Everyone@ schreibt:
‚Wenn der Mensch nicht aus Verantwortung handelt, sondern aus den Tiefen des Gehirns ferngesteuert wird, dann handelt er nach seinen irrationalen Leidenschaften ! Güte, Selbstlosigkeit, Liebe Strebsamkeit weichen Egoismus, Betrügerei und Faulheit. Die Studien von Roy Baumeister verweisen auf auf die Gefahr nach einem moralischen Verfall hin, falls der freie Willen weiter durch die Wissenschaft angezweifelt und der Glaube an der Belanglosigkeit des eigenen Tuns verbreitet wird‘

Das stimmt überhaupt nicht!
Es können genauso aus Verantwortung und Leidenschaft Eigenschaften wie

Güte, Selbstlosigkeit, Liebe Strebsamkeit bleiben,-

Ohne Egoismus, Betrügerei und Faulheit.
@Verdandi Du schreibst
Für mich würde ich das so ausdrücken:
Ich kann nur dann werden, der ich bin, wenn ich in der Lage bin, ganz aus mir selbst heraus zu überwinden, was mich daran zu hindern scheint (vor allem die eigene Angst). Das gelingt aber nur dann, wenn ich bereits eine Vorstellung davon habe, wer ich sein könnte, bevor ich damit beginnen kann, es tatsächlich werden zu wollen.


Wie sagte doch einst G. C. Jung sinngemäß, ""hätte ich gewußt, dass alles schon in der Astrologie festgestellt wurde, hätte ich Jahre der unnötigen Forschungen ersparen können""

""Alles läuft darauf hinaus, mehr und mehr in mir zu ruhen und mich auf dem Weg dahin vom Ballast des falschen (nicht authentischen) Wollens zu befreien. Idealerweise werde ich so im Alter sukzessive Weisheit erlangen, die mit meinem zunehmenden Ruhebedürfnis sehr kompatibel ist. :wink: ""

Kann so kommen oder auch nicht, meistens wird man auf diese Art einfach nur alt und senil. :lol:

""Dieser Vorgang beschreibt noch nicht das WAS, denn was nun gute oder schlechte Charaktereigenschaften, Motive, Ziele, Haltungen und Handlungen möglicherweise sind, setzt moralische Vorgaben voraus und die Bereitschaft, Werturteile zu fällen.""

Nein es kommt allein auf die Positionen der Planeten in den Häusern und Zeichen an, das hat nichts mit Moral oder Wert zu tun.

""Da muss sich aber jeder selbst hinterfragen. Der Weg zur Authentizität führt m.E. auch zu voll und ganz selbst vertretbaren Werten.""

Was man nicht ererbt hat von den Vätern, nie wird man es erringen!!


""Die Freiheit des Menschen liegt m.E. also darin, herauszufinden, wer er im Grunde genommen ist, was ihn eigentlich ausmacht und was seine originären Anliegen im Leben sind – um sich dann daran zu machen, sie zu verwirklichen.""

Dazu braucht er nur sein eigenes Horoskop mit dem anderen Kreuz zu verstehenh.

""Vielleicht vermeidet er es stattdessen sein Leben lang, sich für sich selbst verantwortlich zu fühlen; vielleicht meint er, es sei leichter, sich dazu zu schwach und unfähig zu fühlen, sich abhängig zu machen von anderen und dabei im Selbstmitleid zu ertrinken. Das allerdings wäre sehr schade für ihn. Denn man lebt nur einmal.""

In der Regel gelingt es nicht sein Leben aus zu sitzen, wenn es nicht schon durch den Geburtsaugenblick vorgegeben war. Das ist Menschheitswissen und nicht die unwichtige Meinung einzelner Philosophen. :mrgreen:
@ leonetta : das stimmt überhaupt nicht!
Es können genauso aus Verantwortung und Leidenschaft Eigenschaften wie.....

