In der Liebe Sein


Mein Herz geschund'n am Boden.
Liegt darnieder, ist am Lodern.
Hat sich gewunden, vergraben.
Will die Wunden nicht laben.

Das Dunkel - undurchdringlich.
Alles flimmert - unerschwinglich.
Soviele Schatten herabströmen,
Ist's ein einziges Höhnen.

Niemals euphorisch, unbeschwert.
Im Jammertal vor sich hin gärt,
Keine Hoffnung mehr, nie mehr.
Überall tönt es endlich leer.

Kein Empfinden die Seele führt.
Nichts mehr wird gespürt.
Leben nur ein sinnloses Wort.
Liebe kein Loch mehr bohrt.

Letzte Gedanken dies denken,
Während weiterem Senken,
Hinaus aus dem Sonnenschein,
Ins einsame, erlösende Nichts hinein.

Ohren schon taub geworden.
Die Augen längst abgestorben.
Fängt doch etwas an zu schlagen,
Dort unten, tiefer als alle Klagen.

Will nichts tun, nichts spür'n.
Möchte keinen und nichts berühr'n.
Durch Hauch doch meine Hand erzittert,
Mehr wird nicht erschüttert.

Ruhe als Begleiter erkoren,
Alleiniges Sein herbeibeschworen.
Doch Winde keine Ruhe geben.
Entfesseln vielmehr kleine Beben.

Wehren scheint vergeblich.
Weckt Geister, stört erheblich.
Stürme tragen, werfen hinauf,
Was folgte dem Tiefenlauf.

Keine Zeit sich umzudrehen.
Nur Zwang andere Wege zu gehen.
Werde getrieben, gestoßen, geplagt.
Dabei scheint doch alles mir versagt.

Welch seltsames Geschehen.
Augen können wieder sehen,
Ohren neues wahrnehmen.
Ein Gesicht gleich einem Schemen.

Ein innerer Schlag zu diesem Weg.
Schicksal gebraucht als Beleg
Für den Zufall, der führte hierher,
Hinfort von Leid und Leer.

Gesicht groß entgeg'n schaut.
Als ob es auf etwas baut.
Mein Herz in diese Augen blickt.
Vor Freude, Verwirrtheit erschrickt.

Soweit das Nichts entfernt nun ist,
Als Dein Mund den meinen küsst.
Bin nicht im Tod, nicht im Leben.
Bin in der Liebe Sein - die nur Du mir kannst geben!
Mit der Liebe ist es
wie mit dem Wind.
Beide sind sie
plötzlich da,
woher, wohin ....
wer weiß das schon?

Mit der Liebe ist es
wie mit dem Wind.
Beide streicheln uns,
wir genießen,
sie reißen uns mit,
stürmisch und wild ....
wir lassen es zu!

Mit der Liebe ist es
wie mit dem Wind.
Woher, wohin,
was wird daraus ....
wer weiß das schon?
Irgendwo:

Ein lauer Wind weht leicht über das grüne Wasser des Sees. Bäume, Sträucher umgeben ihn. Grünblaue Schilfrohre steigen aus dem Seewasser empor in die Freiheit von Luft und Sonne. Die Seerosen schwimmen stagnierend auf dem gleichen Platz, doch untermalen sie die Stelle, wo zwei helle Holzboote festgebunden sind. Ein Mann im hellblauen Hemd und derselben, farbenen Krawatte steigt in den See. Er trägt grosse, schwarze Stiefel, hebt sein rechtes Bein, um ins erste Boote zu steigen - das zweite hebt er nach. Im Boot wartet er nun mit seinem liebevollen, verschmitzten Lächeln auf seine Herzensdame, die auf sich warten lässt... Wer wird sie wohl sein?

Lieber Leser, jetzt ist es an dir...! Wird die Herzensdame erscheinen oder nicht?
GROSSE Liebe

Du bist sehr klein
aber mein plaisir
Napoleon, der ähnelt dir
klein aber oho
mein Waterloo

plaisir d´amour
Du bist mir nah,
wenn ich mir fern bin.
Du hörst mich,
wenn ich sprachlos bin.
Du öffnest mir die Augen,
wenn ich blind bin.

Du weist mir den Weg,
wenn ich mich verlaufen habe.
Du erinnerst Dich an mich,
wenn ich mich vergesse.
Du glaubst an mich,
wenn ich ohne Hoffnung bin.

Du kennst die Lösung,
wenn ich mich verrechnet habe.
Du hältst die Richtung,
wenn ich ins Schleudern gerate.
Du stärkst mir den Rücken,
wenn mir das Wasser bis zum Halse steht.

Du bist immer da,
wenn ich Dich brauche ....
Aber wer
tröstet mich,
wenn ich traurig bin,
weil Du mir fern bist?
Ich las die Zeilen, die er schrieb
ein Stück nach Mitternacht
Hat mit dem Satz „Ich hab’ dich lieb“
mich um den Schlaf gebracht

meins
cron