Gundulabella hat geschrieben: ein Firmenchef ist nur so gut, wie er die Probleme drumrum sieht/sehen kann....
und ich weiß wovon ich rede.....
wir haben vor einigen Jhren eine Chef vor die Nase gesetzt bekommen, den wir - im Laufe der nächsten Jahre - als leicht autistischen Menschen eingestuft haben......

er wollte uns kontrollieren, weil er nicht mit uns umgehen konnte....
die meisten Mitarbeiter hatten zum Schluss Mitleid mit diesem Menschen.......einem Menschen, der in der Forschung - ohne jeglichen menschlichen Kontakt - besser aufgehoben worden wäre.....

Trump sieht sich als Firmenchef - einem Chef, der der USA als einer Riesenfirma vorsteht.........
ein Präsident ist aber vorrangig ein "Staatsdiener".....
der Präsident ist ein höchstrangiger Angestellter im öffentlichen Dienst - im Dienst für sein Land.....

die Aufgabe eines Präsidenten ist es zu versuchen, das Beste für ALLE Menschen in seinem Land rauszuholen......
leider ist er mit seiner Denke meilenweit entfernt davon.... :?


Da hast du recht........

Es wurde da jemand gewählt, der nicht mal im Ansatz irgendeine Kompetenz hat, die man als Politiker dringend braucht, Vernunft, Weitsicht, den Blick für das große Ganze, diplomatisches Verhandlungsvermögen, Augenmaß. Ich sehe bei Trump und seinem Schattenkabinett nichts davon und das stimmt nicht eben optimistisch.
Trump setzt nicht auf Erfahrung, sondern auf bedingungslose Loyalität.
Der Bruch zwischen den Kulturen wird größer werden und die Staatsverschuldung wird enorm steigen ohne dauerhaften gesellschaftlichen Mehrwert zu erzeugen.
Auf "spiegel-online" fand ich folgenden Link zu einem Artikel des "New York magazine":

http://nymag.com/daily/intelligencer/20 ... tter_nymag

Der Autor ist entsetzt darüber, wie unsere Staatsmänner auf den skrupellosen Machtmenschen Trump bei dem Gipfeltreffen reagierten.
Er ist davon überzeugt, daß christliche Werte die Grundlage der Verfassung der USA sind, also das Fundament der westlichen politischen Philosophie, und daß Trump diese Werte negiert.
die einen sagen - Europa wehrt sich zu wenig oder zu viel
die anderen sagen - alleine Diplomatie führt zum Ziel

fest steht: wir leben alle auf dieser Welt
grenzt sich ein Land aus - sind dessen gute Tage gezählt....
hab zufällig diesen alten Thread angeklickt ......
heute bin ich nach wie vor dieser Meinung ......verstärkt !
Verdandi hat geschrieben:
Migranda hat geschrieben:
» 02.07.2018, 11:25
im Thread "Die Wirklichkeit, das Mögliche und das Nichts"

@ Verdandi

Keineswegs hatte ich die Absicht, diesen Thread in ein politisches Fahrwasser zu lenken!!
Aber es wäre wohl besser gewesen, ich hätte keine Anspielung gemacht auf Deine Haltung bezüglich rechtsorientierter Menschen, denn darum ging es mir primär gar nicht.
Sondern nur darum, daß ich mich wirklich mit allen allen Menschen auf einer gewissen Ebene verbunden fühlen möchte, auch mit denen, die ich als feindlich erlebe, also auch diejenigen, die ich politisch bekämpfe.


Antwort von Verdandi » 02.07.2018, 14:00

Wow, @Migranda, das ist doch mal eine klare Aussage zu einer Haltung, über die ich nur staunen kann. Mir ist sie völlig fern, aber ich akzeptiere sie natürlich bei anderen.
Wären wir hier in Deinem Thread "Politische Philosophie", würde ich Dich allerdings bitten zu erklären, wie Du diese "Verbundenheit" mit Feinden der Demokratie ereichen kannst, ohne Zugeständnisse in deren Richtung machen zu müssen.*

Ich finde den Thread "Politische Philosophie" übrigens sehr interessant und aufschlussreich; ich habe ihn mir in diesen Tagen noch einmal durchgelesen und bin auf viele gute Beiträge gestoßen. Ich selbst hatte dort mal die Merkmale der Politischen Philosophie – im Gegensatz zur Tages- und Realpolitik – zusammen gestellt und in einigen Beiträgen auch meine Haltung in Punkto Demokratie mehrmals, in verschiedenenen Zusammenhängen und unter diversen Bezügen, ausgeführt.

