Ich liebäugele mit der Anschaffung (Miete 20 Jahre) einer PV-Anlage mit 5,8 kWp :idea:

Die Dach-Ausrichtung und der Dachwinkel sind nahezu perfekt. Keine Verschattung. Von maximal möglichen 5,8 kWh könnten 5,1 kWh ausgeschöpft werden. :!:

Das Gebäude ist für 4 Personen ausgelegt, daher möchte ich bereits jetzt, auch eine Anlage für 3-4 Personen planen.

1060 kWh würde ich statistisch selbst verbauchen (berufstätig und an 5 Tagen in der Woche tagsüber nicht im Haus). Verbleiben noch 4040 kWh die max. eingespeist werden würden. Der Einspeisungsbetrag liegt aktuell bei ca. 0,10 € - also 404 € im Jahr.

So, jetzt meine Frage an die, die sich mit sowas auskennen/Erfahrung haben :) :
- Wie bekomme ich das Geld 'zurück'? :?:
- Bekomme ich es komplett zurück oder fallen Steuern/Gebühren/etc. an? :?:
- Wird es evtl. durch den Stromanbieter von dem ich den Graustrom beziehe ange-/verrechnet? :?:
- Falls ich den Stromanbieter (ggf.jährlich) wechseln möchte, kann dieser mich/den Wechsel ablehnen/verweigern? :?:

Vorab schon mal vielen Dank :) :!:
Hallo.Erika

. . . ich hatte mich auch schon mal damit beschäftigt . . . doch leider bei genauen hinterfragen sind mir diese Anbieter immer Antworten schuldig geblieben . . . es waren ähnliche Fragen wie Du sie hast . . . Fördermittel, Rückvergütung, Kosten für Installation und Instandhaltung, und sogar die Berechnung der Effektivität waren sehr unterschiedliche Aussagen . . . es waren alles unbefriedigende Auskünfte mit vielen Fragezeichen . . . einen seriösen Anbieter solcher Mietanlagen hab ich bisher nicht ausfindig machen können . . . eine Möglichkeit wäre, sich einen sogenannten "Energieberater" zu bestellen . . . aber ist auch Vorsicht geboten, diese wollen schlußendlich auch nur verkaufen und haben ihre Vertragspartner . . . ich jedenfalls bin am Punkt angekommen und lasse das Vorhaben erst mal ruhen . . .
Hallo und danke Niko,
Ich hab zwischenzeitlich meinen aktuellen Stromanbieter und auch das Finanzamt kontaktiert.
Der Graustrom würde mich zusätzlich zur Miete der PV noch so viel kosten, dass ich insgesamt bei mehr als 110 € monatliche Kosten läge.
Und das Finanzamt beurteilt nach grober Schätzung, dass es sich finanziell für mich nicht rechnet.

Also .... Schade.
hallo .Erika

von Freunden habe ich jüngst gehört, dass sie nach Einbau der Photovoltaikanlage ein Kleingewerbe anmelden mussten, da sie im Sinne der Gewerbeordnung als Kleinanbieter eingestuft wurden. Mit entsprechenden Versteuerungen. Wie sich das auswirkt, kann ich dir leider nicht sagen, da das alles noch sehr frisch ist und sie einfach umweltbewusst handeln wollten. Das Kleingedruckte macht sich erst jetzt bemerkbar...
ja, saphira, da ist was dran . . . es liegt aber am Steuersystem Deutschlands . . .Du mußt investieren, entsprechend eingestuft werden (z,B. als Kleingewerbe) um genug von den Steuern absetzen zu können . . . nur wer sich ins Minus katapultiert gewinnt . . . das schaffst Du als normaler Arbeitnehmer mit einem Brutto bis 50 Tausend nicht, haste null Chance . . . aber das will ich hier nicht weiter vertiefen . . .
Ja, das mit dem Finanzamt (Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer, Verwaltungsaufwand) macht die Idee letztendlich für mich leider nicht mehr attraktiv für mich.

Schon sehr bedauerlich, bei den vielen 'gut ausgerichteten' Dächern.

