och komm, klaus, ich will mit dir nicht streiten
du hast recht
ich hab recht
alles ist ok
Och komm ….. ich will auch nicht streiten.
Ich habe kein Interesse an einem Dialog, wo der eine sagt Du bist, Du hast….
Und der Andere dann versucht klar zu stellen, nee.
Es gibt ein Interessantes Buch, Gewaltfreie Kommunikation sehr zu empfehlen!
Und nicht zu werten ist eine lebenslange Übung, Aufgabe die mit dem Ego zusammenhängt, ja auch mein Ego spielt immer wieder rein! Perfekt werden wir normalen Menschen nie! :roll:
Tina__ hat geschrieben: Zur Wertung und Achtsamkeit:
Du wertest Vinici und mich und das Christentum doch auch in deinen Äußerungen.
Lies mal die aufmerksam :wink: .


daVinici braucht keine Wertung und Achtsamkeit bzw. Aufmerksamkeit mehr.
Er hat sich abgemeldet - kein Wunder bei dem Hickhack hier.
Ebenso kann der TE nicht mehr mitdiskutieren, der hat auch ganz schnell das Weite gesucht.
:)
Ach Klaus,
wir huschen oft über die Beiträge, es sind ja so viele :wink: , und wundern uns nachher, dass wir sie auf die eine und nicht die andere Weise verstanden haben, grins. Witzig ist, wenn man sich gegenseitig das gleiche Unwissen unterstellt, weil dem schriftlichen Ausdruck vertraute Begriffe fehlen oder solche benutzt werden, die wir als inakzeptabel empfinden...

Allgemein meine ich, dass ein Thema wie Tantra bei der Mehrheit hier nicht ankommt.
Es ist viel zu spezifisch und auch zu intim. Dass viele neugierig hier reinschauen, kann man verstehen, nur ist Neugierde noch kein Interesse, grins.

Gruß, mach's gut!
Über Tantra gibt es viele falsche Mythen, viele werden hier in diesem Forung vertreten.
Grundsätzlich ist Tantra eine uralte Lehre, vor Buddhismus oder Hinduismus usw.
Grundsätzlich sollte man Tantra nicht mit Liebeskunst verwechseln, auch wenn Tantra sehr viel mit Sexualität zu tun hat!

Grundsätzlich sollte man Tantra nie nie nie ohne "Guru" praktizieren (den Liebeskunstabklatsch, der oft als Tantra verkauft wird, den meine ich hier nicht), es kann einen andernfalls in den Wahnsinn treiben.

Wer wirklich wissen will, der sollte sich das bis dato fundierteste Buch dazu, leider nur mehr antiquarisch zu bekommen, besorgen:
Die Welt des Tantra in Bild und Deutung von Ajit Mookerjee und Madhu Khanna
Das Buch hab ich auch, es ist wunderschön!

ich zitiere mich mal selber, was ich hier schon mal im Forum geschrieben habe, zum Thema spiritueller Sex:

"Das Tantra ist ja eigentlich eine Meditationsform, die echt jahrelang ausgeübt werden muss, um überhaupt dem Licht am Ende des Tunnels näher zu kommen, dazu braucht es nicht unbedingt einen Mann, Frauen haben in der Beziehung viel mehr Selbstdisziplin, Offenheit, sind experimentierfreudiger, nicht so arg auf sich selbst bezogen und können ihren Körper meist besser kontrollieren.

Das Tantra ist nicht zu verwechseln mit " Liebeskunst", " Wohlfühlmassagen" , Darum geht es dabei nicht. Es geht um die Erweiterung/ Auflösung der eigenen Grenzen.

Der Pfad ist eigentlich der, dass auch das leibliche Erleben, das Erklingen lassen des eigenen Seins ( per- sonare)..das was Dich zur Person macht, eine Zutrittspforte sein kann zu weiteren Erkenntnissen.

Das kannst Du aber auch mit Fasten, Selbstkasteiiung, Meditation, liebevoller Hingabe an die Mitmenschen, etc...dazu brauchst Du weder Mann noch Frau..und auch keinen Sex...

Das sind alles ´Zutrittspforten` die das eigene, selbst- empfundene Sein oder Da- sein etwas erweiten und ausleiern können, und ehrlich gesagt find ich die Kombination aus Verzicht und Meditation zielführender als Sex. Die Anpassungsleistung , die frau sich dabei auferlegt, ist zu hoch.