....ein Mensch, der seine guten Eigenschaften nicht ausbildet und ein Sklave seiner irrationalen Leidenschaften ist, fehlt dieser Wille. ( Erich Fromm )
....also fehlen ihm auch Verantwortung und die guten Eigenschaften.
everyone hat geschrieben: ......der Wille ist keine abstrakte Kraft, die der Mensch neben seinem Charakter besitzt. Vielmehr ist der Wille nichts anderes als der Ausdruck seines Charakters.
( Erich Fromm)
Wenn der Mensch nicht aus Verantwortung handelt, sondern aus den Tiefen des Gehirns ferngesteuert wird, dann handelt er nach seinen irrationalen Leidenschaften ! Güte, Selbstlosigkeit, Liebe Strebsamkeit weichen Egoismus, Betrügerei und Faulheit. Die Studien von Roy Baumeister verweisen auf auf die Gefahr nach einem moralischen Verfall hin, falls der freie Willen weiter durch die Wissenschaft angezweifelt und der Glaube an der Belanglosigkeit des eigenen Tuns verbreitet wird . Es gibt auf der Ebene menschlichen Handels kein unabänderliches Schicksal.Auch wenn absolute Freiheit und totale Unabhängigkeit illusionär sind,die Taten des Menschen sind bedeutsam.
Der Theorie nach ist der Mensch unfrei, der Praxis nach nicht. Für mich hat das Zitat von Jean- Jacques Rousseau eine große Bedeutung :
" Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will."



Dagegen könnte ich ein Zitat von Schopenauer halten:
"Du kannst zwar tun was du willst, aber nicht wollen, was du willst."

....oder eines bekannten Hirnforschers: "Das, was du in den nächsten 30 Jahren denkst, wird durch den vorhergehenden Zustand des Universums determiniert sein"...

D.h. ich kann natürlich essen und trinken, wenn ich hungrig/durstig bin...
...nur wer hat Einfluss auf den Hunger/Durst - und auf die Beweispflicht, irgendwas demonstrieren zu müssen?
Ergibt sich das nicht einerseits aus den Re-aktionen des Körpers und andererseits, aus dem Kontext der voran gegangenen Aktionen?
Verdandi hat geschrieben:
everyone hat geschrieben:

......der Wille ist keine abstrakte Kraft, die der Mensch neben seinem Charakter besitzt. Vielmehr ist der Wille nichts anderes als der Ausdruck seines Charakters.
( Erich Fromm)
Wenn der Mensch nicht aus Verantwortung handelt, sondern aus den Tiefen des Gehirns ferngesteuert wird, dann handelt er nach seinen irrationalen Leidenschaften ! Güte, Selbstlosigkeit, Liebe Strebsamkeit weichen Egoismus, Betrügerei und Faulheit. Die Studien von Roy Baumeister verweisen auf auf die Gefahr nach einem moralischen Verfall hin, falls der freie Willen weiter durch die Wissenschaft angezweifelt und der Glaube an der Belanglosigkeit des eigenen Tuns verbreitet wird . Es gibt auf der Ebene menschlichen Handels kein unabänderliches Schicksal.Auch wenn absolute Freiheit und totale Unabhängigkeit illusionär sind,die Taten des Menschen sind bedeutsam.
Der Theorie nach ist der Mensch unfrei, der Praxis nach nicht. Für mich hat das Zitat von Jean- Jacques Rousseau eine große Bedeutung :
" Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will."

@ everyone

Die Erwähnung Baumeisters hat mich auf einen der Titel seiner Bücher gebracht:
„Willpower. Rediscovering the Greatest Human Strength“. Ich habe das nicht gelesen aber in einer Leser-Rezension diesen Hinweis gefunden, den ich bemerkenswert finde:

>>Selbstdisziplinierte Menschen automatisieren ihr Verhalten und benötigen deshalb kaum noch Willenskraft dafür. Das verrät uns das siebte Kapitel. Dort lernen wir außerdem, dass enges, konkretes und gegenwartsbezogenes Denken die Selbstdisziplin beeinträchtigt, während breites, abstraktes und zukunftsbezogenes Denken sie fördert.<<

Könnte man also sagen: Nach (Deinem Zitat von) Erich Fromm ist die Kraft des Willens an sich nicht abstrakt, sondern konkreter Ausdruck des Charakters, bezieht aber nach Roy F. Baumeister ihr Wirkungspotenzial aus den Abstrahierungsprozessen des Denkens?

