Immer schön vorher lesen, was drin ist....
Zumal wenn man sich als "Eselsbrücke" vorstellt, das 100gramm Zucker ungefähr 34 stk Würfelzucker sind, das schreckt ein wenig ab dann.... :) :) :)
Vor kurzem las ich, daß Menschen mit einer Unterfunktion der Schilddrüse keine Soyaprodukte einnehmen sollen, da die Wirksamkeit der Medikamente verringert wird.
Die Patienten sind oft müde, ‚verbrennen‘ weniger und neigen dadurch zu Übergewicht.
Ich bin im Normbereich!
Bemühe mich auch ständig darum mit Sport
und geringer, gesunder Ernährung!
leonetta hat geschrieben: Vor kurzem las ich, daß Menschen mit einer Unterfunktion der Schilddrüse keine Soyaprodukte einnehmen sollen, da die Wirksamkeit der Medikamente verringert wird.
Die Patienten sind oft müde, ‚verbrennen‘ weniger und neigen dadurch zu Übergewicht.



Das stimmt und ist schon lange bekannt:

http://news.doccheck.com/de/97140/hypot ... wirkungen/

"Hypothyreose: Im Wirrwarr der Wechselwirkungen

10. August 20159

So klein die Schilddrüse auch ist, so groß ist die Auswirkung auf den Organismus, wenn es zu Funktionsstörungen oder Entzündungen kommt. Das Standardtherapeutikum Levothyroxin ist aber ein „Sensibelchen“, das mit vielen Medikamenten und Nahrungsmitteln interagiert.

Im zweiten Quartal 2015 herrschte in Arztpraxen und Apotheken das Levothyroxin-Chaos. Von mehreren Generikaherstellern waren Schilddrüsenpräparate nicht lieferbar oder wurden gar zurückgerufen. Eine Substitution für den Wirkstoff mit „pharmazeutischen Bedenken“ kann nicht erfolgen. Vor der Therapie steht natürlich die richtige Diagnose. Aber auch diese ist labortechnisch nicht frei von Tücken.

TSH-Bereich schwammig formuliert

Die Bestimmung des basalen TSH-Wertes ist die wichtigste Basisuntersuchung und steht am Anfang jeder Schilddrüsenfunktionsdiagnostik. TSH reagiert sehr stark auf hormonelle Schwankungen, deshalb kann bei einem normalen Wert im Serum (0,4–4 mU/l) eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse ausgeschlossen werden. Bei Werten außerhalb des Referenzbereichs und bei Therapiekontrollen sind Messungen der freien Schilddrüsenhormone fT3 und/oder fT4 erforderlich. Doch der Referenzbereich für basales TSH ist extrem „unscharf“ definiert. Bereits ab einem basalen TSH-Wert von ca. 2,5 mU/l kann eine latente Hypothyreose vorliegen.

Levothyroxin mag weder Mineralwasser noch Kaffee

Standardtherapeutikum bei einer Hypothyreose ist Levothyroxin. Die Therapie birgt zahlreiche Risiken, weil die Wirkung erheblich vom Einnahmezeitpunkt, Einnahmemedium und zugeführter Nahrung oder eingenommen Arzneimitteln ist.

Dass unterschiedliche L-Thyroxinpräparate hinsichtlich ihrer Bioverfügbarkeit nicht vergleichbar sind, wurde vielfach festgestellt. Auch das „Forum-Schilddrüse“ warnt vor einem leichtfertigen Wechsel. Seit langer Zeit wird über die damit verbundenen Risiken berichtet: 60 freiwillige euthyreote Schilddrüsenpatienten erhielten über einen Zeitraum von zwei Wochen täglich eines von zwei L-Thyroxinpräparaten (jeweils eine Tablette pro Tag, entsprechend 100 μg L-Thyroxin). Bereits am ersten Tag nach Einnahme des Originalpräparates wurde – im Vergleich zum Generikum – ein kontinuierlich höherer fT4-Spiegel erreicht. Nach 8 Stunden war die Differenz deutlich unterschiedlich. Nach 14-tägiger Verabreichung der L-Thyroxin-Präparate nahm der TSH-Serumspiegel um 70 Prozent beim Original versus 56 Prozent ab. Bei einer Umstellung wären die Kosten für eine Hormonstatusbestimmung erheblich höher als das Einsparpotenzial. Bei einer Neueinstellung oder Dosisumstellung ist ein Wechsel dagegen problemlos möglich.

