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Beitragvon adimus » 10.10.2017, 9:52

Was sich wie eine Science-Fiction liest, ist scheinbar nun bereits zur möglichen Realität geworden.
Nebst der ungeahnten (und unkontrollierbaren?) Möglichkeiten die daraus erwachsen können, stellt sich die dringliche Frage, wie sich das wohl auf die (bald transhumanisierte?) Menschheit auswirken wird… ?

Ganz einfach gesagt bedeutet das, dass wir in einer Zeit angekommen sind, in der künstliche Intelligenz keinen direkten Input der Menschen mehr benötigt. Kein Programmierer muss dem Computer beibringen, was er zu lernen hat, sondern der Computer zieht sich alle Informationen selbst und urteilt, welches Verhalten in Anbetracht dieser Informationen am angebrachtesten wäre.

Ein Faszinosum für Neurowissenschaftler, die seit unzähligen Jahren versuchen, das Prinzip neuronaler Vernetzungen im Gehirn zu verstehen, aber dieser Forschungsgegenstand von einem Computer nicht nur verstanden, sondern auch verbessert werden kann.

Denn wir sind nicht nur in einer Zeit angekommen, in der KI uns Menschen nicht mehr als Input benötigt, sondern zugleich auch in einer Zeit, in der wir den Computer nicht mehr verstehen können. Kurz gesagt: Die heutige KI hat sich ein eigenes Bewusstsein für Dinge wie Kommunikation, Archivierung und Antizipation angeeignet.


Für Interessierte Leser/innen hier der vollständige Artikel:
https://www.rubikon.news/artikel/kunstl ... als-gefahr

Schaut man sich nun all diese Beispiele an, erkennt man, dass wir nicht nur nicht mehr weit entfernt von KI sind, die Menschen unterjochen könnte, nein, sie ist bereits Wirklichkeit geworden.
Eine KI, die durch einen Selbstlerneffekt jeder Situation gewachsen ist und umgehend korrekt handeln kann, übelste Vorurteile entwickelt und niemals Gnade vor Recht ergehen lässt, sich intern austauscht, ohne von uns verstanden zu werden und zusätzlich jeden Tag mit Millionen von Datensätzen von ihren Anwendern gefüttert wird – ist ein Szenario, welches wir nicht überleben können.
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Beitragvon Sumsum » 14.10.2017, 21:07

Wenn man sich die Geschwindigkeit der Entwicklung anschaut, wird man nicht umhin können, zumindest die Möglichkeit einzuräumen, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft an diesen Punkt kommen. Ob wir das auch wollen, müssen wir wesentlich früher entscheiden.

Allerdings sehe ich auch Bereiche, in denen ich gerne Verantwortung an diese "Erfahrungsmaschinen" abgebe. Hierzu zählt der medizinische Bereich, Roboter führen Teiloperationen durch oder man denke an die Autoindustrie.
Die KI ist Fortschritt und Bedrohung zugleich. Die Vorstellung, dass Maschinen Intelligenz und womöglich sogar einen eigenen Willen entwickeln könnten, wird von den meisten Menschen entweder entschieden abgelehnt oder fasziniert zur Kenntnis genommen.
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Beitragvon Seniorantes » 18.10.2017, 23:52

Die Frage ist ob es dann nicht eher auch einen Umkehrschluss gibt, eine Rückentwicklung oder eine Brachliegung von allem, es gib t ja viele Theorien.
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Beitragvon Stoertebeker » 19.10.2017, 0:25

Ein Computer wird niemals selbstständig die Algorithmen entwickeln, wie sie die Natur entwickeln kann!
Es ist und bleibt ein menschengemachtes Werkzeug. Allein die Perversion des menschlichen Hirns( wie auch bei der Entwicklung von Waffen ) trägt dazu bei, das der Computer das kann, was er kann.
Die allergrößte Gefahr ist wohl, das der Mensch sich wie immer, blauäugig auf das verlässt, was er geschaffen hat, denn das ist anscheinend unfehlbar.
Die gesamte Digitalisierung ( Industrie 4.0 etc. ) ist so was von fehlerbehaftet, das ein reibungsloser Ablauf ohne menschliches Eingreifen immer noch nicht möglich ist. Wenn dem so wäre, sollte der Computer in der Lage sein, diese Fehler selber abzustellen.
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Beitragvon Sumsum » 19.10.2017, 19:28

Unter einem Algorithmus versteht man eine systematische, logische Regel oder zumindest eindeutige Vorgehensweise, die zur Lösung eines vorliegenden Problems führen kann. Ein System wird dann als intelligent bezeichnet, wenn es ein Verhalten zeigt, das vom Programmierer ursprünglich nicht so vorgesehen wurde.
Es trifft Entscheidungen, die man nicht in ihren Abzweigungen und Konsequenzen durchdacht und festgelegt hat. Das hatten wir bereits schon 1997.......
Die erste Generation von KIS begann mit Deep Blue, der den damaligen Schachweltmeister Kasparow geschlagen hatte, das war damals ein großer Technologiesprung.
Diese Technologien simulieren menschliche Gehirnfunktionen und verwandeln ebenfalls Daten in Mathematik.

