wenn die tochter zum vaterzieht nach Scheidung...……….
hat jemand gleiche Erfahrung als mutter gemacht?
Rapunzelturm, hast du denn deswegen deine Tochter wirklich "verloren"?

Wie alt ist denn deine Tochter?
Warum denn auch nicht?

Ich denke mal, das die heutigen Männer soweit sozialisiert sind um auch die alleinige Verantwortung ihrer Kinder übernehmen zu können.

So bleibt dir immerhin freie Hand für deine weitere Lebensgestaltung.

Und nein, diese Art von Erfahrung hatte ich noch nie.
danke für dein input
Eine meiner Freundinnnen hat ihr Lesbentum entdeckt und ließ sich scheiden.

Die Tochter - damals 13 - hat sich entschieden, zum Vater zu ziehen.
Er war der klassische Papa - selten zu Hause, und wenn er anwesend war, war er nett.
Als sie zu ihm zog, änderte sich das Bild ein wenig - plötzlich gab es den Alltag mit Papa und der war überfordert und oft sehr grantig.

Julia hat begonnen, zwischen den Eltern zu pendeln, und sie macht das ziemlich gut!
Sie ist überall willkommen , ist allerdings mit 18 in eine WG gezogen und besucht ihre Eltern abwechselnd, wenn sie was braucht oder traurig ist.

Die Eltern haben kaum mehr Kontakt zueinander, aber das Mädel hat zu beiden eine sehr enge Beziehung.

Es kann funktionieren - wenn der Rosenkrieg der Ehepartner nicht üner das Kind ausgetragen wird.
danke für deine worte
Als die Scheidung meiner Tochter durch war, wollte die Älteste zu ihrem Vater ziehen. Denn in der Pubertät scheinen sich Mädchen beim Vater wohler zu fühlen, weil sie meinen mehr für sich herausholen zu können und weniger Kontrolle herrscht, weil der Vater ja tagsüber arbeitet und weil Mütter eh immer viel zu streng sind.
Als die Zweite Enkeltochter in die Pubertät kam, das gleiche Spiel, dafür kam die Älteste wieder zurück. Wie sich ein Kind entscheidet hängt davon ab was an Planeten oder sensitiven Punkten in seinem Horoskop im Sternzeichen Schützen und was in den Fischen steht.

Früher galt noch die Regel:
Der Schütze zeigt an dass die Nativität ohne Mutter aufwächst und in den Fischen ohne Vater. Wassermanngeborenen erleben fast immer Scheidungen und wachsen dann bei den Großeltern auf.
Meine Tochter konnte nach meiner Trennung von ihrem Vater über ihren jeweiligen Aufenthaltsort frei entscheiden. Da wir nach wie vor beide in der gleichen Stadt wohnten, war das kein Problem.

Die Trennung geschah damals auf meinen Wunsch und meine einzige Bedingung war, evtl. Differenzen niemals über unsere Tochter aus zu tragen. Auf eine rechtskräftige Scheidung wollten wir fernerhin im Interesse unserer Tochter bis zu deren Volljährigkeit so lange verzichten, so lange kein persönlicher Bedarf bestand. Somit konnte sich auch das Jugendamt nicht einmischen. Nach 8 Jahren erfolgte dann die rechtskräftige Scheidung.

Während des Studiums war sie an den Wochenenden bzw. in den Semesterferien meistens bei ihrem Vater, da ich zwischenzeitlich weiter weg gezogen war. Und heute lebt sie in einer eigenen Wohnung im gleichen Haus. Wir sehen uns relativ selten, da sie inzwischen auch beruflich stark eingebunden ist, dafür sind wir ständig per Signal, mail oder auch mal telefonisch in Kontakt. Wir verstehen uns fantastisch trotz teilweiser konträrer Ansichten, vor allem aber ist unser Verhältnis nach wie vor von tiefgreifenden Vertrauen geprägt.

Auch hier war es mir immer ein großes Anliegen, ihre ihr gegebene eigene und individuelle Persönlichkeit niemals ein zu zwängen, ihr die innere Freiheit zu gewähren, die ich mir auch selbst erlaube. Und ich denke, genau das ist das Allerwichtigste und mit das Kostbarste, was wir unseren Kindern vermitteln und mit geben können.

