Möchte mal eine Altersresidenz in Thailand besuchen. Um heraus zu finden ob man ein Teil des restlichen Lebens dort verbring^gen kann. Wer hat auch solche Gedanken.
Bin 68 Jahre männlich aus der Schweiz ( Zürich)

Danke
Ich habe ein paar Fernsehberichte darüber gesehen, weil mich Thailand im Allgemeinen sehr interessiert.
Es gibt auch Schweizer, die dort Altersresidenzen führen.

Warst du schon mal in Thailand ?

Denn Land und Leute und das Klima zu kennen, ist für eine Entscheidung sehr wichtig.

Von den Fernsehberichten her hatte ich den Eindruck, daß sich sehr gut um die Leute gekümmert wird. Allerdings hat auch hier alles seinen Preis. Die Thailänderinnen arbeiten auch nur für Geld. Auch wenn sie vordergründig eine andere Einstellung zu alten Leuten haben.

Ja, und das Klima muß man auch mögen und vertragen.

Wie das mit der Aufenthaltsgenehmigung funktioniert, weiß ich nicht.


Früher hab ich manchmal gesagt, lieber in Thailand als bei uns.
Aber ob ich damit zurechtkäme, stelle ich mal in Frage.
Wahrscheinlich erst, wenn ich sonst gar nichts mehr machen könnte.
Das mit dem Kima ist ein im Alter nicht unberechtigte Frage. Mein Sohn war schon mehrmals in Thailand zur Ausbildung und seiner Meinung nach ist das Klima für ältere Menschen mit gesundheitlichen Problemen schon ein grosser Risikofaktor.
Thailand kommt für mich nicht in Frage. Es ist ein schönes und interessantes Land für einen Urlaub, aber mehr nicht. Viele Gründe sprechen für mich dagegen:
Wie schon von Anderen gesagt, das Klima,
aber auch die zwar augenscheinlich freundliche aber ganz andere Mentalität, die fremde Sprache und Kultur, das Gesundheitssystem, die unstabile politische Lage etc.
Ich war in Thailand und kam fassungslos zurück wegen der Lebensverhältnisse der Nicht-Privilegierten. Was wir unter Armut verstehen ist dort ein gutes Leben. Ich habe lange gebraucht, diese Eindrücke zu verarbeiten.
Für das wichtigste Kriterium bei so einer Entscheidung halte ich tatsächlich das Klima. Gerade in unserem Alter empfiehlt es sich, vielleicht mal die 'ungünstigste' Zeit vor Ort zu testen.

Gegen die Unterkünfte und Versorgung ist meiner Meinung nach absolut nichts einzuwenden (zumindest ist sie meist besser als bei uns, falls man nicht im Gelde schwimmt) und die Einstellung älteren Menschen gegenüber ist mit Sicherheit nicht vordergründig!!!

Natürlich kriegt man auch in Thailand eine liebevolle Rundumpflege nicht umsonst, aber die ist ja wohl mit den hierzulande anfallenden Kosten nicht vergleichbar,

Zu der 'unerträglichen' Armut in dem Land kann ich nur sagen, dass gerade thailändische Frauen recht geschäftstüchtig und fleißig sind, um diese zu überwinden und hier haben sie eine Möglichkeit dazu gefunden!
Also für mich wäre so ein Altenheim 9000 Kilometer entfernt keine Option,
es sei denn, ich hätte meinen Wohnsitz schon in jungen Jahren dorthin verlegt.

Fernab im Alter abgeschottet von Heimat und Vertrautem, ohne Familie, Freunde und Bekannte, wohlmöglich nicht mehr so vital und gesund, die
ärztliche Versorgung dort ein unbekanntes Wesen, der Landessprache nicht mächtig, dieses Risiko wäre mir auch mit Partner zu groß.

Besonders schlimm finde ich, wenn Angehörige ihre Oldies dorthin "verfrachten", um Pflegekosten einzusparen.

