"Und was machen die Römer, in dem Fall der Cato daraus: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
Eine tolle Alliteration und eine bleibende grammatische (nicht grammatikalische) Leuchte für alle Lateinschüler. Die ersten drei Worte beginnen gesprochen mit "k" (zur Zeit Catos wurde das "c" wie "k" gesprochen) und ein Accusativus cum infinitivo"....dick01

@dick01 ich habe eine Frage, was macht die Experten so sicher zu wissen, wie Latein ausgesprochen wurde? Es ist eine tote Sprache und ich erinnere mich, daß in den Gymnasien die Schüler mal Käsar und Kikero lernten und mal Cäsar und Cicero.Zu meiner Schulzeit lernten wir Gott sei Dank Cäsar und Cicero. Käsar und Kikero klingt doch scheußlich. Zeitzeugen gibt es ja keine mehr. (Scherz)
Gelernt habe ich auch die gängige (Falsch-)Aussprache. Die Information, dass ein gebildeter Römer viele Worte anders sprach habe ich aber noch mitbekommen. Es gibt eine Reihe von indirekten Nachweisen zur damaligen Aussprache dazu mal ein Link
https://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_Aussprache
und noch ein kleines Video (leider in Englisch) mit den Lauten
https://www.youtube.com/watch?v=0oWWOJW3948

In der Tat habe ich auch einen Link entdeckt mit der Information "Lernen Sie die Aussprache auf Lateinisch von Muttersprachlern." Dem wollte ich dann aber nicht weiter nachgehen.
Englisches Latein klingt eher erheiternd als lehrreich.
Der sound ist etwas befremdlich und erinnert mich an meinen Lateinlehrer, der fast alle Vokale auch im Lateinischen diphtongiert hat - wie zu Hause in Graz.
Aus Vindobonensibus wurde da immer Vaindoubouneinsibous....

Wenn Italienner lateinisch sprechen, hört man oft ein weiches tsch oder ein weiches ch.
Die Frge nach eintweder K oder C stellt sich mir nicht wirklich.

Wahrscheinlich war Cäsar nicht ein Käsar und auch kein Zäsar sonder ein Tschesar.

Doch was Genaues weiß man nicht - haha!
barbera, ich sehe das wie Du.
Wir wissen, daß wir nichts wissen, selbst wenn die Herren Linguisten etwas anderes behaupten. Sie können doch ihre Vermutungen nicht beweisen.
Nun denn: Im römischen Reich galt nach Latein quasi als 2.te offizielle Sprache das Griechische, das ja eine eigene Schriftsprache besitzt. Aus der Transkription ergibt sich nun eine klarer Beleg für die Aussprache. Also das "C" in Cäsar oder Cicero wurde mit "Kappa" im Griechischen geschrieben. Anliegend ein kleiner Vortrag zu dem Thema
https://www.kronberg-gymnasium.de/files ... n_7527.pdf
Hierzu ein Auszug aus einem weiteren Vortrag, hier von Prof. Michael Job, Universität Göttingen:

„……Latein ist, sagt man, eine „tote“ Sprache. Das heißt: Es ist nicht mehr die Muttersprache eines Menschen unserer Tage. Latein ist aber auch eine sehr alt bezeugte Sprache.

In dem sich immer weiter ausbreitenden römischen Reich traf das Lateinische auf anderssprachige Völker, die im Laufe der Zeit das gesprochene Latein als Muttersprache übernahmen. Daraus haben sich in den ersten tausend Jahren nach Christus die verschiedenen romanischen Sprachen (Französisch, Italienisch, Spanisch, usw.) entwickelt.

Wer heute eine romanische Sprache als Muttersprache spricht, muss Latein wie eine Fremdsprache lernen (auch deutsche Muttersprachler können ja übrigens nicht auf Anhieb einen althochdeutschen Text verstehen). Trotzdem lebt das Lateinische streng genommen in den heutigen romanischen Sprachen fort und ist insofern nicht „tot“.


Lautveränderungen unterliegen ziemlich stabilen Gesetzmäßigkeiten, aus denen wir Rückschlüsse auf ältere Aussprachegewohnheiten ziehen können.

Das Wort für „hundert“ wird im Lateinischen geschrieben und in unterschiedlichen Schulaussprachen [tsentum] oder [kentum] ausgesprochen. Die romanischen Sprachen zeigen eine Vielfalt von Aussprachen für den ersten Laut dieses Wortes: italienisch cento mit „tsch“, französisch cent mit „s“, spanisch ciento mit „th“ (wie englisch).

Hinzu kommen lateinische Wörter, die in andere Sprachen entlehnt worden sind. (Kaiser – Caesar)

Eine weitere und sehr wichtige Quelle unserer Erkenntnisse stammt aus der Wissenschaft des antiken Roms selbst:

Viele römische Grammatiker haben zum Teil sehr ins einzelne gehende Beschreibungen der Aussprache des Lateinischen geliefert. Nur ein Beispiel: Der Grammatiker Probus tadelt Aussprachefehler seiner Zeit und sagt, wie es richtig heißen muss, z.B. „aqua, non acqua“, womit er die Länge des [k] in der volkstümlichen Aussprache anprangert (die sich aber im Italienischen durchgesetzt hat).


