dreigroschenoper hat geschrieben:
Tarantel60 hat geschrieben: Ziemlich arrogante Sichtweise Herr Wallenstein.
Nicht zu vergessen sollte man, dass ein Tyrann ebenfalls einen Schicksal hat, wie der Narr auch.
Ob jemand ein Tyrann wird oder ein Narr, wird ihm bereits in die Wiege gelegt, so zu sagen.
Und es werden nur leichte Korrekturen im laufe des Lebens vorgenommen.
Die allerdings sehr wohl Schicksalhaft werden können. Bei dem Tyrann eben so, wie beim Narr.
Wäre interessant zu erfahren, wer in der Mehrzahl ist, die Tyrannen oder die Narren.
Ich tippe auf Narren. Dabei meine ich auch die, die sich zu Narren machen, lassen.



Also, liebe Tarantel

Einem Tyrannen wird die Macht in die Wiege gelegt oder er saugt sie mit der Muttermilch auf.
Dafür kann er zwar erstmal nichts, aber ich muss ihm nun wirklich nicht dafür huldigen….

Kein Tyrann gibt sein Zepter freiwillig ab, Not gebiert Einsicht und zwingt zu Verhaltensänderungen, (wenn schon nicht zu Änderungen der Persönlichkeit…..), während die reine Duldsamkeit ein beinahe wirkungsloser Erzieher ist.

Da es sicher mehr Narren als Tyrannen gibt, wünschte ich, dass sich die Narren nicht nur zum Narren machen lassen, sondern hin und wieder ihr Schicksal selbst an die Hand nehmen würden….

Quasi eine kleine Schicksalskorrektur?





Ja, wir korrigieren unseren "Kurs" stetig, mal mehr, mal weniger - weil auch DAS unser Schicksal beinhaltet, quasi unsere Bestimmung ist. Auch wenn wir uns erheben, selbstbestimmt zu handeln! Das gilt vielleicht als Werbeslogan, worauf immer welche reinfallen. "Sie sind es sich wert"...etc.
Wie Simeone trefflich sagt, Schicksal ist das Resultat der Vergangenheit.
Oder wie jemand gar meinte, der Mensch leidet an eine fatalen Spätzündung, er begreift alles erst eine Jahrhundert später.
Das Leben dient zum Zweck der Arterhaltung. Einen Sinn erhält es erst dann, wenn man dem Leben einen Sinn gibt und etwas Sinnvolles tut , indem man Kinder in die Welt setzt oder auch nicht, wenn eh schon genug Kinder in Armut und Elend aufwachsen, die keinerlei Chancen auf eine lebenswerte Zukunft haben. Oder auch dann nicht , wenn der Lebensraum durch Umweltzerstörung immer begrenzter wird und die Menschen enger zusammenrücken müssen und in Unfrieden leben.

Sind die Lebensbedingungen okay und genügend Arbeitsstellen mit gerechten Löhnen auf dem Markt vorhanden , sodass auch die täglichen Lebenserhaltungskosten bestritten werden können, die Menschen freundlich miteinander umgehen und jeder die Meinung seines Mitmenschen gelten lässt, es keine Fanatiker, keine Neider, keine Betrüger Diebe etc. gibt und die Menschen Vertrauen in die Mitmenschen haben , macht allein das schon ein Leben lebenswert. Leben (aber nicht auf Kosten seiner Mitmenschen) und leben (nicht leiden ) lassen !!!
sarbre hat geschrieben: Das Leben dient zum Zweck der Arterhaltung. Einen Sinn erhält es erst dann, wenn man dem Leben einen Sinn gibt und etwas Sinnvolles tut , indem man Kinder in die Welt setzt oder auch nicht, wenn eh schon genug Kinder in Armut und Elend aufwachsen, die keinerlei Chancen auf eine lebenswerte Zukunft haben. Oder auch dann nicht , wenn der Lebensraum durch Umweltzerstörung immer begrenzter wird und die Menschen enger zusammenrücken müssen und in Unfrieden leben.

