Für mich steht fest:
Die Temperaturen in Mitteleuropa der letzten 5 Jahre sind im Durchschnitt um 1 bis 2 °C wärmer als die letzten 100 Jahre.
Die Anzahl der Extrembedingungen (Starkregen, Hagel, Temperaturen oberhalb 30°C) hat um Faktor 5 bis 10 zugenommen.
Es gibt jede Menge Interessenvertreter welche, je nach Unternehmen, predigen: "Es ist 5 vor 12" wir müssen dringend handeln oder "halb so schlimm, das gab es schon immer".
Die Industrie ändert nur dann etwas wenn sie muss. So lange Energie so billig ist, gibt es keinen Anreiz etwas zu ändern.
Unser System mit Börse bietet für Manager keinen Anreiz sinnvolle energetische Projekte umzusetzen, die sich nicht innerhalb von maximal 3 bis 4 Jahren über Kosteneinsparungen amortisiert haben.
Dem Privatmann schreibt der Gesetzgeber dagegen vor, dass er Wärmedämmung auf die Wände montieren muss, die wirtschaftlich nie rentabel ist und ökologisch äusserst fragwürdig (Das ist Wirtschaftsförderung mit dem Deckmantel "Umweltschutz").

Ich frage mich immer zuerst:
Welche wirtschafliche Interessen hat der Autor, wer bezahlt ihn direkt oder indirekt? - Denn Unternehmenspolitik ist die Kunst der Allgemeinheit vorzugaukeln die eigenen wirtschaftlichen Interessen dienen dem "Wohlbefinden unserer Stadt, unseres Staates oder der Erde." .
Das mit den Temperaturen oberhalb 30° möcht ich bezweifeln. Mach mal eine Umfrage unter den Freibädern bezügl. Einnahmeausfällen durch verregnete Sommer - da sind die letzten Jahre auch gut mit im Rennen.

Der 2015er Sommer ist kein Maßstab. Trockenheiße Sommer gibt es etwa alle 10 Jahre, so 1976, 1983, mitte 90er, 2003, 2015. Der letztjährige heiße Sommer war also schon nach der Statistik des vergangenen halben Jahrhunderts mehr als überfällig.

Wärmer geworden sind v.a. die Winter, auch Frühjahr u. Herbst.
    Ob die Klimaveränderung durch den Menschen verursacht wurde
    - kann ich selbst nicht sagen auch nicht wissen.
    Die Erde ist auch einem Zyklus unterworfen - genauso wie wir selbst.
    Ein Jahreszyklus - den wir wahrnehmen können - ist durch die vier Jahreszeiten erkennbar.

    Der Zyklus der Erde ist wesentlich höher. Und wir mit unseren ca 100 Jahren, können das gar nicht abschätzen - keiner kann einen kpl. Erdzyklus erleben.
    In Deutschland startete im Jahr 1781 die erste professionelle Wetterstation.
    Deswegen haben wir auch noch zu kurz die Aufzeichnungen - die ein ganzes Bild darstellen könnten.

    Nur wenn ich daran denke, dass einmal im Wienerbecken - ein Meer war (durch Ausgrabungen belegt) dann denke ich, dass wir gerade einen Wechsel des Weltjahreszyklus miterleben.
    Wer weiß jetzt schon - wann wieder einmal im Wienerbecken - Meerwasser - alles andere weggeschwemmt hat.
    Und der Erdzyklus wird auch ohne den Menschen sich immer wieder durchsetzen und viele Veränderungen mit sich bringen.

    Früher sagte man der Hausbrand (Ofenheizung) sei schuld - und heute sind es andere Faktoren.
    Dabei soll der Hausbrand mehr schlechte Luft erzeugt haben als heute erzeugt wird.
    Auch die Bevölkerungsdichte könnte - muss aber nicht - auch zur schnelleren Veränderung beitragen.

    Die vier Jahreszeiten (ich nenne es mal so) des Erdzyklus werden auch ohne den Menschen aktiv bleiben.
    Aber vielleicht wird sowieso alles schneller - meine (unsere) subjektive Empfinden geht doch auch in diese Richtung.

    Es ist nur meine Sichtweise - nicht fundiert - nicht wissenschaftlich - rein gefühlsmäßig.

Kurz und bündig - Klima hat sich verändert, durch Mensch oder nicht - das ist noch offene Frage. :wink:

P.S.
@kungeba,
ich kenne die vier Jahreszeiten von Vivaldi, höre ich gerne. :wink:
Augenblicklich hat sich der El Nino 2015 gelöst und die Bedingungen im Pazifik sind fast normal.
Aber kurz zu unserem Wetter: Welchen Einfluss haben El Niño und La Niña auf unser Wetter?
Beide Phänomene haben nur einen sehr geringen, direkten Einfluss auf unser Wetter - indirekt dafür umso mehr. Was unser Wetter in Mitteleuropa maßgeblich beeinflusst ist der sog. North Atlantic Oscillation - kurz NAO Index.
Kurze Erklärung:
Aufgrund der hohen Temperaturunterschiede zwischen dem "warmen" Atlantik und der kalten Luft bei Grönland ist das die Geburtsstätte der meisten Tiefdrucksysteme für Mitteleuropa. Der Hochdruck auf dem Atlantik ist dann normalerweise bei den Azoren zu finden und der Tiefdruck bei Island (das ist im übrigen der positive NAO-Index). Somit kommt es verstärkt zu sog. Westwindwetterlagen. Und eben diese Nord Atlantische Oszillation wird durch El Niño und La Niña beeinflusst. Ist La Niña aktiv, so ist mit positivem NAO Index zu rechnen (Azorenhoch und Islandtief gut ausgebildet), was häufig West- bis Südwestwindwetter in Deutschland zur Folge hat. Ist dagegen El Niño aktiv, so ist vermehrt mit negativem NAO Index zu rechnen (Azorenhoch und Islandtief schwach ausgeprägt, oftmals Hoch bei Island). Der negative NAO Index hat zur Folge, dass auf dem Atlantik sog. Hochdruckblockaden entstehen - das Westwindwetter "schläft ein", was in Mitteleuropa sehr häufig zu Kaltlufteinbrüchen aus dem Norden führt. Das haben wir in den letzten Monaten erlebt.
Welche Klimaverändrung nun aus welcher Ursache resultiert, und ob überhaupt - es gibt doch heute genauso viele schlaue Wissenschaftler, die es begründen wie solche, die das Gegenteil plausibel beweisen. Die Wahrheit wird vielfach nur noch durch Dollars geschrieben.

Fest steht doch nur, dass der Mensch die Erde noch nie so schlecht behandelt hat wie wir heute. Das beginnt bei dem milliardenfachen Werbemüll in jeder Tageszeitung und endet bei verbrecherischen Kriegen, bei denen wer weiß was alles in der Atmosphäre verbrennt. Gut und hilfreich für unser Weltklima aus meteorologischer Sicht ist das ganz bestimmt nicht.
@dick
Die weibliche Form von El Niño war mir bisher nicht bekannt.
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