Wie problematisch L-Thyroxin ist, zeigt die Empfehlung, die Substanz auf nüchternen Magen, mit Leitungs- und nicht Mineralwasser einzunehmen. Darüber hinaus sollten innerhalb der ersten beiden Stunden nach der Einnahme keine Milchprodukte konsumiert werden. Kein anderer Arzneistoff hat eine höhere Plasmaproteinbindung als L-Thyroxin.

Interaktionsfreudiges Hormon

Auch wegen der hohen Plasmaeiweißbindung von 99 Prozent neigt L-Thyroxin zu zahlreichen Interaktionen. Zu den Arzneistoffen, die die Resorption von Levothyroxin hemmen, zählen Eisen- und Calciumsalze, Ionenaustauscherharze (Cholestipol, Cholestyramin), aluminiumhaltige Antazida und Sucralfat. Östrogene steigern den metabolischen Abbau. Der Levothyroxinspiegel würde in beiden Fällen sinken.

Auch Sertralin, Chloroquin/Proguanil und Propylthiouracil, Glukokortikoide und β-Blocker hemmen die pharmakologische Wirkung des Schilddrüsenhormons. Diese pharmakodynamische Interaktion tritt auch bei einem Einnahmeabstand auf.

Barbiturate, Carbamazepin und Rifampicin mindern ebenfalls die Wirkung, weil sie die hepatische Metabolisation steigern. Ciprofloxacin mindert die Resorption von Levothyroxin erheblich. Dies gilt auch für Sojaprodukte.

Andere Arzneistoffe können Levothyroxin aus seiner Plasmaeiweißbindung verdrängen und den Spiegel an freiem Wirkstoff erhöhen, so beispielsweise Salicylate, Clofibrat, Phenytoin und hohe Dosen von Furosemid.

Auf der anderen Seite kann Levothyroxin andere Pharmaka aus deren Eiweißbindung verdrängen. So steigert es den Spiegel an freiem Phenprocoumon erheblich und kann zu Blutungen führen.

Kropf durch Nahrung?

Nicht nur Arzneimittel sondern auch Nahrungs(ergänzungs)mittel beeinflussen den Thyroxinspiegel. Als goitrogene Substanzen in Nahrungsmitteln werden Stoffe bezeichnet, die den Iodstoffwechsel beeinträchtigen und so die Bildung eines Kropfes (engl.: goiter) fördern. Hierzu zählen die Pflanzeninhaltsstoffe Senfölglykoside, zyanogene Glykoside und bestimmte (Soja-)Flavonoide. Dies kann durch eine Hemmung der Aufnahme von Jod in die Schilddrüse entstehen (Iodinationshemmung) oder durch eine verhinderte Jodierung und somit Aktivierung in Thyroxin (Iodisationshemmung). Senfölglykoside als pflanzliche Inhaltsstoffe können zu einer Iodinationshemmung führen. Sie sind u. a. enthalten in Raps, Kohl, Senf, Rettich, Rüben, Mais und Bambus. Andererseits führen die Senfölglykoside aus Rüben und Kohlrabi zu einer Iodisationshemmung.

Die Thioglykoside in Kohl, Senf, Radieschen oder Meerrettich hemmen die Bindung von Iod an die Aminosäure Tyrosin und verhindern so die Bildung der Schilddrüsenhormone. Sie werden teilweise beim Kochen zerstört, bleiben in Rohkost, teilweise auch in Sommermilch (Futterveränderung), enthalten.

Blausäure lässt die Augäpfel wachsen

Zyanogene Glykoside beispielsweise aus Bittermandeln, Hirse, Leinsamen, Limabohnen, Maniok und Bambussprossen zerfallen bei der Verdauung zu Zyanid, welches die Iodaufnahme in die Schilddrüse vermindert. Beim Kochen wird ein Großteil der goitrogenen Wirkung zerstört. Auch Zigarettenrauch enthält Thiocyanate und hat strumige Nebenwirkungen.

Basedow-Patientinnen, die rauchen, haben ein 3,4-fach höheres Risiko, eine endokrine Orbitopathie (EO) auszubilden und eine 3-fach höhere Wahrscheinlichkeit, eine schwere EO auszubilden als Nichtraucher, so die Warnung in einer Dissertation von Hanoun.

Kropf aus dem Sojatopf

Neben cyanogenen Glykosiden und Senfölen interagieren auch einige Flavone mit Schilddrüsenhormonen. Sojaisoflavone können die Funktion der Schilddrüse beinträchtigen, wenn sie in isolierter oder angereicherter Form und in hohen Dosen aufgenommen werden. Davor warnte das Institut für Risikobewertung im Jahr 2007. Sojabohnen enthalten die Isoflavone Genistein, Daidzein und Glycitein.

