Dann greif zu.
Man muss nicht alles haben wollen,.
Ich hab ja schon einen.
Kolumbine ...

Also doch Einschränkungen bei der Form der Behinderung?!

AK
Es kommt sowieso drauf an, ob man jung oder älter ist.
In jungen Jahren schrecken einige zurück, sich mit einem Diabetiker "einzulassen". Sorry, wenn ich wieder auf "Diabetes" zugreife, ist nur so, dass ich das in den Foren zur Genüge mitbekomme (zum Glück nicht persönlich, ich war schon 39 bei Diagnose und Familienplanung abgeschlossen).

Wenn man älter ist, relativiert sich das. Und ganz vieles andere auch. Da weiß man eben, wie das Leben so spielt.
Und wie Kolumbine schon schrieb: jemand muss einen "berühren", dann übersieht man vieles. Nicht alles.
Zu der Frage
Schwerbehinderte Ausweis ja oder nein? Würde ich sagen ja weil das zeigt denen die mich als zbw. Diabetiker in ein Zustand finden wenn ich nicht sagen kann was ich habe..... Ist verantwortungsvoll! Der
Jenige wer mich findet kann 112 rufen und eine schnelle Hilfe ist so
sicherer... Übrigens der Unterzucker
Schock sieht so aus der Mensch ist
nassgeschwitzt.. wenn noch bewusst ist einfach Zucker /Glukose
Lösung trinken lassen, sofort wirkt, trotzdem In ärztliche Obhut geben...
Kolombine hat geschrieben:
...Ein Mensch, der dermaßen gravierend körperlich beeinträchtigt ist, wie AK es hier beschreibt, dem wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht gerade der Sinn nach einer neuen Partnerschaft stehen.
Zumal, wenn er schon in ziemlich höherem Alter ist..



Warum sollten denn nicht gerade diese Menschen, die an derartigen körperlichen Einschränkungen leiden, sich nichts sehnlicher als eine Partnerschaft wünschen?
Es ist oft das Einzige, was sie nicht verzweifeln lässt, vor allem dann, wenn keine wirkliche Aussicht mehr auf eine Verbesserung ihres gesundheitlichen Zustandes und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich erscheint.


Deine Meinung hat mich vor allem in Hinblick auf Deine vorherigen Beiträge etwas überrascht:
z.B. 02.12.2019, 20:53

„ Ob er hinkt, einen Arm ab hat, schwerhörig oder blind ist, ob er Parkinson hat oder impotent ist, wenn seine Persönlichkeit mich anzieht, und ihn die meine, werden wir Mittel und Wege finden trotz Behinderungen miteinander glücklich zu werden !“

03.12.2019, 13:11
„Erlebe den Anderen im persönlichen Gegenüber, höre seine Stimme, registriere das Leuchten in seinen Augen, achte auf seine Behutsamkeit im Umgang mit Dir. Und spüre diese magische, unwiderstehliche Anziehungskraft, die zwischen Euch hin und her pulsiert. Dann denkst Du nur noch : Er ist`s !
Egal, welche Nebensächlichkeiten da noch vorhanden sind !“



Ist es nicht eher so, dass eine Beziehung/Partnerschaft nach der anfänglichen Phase der „Verliebtheit“ unweigerlich ganz wesentlich vom Umgang miteinander „im Alltagstrott“ geprägt wird?

Und genau hier zeigt sich, wie weit man wirklich bereit ist, sein eigenes Leben mit allem Drumherum an die speziellen Bedingungen und auch Einschränkungen, die das Zusammenleben mit Behinderten mit sich bringen kann, anzupassen.

Meine Meinung, die ich zur Chancengleichheit Behinderter in dieser Hinsicht vertrete, habe ich in meinem Beitrag vom 02.12.2019, 19:51 angerissen und stehe nach wie vor zu meiner Auffassung.


@ Filippa1, es war mir schon fast klar, dass Du Dich in Deinem Beitrag nur etwas missverständlich ausgedrückt hast. Alles andere würde so gar nicht zu Deinen bisherigen Meinungen passen.


