luna15 hat geschrieben: Übrigens läuft der Thread im Philosophie-Bereich. Philosophen sind meist sehr ausführlich. Das weiß ich aber doch vorher. :


Deswegen schreibst Du so lange Artikel, weil Du Dich auch als Philo-soffin siehst

""Also mit welchem Recht willst Du sie maßregeln? Könnte man das nicht auch als anmaßend oder lächerlich bezeichnen? Sie haben das gleiche Recht hier zu sein wie Du.""

Ist das nicht irgendwie ein Paradoxon, Du schreibst hier einen Ellenlangen Beitrag um jemandem Deine unmaßgebliche Meinung zu geigen und negierst das zugleich für andere. Das ist ja so wie wenn ein Goethedenkmal durch die Bäume schillert.

""Übrigens: unterschätze die Alten nicht. Es gibt genügend Alte, die sich sehr wohl sehr gerne geistig anspruchsvoll anregen lassen und ebenso betätigen wollen. Und hier haben sie zum Beispiel einen passenden Raum und Rahmen dafür. ""

Deine Anregungen als Alte bestehen dann wohl darin, Dich im Schein von Verdandis Geistesleuchten aufzuhalten um dann für sie den selbsternannten Wadenbeisser zu spielen, wenn jemand nicht so will wie ihr wollt.

Dieses ganze Thema ist extrem rassistisch, weil nur über den Wert des Menschen sinniert wird und nicht über andere Lebensformen.
Was albern.
Es ist ein Unterschied sich über echte Philosophen Gedanken zu machen oder sich selbst für einen solchen zu handeln.
Ich kann inflationär Sartre, Beauvoir oder Camus heranziehen, zitieren oder mit sonstigen Geistesgrößen um mich schmeissen; deswegen bin ich noch lange keine Philosophin.
Es mutet einfach etwas lächerlich an.
Unter einem Philosophieforum verstehe ich etwas anderes, als konsequente Selbstdarstellung.
Es kann bereichernd sein, sich über die verschiedenen Sichtweisen wirklich interessanter grosser Denker auszutauschen.
Sich jedoch selbst klugkackerisch ständig zu produzieren wirkt irgendwann nur noch penetrant.
So viel zu gelungener Kommunikation.
Denen, die applaudieren, wird ausgiebig Süssholz geraspelt.
Denen, die den Ergüssen kritisch gegenüber stehen, versucht man intellektuelle Ohrfeigen zu verpassen.
Oh Verdandi........das war Mal wieder ein Eigentor.

Das tut mir jetzt wirklich leid, ich hatte meinen Vorschlag ganz ernst gemeint und wollte nur einen alternativen Vorschlag für diejenigen unterbreiten, denen die Beiträge der UserInnen, die hier (zum Teil schon seit vielen Jahren) im Philosophie-Forum in gewohnter und typisch philosophischer Präzision – aber damit leider auch Ausführlichkeit – über philosophische Themen diskutieren, unverständlich erscheinen und überzeugt davon sind, dass es an der Länge der Texte liegt.

Ich sehe aber nun ein, dass „Fastfood“ als eine herabwürdigende Metapher für das Bedürfnis nach kurzen Statements aufgefasst werden kann, bitte dafür um Entschuldigung und… und poste meinen Beitrag jetzt noch einmal in einer korrigierten, unzweideutig neutralen Fassung*:


▬▬▬__________



@ Diana2 (» 12.11.2018, 15:42 und 15:44h)

Ich hätte da ein paar gute Tipps für Freunde der philosophischen *Kurzfassungen, also ohne ellenlanges Herumgequatsche, vielleicht ist ja etwas für Dich dabei?


1. Philosophie: Eine Bildergeschichte für Einsteiger

https://www.fink.de/katalog/titel/978-3-7705-3113-4.html


2. Platon und Schnabeltier gehen in eine Bar...: Philosophie verstehen durch Witze

https://www.swr3.de/aktuell/filme-und-buecher/buchtipps/Platon-und-Schnabeltier-gehen-in-eine-Bar-Philosophie-verstehen-durch-Witze/-/id=149342/did=3405014/54ugsr/index.html


3. Für Fortgeschrittene... Existential Comics: Philosophie leicht gemacht mit Sartre und Beauvoir

https://eaudebeauvoir.com/2016/01/19/existential-comics-philosophie-leicht-gemacht-mit-sartre-und-beauvoir/


:D





PS

Mir selbst gefällt das Vorgeschlage übrigens sehr gut: Witz und Unterhaltungswert und nebenbei kluge Wissensvermittlung – das ist doch eine tolle Kombination!