Ich zumindest, will ja keinen Gewinn machen ... sondern nur keine fossilen Energieträger mehr verschweden ...
Hallo Erika,

warum willst du die PV-Anlage mieten?
Wir haben unsere PV-Anlage gekauft (mit Vorsteuerabzug) und hoffen bis zum Ende der Einspeisung sogar einen kleinen Gewinn zu machen.

Bei den aktuellen Preisen für die Einspeisung ist es besser wenn man möglichst viel vom erzeugten Strom selber verbraucht. Dann sollte es sich auch fürs Finanzamt rechnen.

Es gibt ein gutes Forum (Photovoltaikforum.com) für deine Fragen. Dort würde ich mal nachfragen.

Viel Erfolg
Buzico
.Erika hat geschrieben: ... Ich zumindest, will ja keinen Gewinn machen ... sondern nur keine fossilen Energieträger mehr verschweden ...

Wenn es dir darum geht, fossilie Heizenergieträger, wie Erdgas oder Heizöl, einzusparen, könntest du dir auch eine Solar-Thermie-Anlage (für warmes Wasser) aufs Dach setzen und du kannst damit deine Heizungsanlage einschließlich warmes Trinkwasser entlasten.
Vorteile: Bei gleicher Kollektorfläche können Solar-Thermie-Anlagen mindestens dreimal so viel Energie aufnehmen als PV-Anlagen. Solar-Thermie-Anlagen sind im Vergleich zu PV-Anlagen deutlich preiswerter. Solar-Thermie-Anlagen kannst du mit Wärmepumpen koppeln, was die Effektivität dieser Anlage deutlich steigert. Ich meine das immer, bei gleicher Kollektorfläche bei beiden unterschiedlichen Systemen.
Nachteile: Du brauchst Platz, um die Pufferspeicher für das warme Wasser aufzustellen. Damit kann man eine Menge Energie speichern, was mit Strom so nicht geht. Dein bisheriger Heizkessel sollte die Solar-Thermie-Anlage erstrangig arbeiten lassen. Du brauchst also eine Steuerung der Systeme.
Das wichtigste aber ist, dass du einen Heizungsbauer findest, der wirklich Ahnung von der ganzen Sache hat und dir nicht irgend etwas zusammen bastelt, was für dich teuer wird und kaum Nutzen bringt. Ich habe da schon manchen Heizungsbauer "dummes Zeug" reden hören und auch Energieberater sind davon betroffen.
Das ganze ist nur ein grober Überblick, im Detail wird es wesentlich komplizierter.
Ich selbst habe seit vier Jahren eine Solar-Thermie-Anlagen auf dem Dach zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung. Je nach Haushaltsgröße kann man zwischen 30 und 40% Energie einsparen.
Hallo Buzico,
"...warum willst du die PV-Anlage mieten?"

-> Weil damit geworben wird, dass man keine (wesentlich) höheren 'Aschaffungskosten' hat als man aktuell für den Strom bezahlt. Die Versicherung und Wartung wird von der Firma komplett übernommen und organisiert.

Statistisch/rechnerisch sollte/könnte das mit den Kosten auch funktionieren aber eben nur wenn man das meißten, seines selbst erzeugten Stromes, auch selbst verbraucht. So wie Du sagst. Das habe ich zwischenzeitlich heraus gefunden.

Aber jetzt eine kleine PV-Anlage auf's Dach und in (sagen wir mal 8 Jahren) aufstocken, dass finde ich, ist nicht sinnvoll. Aber ich bleibe am Ball :)

Bei dem von Dir genannten Forum werde ich in jedem Fall vorbei schaun - danke.
Hallo CornusMas,

Solarthermie war auch Thema für mich.

Die PV-Anlage wäre über einen 'Heizstab' in der Lage warmes Wasser in meinem derzeitigen Wasserspreicher der Gasheizungsanlage zu erzeugen. 'Mein' Heizungsbauer meinte, dass das durchaus möglich wäre mit der von dir auch erwähnten Steuerung.
Eine Solarthermie-Anlage selbst wäre mir zu aufwendig ('Wasserleitungen auf das Dach verlegen') ... will sagen zu teuer :( ... die Idee war ja, monatlich nicht (viel) mehr Kosten zu haben als bisher.

