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Problem-Hund

8 Beiträge
Tiere & Natur haben einen wichtigen Status in unserer Gesellschaft und sowohl ihr Schutz als auch ihre Erhaltung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Themen rund um Tiere und Natur sind sehr vielfältig, da kann es um Insektenbekämpfung gehen, genauso wie um die Lieblings-Hunderasse oder das Leben auf dem Land.Haben Sie z.B. gute Tipps, welche Aktivitäten im Freien besonders Spaß machen oder wollen Sie über Neuigkeiten berichten, die es rund um das Thema Tiere und Natur gibt?Viel Freude beim Austausch mit anderen tier- und naturverbundenen Mitgliedern aus der 50plus-Treff Community.

Beitragvon AmberBea » 15.01.2017, 18:21

Hallo,

habe einen Problem-Jaddhund. Daheim - sehr liebb. Draußen - Bell und Beißbestie. Wer hat Interesse an Austausch? Dann gerne mehr.

Amber
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AmberBea
 

Beitragvon Kati3006 » 15.01.2017, 18:30

moin amber,
der meinige war es zu beginn ebenfalls, absolute katastrophe, da nicht sozialisiert (tötungsstation, dann tierhilfe, dann vermittelt, ausgesetzt, pflegestelle...) und es hat knapp zwei jahre gedauert, bis er das schätzeken war, welches er heuer ist. wie lange hast du deinen schnuckel mit den dr-hyde-ambitionen denn schon?
einen neugierigen gruß
kati
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Kati3006
 
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Beitragvon junggebliebene48 » 16.01.2017, 18:56

Hallo AmberBea,
ich habe seit September auch einen 3 Jahre alten Tibet-Spaniel-Mix, ebenfalls aus Spanien von der Tötung geholt und habe das gleiche Problem wie Du. Daheim absolute Schmusehund und kaum draußen spielt er sich als Beschützer auf. Ohne Leine geht garnichts. Habe jetzt eine Hundetrainerin die mit ihm und mir übt. Bei ihr klappt es, bei mir nicht und ich versuche wirklich gerade zu gehen um eben auch so eine Ausstrahlung zu bekommen wie die Trainerin. Manchmal habe ich das Gefühl dass er einfach mehr mit anderen Hunden zusammensein muss um von den zu lernen. Diese Möglichkeit habe ich leider nicht.
Aber vielleicht muss man einfach noch Geduld haben denn wir wissen ja nicht was sei ein kleiner Kerl alles erlebt hat.
Kati 3006 wie hast Du das denn geschafft ?
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junggebliebene48
 
Beiträge: 4

Beitragvon Beeke5 » 16.01.2017, 19:48

Hi Amber,

was hast Du denn für eine Bell-Beißbestie? :D

Noch jung oder schon älter?
Vom Züchter oder vom Tierschutz?
Rassehund oder Mix?

Du kannst sicher sein, dass das Tierchen nicht
so auf diese Welt gekommen ist.

Beschreib mal Deinen Hund und die Probleme,
die DU mit ihm hast. Er wird sicherlich mit Dir
keine Probleme haben :lol:
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Beeke5
 

Beitragvon Rotkappe » 17.01.2017, 12:28

Wenn der Hund draußen andere an-/verbellt, dann am besten nur ganz oft in freundlichem Ton sagen "lass das" oder "hör auf damit, du weisst doch, dass du das nicht sollst" oder "warum bellst du jetzt, der andere Hund bellt doch auch nicht, nimm dir mal ein Beispiel daran" o.ä. :D
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Rotkappe
 
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Beitragvon flesermutzel » 17.01.2017, 12:51

Wenn der Hund nur draußen eine ,Bestie' ist,
ist er wahrscheinlich unsicher oder ängstlich.
Wie reagierst du denn?
Je mehr Sicherheit Du ausstrahlst, umso entspannter ist auch Dein Hund.
Gaaanz ruhig bleiben, ruhig mit ihm reden, aber so, daß er sich nicht auch noch bestätigt fühlt.
Ich würde mal eine gute Hundeverhaltenstherapeutin aufsuchen. Es lohnt sich.

Mein Momo kam aus dem spanischen Tierschutz, war normalerweise superlieb, hat mich aber zweimal richtig gebissen. Alle haben mir den Rat gegeben, dominant zu ihm zu sein
Dadurch wurde es immer schlimmer. Eine Tierverhaltenstherapeutin kam ins Haus,
hat uns zwei Stunden lang beobachtet und erkannt,
daß es Angstaggressionen waren.
Durch ruhiges Verhalten, ruhige Stimme,
geistige und körperliche Auslastung wurde er zu dem
entspannten Schmusecocker, der er jetzt ist.
Ich bin sehr froh!!!
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flesermutzel
 
Beiträge: 3225

Beitragvon ditali » 18.01.2017, 16:03

Ich würde Dir auch auf jeden Fall zu einem ausgebildeten Tiertherapeuten raten.
Damit habe ich bei meiner 2. Jagdhündin die besten Erfolge erzielt.
Im großen und ganzen würde ich dir raten,draußen alles zu tun um seine Aufmerksamkeit
auf dich zu lenken.(Ich bin lt. therapeutischer Anweisung mit einer Tasche Leckerli
vor meiner Hündin rückwärts gegangen und sobald sie auf irgendeine Ablenkung reagieren wollte
hab ich ihr blitzartig den Befehl gegeben zu stehen oder zu sitzen und habe sie dann sofort
belohnt). Mit der Zeit ist ihr dann aufgegangen,daß es am besten ist die Aufmerksamkeit
auf mich zu lenken.
Falls er auch aus dem Auto herauskeift hilft Desensibilisierungstraining : mit ihm im Auto sitzen-
Leute vorbeigehen lassen und sobald er auch nur die Ohren aufstellt sofort nein sagen,Goschi
zuhalten und gegebenenfalls belohnen.
Ansonsten würde ich Dir wie es auch meine Vorgänger taten raten genau zu beobachten,ob
Agressions-oder Angstverhalten vorliegt.
Alles Gute !
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ditali
 
Beiträge: 58

Beitragvon Clutaea » 28.03.2017, 19:14

Hatte auch eine völlig verstörte Braque de l'Ariège. 4 Vorbesitzer, Beißer, 5 Jahre Heim und schließlich kam sie zu mir. Das Zauberwort ist: Rangordnung und Aufmerksamkeit. Wenn der Hund keine Führung erkennt, fühlt er sich selbst als Rudelführer und bei Angsthund oder unsicherem Hund kann das schnell in Beißereien enden. Es hat fast 1,5 Jahre gedauert bis sie auch draußen im Wald ohne Leine laufen konnte und auf Pfiff sofort kam. Ich muss aber dazu sagen, dass ich einen tollen Hundeflüsterer zur Seite hatte, der mir alles gezeigt hat. Schreien und Zuquatschen nützt genau: NIX. negatives Verhalten wird ignoriert und gewünschtes Verhalten überschwänglich gelobt.

Leider ist sie im Alter von 12 Jahren an einem Grand Mal-Anfall verstorben :(  und nun hab ich eine Katze :lol:  
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Clutaea
 
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