Sind die Lebensbedingungen okay und genügend Arbeitsstellen mit gerechten Löhnen auf dem Markt vorhanden , sodass auch die täglichen Lebenserhaltungskosten bestritten werden können, die Menschen freundlich miteinander umgehen und jeder die Meinung seines Mitmenschen gelten lässt, es keine Fanatiker, keine Neider, keine Betrüger Diebe etc. gibt und die Menschen Vertrauen in die Mitmenschen haben , macht allein das schon ein Leben lebenswert. Leben (aber nicht auf Kosten seiner Mitmenschen) und leben (nicht leiden ) lassen !!!



Sarbre, wir hatten (oder haben) den gleichen Traum... wie auch schon Martin Luther King
Ja und ich weiß auch welchen, habe ihn auch hier schon mal niedergeschrieben, weiß nur nicht mehr in welchen Thread das gewesen ist.
das Leben dient nicht nur der ArtERHALTUNG .....
sondern ist vorrangig zur VERBESSERUNG aller Arten  ausgerichtet !

das heißt:
Veränderungen zulassen - grenzwertige Situationen zulassen.....Experimente (Mutationen) zulassen..... 

die Nature braucht und möchte beides:
die "zuverlässigen" "vorsichtigen" in einer Spezies, die das Überleben der Gruppe sichern.....
genauso wie die "mutigen" "neugierigen" "verrückten/ausgestoßenen" in einer Spezies, die neue Möglichkeiten austesten........  
Rosetta7 hat geschrieben: Ist unser Leben determiniert... Haben wir einen freien Willen?... Oder... Schicksal als Chance?....
Ich denke sowohl als auch, aber wir haben immer weniger Spielraum in unseren Entscheidungen.
Wir müssen uns täglich entscheiden und Handeln. Das hat wiederum Folgen, die eine Kette von Aktion / Reaktion auslösen welche wieder neue Entscheidungen und Handlungen fordern, usw... Wir reagieren immer auf Impulse aus unserer Umwelt in irgendeiner Weise, sei dies nun negativ oder positiv. Das Schicksal gleicht nur aus, korrigiert und beschränkt dadurch unsere freie Wahlmöglichkeiten.


der wille ist nur die kraft, etwas zu wollen. ob man das, was man will, auch verwirklichen kann oder nicht, hängt zum einen von den umständen ab, wozu auch die eigenen voraussetzungen gehören, die man dafür mitbringt, andererseits aber auch vom wissen, wie das zu bewerkstelligen ist.

die freie entscheidung ist nur dann möglich, wenn wir eine alternative haben, aber wir haben trotzdem die möglichkeit, "ja" oder "nein" zu sagen, womit wir unser los (schicksal) erschweren oder erleichtern können.

das indische karma-yoga ist die filosofie der pflichterfüllung, die eine freiwillige entscheidung dafür voraussetzt, was wir sowieso tun müssen, weil die umstände es erfordern. damit vermeidet man launenbedingte widerstände, womit man sich das leben künstlich noch zusätzlich erschwert. das setzt allerdings eine gewisse selbsterkenntnis und geistige selbstkontrolle voraus, die kinder noch nicht haben, sodass es eher für ältere menschen einsehbar und auch praktizierbar ist.

so hat auch derjenige eine chance, im rahmen seiner möglichkeiten glücklich zu werden, der nicht so vom schicksal begünstigt ist, wie andere. der trick dabei ist, seinen wunsch der wirklichkeit anzupassen, wo es andersrum nicht geht, sodass man das leben so als sinnvoll akzeptieren kann, wie es nun mal ist. (glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern oder zu erreichen ist!)

