( beim Film) ob man Organe, die betäubt waren, nicht mehr gebrauchen kann.
Möchte auch eins wissen, vielleicht kam es auch zur Sprache, warum man keine Organe von wirklich Toten nehmen kann, z.T. kann ich es mir erklären, wegen der Durchblutung, aber oft werden die Organe ja irgendwo hin in eine Klinik geflogen, da werden sie meiner Kenntnis nach gekühlt und sind doch auch nicht mehr durchblutet.
Ich glaube nicht, dass die breite Öffentlichkeit im Unklaren gelassen werden soll,
eher ist es so, dass es die breite Öffentlichkeit nicht interessiert.
Das Gros der Menschen verdrängt den Tod.
Was in diesem Film gesagt wurde, ist schon seit Jahren bekannt.
Das Vorhaben von Herrn Spahn finde ich persönlich nicht so verwerflich,
wird diese Lösung doch schon in vielen europäischen Ländern praktiziert.
Hauptsächlich geht es bei dieser Gesetzesänderung doch darum, dass die Leute
den Hintern hochkriegen müssen, um eine Entscheidung zu treffen.
Eine Entscheidung, die sie selber treffen und nicht ihre Angehörigen, das finde
ich fair, denn ich möchte die Entscheidung für niemanden treffen.
Timarisu hat geschrieben: Hallo Diana,
nach dem von Dir genannten Film folgte noch eine Reportage vom BR zu diesem Thema. Ebenfalls sehr interessant.
Ganz grundsätzlich scheint klar zu sein, dass sich selbst die Ärzte nicht wirklich sicher sind, ob so ein Patient nun wirklich tot ist - oder nicht.
Nicht umsonst müssen Tote drei Tage aufgebahrt bleiben, bevor sie dann beerdigt oder verbrannt werden dürfen.



Das ist aber nicht in allen Ländern so. In vielen Ländern wird der Tote gleich
am nächsten Tag beerdigt.
Ich stelle mal zur Diskussion,
dass es, wie hier aufgezeigt, sicherlich Ärzte gibt, die der Organentnahme bei Hirntod mehr als kritisch gegenüberstehen bzw. sie ablehnen,
aber ebenso Ärzte gibt, die die Diagnose Hirntod entsprechend der vorgegebenen Richtlinien feststellen.
Zwei Ärzte müssen im Abstand von 12 Stunden unabhängig voneinander anhand festgelegter Kriterien den Hirntod bestätigen.
Protokolle dazu sind zwingend vorgeschrieben und können von den Angehörigen eingesehen werden. Auf Wunsch können sie bei den Untersuchungen dabei sein.
Also wem vertrauen und wie sich entscheiden?

Als völlige Laiin auf dem Gebiet ist mir jedoch klar, dass Organe nur lebensrettend transplantiert werden können, wenn diese gut durchblutet und eben nicht abgestorben sind.
Ich komme aus dem medizienischen Bereich.
Mehr will ich dazu gar nicht schreiben.

Es ist gut und sehr wichtig, daß das Thema immer wieder mal aufgegriffen wird, egal von der Politik oder der Medizien.

Ich trage seit einigen Jahren einen Ausweiß bei mir, der unverkennbar anzeigt, daß ich Organspende ABLEHNE.

Was auch nochmal in meinen letzten Wünschen und meiner Patientenverfügung beiligt.

Aber jeder darf das entscheiden und handhaben wie er möchte.