Vielleicht sehe ich die ganze Sache auch zu pessimistisch. :?:
Ich war oft in Thailand und habe einige Gegenden des Landes besucht.
Auch den Norden, die Bergdörfer oder den Isan,
Nationalparks zu Wasser und zu Land, Bangkok und die Touristenzentren und ein paar Inseln.
Seit ich das erstemal dort war, hat mich dieses Land und seine Bewohner fasziniert und gefangengenommen.
Es ist sicher ein Unterschied, ob man Urlaub macht oder dort als Ausländer lebt. Sich seinen Lebensunterhalt dort verdienen zu müssen, ist auch kein Zuckerschlecken. Aber als Rentner, kann man das eh nicht und kann sich dort nur niederlassen, wenn man alles selbst finanziert. Ich glaube auch, daß man von manchem nicht mehr so tangiert ist, weil man möchte dort ja bleiben, bis man stirbt. Die Fähigkeiten lassen nach, Krankheiten nehmen zu.
Man wird da wohl nicht mehr viel Remmi Demmi machen, wenn man in eine Seniorenresidenz mit Pflege zieht.
Und wohl auch kein eigenes Fahrzeug mehr steuern.

Die Thailänder essen gerne. Über den Tag verteilt, siehst du sie den ganzen Tag essen. Überall gibt es Essensstände, auch schöne Supermärkte, thailändische Märkte,
auch mit viel Fleisch und Geflügel.
Sie haben keinen Mangel.
Und eine Seniorenresidenz wird ja kaum in einem ärmeren Gebiet Thailands eröffnet. Ich glaube, da braucht man keine Angst zu haben.
Hier aus dem Netz abgeschrieben ein paar Infos:

Thailands pulsierende und kräftig wachsende Wirtschaft beruht in erster Linie auf dem Export, der mehr als zwei Drittel des Bruttosozialprodukts ausmacht, welches sich im Jahr 2007 auf 8,5 Billionen Baht oder 627 Milliarden US-Dollar belief. Thailand ist somit das wirtschaftlich zweitstärkste Land in Südostasien, hinter Indonesien. In Bezug auf Einkommensverteilung liegt Thailand etwa in der Mitte im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern, und ist, gemessen an seinem Pro-Kopf-Einkommen das viertreichste Land der Region, nach Singapur, Brunei und Malaysia. Das Durchschnittseinkommen liegt bei etwa 8.100 US-Dollar pro Jahr, also etwa so hoch wie in Brasilien und Bulgarien. Thailands Wirtschaft ist so etwas wie ein Anker für die wirtschaftliche Entwicklung seiner Nachbarstaaten Laos, Burma und Kambodscha. Thailands Genesung von der asiatischen Wirtschaftskrise von 1997-98 ist in erster Linie auf seine Exporte zurückzuführen.
Der grösste Teil der Arbeiterschaft des Landes - rund 48% - ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Der Beitrag der Landwirtschaft zum Bruttosozialprodukt ist allerdings zurückgegangen, während Exporte von Waren und Dienstleistungen erheblich zugenommen haben.

Thailand ist der grösste Reiserzeuger der Welt, und Reis stellt den grössten Anteil der landwirtschaftlichen Exporte dar. Jedes Jahr werden mehr als 20 Millionen Tonnen Reis, und ebensoviel Cassava und Zucker geerntet, wobei Reis sowohl mengenmässig als auch im Wert den grössten Anteil darstellt.
Bangkok ist ein wichtiges Zentrum für das Schleifen und den Handel von Edelsteinen, sowie für die Produktion qualitativ hochwertigen Silberschmucks. In den letzten Jahren sind elektronische Geräte, Computer und integrierte Schaltungen einträgliche Exportgüter geworden, und wie es scheint, wird dieser Markt in der Zukunft noch grösser werden. Thailand ist auch eines der führenden Länder im Export von Automobilen und Autoteilen und wird daher oftmals als das "Detroit des Ostens" bezeichnet. Die ausgedehnte Textilindustrie ist ein wenig ins Stocken geraten, da


