Hat jemand schon einmal erfolgreich den Versuch unternommen, jenseits der 60 wieder mit dem Joggen zu beginnen?

Ich weiß ziemlich gut, was alles dagegen spricht, aber ich kann nun einmal z.B. Nordic Walking nicht so sehr viel abgewinnen. Dazu kommt, dass in meinem Umfeld Nordic Walking immer noch belächelt wird, obwohl es nachgewiesenermaßen bei richtiger Ausführung ja sehr effektiv sein kann.

Radfahren ist ja auch völlig in Ordnung, aber bei dem eher gemächlichen „Radeln“ sehe ich einfach nicht so den richtigen Trainingseffekt.

Daher habe ich seit ein paar Monaten mit dem Gedanken gespielt, mit dem Joggen wieder (altersgerecht) zu beginnen. Natürlich habe ich keine Lust, vorher einen Arzt zu konsultieren – da würden mit Sicherheit so viele Beschwerden/Erkrankungen/Risikofaktoren entdeckt werden, dass man gleich wieder die Begeisterung verliert. Ich muss allerdings auch fairerweise sagen, dass es schon Jahrzehnte her ist, seit ich das letzte Mal gejoggt habe. Und ein paar alterstypische Beschwerden hat wohl fast jeder von uns bei 60+ ...

Über Erfahrungsberichte von Senioren/innen, die das schon einmal probiert haben (egal, mit welchem Ergebnis), würde ich mich sehr freuen.
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Ja wo ist denn das Problem? Wir sind doch nicht jenseits der 80. Ich jogge mit meinen Freundinnen zweimal die Woche - jeweils ca. 1 Stunde. Danach fühlt man sich wunderbar und man hat was für sein Körperlein getan. Ich kann es dir nur empfehlen. Du wirst sehen, es tut dir gut. Viel Spaß.
Moritzi hat geschrieben: Ja wo ist denn das Problem? Wir sind doch nicht jenseits der 80. Ich jogge mit meinen Freundinnen zweimal die Woche - jeweils ca. 1 Stunde. Danach fühlt man sich wunderbar und man hat was für sein Körperlein getan. Ich kann es dir nur empfehlen. Du wirst sehen, es tut dir gut. Viel Spaß.

Da kann ich Moritzi absolut zustimmen.
Frage mich auch immer wieder, :roll: ob einige Damen und Herren immer noch der Meinung sind
'' Sport ist Mord '' :lol:
Nachdem ich Jahrzehnte (Wettkämpfe) gelaufen bin, machte ich vom 58.- 61. Lebensjahr eine Pause nach dem Motto: Am Anfang bekomme ich keine Luft und dann tut mir das Kreuz weh.
Als ich das im Griff bekam fing ich mit 62 wieder an. Der Anfang war schwierig, aber ohne Beschwerden kam die Lust auf mehr. So versuche ich täglich zu laufen, so zwischen 2 und 10 km, z.Zt. bin ich 2 1/2 jahre täglich unterwegs. Habe es auch einmal über 4 Jahre geschafft. Wettkämpfe (bis 10 km, zuletzt in einer Stunde) habe ich bis vorigem Jahr gemacht. Habe Glück mit meiner Gene und dem Körperbau. Mit 77 habe ich noch einige Jahre vor mir.
Ich hatte eine Zwangspause einlegen müssen schon Ü60 aus privaten Gründen.

Habe im Herbst 2017 wieder alleine begonnen, mit Walken ohne Stöcke.
Dann bin ich Intervall gelaufen zwischen3- 5-7 km immer mit dem Blick auf meinen Puls. 2018 konnte ich dann schon wieder mehr Kilometer laufen.
2018 bin ich mal gestürzt und hatte Leiste gezerrt, halbes Jahr Pause, dann wieder eingestiegen mit Intervall Training. Jetzt walke ich in der Kälte, aber sobald die Temperaturen wieder steigen, werde ich wieder mehr Joggen.