Für mich würde ich das so ausdrücken:

Ich kann nur dann werden, der ich bin, wenn ich in der Lage bin, ganz aus mir selbst heraus zu überwinden, was mich daran zu hindern scheint (vor allem die eigene Angst). Das gelingt aber nur dann, wenn ich bereits eine Vorstellung davon habe, wer ich sein könnte, bevor ich damit beginnen kann, es tatsächlich werden zu wollen.

Alles läuft darauf hinaus, mehr und mehr in mir zu ruhen und mich auf dem Weg dahin vom Ballast des falschen (nicht authentischen) Wollens zu befreien. Idealerweise werde ich so im Alter sukzessive Weisheit erlangen, die mit meinem zunehmenden Ruhebedürfnis sehr kompatibel ist. :wink:

Dieser Vorgang beschreibt noch nicht das WAS, denn was nun gute oder schlechte Charaktereigenschaften, Motive, Ziele, Haltungen und Handlungen möglicherweise sind, setzt moralische Vorgaben voraus und die Bereitschaft, Werturteile zu fällen.

Da muss sich aber jeder selbst hinterfragen. Der Weg zur Authentizität führt m.E. auch zu voll und ganz selbst vertretbaren Werten.

Die Freiheit des Menschen liegt m.E. also darin, herauszufinden, wer er im Grunde genommen ist, was ihn eigentlich ausmacht und was seine originären Anliegen im Leben sind – um sich dann daran zu machen, sie zu verwirklichen.

Vielleicht vermeidet er es stattdessen sein Leben lang, sich für sich selbst verantwortlich zu fühlen; vielleicht meint er, es sei leichter, sich dazu zu schwach und unfähig zu fühlen, sich abhängig zu machen von anderen und dabei im Selbstmitleid zu ertrinken. Das allerdings wäre sehr schade für ihn. Denn man lebt nur einmal.






....Ja, jeder Verweis auf irgendwas und irgendjemanden soll natürlich unserer Selbst-darstellung dienen.
Sich das einzugestehen, setzt natürlich erst einmal eine gewisse Selbsterkenntnis voraus... :lol: 8)
Also, ich wähle Zitate und Hinweise auch ganz bewusst.... :-)
Somit landen wir doch wieder bei Sisyphos.. hmm..
und bei acul's "Amygdala"..

und vielen wirklich interessanten anderen Anmerkungen hier..

aber bringt es uns weiter?
Jeder hat so seine Sicht auf die Dinge..
und sicher hat auch jeder aus seiner Sicht Recht..

ich wünsche mir ein Nachfragen..
eine Bereitschaft sich in den anderen einfühlen zu wollen dessen Text uns hier anspricht..
Egal in welchem Thread..
mal versuchen die Dinge aus dem Blickwinkel des anderen zu betrachten, anstatt dem "anderen" die eigene Lebenserfahrung und Überzeugung aufdrücken zu wollen..

Diese andere Ansicht mal mit einem liebe- und gütevollen Auge wirken zu lassen..
das nenne ich mal Revolution.. lach

Anfangen könnte man im "alltäglichen" damit.. dem Studenten, der Kassiererin, dem Lebenspartner ggü.. der Putzfrau, oder der Frieda bei 50+ :lol:

In diesem Sinne verbleibe ich und wünsche allen eine geruhsame Nacht..

LG
Frieda
everyone@ schreibt:
‚Ein Mensch, der seine guten Eigenschaften nicht ausbildet und ein Sklave seiner irrationalen Leidenschaften ist, fehlt dieser Wille.
( Erich Fromm )
....also fehlen ihm auch Verantwortung und die guten Eigenschaften.