:D


Hallo Verdandi,
Ich bin überrascht.
Wenn Deine letzten beiden Kommentare aufrichtig gemeint sind, und ich gehe davon aus, dann möchte auch ich mich entschuldigen, fuer meine scharfe Reaktion auf falsch Verstandenes.

Gut, Diana, ich nehme Deine Entschuldigung auch an. :)

Es wäre doch erfreulich, wenn wir beide belegen könnten, dass eine Gegnerschaft auch wieder aufgelöst und vielleicht sogar ins Gegenteil umgewandelt werden kann, oder? – Ich will mich zumindest darum bemühen.


Ich muss gerade lächeln.
Vielleicht gelingt nun gelingende Kommunikation.
Das Leben ist manchmal ein Ueberraschungsei.
https://www.meinanzeiger.de/erfurt/c-le ... etz_a87376

Berlin (ots) - Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert die Bundesregierung anlässlich des Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November auf, die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz zügig voranzutreiben. "Wir sind davon überzeugt, dass eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz Kinder als Träger eigener Rechte stärkt und die Beachtung ihrer Interessen in Justiz und Verwaltung verbessert", so Claudia Kittel; Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen
Deutschen Instituts für Menschenrechte.

Wäre dem wirklich so?
https://m.youtube.com/watch?v=1RyEEdVTu2A

(Über) Lebensschule versus
Pädagogiotie
@ mehusae

Der gleiche internationale Machtkampf um die Vorherrschaft beim Bestimmen von allgmeingültigen Menschengesetzen, um die Machtposition der Stärkeren auch strafrechtlich als „gottgegeben“ zu legitimieren, findet auch bei der verbesserten Kommunikationstechnik auf militärischem Gebiet statt, wobei der nächste Weltkrieg von Demjenigen gewonnen wird, der sie am effizientesten für seine Zwecke nutzen, bzw. sie auch nötigenfalls außer Kraft setzen kann.

Dazu noch ein interessanter Diskurs zum lnterview mit Raymond Geuss von
Lawrence Hamilton ab Seite 149 und
der Replik darauf von Georg Lohmann ab Seite 160.

https://drive.google.com/file/d/1MjTxEk ... p=drivesdk


https://drive.google.com/file/d/1G8AI5G ... p=drivesdk


Dass vor Allem Rechte gefordert werden, ohne dass eine Verpflichtung damit einhergeht, sie auch Anderen zu gewähren, scheint mir der Hauptgrund dafür, dass sie keinen gerichtlich einklagbaren Gesetzesstatus zuerkannt bekommen.

Diese Forderung stellen nicht nur Einzelpersonen, die sich nicht gerne von Stärkeren Vorschriften machen lassen wollen, sondern auch Regierende, die die Politik in einem Staate bestimmen, und höchstens selber bei der internationalen Politik mitmischen wollen, um Schwächeren Vorschriften zu machen, anstatt sich einer Regelung zu unterwerfen, die mit allzu rigorosen Beschneidungen ihrer Machtbefugnis Grenzen setzt, die sie sich gar nicht setzen lassen müssen.

Selbstverpflichtung ist ein absurder Begriff, der obendrein widersprüchlich ist, denn verpflichtet wird man nur durch Jemanden, der auch die Macht dazu hat, Einen zum Einhalten dieser auferlegten Pflicht per Strafgesetz zu zwingen, denn dazu kann und wird man sich nicht selber zwingen, weil man zum Einen nur eine Person ist, und nicht zwei, und zum Anderen sich niemals selber schädigen wird, ohne dass es sich für Einen lohnt.

Der in Aussicht gestellte Lohn dafür, dass sich Jemand zur Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften verpflichten lässt, besteht zB in der Berechtigung dazu, ein zugesichertes und gesetzlich einklagbares Recht in Anspruch nehmen zu dürfen.

Das tröstet den ohnmächtigen Bürger darüber hinweg, dass er dem mächtigen Gesetzgeber gehorchen muss, sodass er es auch freiwillig tut, anstatt dass er jedes mal aufs Neue versucht, sich ein Vorrecht gegenüber Anderen, die er vorgeblich naturrechtlich als der Stärkere beherrschen will, wozu er gar nicht befugt ist, machtpolitisch gegen den Willen des Gesetzgebers zu erkämpfen.

Dass Diejenigen, die sich das Recht selber herausnehmen, weil sie die Macht dazu haben, sich natürlich nicht für die Belange derer einsetzen, die auch Etwas von ihrer Macht ab haben wollen, um sich notfalls ihre selbstformulierten Rechte vor Gericht auch gegen deren Willen erstreiten zu können, ist auch einleuchtend.