die hoffnung auf eine belohnung des leidens auf ein leben nach dem füsischen tode hingegen ist weltfremd und nicht sinnvoll, weil die belohnung ja bereits in diesem leben erfolgt, indem man es sich nicht so schwer macht, wie andere, die ständig gegen windmühlen ankämpfen, wozu eben auch die enttäuschungen der eigenen unrealistischen heilserwartungen gehören, die mit der wirklichkeit nichts zu tun haben und daher niemals realisierbar sind. die nennt der inder maya (selbsttäuschung oder illusion).
sarbre hat geschrieben: Das Leben dient zum Zweck der Arterhaltung[/[b]b]. :!: Einen Sinn erhält es erst dann, wenn man dem Leben einen Sinn gibt und etwas Sinnvolles tut , indem man Kinder in die Welt setzt oder auch nicht, wenn eh schon genug Kinder in Armut und Elend aufwachsen, die keinerlei Chancen auf eine lebenswerte Zukunft haben. Oder auch dann nicht , wenn der Lebensraum durch Umweltzerstörung immer begrenzter wird und die Menschen enger zusammenrücken müssen und in Unfrieden leben.

Sind die Lebensbedingungen okay und genügend Arbeitsstellen mit gerechten Löhnen auf dem Markt vorhanden , sodass auch die täglichen Lebenserhaltungskosten bestritten werden können, die Menschen freundlich miteinander umgehen und jeder die Meinung seines Mitmenschen gelten lässt, Ich würde gerne noch hinzufügen, dass sowohl die Meinung als auch den Menschen an sich, gelten lässt.. :!: es keine Fanatiker, keine Neider, keine Betrüger Diebe etc. gibt und die Menschen Vertrauen in die Mitmenschen haben , macht allein das schon ein Leben lebenswert. Leben (aber nicht auf Kosten seiner Mitmenschen) und leben (nicht leiden ) lassen !!!
Es gibt keine Lebenssituationen, die von sich aus sinnlos sind ....
Jeder Tag, jede Stunde wartet mit einem Sinn auf,
und auf jeden Menschen wartet ein anderer Sinn.

Viktor Frankl
Tarantel hat geschrieben:
Ob jemand ein Tyrann wird oder ein Narr, wird ihm bereits in die Wiege gelegt, so zu sagen.
Und es werden nur leichte Korrekturen im laufe des Lebens vorgenommen.


Nur leichte Korrekturen?
Der Sinn meines Lebens, liebe Tarantel, ist eine Närrin zu sein. Ich mag es, wenn Menschen
über mich lachen können (nicht auslachen, nicht sich über mich lustig machen).

Meinem Leben einen Sinn geben heisst, mich mit meinem Innersten, mit meinem Gewissen
stetig zu verbinden.
Mich selbst immer wieder in Frage zu stellen. Zum Beispiel mag ich an mir nicht, wenn
ich mich über einen Mitmenschen stelle, weil er arm oder sein geistiger Horizont nicht so
weit oder ein mir Fremder ist.
Ich leihe mir (mal gedanklich) seine Mokassins aus. Dabei kann ich ihn kennenlernen
und ich stelle fest, dass meine Neugier, mein Goodwill an und für diesen Menschen mit
Zweierleiem honoriert (horroriert) werden kann.
Mit Freundschaft oder mit Verachtung.

Auch bei mir entgegenwehender Verachtung hört mein Interesse an ihm noch nicht auf,
weil ich mich frage w a r u m verachtet er/ sie mich, was könnten dies für (Ab)Gründe sein?
Selbst dann noch stelle ich mir diese Frage, wenn ich für ihn in den Bereich der Naivität
verrückt werde.

Auch diese Tatsache hat für mich einen Sinn. Ich will nicht, dass mir ein Mensch dem ich
begegne, auf welche Art auch immer, gleichgültig ist.
Dies hat einen ganz einfachen Grund liebe Tarantel. Ich will mein Leben gelebt haben, aus Erfahrungen gelernt haben und möglichst keinem Menschen Leid angetan haben.
Somit kann ich diese Realität, so wie ich sie gelebt habe verlassen, ruhig, satt und zufrieden.
@mehusae
Gedanklich die Mokassins des anderen ausleihen, das ist ein schönes Bild. Das scheint mir das Schwierigste am zwischenmenschlichen Verhalten zu sein und doch eigentlich der Schlüssel zum Verstehen. Sympathie und Antipathie sind erste Indikatoren im Kontakt, beinhalten aber grosse Täuschungen in beiden Richtungen. Sich von beidem nicht konditionieren zu lassen und noch andere Kriterien zulassen, bringt weiter.