Nicht nur meine Meinung, sondern auch die ihre.. ;-)
von cajun_forever » 26.08.2018, 20:40

Auch hier war es mir immer ein großes Anliegen, ihre ihr gegebene eigene und individuelle Persönlichkeit niemals ein zu zwängen, ihr die innere Freiheit zu gewähren, die ich mir auch selbst erlaube. Und ich denke, genau das ist das Allerwichtigste und mit das Kostbarste, was wir unseren Kindern vermitteln und mit geben können.
Nicht nur meine Meinung, sondern auch die ihre.. ;-)
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Ich teile die Aussage von cajun_forever, die innere Freiheit ist ein sehr wichtiges Gut bei allen Menschen.
Im Falle wo die Kinder so gross sind, dass sie von selbst entscheiden können, sollte man sie selbst entscheiden lassen, wann sie bei welchem Elternteil wohnen wollen. Die Wohnbasis sollten wir als Eltern als elementar wichtig ansehen und wenn möglich unseren Kindern zur Verfügung stellen.

Als meine erste langjährige Partnerin ( die Mutter meiner beiden Söhne ) sich von mir trennte, war eine meiner Bedingungen, dass die Jungs auf beiden Seiten bis zu ihrem 18ten Lebensjahr ihre eigenen persönnlichen Zimmern haben müssten, was ich dann auch bereitwillig auf der Seite von der Mutter mitfinanzierte. Des weiteren blieben auf meiner Seite die voll eingerichteten Zimmer mit ihren persönnlichen Gegenständen der Jungs bis zu ihrem 30ten Lebensjahr erhalten, sodass sie immer wenn sie wollten sich ein- und ausbuchen konnten.

Da ich in meiner zweiten langjährigen Parnterschaft, eine Mutter mit zwei Mädchen und einem Hund in mein Leben aufnahm, finanzierte ich somit meinen beiden Stieftöchtern auch zwei gleichgestellte Zimmer mit ihren persönnlichen Gegenständen unter meinem Dach. Auch die zwei Mädchen konnten sich somit, bei uns bis zu ihrem 30ten Lebensjahr nach ihrem Willen ein- und ausbuchen.
Es ist sehr sehr wichtig, dass Kinder bis sie erwachsen sind, ihren eigenen persönnlichen Rückzugsraum bei jedem getrenntenen Elternteil haben.

Vor kurzem habe ich diesen Wohnbereich, nach Aussprachen mit den Kindern, umgebaut in eine kleine getrennte Wohnung. Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Kleiderraum und Bad.
In diesem Wohnbereich können immer wieder unsere Kinder sich ein- und ausbuchen mit oder ohne ihre Lebenspartner oder Lebenspartnerinen.
Manchmal, wird dieser Wohnbereich jetzt auch für Familienmitglieder benutzt.

Die Haushaltsregeln wurden und werden noch immer, bei mir und mit mir an meinem Küchentisch besprochen.

Wichtig ist auch, dass man den Kinder erklärt, dass Mann und Frau eine Sache auf dieser Welt ist.
Dass Vater und Mutter aber einen anderen Lebensbereich darstellt.
Die Kinder haben nichts mit dem Mann- und Frauteil unseres Lebens im direkten Leben zutun.

Im Allgemeinen gilt, dass der Lebenspartner immer vor den erwachsenen Kindern steht/zählt. Steht ein Kind zwischen, den Lebenspartnern, ist das immer für die Lebenspartner trennend.
Ich gebe heute aber zu, dass man in Patchworkfamilien, manchmal andere Ausnahmeregelungen finden muss, als in der ersten Partnerschaft mit Kindern.
Ich muss ja zugeben, dass ich festellen musste und muss, in diesem Punkt, sehr eifersüchtig zu sein.

Mein Mann hat mich vor 3+ Jahren 'zwischen Tür und Angel' verlassen.
Ich 56 die eine Tochter 22 und andere seit 3 Tagen 21. Letztere wohnte zu dem Zeitpunkt wieder zu hause und ist ca. 5 Monate später in eine eigene 2-Zimmer-Wohnung ausgezogen.

Seither verspüre ich immer sowas wie Eifersucht wenn sie sich mit Ihre Vater treffen. Oder wenn meine 3 Jährige Enkelin sagt "ich habe bei Opa geschlafen, das war lustig".

Obwohl mir es sonneklar ist, dass das völlig in Ordnung ist - ich bin 'eifersüchtig'.

Vor ein paar Wochen der nächste 'Schlag' - die eine Tochter zieht mit Ihrem Freund zu meinem 'zukünftigen' Exmann ins gleiche Haus (getrennte Wohnungen) ......

Es ist gut für sie mit ihrem Freund in eine größere Wohnung umzuziehen. Ich habe zu beiden Töchtern eine guten Kontakt - vllt sogar intensiver als vorher. Ich habe (eigentlich) keinen Grund zu klagen .... aber ich bin eifersüchtig.