*Ich werde mir erlauben, Deinen o.a. Beitrag im Zusammenhang mit meiner Antwort dort zu zitieren, so dass wir den politisch-philosophischen Fragen dort auch weiter nachgehen können. Ich hoffe, Du bist damit einverstanden.

https://www.50plus-treff.de/forum/viewtopic.php?f=61&t=75310&p=4667819#p4667819



... was hiermit geschehen wäre! :)


@Verdandi

Heute wollte ich doch einen Beitrag schreiben bezüglich der Protest in Frankreich, aber nun schrieb ich leider schon im Thread über die Gelbwesen von froschzauber, und muß leider gleich weg zum Arzt. (erst am Mo. kann ich hier wieder mitmachen.)
Deswegen nur ganz kurz: Zunächst war ich erschrocken wegen der Gewalttätigkeit, und auch wenn ich mich freute, daß Du mich darauf hingewiesen hast, daß sie diese ablehnt, so befürchte ich trotzdem, daß zukünftig vor allem sehr narzistische und auch rhetorisch hochbegabte Politiker mit Charisma gewählt werden, da sie in der Lage sind, ausreichend viele Anhänger zu finden, weil sie eben auch sehr kommunikativ sind, und sich der Ängste der weniger Gebildeten annehmen können, z.Bsp. auch vor der nicht endenden Armutsmigration...-
Aber dank der Beiträge von Georg Blume auf spiegel-online bejahe ich nun trotz der Gewalttätigkeit diese Demos, und hoffe, wenn wir es schaffen, Entscheidendes zu ändern, (Christoph Guilluy, Marxist, schrieb in der FAZ einen sehr guten Artikel, werde ihn suchen), dann können wir hoffen, die Demokratie zu sichern...
(Wünsche Dir ein erholsames WE!)

Liebe Migranda,

leider hast Du in Deinem o.a. Beitrag versäumt, zu erwähnen, wer mit „sie“ gemeint war – nicht die Gelbwesten, sondern Sarah Wagenknecht, von der Du im anderen Thread behauptet hattest, dass sie die Gewalttätigkeit der Demos in Frankreich gutheiße. Ich habe dazu anhand eines Artikels belegt, dass das nicht stimmt, sondern sie die Gewalt ausdrücklich bedauert hat und mittels eines weiteren Artikels darauf hingewiesen, dass der „Linke“-Chef Riexinger sogar Vorbehalte gegen die Demos geäußert hat – alles hier im anderen Thread nachzulesen“:

Dein Beitrag:
https://www.50plus-treff.de/forum/die-wirklichkeit-das-moegliche-und-das-nichts-t75310-s765.html#p4809871

Meine Replik dazu (s. Schluss, unter „OT“):
https://www.50plus-treff.de/forum/die-wirklichkeit-das-moegliche-und-das-nichts-t75310-s765.html#p4811691

Ansonsten möchte ich noch feststellen, dass ich keine Anhängerin der „Linke“ bin, irgendwelche politischen Anhänger- oder Gegnerschaften hier in diesem Thread aber auch nicht thematisieren will und werde, weil das persönliche Gesinnung und Tagespolitik betrifft, was in einem philosophischen Forum keinen Platz haben sollte.

Dieser Beitrag hier jetzt diente nur dem Verständnis, da Du mich in Deinem Beitrag hier zwar erwähnt aber nicht vollständig zitiert hattest.

Nix für ungut. Ich freue mich auf Deine neuen Beiträge unter der Prämisse dieses Threads „Politische Philosophie“. :)
https://www.50plus-treff.de/forum/politische-philosophie-t77452.html#p4103409

LG, V.