Tyrann und Narr in die Wiege gelegt - da regen sich auch bei mir Zweifel, wird doch eine Entwicklung ausgeschlossen. Unsere Grenzen kennen wir weitgehend. Sobald aber eine Saite in uns anklingt, deren Ton wir noch nie vernommen haben, kann sich alles ändern.



Der Sinn des Lebens muss zweigeteilt sein. Einerseits die Fortführung und Entwicklung der Gattung. Hier finde ich Gundulabellas Beitrag sehr interessant:

das Leben dient nicht nur der ArtERHALTUNG .....
sondern ist vorrangig zur VERBESSERUNG aller Arten ausgerichtet !



Dass ein Beitrag geleistet werden muss auch nur zum Unterhalt des eigenen Lebens, muss begriffen werden. Sich dagegen aufzulehnen, macht gar keinen Sinn. Es ist doch ein erheblicher Teil, den wir so ans Leben abdrücken müssen (ca. 8 Stunden vom Tag).

Und dann noch zu einer eigenen Haltung und eigenen Handlungen zu finden, die uns von aussen nicht aufgedrückt werden, diesen Teil würde ich die Sinngebung des Einzelnen nennen.

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taifun hat geschrieben: das Leben dient nicht nur der ArtERHALTUNG .....
sondern ist vorrangig zur VERBESSERUNG aller Arten ausgerichtet !

Wenn man so formulieren kann.... ist das schon verführerisch
Aber es ist etwas verträumt, vielleicht?



Wir alle träumen.Das habe ich gerade wieder erkannt.Ich stöbere gern und oft in den Selbstdarstellungen der User,um mein Menschenbild zu korrigieren.Darin suchst Du die "volle Weiblichkeit".Das wäre der Traum von einer Miss Universum und einer Professorin für Linguistik in Personalunion.Begnüge Dich mit der Halbierung Deiner Sehnsucht.Im Übrigen bleibt die Frage,woher wir Männer die Unverfrorenheit beziehen, " Volles zu verlangen und ein kärgliches "Viertel" zu bieten.

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@Wallenstein hat geschrieben:
woher wir Männer die Unverfrorenheit beziehen, " Volles zu verlangen und ein kärgliches "Viertel" zu bieten.


Oh wie schön diese Selbsterkenntnis, ist ja bekanntlich der Weg zur Besserung.
Nur a Viertele noch und wir sind dabei uns die Waage zu halten.

Gratuliere Wallenstein.
taifun hat geschrieben: Wäre es zu belligerent, zu fragen, ob du nur ein kärgliches Viertel bietest?
Du verstehst mich miss, eine Miss Universum oder eine Professorin sind für mich nicht die Verkörperung von "voller Weiblichkeit".

"Das weibliche Weib" ist eine sinnliche Beurteilung. Einigen wir uns darauf: Wenn es mir begegnet, erkenne ich es. Du nicht?


Ja,taifun, Verzeihung,Du bietest natürlich im geistigen Ressort sicher mehr als 1/4  .Belligerent: wer kennt schon auf Anhieb diesen lateinischen Begriff? Nein,taifun, die Frage nach meinen Bruchteilen klassifiziere ich nicht als Kriegserklärung---nur beantworte ich sie nicht  !Die volle Weiblichkeit bildet sich bei Dir primär im sinnlichen Bereich ab.Das ist ja wie z.B. bei Hämorrhoiden kein Charakterfehler,wenn die Erotik diesen Vorrang genießt.Ich kann Dich durchaus verstehen,denn nichts Menschliches ist mit fremd.
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