Soja-Nahrungsmittel enthalten die Isoflavone hauptsächlich als Zuckerkonjugate in der Glykosidform. Die glykosidierten Isoflavone sind weniger aktiv als die freien Isoflavone. Je nach Verarbeitung kann sich das Verhältnis zwischen freien und glykosidierten Formen verändern. So enthalten fermentierte Soja-Produkte einen höheren Anteil an Isoflavonaglykonen als nicht fermentierte, wie beispielsweise Tofu.

Genistein und Daidzein hemmen bei Konzentrationen von 1-10 µmol/ l die Aktivität des Enzyms Schilddrüsenperoxidase, das für die Bildung von Schilddrüsenhormonen unerlässlich ist. Außerdem beeinflussen Isoflavone Transthyretin. Dieses bindet im Serum bis zu 20 Prozent des T4 und ist das wichtigste schilddrüsenhormonbindende Transporteiweiß. Isoflavone verändern insgesamt die Verteilung von Schilddrüsenhormonen im Organismus. Auf eine sojareiche Ernährung sollte aus Sicherheitsgründen bei bekannter Hypothyreose verzichtet werden. Dies gilt auch für hochdosierte, sojahaltige Diätpräparate zur Gewichtsreduktion.

Unabhängig von der goitrogenen Wirkung hemmen Sojaprodukte die Resorption von Levothyroxin erheblich. Erdnüsse wirken goitrogen, weil die enthaltenen Phenole mit Tyrosin als falsche Substrate konkurrieren. Die rote Samenschale der Erdnuss, aber auch Cashewkerne enthalten das strumige Glykosid Arachidosid.

Selen – nicht alle Schilddrüsen mögen das Metall

Einige Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel hingegen können sinnvoll bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen sein. In zahlreichen Laienpublikationen wird Schilddrüsenpatienten zur Einnahme von Selen geraten. Das „Forum Schilddrüse“ mahnt zu einer gewissen Zurückhaltung. Nur für eine kleine Gruppen von Schilddrüsenpatienten kann eine Selentherapie sinnvoll sein, beispielsweise bei einer Hashimoto-Thyreoiditis, bei Morbus Basedow dagegen ist die Studienlage noch dürftig. Selen beeinflusst den Stoffwechsel der Schilddrüse, die mit 600–1240 μg/kg das selenreichste Organ des menschlichen Körpers ist. Ein Selenmangel kann zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.

Eine Studie von Negro (2007) konnte zeigen, dass eine Selensubstitution bei Schwangeren mit positiven Antikörpern die Entzündungsaktivität und die Häufigkeit der Hypothyreose nach der Geburt deutlich reduziert (62 % vs. 44 % in der Placebogruppe). Bei anhaltenden Symptomen trotz ausreichender Hormonsubstitution und bei hohen Antikörpertitern kann zusätzlich die Gabe von 200 µg Selen täglich erwogen werden. Ob auch der Immunprozess selbst günstig beeinflusst wird, ist unklar.

In einer Studie von Nacamulli et al. [Paywall] sanken unter 80 µg Natriumselenit nach 12 Monaten im Vergleich zu Placebo die TPO-Antikörper. Thyreoperoxidase-Antikörper richten sich gegen das Enzym Schilddrüsenperoxidase. Bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse steigt der Wert.

Selen auch bei Basedow?

Die EUGOGO (European Group on Graves’ orbitopathy) ist ein multidisziplinäres Konsortium von Endokrinologen, Ophthalmologen, Epidemiologen und Radiologen mit insgesamt 13 europäischen Zentren. In einer Studie wurde die Wirkung von Selen auf eine Orbitopathie bei Morbus Basedow untersucht. Vermutlich stimulieren Schilddrüsen-Autoantikörper das Wachstum der Bindegewebszellen in den Augenhöhlen, was dann zum Exophthalmus führt. 159 Patienten mit milder endokriner Orbitopathie erhielten Selen (100 µg zweimal täglich), Pentoxifyllin (600 mg zweimal täglich) oder Placebo. Die primären Endpunkte waren der ophthalmologische Befund und die Lebensqualität. Beide Parameter verbesserten sich im Gegensatz zu Pentoxifyllin- und Placebogruppe deutlich.

Anorganisches Selen ist risikoärmer

Das Angebot an Selenverbindungen ist reichhaltig: Natriumselenit, Natriumselenat, Selenomethionin, Selenocystein und Selenhefe. Meist wird in der orthomolekularen Medizin ein organischer Ursprung der Mikronährstoffe bevorzugt. Bei Selen ist das anders. Selenit und Selenat sind anorganisch und werden erheblich besser vom Körper verwertet, sind also vergleichsweise stärker bioverfügbar.