So wird aus den scheinbar unüberwindlichen Schwierigkeiten beim Durchsetzen von Forderungen nach sozial ausgleichenden Gesetzen, erst dann ein politisches Erfolgskonzept, wenn sich zwei große, wie etwa Mitglieder von Klerus und Adel um die Gunst eines Kleineren aus dem Geldadel streiten, um mit dessen Hilfe den gleichstarken Gegner zu überwältigen, sodass der Kleinere der lachende Dritte ist.

Allerdings ist der in der Regel nicht das Volk, weil das zum Einen keine Person ist, und zum Zweiten keine Lobby hat, selbst wenn man es ihm erfolgreich einsuggeriert hat, damit es nicht durch zivilen Ungehorsam erfolgreich dagegen rebelliert, und – auch wenn es nicht selber regieren kann – den Regenten zumindest damit das Regieren erschwert.


https://www.meinanzeiger.de/erfurt/c-le ... etz_a87376

Berlin (ots) - Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert die Bundesregierung anlässlich des Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November auf, die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz zügig voranzutreiben. "Wir sind davon überzeugt, dass eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz Kinder als Träger eigener Rechte stärkt und die Beachtung ihrer Interessen in Justiz und Verwaltung verbessert", so Claudia Kittel; Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen
Deutschen Instituts für Menschenrechte.

Wäre dem wirklich so?


Abgesehen davon, dass ein Institut keine Person ist, die Etwas fordern kann, sondern dass es Menschenrechtler mit Rang und Namen sind, die diese Rechte für Kinder fordern, obwohl die noch gar keine Personen des öffentlichen Rechtes sind, die diese Rechte selber notfalls auch gerichtlich einklagen können, sondern immer eines Vormundes dazu bedürfen, stellt sich hier die Frage: wem gegenüber sollen sie dieses Recht zugestanden bekommen?

Natürlich denen gegenüber, von deren Willkür sie abhängig sind, und das sind nun mal genau Dieselben, die auch ihre Interessen öffentlich als ihre Vormünder vertreten.

Hier entstünde also ein Widerspruch bei den elterlichen Pflichten, einerseits selber die Mittel zu wählen, um das Kind durch die Einschränkung seiner Freiheiten zum Befolgen von Gesetzen zu zwingen, damit es zu einem gesetzestreuen Bürger heranwächst, was man auch Erziehungsauftrag nennt, und andererseits gleichzeitig auf eben diese freiheitseinschränkenden Maßnahmen verzichten zu müssen, damit das Kind selber bestimmen, oder zumindest mitbestimmen kann, ob und inwieweit es sich an diese Regeln hält, oder nicht, wobei sie jedoch für jeden dabei entstehenden Schaden alleine haften müssen.

Da bei der Forderung nach mehr Kinderrechten aber eine gesetzliche Verpflichtung der Eltern, auf den Machtmissbrauch gegenüber ihren Kindern zu verzichten, völlig entfällt - denn damit würde sich der Besitz von Kindern nicht mehr lohnen und die Eltern würden ihre Erziehungsarbeit vernachlässigen, wodurch die Kinder verwahrlosen würden – wird wieder viel heiße Luft bewegt, ohne irgendwelche realisierbare Konsequenzen.

Aber immerhin hat man mit blindem Aktionismus mal wieder von sich Reden gemacht, und sich selber bewiesen, dass man – wenn man schon nichts tun - zumindest darüber reden kann, und die gute Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.


https://m.youtube.com/watch?v=1RyEEdVTu2A

(Über) Lebensschule versus
Pädagogiotie


Wissen bedeutet zwar (geistige) Macht, aber taugt zur Selbst-Bestimmung ohne die dafür nötige politische Vormacht gar nichts!

Die bekam man früher aufgrund der ererbten Würde des Geburtsadels automatisch zugewiesen, sodass die erfolgreiche Karriere in Politik und Wirtschaft schon vom (heiligen) Vater vorprogrammiert worden war, denn die Bildung, die für das einfache Volk unerschwinglich war, bestand aus sehr praktisch verwertbaren Konzepten, wie man erfolgreich über die Leichen der Unwissenden geht, um das eigene Paradies auf Erden zu schaffen, und eventuellen Neidern Sand in die Augen streute, indem man sie mit unwichtigen Informationen systematisch verblödet.

Leider hat auch das Zeitalter der Aufklärung keine Abschaffung der noch heute betriebenen babylonischen Sprachverwirrung gebracht, und eine soziale Gesellschaft liegt weiter entfernt als je zuvor, nachdem clevere Demagogen den Sozialismus mittlerweile selber als Geisteskrankheit entwertet haben.