Der Berater von der Verbraucherzentale meinte dazu, dass eine Warmwassererzeugung über Solar sich für eine Person nicht rechnet.

Danke jedoch für deinen Tip.
Beim Finanzamt gibt es für die Betreiber privater PV-Anlagen allerdings zwei steuerrechtliche Optionen, die mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen verbunden sind. So können Privatleute entweder die Kleinunternehmerregelung (KU) oder die Vorsteuererstattung (Umsatzsteuerpflicht-Option) nutzen. Was diese Optionen für die Praxis bedeuten, haben wir im Folgenden zusammengefasst.
https://x2e-se.de/photovoltaik-solar/st ... satzsteuer

Je nach Anlagengröße und Warmwasserbedarf amortisiert sich die Investition nach rund 10 Jahren.
https://www.energie-experten.org/erneue ... asser.html

Das wusste ich bis dato auch nicht:
Eine neue Solarstromanlage (Photovoltaik-Anlage, kurz: PV-Anlage) kostet heute Pi mal Daumen zwischen 12 und 14 Tausend Euro. In dem Preis sind die Anlage selbst mit 6 bis 8 Tausend Euro, der Wechselrichter mit etwa 2 Tausend Euro, weitere Komponenten sowie der Aufwand und das Material zur Montage (etwa 1,8 Tausend Euro) plus die laufenden Kosten enthalten. Ein Batzen Geld, den sich nicht jeder Hausdachbesitzer leisten kann, der gerne Strom mit einer solchen Anlage erzeugen möchte. Für solche Fälle gibt es die Möglichkeit, eine Solaranlage zu mieten. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, wie das „Solaranlage-mieten“ funktioniert und warum es sich bei einer stetig sinkenden Einspeisevergütung wirtschaftlich sogar eher lohnt, als das altbewährte Konzept „PV-Dach mieten“.
https://www.energie-experten.org/erneue ... ieten.html
Danke froschzauber für die Angaben zu den Kosten einer PV-Anlage.

Ich möchte einen Fakt noch einmal in den Blickpunkt rücken. Wenn man eine Solar-Thermie-Anlage mit einer PV-Anlage vergleicht, ergibt sich folgender Vorteil für die Solar-Thermie-Anlage:

Vorteile: Bei gleicher Kollektorfläche können Solar-Thermie-Anlagen mindestens dreimal so viel Energie aufnehmen als PV-Anlagen. Solar-Thermie-Anlagen sind im Vergleich zu PV-Anlagen deutlich preiswerter.

Der Vorteil der Energieausbeute der Solar-Thermie-Anlage ist nicht jedem Heizungsbauer bekannt.

Die Hauptsache ist eine Solaranlage verkaufen. Je teurer diese ist, um so mehr Gewinn scheint das für den Heizungsbauer zu sein.
froschzauber hat geschrieben:
...
Je nach Anlagengröße und Warmwasserbedarf amortisiert sich die Investition nach rund 10 Jahren.
https://www.energie-experten.org/erneue ... asser.html

Hier wird die Amortisation einer Solar-Thermie-Anlagen beschrieben.

Im restlichen Teil des Artikels geht es um PV-Anlagen zur Erzeugung von Warm-Wasser.
CornusMas hat geschrieben:
froschzauber hat geschrieben:
...
Je nach Anlagengröße und Warmwasserbedarf amortisiert sich die Investition nach rund 10 Jahren.
https://www.energie-experten.org/erneue ... asser.html

Hier wird die Amortisation einer Solar-Thermie-Anlagen beschrieben.

Im restlichen Teil des Artikels geht es um PV-Anlagen zur Erzeugung von Warm-Wasser.


noch ergänzend:
https://www.solaranlage-ratgeber.de/solarthermie
https://www.solaranlage-ratgeber.de/ver ... icherungen

Solarthermie Förderung – mit welchen Zuschüssen ist zu rechnen?
https://www.aktion-solar.com/de/solarth ... oerderung/