Ca. 70% aller Finanztransaktionen von Algorithmen gesteuert und Werbebotschaften werden für maximale emotionale Beeinflussung heute ebenfalls schon algorithmisch erstellt. Diese neue Werbeform wird stürmisch von modernen Marketeers gefeiert, dabei stellt sie doch einen massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Konsumenten dar, die immer mehr einem komplett manipulierten Werbeumfeld (unbemerkt) ausgeliefert sind. Ein Sachverhalt, der bislang noch kaum problematisiert wird und sich deshalb ungehindert ausbreiten kann.
Ein ganz ertragreiches Anwendungsfeld für Künstliche Intelligenz sind Spielkasinos. Wer nämlich davon ausgeht, dass es sich bei den heutigen Spielautomaten um die relativ simplen mechanischen Apparate von früher handelt, liegt falsch. Im modernen Spielkasinobetrieb geht es darum, die Spieler in einen Zustand des „Immerweiterspielenwollens“ zu versetzen.
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Beitragvon Seniorantes » 19.10.2017, 20:38

Da hast du sehr wohl Recht, die Frage ist nur verhalten wir uns wirklich immer so logisch? Hätte ich gar nicht gedacht, aber sehr anregender Gedanke.
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Beitragvon dick01 » 20.10.2017, 10:06

Zunächst: Worüber sprechen wir, was ist Künstliche Intelligenz überhaupt?
Dazu gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Sichtweisen:
• Orientierung am Denken d.h. man versucht den „Menschen“ und insbesondere sein Denken zu modellieren
• Orientierung am Verhalten d.h. man versucht etwas „Neues“ zu schaffen

Insbesondere für den ersten Punkt gibt es den Turing-Test, der feststellt, wie weit die entsprechende KI ist. Wie bei allen komplexen Systemen, auch den schon vorhandenen Natürlichen, sind die Ergebnisse nicht einfach vorhersehbar. Ein schönes Beispiel: Zwei Chat-Bots, Bob und Alice, sollten sich nett auf Englisch unterhalten; so wollten es die KI-Leute von Facebook. Dann dachten sich die zwei Bots etwas Effektiveres aus, das die Zuckerberg-Leute nicht nachvollziehen konnten. Daraufhin wurde den beiden Bots der Mund gestopft. So ist das nun einmal mit der Komplexität – nicht alles lässt sich vorausberechnen. Aber ist das gefährlich? Müssen wir dafür neue Gesetze schaffen?

Die wirkliche Gefahr bei der Entwicklung der KI ist die gleiche wie bei aller neuen Technik: das Militär. Dort wird der größte Teil der Investitionen getätigt, die Ergebnisse bleiben geheim und unkontrolliert usw. usw. Zeitungsmeldung: Bei einem Experiment ließ das US-Militär 103 Minidrohnen vom Typ Perdix fliegen. Der von künstlicher Intelligenz gesteuerte Schwarm habe dabei Verhalten wie kollektive Entscheidungsfindung gezeigt.
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 92802.html
Es empfiehlt sich eine wirkliche Kontrolle des militärisch-industriellen Komplexes, dann ist auch KI keine Gefahr mehr.
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Beitragvon Bernie12 » 20.10.2017, 10:47

Hallo!
Bei komplexen Problemen und Abläufen kann der Programmierer nicht alles voraussehen.
Aber er kann Sicherheitstechniken einbauen, die Entgleisungen verhindern.
Wenn sich ein System aus mangelnder Weitsicht des Programmiers selbständig macht, so handelt es sich um einen Fehler und nicht um künstliche Intelligenz.
Von künstlicher Intelligenz kann man erst sprechen, wenn sich das selbständige System umprogrammiert, weil es sich selbst erkennt und als Individium wahrnimmt.
Davon sind wir weit entfernt, Gottseidank!
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Bernie12
 
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