Ich steh mehr auf retreats, wo sexfrei gefastet, gebetet und ooohm gesungen wird, das hat was läuterndes,

und zu anderen Zeiten, wenn was anderes ansteht,

gepaart mit stinknormalem kuschelsex ohne spirituelle Attitüde, gerne auch vor dem Fernseher, um sich darüber hinwegzutrösten, wenn die Bayern 0:4 verlieren, dazu noch ein Bierchen aus der Flasche...

so einfach kann´s sein, wenn mannn/ frau nix vornimmt...."
Meine Rede! :lol:
Liebe Leiolente,
nun ganz so einfach wie du hier schreibst, glaube ich, ist es wohl nicht:


"Das Tantra ist nicht zu verwechseln mit " Liebeskunst", " Wohlfühlmassagen" , Darum geht es dabei nicht. Es geht um die Erweiterung/ Auflösung der eigenen Grenzen.

Der Pfad ist eigentlich der, dass auch das leibliche Erleben, das Erklingen lassen des eigenen Seins ( per- sonare)..das was Dich zur Person macht, eine Zutrittspforte sein kann zu weiteren Erkenntnissen.

Das kannst Du aber auch mit Fasten, Selbstkasteiiung, Meditation, liebevoller Hingabe an die Mitmenschen, etc...dazu brauchst Du weder Mann noch Frau..und auch keinen Sex."


Entscheidend ist, dass der Weg zur "Erleuchtung", zu höheren Bewusstseinszuständen (die nicht nur kurzfristig wie z.B. über LSD, zu erreichen wären) führen soll, in denen man verharren kann, also über die Sinnlichkeit, die Zuwendung zur Natur, erreicht werden soll und nicht wie z.B. im Westen über das Christentum über Askese, Leibfeindlichkeit, Diesseitsfeindlichkeit.

Und was die Wellnesadepten des New Age angeht, so sollten die mal bedenken, dass ein Tantriker alles alles alles positiv positiv sieht, also auch das Leiden.

Zudem dürfte bei vielen Ritualen des Tantra die Orgasmusvermeidung die Westtantriker und Wellnesstantriker doch sehr irritieren.
Die "Westtantriker" sollten sich wohl eher am Kamsutra oder Erich Fromm oder zum Lachen an das De Camerone halten.

Deine Persondeutung irritiert mich etwas. Wie soll die Charaktermaske mein Sein ausdrücken, mein Sein als Mensch, als Geistwesen? Das leibliche Erleben macht mich zur Person?
Lieber Erdling,

..wenn Du glaubst, es sei schwierig, dann ist das nur so ein Gedankenwölkchen, zünd ein Feuerchen an und schon isses weg..oder wandere durch den Nebel, irgendwann bist Du durch..

dass man einem westlichen testosterongeseuerten Neandertaler die Orgasmusvermeidung vermittelt ist echt schwierig, deshalb plädiere ich ja dafür, dass Frauen gemeinsam üben..wenn überhaupt..

Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren ist schon herausfordernd genug, und es geht bei- egal was man praktiziert, immer über die Überwindung des Leiblichen..

gerade beim Tantra - soweit man es leiblich und sexuell versteht, es hat noch andere Facetten- kann man sich aber drin verfangen..im Leiblichen, im Parnter/ der Partnerin...

Deshalb trenne ich das lieber.

Was meinst Du mit :
" Deine Persondeutung irritiert mich etwas. Wie soll die Charaktermaske mein Sein ausdrücken, mein Sein als Mensch, als Geistwesen? Das leibliche Erleben macht mich zur Person?"

Ich verstehe den Satz nicht, ich hab das auch nicht so geschrieben. Erbitte Erklärung, sonst kann ich nicht antworten.
Liebe Leiolente,
ich habe dich absichtlich ein wenig missverstanden um das Wesentliche herauszuarbeiten.
Ich bin mit sonare deiner Meinung. Wir sind "Klangkörper" modern vielleicht ausdrückbar: wir haben seelische Formen und die bestehen aus Schwingungen, so können wir auch "verstimmt" sein usw.
Person und Sein gehen für mich nicht einfach zusammen:
Der MENSCH wird geboren, dann stülpt ihm die Kultur die "natürliche Person" über und nach einiger Zeit die "juristische Person", jedesmal mit der Behauptung, er bekäme dadurch Rechte (und dass er dadurch ungemein viel mehr Pflichten bekommt wird weggelassen und dass er dadurch sehr viele Menschenrechte verliert auch, dies ist ganz konkret konkret konkret so).
So war dies gemeint.
Liebe Leionette,

ich verstehe Tantra anscheinend doch ein wenig anders.

Es geht nicht um die Überwindung des Leiblichen, vermutlich meinst du des Körperlichen:
Du schreibst:
"Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren ist schon herausfordernd genug, und es geht bei- egal was man praktiziert, immer über die Überwindung des Leiblichen.."

So wie du schreibst, ist dies gerade der westlich asketische Weg, der im Tantra nicht gegangen wird!!!!!!!!!!
Mit Hilfe des Leiblichen, nicht durch Askese, wird der Weg gegangen, am Ende steht das Bewusstsein, nicht auf dem Weg, dort entwickelt es sich!