Mache aber sonst auch noch anderen Sport Zumba und Skigymnastik.
Im Sommer Radeln ohne E.

Nichts erzwingen wollen in diesem Alter, sondern gut auf den Körper hören, wenn man mal Erkältet ist oder Müde oder sonst ein Zipperlein sich meldet, dem darf man auch nachgeben. Wenns wieder gut geht wieder weiter machen.
Eine Gruppe kann gut sein, sollte aber keinen Druck auf einen ausüben.

Viel Glück, Mut und Spaß wünsche ich
Danke! Das sind ja vier ziemlich krasse Beispiele. Zumindest gut für die Motivation…… Das zeigt mir aber auch, was ich noch vor mir habe.

Das Problem ist eben, dass ich seit mehr als 30! Jahren nicht mehr gejoggt habe. Ich erwarte zwar keine ernsthaften Konditionsschwierigkeiten, aber eben Probleme im Bereich Stütz-/Halteapparat. Ab und zu melden sich ja auch die Knie; das biologische Alter mit seinen Auswirkungen kann ich beim besten Willen nicht schönreden.

Es geht mir vor allem darum, den Wieder-Einstieg in’s Joggen relativ verletzungsarm zu schaffen.

Es dauert ja ziemlich lange, bis sich die Sehnen/Bänder an die neue Belastung gewöhnt haben. Jedenfalls viel länger im Vergleich zur Ausdauerentwicklung bzw. Muskelanpassung.

Gilt immer noch die alte Regel, dass man zuerst die Zeitdauer des Laufens langsam steigern soll, dann die Häufigkeit des Trainings/Zeiteinheit und erst ganz zuletzt die Geschwindigkeit?

Ich würde so mit zweimal/Woche beginnen wollen und einfach mal probieren, wie weit ich mit der Vierer-Atmung (vier Schritte einatmen, vier Schritte ausatmen) komme. Irgendwie habe ich in Erinnerung, dass man mit dem Rhythmus wenig falsch machen kann.

Wie haltet ihr es mit der Aufwärmung bzw. Dehnung vor dem Laufen? Früher habe ich auf so etwas wenig Wert gelegt, würde mich jetzt aber doch an neuere Erfahrungswerte anpassen wollen.
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Patriarch hat geschrieben: Danke! Das sind ja vier ziemlich krasse Beispiele. Zumindest gut für die Motivation…… Das zeigt mir aber auch, was ich noch vor mir habe.

Das Problem ist eben, dass ich seit mehr als 30! Jahren nicht mehr gejoggt habe. Ich erwarte zwar keine ernsthaften Konditionsschwierigkeiten, aber eben Probleme im Bereich Stütz-/Halteapparat. Ab und zu melden sich ja auch die Knie; das biologische Alter mit seinen Auswirkungen kann ich beim besten Willen nicht schönreden.

Es geht mir vor allem darum, den Wieder-Einstieg in’s Joggen relativ verletzungsarm zu schaffen.

Es dauert ja ziemlich lange, bis sich die Sehnen/Bänder an die neue Belastung gewöhnt haben. Jedenfalls viel länger im Vergleich zur Ausdauerentwicklung bzw. Muskelanpassung.

Gilt immer noch die alte Regel, dass man zuerst die Zeitdauer des Laufens langsam steigern soll, dann die Häufigkeit des Trainings/Zeiteinheit und erst ganz zuletzt die Geschwindigkeit?

Ich würde so mit zweimal/Woche beginnen wollen und einfach mal probieren, wie weit ich mit der Vierer-Atmung (vier Schritte einatmen, vier Schritte ausatmen) komme. Irgendwie habe ich in Erinnerung, dass man mit dem Rhythmus wenig falsch machen kann.