@AnneKlatsche, Dein Statement vom 03.12.2019, 16:42 ist für mich eine gute Zusammenfassung, wie schwierig es für Behinderte sein kann, einen Partner zu finden, der auch wirklich bereit ist, den Alltag einer Beziehung und die damit verbundenen oft massiven Einschränkungen im eigenen sozialen Leben langfristig zu akzeptieren.

Wie bereits angedeutet, es ist gewiss kein Zufall, dass so viele Datingportale speziell für Menschen mit Behinderungen und Handicaps existieren….

Ein Lichtblick für mich ist, dass vor allem im Bereich der stationären Altenpflege dem Thema „Liebe im Alter“ (hier besonders in Hinblick auf pflegebedürftige Menschen) immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird und auch viele noch bestehende Tabus ganz behutsam hinterfragt werden. Hier scheint zumindest ein zaghaftes „Umdenken“ bereits begonnen zu haben….
warum sollte ein gesunder Mensch in unserem Alter sich auf jemanden einlassen, der behindert ist? Will man nicht gerade in unserem Alter noch die letzten Jahre genießen mit dem, was man sich aufgebaut und geschaffen hat? Ich finde es menschlich und nicht verwerflich, so eine (egoistische) Auffassung vom (seinem) restlichen Leben zu haben.
Ich spreche aus Erfahrung!! Ich saß ein Jahr im Rollstuhl, als Single! Manchmal dachte ich darüber nach, wie es wäre in einer Partnerschaft zu leben, welche Hilfe und Liebe würde ich in diesem Zustand bekommen?? Dann stellte ich mir vor, in diesem Zustand von meiner Partnerin verlassen zu werden, oder sie hat Sex mit anderen Männern. Dann doch lieber allein, die Enttäuschung beschränkt sich dann nur noch auf die eigene Situation. Auch habe ich in dieser Zeit einige enge Freunde verloren.... zu anstrengend war ihnen die Situation.
Es gibt in meinem Umfeld einige Pärchen, die einen schwerkranken Partner*in haben, die zu 100% zusammenhalten. Sie leben aber auch schon sein zig-Jahren zusammen.
Ich bleibe allein, meine Vorstellung. Falls sich doch mal eine Beziehung aufbauen läßt, in Liebe, Treue und Respekt …. dann soll es so sein … gern sogar. Aber Träume sind ….nur Träume, gerade in unserm Alter.
Andre, Du bringst es genau auf den Punkt, was ich meine.
Ich habe meinen Mann durch seine schwerste Leidenszeit begleitet (DÜRFEN!).
Wir waren noch inniger verbunden, als je zuvor.
Ihn los zu lassen, fiel mir unglaublich schwer.
Solch einen Schmerz möchte ich nicht noch einmal erleben.
Deshalb würde ich mir natürlich - bewusst - lieber einen gesunden Menschen an meiner Seite wünschen.
Auch wenn ich weiß, dass es auch hierin keine Sicherheit gibt.
Ich bin verliebt.
Er ist strotzgesund.
Wäre er von heute auf morgen pflegebedürftig, ich würde alles für ihn tun!

( Dies ist auch meine Antwort an Patriarch. Vielleicht räumt sie ein Missverständnis aus.)
Andre6110 hat geschrieben: ...warum sollte ein gesunder Mensch in unserem Alter sich auf jemanden einlassen, der behindert ist? Will man nicht gerade in unserem Alter noch die letzten Jahre genießen mit dem, was man sich aufgebaut und geschaffen hat? Ich finde es menschlich und nicht verwerflich, so eine (egoistische) Auffassung vom (seinem) restlichen Leben zu haben....

Es gibt in meinem Umfeld einige Pärchen, die einen schwerkranken Partner*in haben, die zu 100% zusammenhalten. Sie leben aber auch schon sein zig-Jahren zusammen....
.