PS

Ich finde es generell zwar richtig, seine politischen Gegener zu bekämpfen, aber auf sachlicher Ebene. Sie irgendwelcher psychischen Krankheiten oder Störungen zu bezichtigen, zum Beispiel des „Narzissmus“, würde ich doch vermeiden, weil dabei nur allzu deutlich wird, dass dies ein Mittel der Schmähung ist, so dass es als solches nur auf denjenigen zurück fällt, der dieses von sich gab. Es lässt eine gewisse Schwäche vermuten, dass nämlich der Betreffende mit seinen sachlichen Argumenten am Ende zu sein scheint.

Mich hat man übrigens hier letztens auch wieder mehrfach als „narzisstisch“ geschmäht... Das scheint hier sehr üblich zu sein. Also, was bedeutet das schon auf sachlicher, argumentativer Ebene? Nichts! Eben.



@Verdandi

Ok, da hast Du Recht, es ist kein politisches Argument, wenn ich S.W. als narzistisch erlebe, aber meine Skepsis ihr gegenüber hat mit vermutlichem Narz. auch nichts zu tun, denn Narzissmus ist ja nicht pathologisch, er könnte sich bei extremer Übersteigerung pathologisch auswirken...Damit wollte ich sie also keineswegs schmähen, das ist mir ganz fremd..
Ich hab nur große Probleme damit, daß sie Anhänger so überzeugen kann, daß die Sanktionen gegen Russland nicht verlängert werden sollten, und daß man sie bedingungslos aufgeben sollte...
Narzistisch strukturierte Menschen leisten oft sehr viel mehr als andere, sie gründen Bewegungen, wie z.Bsp. damals Gautama Buddha und Jesus, sie wurden sehr bedeutende Künstler, usw.
Und als Politiker sind sie in der Lage, sehr viele Anhänger zu finden, weil große Selbstsicherheit gerade weniger Gebildete besonders anzieht...
Ich selbst bin eher depressiv strukturiert, hatte aber nie Depressionen, aber vielleicht wäre ich sehr großen Belastungen nicht so gewachsen wie z.Bsp. meine narzistisch strukturierte beste Freundin seit 50 Jahren, sie hat Bewundernswertes geleistet, und hat , wie meine Mutter, kein Problem damit, neue Freunde zu finden, sie war immer sehr beliebt...
Andere sind eher anders strukturiert (2 andere Varianten fallen mir gerade nicht ein, sorry, z.Zt. hab ich wegen meiner Gehirnschwäche seit der Blutung oft große Schwierigkeiten, mich korrekt zu erinnern an die Struktur-Theorien renommierter Psychologen und Psychoanalytiker, und inzwischen hat man ja sicher darauf aufbauende Persönlichkeitstheorien entwickelt, ich werde mich informieren! Bin froh, daß ich durch Dich intellektuell immer angeregt werde, danke!) es geht nur darum, daß nichts übersteigert werden sollte, denn erst dann wird es pathologisch...
Ohne einen gewissen Narzissmus geht es in der Politik vielleicht gar nicht mehr, gutes Aussehen wird immer wichtiger, befürchte ich (die telegene Wirkung ist heute extrem wichtig), sehr große Selbstsicherheit ebenso, Durchsetzungsfähigkeit sollte man ausstrahlen können, eine gewisse Härte, usw, bei Frauen ist Attraktivität natürlich auch in der Politik ein großes Plus, es geht also immer mehr um eine sehr überzeugende Selbstdarstellung, eine gelungene 'Performance', das ist meine Befürchtung, nur darum geht es mir! Trump z.Bsp. fand seine Fans, und Macron hätte wohl nicht siegen können, wenn er nicht in der Lage gewesen wäre, wie ein Präsident, ein neuer "König" sozusagen, auf sehr viele zu wirken...
Ein Glück war es, aus meiner Sicht, daß ein so sympathischer, ganz sicher narzistisch strukturierter, sehr gut aussehender und auch rethorisch hochbegabter Mann (er war immer ein 'Überflieger', in allem der Beste; nach allem, was ich las, auch von seiner mir sehr sympatischen Frau, neigt er leider dazu, ganz stur seinen eigenen Weg zu gehen, wenn er ganz sicher ist, daß es der richtige sei. Deshalb verließen ihn 2? Minister, was mich enttäuschte) gegen Le Pen siegte.
Ich befürchte also, daß linker und rechter Populismus immer attraktiver wird... ---

Leider muß ich mich nun schon verabschieden, denn ich habe neue gesundheitliche Probleme, mit denen ich noch nicht umgehen kann.