Dem stimme ich bei:
Doch ich finde es für mich normal,
daß man seine guten Eigenschaften ausbildet und auch Verantwortung trägt.
........richtig leonetta !.... und das Leben genießt.
Gruß,
E.
Danke dir, everyone! :-)
Wenn ich mich umblicke und sehe,
wie Freunde sich um das ‚normale‘
Leben - ohne schwere Krankheit -
erst bemühen müssen,
werde ich bescheiden und dankbar.
Ich denke mir:
Schön, daß ich in einer liebevollen Familie und einem netten Freundeskreis,
ohne Beeinträchtigung durch eine Krankheit, leben darf!
Freeone hat geschrieben :.......ergibt sich das nicht einerseits aus den Re-aktionen des Körpers und andererseits, aus dem Kontext der voran gegangenen Aktionen?

....gegeben ist gar nichts ! Man versucht sich die Dinge zu erklären und schafft sich Begriffe, die das Ganze nur noch unverständlicher machen. Ein Akt ohne Wollen oder ohne Verstand ist kein Akt, sondern Blödsinn. Natürlich sollte ich eine Vorstellung haben, von dem, was ich tue und zwar eine umfassende. Aber wer hat das schon ? Entscheidend ist vielmehr, dass nicht zuviel an Verlogenheit zum Geheimnis wird und sich die Geheimnisse auf das beschränken, was niemals und prinzipiell "offenbar" werden kann.
Frieda1606 hat geschrieben: Somit landen wir doch wieder bei Sisyphos.. hmm..
und bei acul's "Amygdala"..

und vielen wirklich interessanten anderen Anmerkungen hier..

aber bringt es uns weiter?
Jeder hat so seine Sicht auf die Dinge..
und sicher hat auch jeder aus seiner Sicht Recht..

ich wünsche mir ein Nachfragen..
eine Bereitschaft sich in den anderen einfühlen zu wollen dessen Text uns hier anspricht..
Egal in welchem Thread..
mal versuchen die Dinge aus dem Blickwinkel des anderen zu betrachten, anstatt dem "anderen" die eigene Lebenserfahrung und Überzeugung aufdrücken zu wollen..

Diese andere Ansicht mal mit einem liebe- und gütevollen Auge wirken zu lassen..
das nenne ich mal Revolution.. lach

Anfangen könnte man im "alltäglichen" damit.. dem Studenten, der Kassiererin, dem Lebenspartner ggü.. der Putzfrau, oder der Frieda bei 50+ :lol:

In diesem Sinne verbleibe ich und wünsche allen eine geruhsame Nacht..

LG
Frieda





Wieso wünscht sich das jemand, der selber kaum mal etwas zu einem Thema beiträgt, meistens schnell dabei ist, andere zu kritisieren, und selbst nicht alles liest ? Siehe Beispiel unten.


von Frieda1606 » 17.02.2019, 22:39
Entschuldigt bitte falls ich thematisch aus dem Rahmen fallen sollte.
ich habe eure Texte nur überflogen.. denke aber, dass mein Thema passen könnte an dieser Stelle.. ....
everyone hat geschrieben: Freeone hat geschrieben :.......ergibt sich das nicht einerseits aus den Re-aktionen des Körpers und andererseits, aus dem Kontext der voran gegangenen Aktionen?

....gegeben ist gar nichts ! Man versucht sich die Dinge zu erklären und schafft sich Begriffe, die das Ganze nur noch unverständlicher machen. Ein Akt ohne Wollen oder ohne Verstand ist kein Akt, sondern Blödsinn. Natürlich sollte ich eine Vorstellung haben, von dem, was ich tue und zwar eine umfassende. Aber wer hat das schon ? Entscheidend ist vielmehr, dass nicht zuviel an Verlogenheit zum Geheimnis wird und sich die Geheimnisse auf das beschränken, was niemals und prinzipiell "offenbar" werden kann.




Everyone: Ich möchte schon morgens manchmal wollen und einfach nicht aufstehen und dann ertappe ich mich dabei, doch am wuseln zu sein, entweder ruft die berufliche oder körperliche "Pflicht"... ;-)

Ich arbeite in einem Unternehmen mit 611 Mitarbeitern und 37 Auszubildenden....und bin dort, was den Erfolg angeht, an der Spitze. Meine Chefs wollen wissen, wie ich das mache, ihre Panik, angesichts meiner bevorstehenden Rente in den Augen...
Ich muss ihnen jedesmal sagen, dass ich es nicht weiß, es steckt keine willentliche Absicht oder Strategie dahinter!