Hallo @ Andre6110

Das hat aus meiner Sicht überhaupt nicht mit Egoismus zu tun. Deine Ansichten zu diesem Thema treffen übrigens genau das, was viele meiner Bekannten im „realen Leben“ zu diesem Thema denken.

Danke für Deinen "ungeschönten" Beitrag fernab irgendwelchem "sozialem Antwortverhalten"!

Ganz anders kann es aussehen, wenn ein Partner in einer schon sehr gefestigten Beziehung behindert wird.
Das sieht man an den unzähligen Fällen, wenn ein Partner pflegebedürftig wird und oft vom Partner bis zur Selbstaufgabe zu Hause gepflegt wird...
Und wenn es nur wenige Jahre wären, die ich mit einem behinderten Menschen verbringen dürfte, dem ich aus den verschiedensten Gründen sehr zugeneigt bin, ich würde mich emotional an ihn binden
Ganz anders als in meiner Jugend, setze ich nun andere Prioritäten!
Milafranzi
so ist recht und menschlich.
LG:E.
@Kolombine, jetzt kann ich Deine Antwort besser einordnen und mir ein umfassenderes und detaillierteres Bild machen. Danke!

@Milafranzi, in meiner Jugend wurde mit dem Thema „Behinderung“ in meinem sozialen Umfeld leider auch ganz anders als heute üblich umgegangen. Bei mir hat dieser Prozess des „Umdenkens“ auch erst im frühen Erwachsenenalter begonnen und es hat mehr als nur einige Jahre gedauert, bis ich mich da neu positioniert habe.

Vielleicht könnte idealerweise der Threadersteller noch ein abschließendes Statement zu diesem doch sehr interessanten Thema geben – vielleicht sogar schon verbunden mit einer „Erfolgsmeldung“ ;-)
Ich habe erst neulich hier in der Unterhaltung eingeklicht... aber ich
mache mir schon Gedanken wie manchen mit Behinderungen geht....
Wir brauchen alle Menschen um uns
wenn möglich liebevolle Menschen,welche mit Empatie mit
Verständnis.... Wenn möglich ist soll
der behinderte Mensch nicht allein bleiben sondern in Treffpunkte in
Selbsthilfe Gruppen teilnehmen in
verschiedene Veranstaltungen, wenn nicht möglich allein dann mit fremde Hilfe damit Möglichkeit gibt's jemand kennenlernen und das Leben lebenswert bleibt,.... Nur so kann man sehen gesehen werden und die
innere Stärke einem offensichtlich werden....da öffnen sich Chancen... Ich wünsche jedem viel Glück.... und Liebe weil dann werden die Selbsheilungskräfte auch mobilisiert... und dann passieren richtige WUNDER!
LG:E.
Und ich wünsche dem jungen Man von ganzem Herzen,, dass er sich nicht so schnell entmutigen läßt.
Oft kommt die Liebe ganz unverhofft.
Schau Dich um, nicht so sehr auf`s Handy. Flirte ruhig ein wenig, nur so zum Spaß.
Bleib offen für Augenkontakt.
Verschenke Dein schönes Lächeln großzügig an alle Welt.
Und warte ganz gelassen ab, was passiert.
Vielleicht schneller, als Du denkst !
von Kolombine » 04.12.2019, 11:19
Andre, Du bringst es genau auf den Punkt, was ich meine.
Ich habe meinen Mann durch seine schwerste Leidenszeit begleitet (DÜRFEN!).
Wir waren noch inniger verbunden, als je zuvor.
Ihn los zu lassen, fiel mir unglaublich schwer.
Solch einen Schmerz möchte ich nicht noch einmal erleben.
Deshalb würde ich mir natürlich - bewusst - lieber einen gesunden Menschen an meiner Seite wünschen.
Auch wenn ich weiß, dass es auch hierin keine Sicherheit gibt.


Guten Morgen,
auch ich durfte meinen Mann auf seinen letzten Weg begleiten.
Deinem Beitrag möchte ich zustimmen.
Gruß