@ filofaxi

Würdest Du auch so denken, wenn Du selbst Kinder hättest? – Vielleicht ist das auch nur schwer vorstellbar für Dich, die Thematik aus der Elternperspektive zu betrachten und zu bewerten?

Ich kann Dir versichern: Die meisten Eltern sehen sich nicht nur in der Erziehungs-"Pflicht", sondern lieben ihre Kinder! Und möchten, dass andere Kinder, die nicht geliebt werden, mehr Rechte erhalten. Ich verstehe das gut und empfinde auch so.


@ Verdandi

….Würdest Du auch so denken, wenn Du selbst Kinder hättest? – Vielleicht ist das auch nur schwer vorstellbar für Dich, die Thematik aus der Elternperspektive zu betrachten und zu bewerten? ….

Falls du richtig hingelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass meine obige Analyse eben gerade von den Eltern-Perspektiven handelt: einmal aus der Sicht des „zur Erziehung Berechtigten“ und ein anderes Mal aus der des „zur Erziehung und zur Fürsorge Verpflichteten“.

Das sagt jedoch noch gar nichts darüber aus, wie ich mit meinen eigenen Kindern umgehe oder umgegangen bin. Und das wiederum geht dich – solange du hier lediglich versuchst, mit eigenen Unterstellungen darüber meine Aussagen zu dem Thema als rein subjektiv bedingt zu relativieren, um sie damit besser entwerten zu können - mit Verlaub auch gar nix an, sodass all deine Spekulationen darüber, wie es sich tatsächlich verhält, deinerseits ins Leere laufen.

…...Ich kann Dir versichern: Die meisten Eltern sehen sich nicht nur in der Erziehungs-"Pflicht", sondern lieben ihre Kinder! Und möchten, dass andere Kinder, die nicht geliebt werden, mehr Rechte erhalten. Ich verstehe das gut und empfinde auch so. …...

Dass Eltern ihre (gehorsamen) Kinder, die sie zu Erziehen berechtigt sind, lieben, bedeutet noch lange nicht, dass sie deshalb auch ihre Fürsorgepflicht lieben – besonders dann nicht, wenn sie ihre Kinder mal hassen, weil sie ungehorsam und damit auch nicht liebenswert für sie waren.

Daher hat der Gesetzgeber - zum Glück für die Kinder - die elterliche Fürsorgepflicht von der Lust und Laune eigenmächtig liebender oder hassender Eltern abgekoppelt, und ihnen diese auch für den Fall rechtsverbindlich - dh unter Androhung von Strafen bei Zuwiderhandlung - auferlegt, falls sie ihr Kind aus irgend einem Grund mal nicht lieben sollten.

Das Problem beim Machtmissbrauch gegenüber Schutzbefohlenen ist jedoch, dass der erst von Dritten zur Anzeige gebracht werden kann, die obendrein in der Beweispflicht sind, weil die Täter hier auch dann noch Schutzrechte genießen, wenn sie ihrer nicht würdig sind.

Die Kinder hingegen sind in jedem Falle die Leidtragenden – egal, ob eine Herausnahme des Kindes aus der Familie jenes vor weiterem Machtmissbrauch schützt, oder ob ihm die egoistischen, pflichtvergessenen Eltern erhalten bleiben, weil die Unterbringung in einem Heim sozial noch weniger angebracht ist – nach dem Motto: „Besser schlechte Eltern, als gar keine Eltern!“


>> …solange du hier lediglich versuchst, mit eigenen Unterstellungen darüber meine Aussagen zu dem Thema als rein subjektiv bedingt zu relativieren, um sie damit besser entwerten zu können …<<


Meine Güte, welch hässliche, unwahre Behauptungen! :shock:

Ich verwahre mich dagegen!

Mein o.a. Posting war vollkommen arglos gemeint. Ich hatte mich eben sehr gewundert, wie jemand so grundlegend schlecht über Eltern denken kann und grundsätzlich eher von Machtmissbrauch als von Liebe und Fürsorge ausgeht. Gehst Du immer zuallererst vom Schlimmsten aus? Dann habe ich auf Deinem Profil gelesen, dass Du keine Kinder hast und mich gefragt, ob es wohl daran liegen könnte. Die Frage ist doch nicht ganz von der Hand zu weisen, oder? :|