Würde mich sehr freuen, liebe Verdandi, Dir hier wieder zu begegnen im Neuen Jahr!
Anfang Januar werde ich hier wieder reinschauen. (Ins polit. Forum schaue ich z.Zt. gar nicht mehr, so sehr hatte es mich verschreckt, wie manche reagierten beim letzten Mal.) -
Ich selbst liebe es, immer zu schreiben, wie ich emotioanal reagiere, für mich gehört es dazu, auch bezüglich Philosophie, die für mich auch eine Herzenssache ist...
Aber natürlich respektiere ich es, wenn Du das persönlich Emotionale ganz raushalten möchtest, ich werde also nie nachfragen, wie Du denn gefühlsmäßig auf etwas reagierst...-

Mit guten Wünschen!
Migranda
Bild

Liebe Migranda, vielen Dank für Deinen letzten Beitrag! Da ich wie Du erst im Januar wieder hier sein werde, hat meine Antwort ja noch ein bisschen Zeit. Ich freue mich also auf unseren weiteren Austausch an diesem Ort im kommenden Jahr!

Bis dahin wünsche ich Dir alles Gute, ein Frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch! :D




Liebe Migranda,

ich hoffe, Du hattest trotz gesundheitlicher Einschränkungen auch eine schöne Zeit „zwischen den Jahren“, wenn Du hier wieder hereinschaust, um zu sehen, was ich Dir geantwortet habe... :D
... Das will ich jetzt mal eben nachholen:

Was das nicht öffentliche Bekennen von Emotionen betrifft, habe ich Dir ja bereits einmal ausführlich geschrieben und um Verständnis gebeten. Auf intimerer, also privater Ebene ist das wirklich kein Problem für mich. Hier aber, in einem öffentlich zugänglichen Forum, in dem auch jeder mitlesen kann, der mir nicht wohlgesonnen ist, werde ich das ganz sicher auch weiterhin nicht tun. Wenn Du also auch solche Gefühle von mir kennen lernen willst, die ich nicht jedem Fremden preisgebe, solltest Du mich privat danach fragen.

Der, dessen Herz an der Philosophie hängt (was auch bei mir der Fall ist), liebt doch gerade das, was sie als Geisteswissenschaft ausmacht: Sie regt das Denken nicht nur an, sondern fordert es geradezu heraus, zwingt den himmelstürmenwollenden Impuls in die strengen Bahnen ordnender Logik. Es erfordert viel Disziplin aber auch Vorstellungskraft, sich die Denkgebäude der großen Philosophen, die alle mehr oder weniger aufeinander Bezug nehmen, auch nur annähernd zu erschließen und dabei zugleich einen eigenen Faden zu spinnen und zu verfolgen.

Da wir als Hobbyphilosophen aber selbst keinen wissenschaftlichen Anforderungen gerecht werden müssen, steht es uns frei, zu entscheiden, ob und ggf. wofür wir unsere gewonnenen Erkenntnisse verwenden wollen.

Vielleicht betrachten wir sie bloß als schöne Ergebnisse unserer nie ermüdenden Bereitschaft, uns weiter zu bilden und unser Wissen um uns selbst und die Welt zu komplettieren?

Vielleicht aber ist uns auch sehr daran gelegen, einen praktischen Nutzen aus dem erworbenen Wissen im alltäglichen Umgang mit Menschen und Situationen in unserer Lebensumwelt zu ziehen?

Für mich ist beides interessant, aber erst der Praxisbezug ermöglicht mir eine Art „Lebenshilfe“ in Eigenarbeit, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.

Liebe Grüße,
Verdandi