Wie haltet ihr es mit der Aufwärmung bzw. Dehnung vor dem Laufen? Früher habe ich auf so etwas wenig Wert gelegt, würde mich jetzt aber doch an neuere Erfahrungswerte anpassen wollen.
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Du Patriarch solltest nicht mit joggen anfangen.
Walken wäre zum Anfang einfach das beste und vernünftiges für dich.
Beim joggen belastest du deine Bänder und Kniegelenke,deshalb erstmal lockeres joggen.Das geht auch ohne Stöcker.
Natürlich solltest du dich vorher etwas aufwärmen.Leicht Dehnungs und Streckübungen sind unerlässig,ebenso DownUp nach dem joggen,also wieder etwas dehnen und strecken.
Vergiss dein Alter und nicht aufgeben.
@Patriarch
sowohl beim radeln als auch beim joggen wird nicht der ganze Körper beansprucht......
weil ich nur radle, mache ich täglich ein bißchen Arm- und Bauchtraining mit dem Elastikband......

wahrscheinlich muss man langsam anfangen, wenn man in späteren Jahren eine Sportart anfängt.....

ich hatte früher einen Bekannten gekannt, der mit weit über 70 noch regelmäßig 6 km gelaufen ist....vorher 10 km.....
er war ehemaliger Fliegengewichts-Boxer.....
als zwei junge Leute ihn im Wald angegriffen haben und an sein Geld wollten, konnte er sogar noch in diesem Alter beide in die Flucht schlagen....
Zum Thema" Laufen für Anfänger "gibt es eine Menge guter Bücher!
z.B: Laufen - Das Einsteigerbuch.
Optimal wäre eine Stunde mit einem Personal Trainer - Schilaufen ist viel teuerer - hüstel.....

Der Anfang ist wichtig und das langsame Einstiegen.
Anfangsfehler wird man so leicht nicht los....

Kauf die auf jeden Fall gute Laufschuhe in einem Lauf-Fachgeschäft , in dem du gut beraten wirst, und schau dabei nicht auf den Preis.
Ein guter Laufschuh erspart dir eine Menge möglicher Gelenksbeschwerden.

Ein Pulsmesser wäre auch gut - der schützt vor Überanstrengung und zeigt einem nach zwei Wochen Training bereits den steigenden Fitnesslevel.

Also - lauf los!
Laufen macht glücklich und schöööööön!
Na wenn das sooo ist, dann fange ich jetzt auch an zu laufen :roll: :roll: :roll:
Schön langsam , Inge - schön langsam.

Ich glaub, du hast es gar nicht nötig - du wirkst glücklich und ganz schön schön!
Wohin Inge? Davon?
Oh danke barbera, da werde ich jetzt meine Spiegel abhängen, dann werde ich sicher noch glücklicher. :lol:

Ich hatte vor ein paar Jahren auch die Idee zu laufen. Habe mir SCHÖNE Sportschuhe gekauft, ob sie auch GUT sind, habe ich nicht gefragt. (Typisch Inge :oops: )
Bin mit den schönen neuen Schuhen auf gefrorenem Boden gelaufen und da es solchen Spaß machte, lief ich eben etwas länger. Am nächsten Tag konnte ich kaum noch auftreten, die Treppen ging ich nur rückwärts runter.

Neee laufen und Inge passen nicht zusammen :!:
Für Laufanfänger kann ich euch das Buch von Wim Luijpers "Gentle Running" empfehlen. Er unterrichtet das kräfteschonende Laufen nach der Feldenkrais-Methode. Ich habe ihn auf einer Sommerakademie getroffen und mit 65+ damit angefangen.
Näheres lässt sich googeln.
Fange langsam an z.B. 5 Minuten laufen, 2 Minuten gehen, dies dann wöchentlich steigern. Wichtig ist auch regelmäßig das Lauf ABC zu machen. Vor dem Laufen aufwärmen und hinter gut dehnen, dann steht dem Laufen nichts im Wege.

Gute Laufpläne für Wiedereinsteiger gibt es bei Laufcampus oder Runners World. Laufcampus bietet auch Laufkurse (in vielen deutschen Städten + auch auf Mallorca) an.