Schließlich liefern die zahlreichen Inschriften vielfache Hinweise auf die tatsächliche Aussprache von Wörtern, insbesondere dort, wo geschrieben wurde, wie gesprochen wurde, …..

Insgesamt haben wir ein sehr verlässliches Bild davon, wie das Latein der klassischen Zeit gesprochen wurde. ….“

https://youtu.be/ek7oM2ffi_I
Karthagos vergessene Krieger

https://www.youtube.com/watch?v=1tnzmbTX8ag
Sodom and Gomorrah - Kein Mythos

https://www.youtube.com/watch?v=YS6SWM_nIvA
Apokalypse in der Bronzezeit - das Ende der ersten Hochkulturen

Um 1200 vor Christus wird die antike Welt von einer Reihe von Katastrophen erschüttert. Die Folgen treffen den gesamten östlichen Mittelmeerraum. Auf Kreta verschwindet die minoische Kultur. Mykene geht unter. Das Großreich der Hethiter zerbricht. Die antike Supermacht Ägypten wird durch schwere innere Krisen geschwächt. Historiker und Archäologen streiten über die Ursachen. War ein Vulkanausbruch mit anschließender Sintflut schuld? Gab es plötzliche Klimaveränderungen? Welche Rolle spielen die mysteriösen "Seevölker", die mit ihren Überfällen die Küstengebiete des Mittelmeers heimsuchen?

https://www.youtube.com/watch?v=3oLGma2DxJw
Die Etrusker - Wegbereiter des antiken Rom

https://www.youtube.com/watch?v=Ge9yfngcczQ
Die verschwundene Zivilisation

https://www.youtube.com/watch?v=MUHZLJuE2E4
Rätselhafte, antike Zivilisation Phönizier

https://www.youtube.com/watch?v=YnTvDr6zwwM
Die Wikinger

Als wilde Horde aus dem Norden machen die Wikinger 793 nach Christus zum ersten Mal von sich reden. Der Blitzangriff auf das nordenglische Kloster Lindisfarne ist der Auftakt einer Reihe von Plünderungen, die Europa dauerhaft in Angst und Schrecken versetzen. Mancher Regent bezahlt den "Seekriegern" sogar eine Art Schutzgeld, nur damit sie nicht wiederkommen. Ihr Ruf als mordlüsterne Barbaren hält sich über viele Jahrhunderte. Dabei sind ihre Leistungen als mutige Entdecker, visionäre Händler und Begründer von Städten und Königreichen in Vergessenheit geraten. Doch es sind die Wikinger, die durch ihr Wirken den Verlauf der europäischen Geschichte im Mittelalter maßgeblich beeinflusst haben. Die ursprüngliche Heimat der Wikinger ist Skandinavien, genauer gesagt Dänemark, Norwegen und Schweden. In erster Linie leben die Nordmänner von der Landwirtschaft und der Fischerei. Ihre Höfe liegen weit voneinander entfernt, Städte gibt es anfangs nicht. Auf Raubzug gehen die Wikinger zunächst nur in den Sommermonaten, den Rest des Jahres verbringen sie mit ihren Sippen am heimischen Herd. Die Gründe für die saisonalen Kaperfahrten sind nicht ganz eindeutig. Aber vieles deutet darauf hin, dass sich die Versorgungslage wegen der stetig steigenden Bevölkerungszahlen zunehmend verschlechtert hat. Deshalb sind die Raubzüge ein willkommener Nebenerwerb. Sie haben aber auch dazu gedient, neuen Siedlungsraum aufzutun. Ob aus Not oder purer Beutelust -- als unerschrockene Entdecker stellen die Wikinger ihre Fähigkeiten unter Beweis. Und überall hinterlassen sie ihren historischen Fußabdruck. Dazu gehören unter anderem Gebiete im heutigen Irland, England, in Frankreich oder auch in Deutschland. Doch schon früh steuern die Nordmänner immer weiter nordwärts. So erreichen sie Island. Obwohl die eisige Insel nur in den Ebenen und Tälern fruchtbaren Boden bietet, setzt schon bald eine große Einwanderungswelle ein. Auch Erik der Rote befindet sich unter den Emigranten. Als er aus Jähzorn zwei Morde begeht, wird er von der Insel verbannt. Die Zeit nutzt er, um im Atlantischen Ozean nach einer neuen Heimat zu suchen. Er findet sie auf Grönland -- Grünland -- wie Erik die Insel nennt. Sie bleibt bis Anfang des 15. Jahrhunderts fest in Wikingerhand. Die historisch spektakulärste Entdeckung aber macht Eriks Sohn Leif. Bereits 500 Jahre vor Christoph Kolumbus betritt er als erster Europäer im Norden Neufundlands amerikanischen Boden. Viel ist über den Namen Vinland -- Weinland -- gerätselt worden, den die Wikinger ihrer Entdeckung gaben.


https://www.youtube.com/watch?v=e-yVawxaR_g
Die ersten Europäer (1) - Von 1 800 000 bis 20 000 Jahre v Chr.

https://www.youtube.com/watch?v=M5_9u7PO4HQ
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