...und es ist nicht so, dass ich keine willentlichen Erfolgsstrategien und Verbesserungskonzepte kennengelernt habe....meine jahrelangen Erfahrungen sprechen da Bände!....und wenn ich inzwischen mal höre, wie begeistert manche davon sind und von der Geschäftleitung regelrecht dorthin getrieben werden, muss ich nur noch schmunzeln....


Meister Eckhart spricht:
Warum und Weil, das gibt es nicht
In Gottes ungeschied'nem Licht!
Aus dem Urgrund grundlos quillt
alles Leben, was da schwillt...
(Möchte dieses Thema aber nicht weiter ausweiten, weil das eigentliche Thema ein anderes ist)
everyone hat geschrieben:

... Ein Akt ohne Wollen oder ohne Verstand ist kein Akt, sondern Blödsinn. Natürlich sollte ich eine Vorstellung haben, von dem, was ich tue und zwar eine umfassende. Aber wer hat das schon ? Entscheidend ist vielmehr, dass nicht zuviel an Verlogenheit zum Geheimnis wird und sich die Geheimnisse auf das beschränken, was niemals und prinzipiell "offenbar" werden kann.

Diese Sichtweise kann ich im Großen und Ganzen teilen. Fragt sich nur, wo die Grenze zwischen Lüge und bloßer Unkenntnis verläuft. So wenig wie jeder alles zugleich von sich selbst (bewusst) wissen kann, ist er in der Lage, anderen alles über sich zu berichten. Die Lücken werden wie blinde Flecke, oft halb- oder unbewusst, mit Umgebungswissen gestopft... bis zur nächsten Selbsterkenntnis. Ein guter Grund dafür, sich niemals zu schade dafür zu sein, sein Eigenbild zu korrigieren, sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber. Denn alles Wissen und jede Einsicht ist im Flusse, zum Glück. :)




Migranda hat geschrieben:

@Verdandi

Sorry für OT

Leider konnte ich erst heute Deine Antwort auf meinen Beitrag im politischen Thread über die aus meiner Sicht fatale Flüchtlingspolitik und über das Erstarken der Rechtsparteien in Europa als Reaktion darauf lesen.
Ich bedaure es natürlich, daß Du Dich von mir offenbar angegriffen fühltest, denn Du weißt doch, daß ich froh bin, daß Du hier mitmachst, und keineswegs wollte ich Dich angreifen!!
Ich hatte jedoch den Eindruck, Du respektierst meine konträre Sichtweise nicht wirklich, wenn Du bezweifelst, daß es sinnvoll ist, darüber nachzusinnen, warum denn die IB so viele Studenten interessieren könnte...
Und deswegen bat ich Dich, auch meine Sichtweise zu respektieren.

Aber nun fühle ich mich von Dir total abgewertet, ich weiß nicht, ob zu Recht.
Es kann natürlich sein, daß ich nicht überzeugend darlegen konnte, warum ich den Eindruck habe, in der Flüchtlingspolitik spiele die "Moral des schlechten Gewissens" eine viel zu große Rolle, bei den Linken der SPD und den Grünen und ebenso bei sehr vielen in der CDU, und auf die Ängste derjenigen, die unter den Folgen unserer Unfähigkeit leiden, effektiver den Zustrom von Armutsmigranten zu stoppen, werden zu wenig ernst genommen.
Aber mußt Du meine Argumente deshalb so abwerten? Wie hätte ich es denn überzeugender begründen können?----
,

--- Leider hab ich es noch nicht geschafft, über die Neurechten mehr zu recherchieren.
Sobald ich das getan habe, werde ich einen neuen Thread zum Thema "Philosophie der Neuen Rechten" eröffnen.
Ich hatte mal etwas über die konservativen Denker des 20 Jahrh. exzerpiert, über E.Burke (?) und Leopold Ziegler, aber leider finde ich das Blatt nicht mehr.
Es wird also noch etwas dauern, bis ich schreiben kann, auch über Marc Jongen, und Sloterdijk z.Bsp., und über Carl Schmitt, der offenbar meinte, ohne Führer ginge es nicht.
(Der o.a. Beitrag wurde am 21.02. von Migranda im falschen Thread gepostet und von mir jetzt hier hergeholt – er bezieht sich nämlich auf diesen Thread, Seite 8 unten.)