Was ist los? Ich denke es ist die Demütigung, die ich durch die Art und Weise des Verlassenwerdens erfahren habe, die mich zu dieser Trauer veranlasst.

Was will ich damit sagen: Als Mutter sind mir die Bedürfnisse der Kinder doch wichtiger und ich werde daran arbeiten mich nicht 'unterkriegen' zu lassen.
@.Erika vielleicht hilft es Dir, aber das ist keine Eifersucht. Damit liegst Du voll daneben. Es ist die Kollaboration mit dem Feind die Dich so stört!!
Denn Er hat Dich ja verlassen und Dich sitzenlassen und anstatt nun Deine Kinder zu Dir halten und ihm böse sind , machen sie mit dem ""Unhold"" auf vertraute Zugehörigkeit.
Wer mit meinem Feind befreundet bleibt, der kann eigentlich dann mein Freund nicht mehr sein.
Das ist ein gutes Prinzip, leider in der Familie sehr schlecht anzuwenden, wenn es um die Eltern geht
von .Erika » 05.09.2018, 12:48
Was will ich damit sagen: Als Mutter sind mir die Bedürfnisse der Kinder doch wichtiger und ich werde daran arbeiten mich nicht 'unterkriegen' zu lassen.
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Ab dem Moment, wenn deine Kinder 18 Jahre haben, also grossjährig sind, bis du für DICH WIEDER DAS WICHTIGSTE.
Geniesse deine Freiheit und denke über die Gründe deiner Eifersucht in Ruhe nach.
Eine Frau schrieb hier mal, Eifersucht ist das, was wir mit Eifer suchen ...........eine Sucht mit der eifrigen Suche nach WAS?

Unsere Kinder sind nicht unser Eigentum, gestehe Ihnen ihre berechtigte Freiheit zu.

Solltest du nach deiner berechtigten Trauerzeit über das Scheitern deiner Beziehung und deinem dir selbst Eingestehen und Verarbeiten deiner Mitschuld,
( in jeder Partnerschaft gibt es wenigstens zwei Personen ) wieder einen neuen Freund oder Partner finden, bist du für DICH noch immer das Wichtigste mit deiner eventuel neuen Beziehung und danach die Kinder.
Erika,
dein Exmann war schließlich ein fürsorglicher Vater bis eure Kinder volljährig waren.
Das ist doch schon immerhin mehr als das was Frauen in der heutigen Zeit erwarten können. :wink:

Hebe deinen getrübten Blickwinkel auf, schaue auf die Vielfalt des Lebens und sehe es als einen Neubeginn für dich.
Hm, was soll ich sagen ... ich weiss, ich 'soll/brauch/muss' nichts sagen.

Doch Fumaria1, marecheennature und DieGesellschafterin, Ihr hab ja (weitestgehend) Recht.

Es ist an der Zeit, dass ich die Demütigung hinter mir lasse.

Ich arbeite daran und denke, dass es mir auch weiterhilft wenn die Scheidung endlich abgeschlossen ist.
Als meine Tochter (damals 16 Jahre) beschloss, zu ihrem Vater zu ziehen, hatte mir das auch schwer zu schaffen gemacht.
Ich war dagegen. Meine Tochter wollte zum "Feind" ziehen ... ich zog damals vor das Gericht. Ich hatte aber keine Chance.
Meine Gemütspalette damals mag ich nicht hier beschreiben.
Aber irgendwann konnte ich mich damit arrangieren, nicht zuletzt auch deshalb, weil meine Tochter deutlich machte, dass sie eben bei ihrem Vater leben wollte - mich aber immer noch liebte.
Mein Sohn (damals 19 Jahre) lebte weiterhin bei mir.
Heute sind die Beiden 34 und 31 Jahre alt. Es ist also viel Zeit vergangen. Wir haben ein gutes Verhältnis und alle meine Befürchtungen stellten sich als unnötig heraus. Heute, nach so vielen Jahren kann ich über mich selbst schmunzeln.

@ Erika
Lass die Zeit ihre Arbeit tun. Wenn sich Eltern scheiden lassen, dann trennen sich die Eltern voneinander - nicht aber die Kinder.
Ich glaube, Kinder wollen ihr Bild von den Eltern erhalten und gleichzeitig mit der Situation zurecht kommen. Wenn man sie lässt, schaffen sie das auch.
Und auch für Dich wird wieder die Sonne scheinen.
Ti
;-)
cron