Hallo zusammen. Ich möchte gerne mehr über andere Kriegsenkelkinder und ihre Erfahrungen erfahren. Wie lebt ihr damit? Langsam ist es zum Glück kein Tabu Thema mehr, dass wir unsere Familiengeschichte weit über die dritte Generation hinweg in uns tragen. Doch oft wurde über das Thema "Omi, was ist mit euch passiert früher?" Nie geredet. Und doch spüre ich, dass einige Gefühle und Bilder in mir garnichts mit mir, in diesem Leben zumindest, zu tun hat. Würde mich auf Gedankengänge von euch freuen. Ich liebe mein Leben und bin eine glückliche Frau doch manchmal in der Nacht.... höre ich die Sirenen.
Das war vermutlich eine Jounalistin.
Weg isse.
......schade. Es ist ein interessantes Thema über das ich mich gerne mitausgetauscht hätte, zumal ich in der kindheit die Erfahrung eines Flüchtlingskindes machte. Mein Vater ist Heimatvertriebener und kam in ein kleines Dörfchen, heiratete dort in sehr jungen Jahren ein Bauernmädchen, meine Mutter. Schon früh machte ich die Erfahrung einer Aussenseiterin.
Der Austausch kann ja trotzdem stattfinden.
ja, ich finde es auch interessant.
meine eltern lernten sich in russischer kriegsgefangenschaft kennen, meine mutter als rotkreuzschwester, mein vater als schwerverletzter armamputiert.

war dann auch heimatvertrieben. und sie ....wir .... lebten dann in nrw, mein vater als gebirgler, wir waren auch aussenseiter, dadurch, dass mein vater nur trachten trug, die lederhosn, und auch so in einigem "anders" war, als es dort üblich war.

allerdings änderte sich dann so einiges, dass mein vater schikurse gab, dann über all in den alpen, leute auch mitfuhren, er ein pilzkenner war, und dann immer leute mit ihren pilzen zu uns kamen. na, sicher auch noch so einiges anderes.we

als kind habe ich mich auch oft geschämt, dass bei uns so einiges anders war, und mein vater ob seinem anderen aussehen auch oft belacht wurde (besonders, wenn wir mal in kölle über die hohestrasse gingen, nixe, huhu)

später fand ich es toll, dass er immer so zu sich gestanden hat, egal, was die anderen sagten ......

bei uns wurde fast gar nicht über den krieg gesprochen, nur, wenn eine freundin meiner mutter von der gefangenschaft her zu besuch kam, die damals in der DDR lebte, bekam ich so einiges mit.

ja, der krieg war irgendwie ein tabuthema, auch in der schule
Bei uns zuhause wurde auch nicht über Krieg, Vertreibug etc. gesprochen. Ich ermunterte dann meinen Vater dazu, ein Buch zu schreiben, damit seine Erfahrungen für seine Kinder, Enkel und Urenkel erhalten blieben.Zu seinem 60. Geburtstag liessen wir Kinder es drucken. Sehr oft lese ich darin, um zu verstehen. Um zu verstehen, weshalb mein Vater sich in verschiedenen Situationen so verhalten hat, wie er sich eben verhalten hat. Auch wurde mir beim Lesen des Buches dann klar, warum ich mich in dem kleinen Dirf, in dem ich aufgewachsen bin, nie richtig zugehörig fühlte.
jetzt ist doch mein text weg,
vielleicht habe ich ihn auch gar nicht abgeschickt, mmmmhhhh überleg
Ich kann Deinen Text lesen @Donna! :D
jetzt mein letzter kurzer satz ist auch nicht da, bei mir wenigstens nicht
Ich hatte auch einen langen Text eingestellt und bin sicher, ihn abgeschickt zu haben. Aber er ist nicht da. Siehst Du DEN?
In der Zwischenzeit war ich nochmal fleissig.
Gleich kopiere ich den neuen Text hier rein :D
Ich kann mich gut an das zerstörte Freiburg (Breisgau) erinnern. Überall gab es diese Kriegsruinen auf unserem Fußweg in die Innenstadt. Ich schaute in die leeren Keller. Als Kind fand ich das schauderhaft.

Meine Eltern waren ausgebombt. Nach Kriegsende fanden sie eine Wohnung. Dort wohnten sie zusammen mit meiner Oma väterlicherseits. Meine Mutter war schwanger mit meiner älteren Schwester.

Die Oma mütterlicherseits war schon vorher im Luftschutzkeller ihres Hauses umgekommen. Meine Mutter war dabei. Trauma. Meine beiden Großväter sind im Krieg gefallen. Viel geredet wurde bei uns auch nicht.

Mein Vater war u.a. auch in Afrika unter 'Rommel'. Er hat ein Tagebuch hinterlassen. Ich habe es noch nicht gelesen. Vielleicht hatte ich Angst. Nun liegt es gerade vor mir. Es ist wohl Zeit, mich damit zu befassen.

Es war eine schwere Zeit. Trotzdem hatte ich eine glückliche Kindheit.
deines kann ich jetzt auch lesen tigi,
oder meinest du meinen text von 9,22 den ersten, den kann ich auch lesen
Deinen Text von 9.22h und die beiden Anderen meinte ich.
Alle drei kann ich sehen.

Ich glaube, dass derzeit im Hintergrund wieder an 50plus gearbeitet wird. Vielleicht sind deshalb abgeschickte Texte in diesem Thread verschwunden. Zwischendurch waren auch die Däumchengeber in den Blogs nicht sichtbar. Jetzt kann ich wieder sehen, wer däumelt.
hmmmmm sehr irritiert bin ich jetzt, hatte doch nur noch einen geschrieben, einen anderen angefangen, den aber gelöscht ........

ja, kann sein, dass im background gearbeitet wird., also däumeln konnte ich immer sehen, aber da ich mir nicht so oft die kommentare durchlese ..........bin auch eher selten in den blogs, die letzten tage ein paarmal, sonst reicht mir das hier vorne ......