@ Migranda

Ich habe nicht dich abgewertet, sondern den Inhalt deiner Aussagen aus meiner Sicht bewertet. Wenn du allerdings jede Kritik als persönliche Herabwürdigung betrachtest, war's das für mich dich betreffend. Dann solltest du besser mit Leuten reden, die deine Gesinnung teilen.

Meine Sicht auf die Rechten, die Nazis in ihren Reihen dulden und alle, welche das angebliche Flüchtlingsproblem zur Verschleierung ihrer tiefsitzenden Fremdenfeindlichkeit instrumentalisieren, habe ich oft und ausführlich genug dargelegt. Ich lass mich nun nicht weiter zu einer Diskussion von dir nötigen!




@ everyone

......der Wille ist keine abstrakte Kraft, die der Mensch neben seinem Charakter besitzt. Vielmehr ist der Wille nichts anderes als der Ausdruck seines Charakters.
( Erich Fromm)....


Wie Freeone schon eingewendet hat, ist nach Schopenhauer der Wille schon eine abstrakte Kraft, die jedem Menschen zur Verfügung steht, um überhaupt irgend etwas Konkretes wollen zu können.

Sein Ausspruch: „Du kannst zwar tun was du willst, aber nicht wollen, was du willst.“ weist darauf hin, dass auch das Gewollte nicht frei wählbar ist, sondern von den jeweiligen Denkvoraussetzungen abhängt, die der Wollende mitbringt – so, wie man es besonders gut bei fanatischen Parteipolitikern sieht, die sich keine andere Alternative zu dem Ziel oder der Vorgehensweise vorstellen können, als diejenige, welche sie gewohnt sind, als die einzig realisierbare zu betrachten.

….Wenn der Mensch nicht aus Verantwortung handelt, sondern aus den Tiefen des Gehirns ferngesteuert wird, dann handelt er nach seinen irrationalen Leidenschaften ! ….

Der Mensch wird nicht vorsätzlich von sich selber ferngesteuert, sondern höchstens von anderen Menschen, auch wenn es Dr. Jeckyll in einem Loyalitätskonflikt vielleicht so vorkommen mag, dass der korrupte Mr. Hyde, der in der Amygdala sitzt, die Oberhand gewinnt, sodass er geneigt ist, sich doch für das Eigenwohl und gegen das Gemeinwohl zu entscheiden, anstatt andersrum, wie er es mit seinem Neokortex mal als richtig anzusehen gelernt, und wofür er sich auch die Vertrauenswürde eines Arztes erworben hat.

Insofern ist es eigentlich nicht mit einem Notstand zu begründen, warum er sich trotz eines prima Einkommens plötzlich korrumpieren lässt, und seine Pflicht (und nicht Verantwortung) vernachlässigt, außer er tut es, um sich damit für Etwas zu rächen, was man ihm mal angetan hat, und was sich nicht mit seinem Selbstbild der Unverletzbarkeit vereinbaren lässt, sodass er es mit einem Racheakt reparieren muss, um wenigstens nachträglich zu beweisen, dass man es nicht ungestraft tun kann, um zukünftige Wiederholungstäter mit diesem Imponiergehabe abzuschrecken.

Wenn es in der Politik vorrangig um einen Machtkampf um die Vorherrschaft narzisstisch Gekränkter geht, wird Streitsucht leicht zur Streitkultur hochstilisiert, um von der sozialen Inkompetenz der Unwürdigen, die sich als Würdige demokratisch zur Wahl stellen lassen, abzulenken, sodass das Naturrecht des Stärkeren anstatt das soziale Kulturrecht des besser Geeigneten gilt.