Selenomethionin kommt in Pflanzen vor, Selenocystein ist tierischen Ursprungs, beide also organisch. Das Selen aus der Methioninverbindung kann erst nach dem kompletten Abbau der Eiweißstruktur verwertet werden. Außerdem kann sich Selen aus organischen Verbindungen im Körper anreichern. Selenhefe ist eine Hefe, die auf natürliche Weise Selen aufgenommen hat und als Methionin- und Cysteinverbindung speichert.

Aufgrund der Fülle an Interaktionen und Wechselwirkungen bedarf die differenzierte, patientenorientierte Schilddrüsentherapie eines pharmakologischen Feintunings, bei der die Laborparameter viel, aber nicht alles sind. Vielen Patienten ist sicherlich gar nicht bewusst, dass sie mit Levothyroxin ein Präparat einnehmen, das in seiner Herstellung, Galenik und seinen Interaktionen mit Arznei- und Nahrungsmitteln sehr problematisch ist. Die Beratung oder pharmazeutische Betreuung durch Arzt oder Apotheker ist eine adhärenzfördernde Herausforderung.

Artikel von Matthias Bastigkeit"
Danke dir, Lea!
Gut, daß du es nicht als Link eingestellt hast,
so können es Interessierte gleich lesen!
Was gefällt beim Sport: Golfspielen?

Außer dem backround: nette Leute kennenlernen, Geschäftspartner treffen, finden...?

Viele km gehen?
Armtraining?

Ich hab zumindest eine gute Treffsicherheit.....
Werde mir eine Schnupperstunde nehmen!
Du bist den ganzen Tag an der frischen Luft, dass ist sehr gesund.

Allerdings kann ich dem Golfen nicht soviel abgewinnen und bevorzuge aktivere Sportarten.
Danke dir, Lea!

Freilich: ,gehen an frischer Luft‘ ist gesund....

Ich wandere eher gerne, weil hinter jeder Kurve eine neue Landschaft auftaucht!
Ich wandere auch sehr gerne Leonetta. Gerade jetzt bei diesen heißen Temperaturen auf die Berge und durch die Wälder zu wandern, tut einfach gut.

Aber die Schnupperstunde würde ich doch mal ausprobieren, vielleicht macht es dir ja auch Spaß.
Ja, da hast du recht, Lea!
Das werde ich machen! :-)
Dann wünsche ich dir jetzt schon viel Spaß Leonetta :D .

Und berichte dann mal :D
Was haben wir über die Golfspieler gelästert!

Damals, als Straßenrennfahrer (Rad) kamen wir durch die vielen Trainingskilometer manchmal an den Clubs vorbei. Doch komisch, das viel auf, an den schönsten Plätzen der Welt hatten sie sich ausgebreitet, und wie!
Ich war in die Jahre gekommen, da sprach ein sehr guter Freud - Radfahrer und Golfspieler zu mir: "Felix, wenn Du jetzt nicht mit dem Golfspielen beginnst, dann ist das Spiel für Dich verloren".
Das hatte gesessen. Schnell hing ich an der "Angel", bewegte mit Demut Schläger und Ball und konnte die zweitschwierigste Sportart nicht mehr lassen.
Jetzt singe im Sonnenlicht und zwitscherten Vögeln: " Ach, wie so schön grün ist das Grün!"

Felix
Stimmt: Das ‚Grün‘ auf verschiedensten Arealen, wo sich zB. in Griechenland manchmal in der Umgebung eine trockene verkarstete Landschaft ausbreitet, beeindruckt mich auch!

Felix schreibt:
‚ , .....bewegte mit Demut Schläger und Ball und konnte die zweitschwierigste Sportart nicht mehr lassen.‘

Was ist an Golf schwierig?
Bei jedem Golfschwung müssen vom Körper koordiniert 412 Muskeln bewegt werden. Nicht nur an und aus, nein, auch dosiert, also auch analog. Das erfordert eine Rechnerleistung im Gehirn, die von keinem modernen PC geschafft wird.
Noch ein kleines Beispiel: Man steht seitlich zum Ziel und schaut unbedingt beim Schlagen den Ball an. Man zielt sozusagen im Kopf, man spielt auf der inneren Bühne der Fantasie.
Die schwierigste Sportart ist übrigens Eiskunstlauf.
Felix
Hm, Danke Felix!