Natürlich musst Du das nicht beantworten, aber mich wirst Du nicht daran hindern, in diesem von Dir eröffneten Thread meine Gedanken zu äußern – so wie Du es ja auch in dem von mir eröffneten Thread schon sehr häufig getan hast. Du musst mir nicht antworten, wenn es Dir nicht passt, was ich schreibe – so halte ich es ja auch. Nach AGB existieren jedenfalls keine Antwort-Rechte und -Pflichten und keine Postingverbote, wie mir gerade in einem anderen Thread erklärt wurde. :wink:




Da die menschliche Beziehungen einerseits aufgrund von wechselseitigen Bedürfnissen (und nicht Gefühlen) und der Erwartung, sie vom Anderen befriedigt zu bekommen, sowie der Art des Umgangs miteinander andererseits oft sogar unbewusst - und demnach scheinbar durch Geisterhand von selber - zustande zu kommen scheinen, ist den oft nicht nur der Zweck der Beziehung, sondern auch die gemeinsame Vertragsbasis nicht klar, auf der sie sich miteinander vertragen.

Man könnte die Forderung nach allgemeinen, international gültigen, ethischen Regeln für alle Menschen jenseits der speziellen Regelungen für den jeweiligen Lebensbereich (wie zB Verkehrsregeln) ansiedeln, so etwa, wie man die „gute Sitte“ als Maßstab nimmt, um dieser Vorgabe entsprechend angemessene - dh einem dem Zwecke der friedlichen Zusammenarbeit förderlichen Art entsprechenden Umgang miteinander – Verträge von sogenannten sittenwidrigen Verträgen zu unterscheiden, bei denen ein Partner den anderen trotz gegenteiliger Zusicherung eines Rechts auf angemessene Gegenleistung zu seinem Nachteil übervorteilt, was der Zusammenarbeit nicht förderlich ist.

So wird zB das auf Konventionen begründete Gastrecht in einem Kulturkreis aufgrund des praktischen Nutzens für Gast und Gastgeber immer weiter den jeweiligen Anforderungen angepasst und als Tradition an die nachfolgenden Generationen weitervermittelt, die es aus der liebgewonnenen Gewohnheit heraus auch nicht in Frage stellten, sodass es irgendwann wie ein von höherer Seite verordnete und nicht verstandene, lästige Pflicht ohne ein dazugehöriges Recht empfunden wird, sofern kein erklärender Kommentar dazu vorliegt.

Es ist also wichtig, die „gute alte Sitte“ nicht nur in einem Kompendium von Paragrafen als eine AGB aufzufassen, an die sich alle Mitglieder einer Gemeinschaft halten müssen, um des Schutzes vor Mitgliedern anderer Interessengruppen teilhaftig zu werden, sondern auch zu begreifen, mit wem man dabei zu welchem zusätzlichen Zwecke noch alles in einem Vertragsverhältnis steht.

Dass zum Pflegen von Freundschaften andere Regeln gelten, als für das Pflegen von Feindschaften, bei denen es darum geht, eine Streitkultur zu pflegen, ohne den Anderen dabei totzuschlagen, steht natürlich nicht im StGB, wo das Verhältnis des Gesetzgebers mit den Bürgern geregelt wird, sondern z.B. in der Nettiquette oder im Knigge, wo es um Empfehlungen geht, die keine strafrechtlich einklagbare Rechtsgrundlage haben, aber wo die Verstöße zum unmittelbaren Ende der Freundschaft führen, bzw sogar zur Feindschaft

Dabei kann und muss man leider auch kein gesetzlich geregeltes, hilfreiches, soziales Schlichtungsverfahren durch öffentliche Einrichtungen in Anspruch nehmen, die die unfähigen Parteien wieder an einen Tisch bringen, um über den gebrochenen Vertrag nachzuverhandeln, ohne dass Einem von Beiden dabei ein größerer Schaden oder Nutzen erwächst, als dem Anderen.

Filosofen können zwar Idealvorstellungen formulieren, aber Politiker müssen sie dann zum verbindlichen Gesetz machen, was am Besten auf Einsicht jedes Einzelnen in den Nutzen für ihn begründet sein sollte, statt lediglich auf der Angst vor Strafen, die ihm nur dann nicht drohen, wenn er heimlich gegen die Gesetze verstößt – so, als seien es dann auch gar keine echten Schädigungen des Anderen, sondern nur verzeihliche Fehler.

Um dieses Rechtsbewusstsein zu erzeugen, bedarf es der dazu geeigneten Lehrer, bzw Verkünder oder Profeten, die es auch den Unwissenden erklären, anstatt nur auf die Strafen zu verweisen, die mit der Nichtbeachtung verbunden sind, was die lästige Pflicht ohne Rechte dastehen lässt und daher als dem sozialen Miteinander eher schädliche als nützliche Einrichtung.