…...Der Theorie nach ist der Mensch unfrei, der Praxis nach nicht. Für mich hat das Zitat von Jean- Jacques Rousseau eine große Bedeutung :
" Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will." …...


Der Verbrecher ist den Ordnungshütern immer um einen Schritt voraus, und darin besteht seine Freiheit von ihrer Macht, das Verbrechen zu verhindern, bevor es begangen wird, was gleichzeitig deren Machtlosigkeit und damit Unfreiheit bedeutet, machen zu können, was sie sollen und vielleicht auch wollen.

Seine Unfreiheit hingegen besteht gleichzeitig in der Macht und damit auch in der Freiheit der Ordnungshüter, ihn unbeschränkt lange jagen zu können, bis sie ihn gefasst haben, um ihn dafür zur Rechenschaft, bzw zur Verantwortung zu ziehen, die aufgrund mangelhaften Vermögens oft auch nur eine dümmliche Rechtfertigung darstellt, anstelle eines echten Schadenausgleichs, mit dem der Schädiger sich wieder mit dem Geschädigten versöhnen kann.

In jedem Falle kann man ihm mit der dafür nötigen Machtbefugnis schon seine Freiheit beschränken, indem man ihn dazu zwingt, das zu tun, was er nicht will, womit Rousseaus Allmachtsbehauptung – wie bei allen Idealisten – wohl mehr einer Wunschvorstellung als der sozialen Realität entspringt.

@ Freeone

….D.h. ich kann natürlich essen und trinken, wenn ich hungrig/durstig bin...

Niemand kann in Frieden leben, wenns dem Nachbarn nicht gefällt! Deshalb ist es ein großes Glück, wenn es von göttlichen Menschen erfundene, künstliche Sozialversicherungen gibt, mit Hilfe derer es auch dem Erbärmlichsten möglich ist, seine Grundbedürfnisse tatsächlich zu befriedigen, und es nicht nur beim reinen Wollen bleibt, mit dem der Ohnmächtige natürlicherweise verhungern müsste.

Das Schöne an einer kulturell hochstehenden humanistischen Staatsform, die von pflichtbewussten, und damit würdigen Politikern (griech: Demos) verwaltet wird, welche keine Minderheiten aufgrund von Mehrheitsbeschluss unterdrücken, ist die bereits heute schon in vielen Staaten grundgesetzlich bewirkte Aufteilung der Machtbefugnisse auf mehrere Instanzen, die gesetzlich zur Zusammenarbeit verpflichtet werden, um erfolgreich ihre Verwaltungsarbeit erledigen zu können, sodass der in der Amygdala beheimatete, asoziale Wunsch von Größenwahnsinnigen nach der Allmacht, sich natürlicherweise als der Stärkere jede Freiheit auf Kosten Anderer herausnehmen zu dürfen, wozu er gerade lustig ist, keine Option mehr darstellt, ohne damit sein Amtsenthebung zu riskieren.

Vielleicht besteht ja – allen Sozialdarwinisten zum Trotz - das Erfolgskonzept für den guten Politiker gerade in der unnatürlichen Sozialkultur, womit ihm künstlich ein Gemeinsinn anerzogen wird, um dem blinden Irrsinn optimal entgegenwirken zu können, bei dem er ohne diese Tugend sogar bedenkenlos die eigenen Artgenossen bis zur Ausrottung zerfleischen täte, sobald er meint, dass es notwendigerweise um die Wurscht des eigenen, individuellen Überlebens geht, auch wenn für die Gemeinschaft nicht der geringste Anlass dazu besteht.

Denn es ist immer nur der Mensch, der als Träger seiner göttlichen Tugenden und teuflischen Laster diese zum Fluch oder Segen für Andere nutzt, und nicht umgekehrt die Tugenden (Götter) und Laster (Teufel) den Menschen, wie es gerne von den herrschsüchtigen, spiritistisch orientierten Tyrannen dargestellt wird, um sich ihre eigenen Untaten von höherer Stelle aus legitimieren zu lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=w4hRsmJozqY
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