Liebe Grüße
Erdling
Mit Hilfe des Leiblichen, nicht durch Askese, wird der Weg gegangen, am Ende steht das Bewusstsein, nicht auf dem Weg, dort entwickelt es sich!

Hallo Erdling,

Gemeinsam?
Wird der Weg gemeinsam gegangen?
Kann der Eine den Anderen mitnehmen?
Sehen beide dasselbe , dieselbe Welt?
Wie wird kommuniziert, über welche Sinne ?
lg
Dragonfly
Liebe Dragonfly!

Du fragst:
Gemeinsam?
Wird der Weg gemeinsam gegangen?
Kann der Eine den Anderen mitnehmen?
Sehen beide dasselbe , dieselbe Welt?
Wie wird kommuniziert, über welche Sinne ?
lg
Dragonfly

Gute Fragen!

Mit wem willst du zur Erkenntnis gemeinsam gehen??? Es wird immer deine Erkenntnis sein.
Andere können dir helfen aber Ihre Erkenntnisse werden immer ihrer Bewußtseinsstufe entsprechend sein.
Natürlich gibt es grundsätzliche Erkenntnisse, die geteilt werden.

Da ist jeder erst einmal allein, natürlich, hier geht es um Erkenntnis, um Entwicklung des Bewußtseins, nicht um Wohlfühlen, das ist ja gerade der Irrtum der Wellnesstantriker.
Erkenntnis ist nie ein Wohlfühlprozess! Da müssen deine Illusionen aufgelöst werden.

Es gibt viele Stufen in der Bewußtseinsentwicklung, wenn dich dies interessiert, dann solltest du Ken Wilber oder Jochen Kirchhoff lesen.
Metaphysik ist immer völlig anders als das was du kennst!!!

Die Frage nach den Sinnen. Natürlich wird Erkenntnis anders aussehen als deine Sinnesinformationen.

Vielleicht hilft dir die psychedelische Forschung weiter: z.B. Aldous Huxley lesen.

Es gibt viele viele Berichte über höhere Bewußtseinszustände, allerdings lassen sich die Erlebnisse nicht mehr klar und gut in Sprache formulieren, siehe Aussagen von Mystikern.

Literatur:
Watzlawick: Wie wirklich ist die Wirklichkeit
Jochen Kirchhoff: Was die Erde will
Jochen Kirchhoff: Räume, Dimensionen, Weltmodelle, Impuse für eine andere Naturwissenschaft
Jochen Kirchhoff: Die Erlösung der Natur

Ich denke, dies reicht erst mal.

Jochen Kirchhoff hat seine Vorlesungen an der Humboldt Universität und andere Vortäge ins Internet gestellt:
Unter
IXQUICK suchen Jochen Kirchhoff , da findest du die Videos,

Übrigens auch über Tantra
Endlich habe ich auf YouTube von Kirchhoff die Tantravortäge gefunden:

Video:
Tantra als Theorie und Praxis
https://www.youtube.com/watch?v=9RmWnUv ... iXdF2IRD8t
Danke für den Link, ich kannte Kirchhoff bisher nicht.
Auch wenn es mir vorkommt, als berichte er vom hörensagen, besser wahrscheinlich sehenlesen,
verweist er zumindest eindringlich darauf, dass Tantra ein Erfahrungsweg ist, der nur gegangen werden kann.

Tantra selbst mag alt sein, wie hier kolportiert, zumindest im Sinne, daß es auf noch viel älteren Wurzeln ruht, Sex (und der Begriff den wir darunter verstehen greift eigentlich viel zu kurz), wenn schon sexuelle VerEINigung, besser noch Verschmelzung als Vehikel zu benutzen ist aber eher jung und nach unserer Zeitrechnung angesiedelt.

Ich halte es auch nicht für unvereinbar, daß man sich aus "Neugier", also synonym aus Wissbegierigkeit, damit beschäftigen mag. Zumal das, was in Europa - zurückgehend auf Baghwan/Osho - ohnehin Neotantra ist, also eine Art Tantra-light, das sowetwas wie eine Amalgamierung östlicher und westlicher Geistesströmungen versucht.
Vermutlich dürfte es für uns als mitteleuropäische Abendländer in der Breite auch nur in dieser Form überhaupt sinnvoll verträglich sein.

Dass Neotantra in Europa bzw. der westlichen Welt, wir dürfen Amerika nicht vergessen, auf so fruchtbaren Boden fiel, liegt eben daran, daß unser neurotischer Zugang oder damit eben Nichtzugang zu (erfüllender) Sexualität - hier hat die Kirche in unserer Kultur wirklich ganze Arbeit geleistet - ja geradezu nach Befreiung schrie bzw. noch schreit.