Alternative exportfähige Produkte
Vor allem im Norden wurde Reis durch Mais ersetzt, der zu über 70 Prozent exportiert wird. Die Produktion von Tapioka oder Kassawamehl, das aus der Maniokpflanze gewonnen wird, konnte von Mitte der sechziger Jahre bis heute verzehnfacht werden - ein weiterer wichtiger Devisenbringer. Der Anbau von Zuckerrohr und Kaffee gewinnt zunehmend an Bedeutung. Auch bei der Erzeugung von Obst und Gemüse wurden große Fortschritte erzielt. So entwickelte sich Thailand z.B. zum weltgrößten Ananaserzeuger noch vor den Philippinen und Brasilien, obwohl nur weniger als ein Viertel der Ernte von den an Konservenfabriken angeschlossenen Plantagen kommt, während der größte Anteil von kleinen Anbauern geliefert wird.
Kautschukplantagen gibt es fast ausschließlich im Süden des Landes. Mit einem Anteil von gut 15 Prozent an der Weltproduktion liegt Thailand hier hinter Malaysia und Indonesien an dritter Stelle. Fast die gesamte Ernte wird nach Japan exportiert.
Der ISAN
Ich war auch schon im sogenannten „Armenhaus Thailands“, im Isan. Wenn man von Armut sprechen kann, dann dort. Aber selbst da haben die Menschen regelmäßig Nahrung. Auch wenn diese nicht immer unseren westlichen Vorstellungen entspricht. Die essen auch Schlangen und Ratten.


Umschlossen vom Mekong und Kambodscha liegt im Osten Thailands der Isan. Hier sind die Böden karg und die Menschen ernähren sich von Ackerbau, Viehzucht und was sonst noch so in den Tümpeln vor den Dörfern herumkriecht.



Da ist es kein wunder, dass Tausende von Frauen und Männer den Isan verlassen, auf der Suche nach einer neuen Zukunft in Pattaya, Phuket, oder Bangkok. Was dem Isan fehlt, sind Industrieunternehmen , die der Landbevölkerung eine bessere Verdienstmöglichkeit geben. Der thailändischen Regierung ist es bisher nur bedingt gelungen, die wirtschaftliche Lage des Nordostens zu verbessern. Im Isan herrscht Landknappheit und Mangelernährung.
Kinder müssen auf den Feldern helfen, dadurch vernachlässigen sie die Schule.

Viele Sexarbeiterinnen in den großen Städten und Zentren Thailands kommen aus dem Isan.
Nichtsdestotrotz habe ich Armut, so wie man sie aus Afrika oder z.B. Indien kennt, in Thailand nicht gesehen. Auch bei uns gibt es arme Leute, Obdachlose, Drogensüchtige, die auf der Straße leben, obwohl sie es nicht müssten.


Für die Entscheidung, ob man dort seinen Lebensabend verbringen möchte, ist das ein Punkt, den man meiner Meinung nach nicht berücksichtigen muss.
nettestierfrau hat geschrieben: Also für mich wäre so ein Altenheim 9000 Kilometer entfernt keine Option,
es sei denn, ich hätte meinen Wohnsitz schon in jungen Jahren dorthin verlegt.

Fernab im Alter abgeschottet von Heimat und Vertrautem, ohne Familie, Freunde und Bekannte, wohlmöglich nicht mehr so vital und gesund, die
ärztliche Versorgung dort ein unbekanntes Wesen, der Landessprache nicht mächtig, dieses Risiko wäre mir auch mit Partner zu groß.

Besonders schlimm finde ich, wenn Angehörige ihre Oldies dorthin "verfrachten", um Pflegekosten einzusparen.

Vielleicht sehe ich die ganze Sache auch zu pessimistisch. :?:





Nette Stierfrau,
ich glaube, du siehst es noch nicht pessimistisch genug. Du musst auch daran denken, daß es viele alleinstehende oder quasi alleinstehende Menschen gibt.
Die haben keine Verwandten oder Freunde mehr, bzw. die Freunde sind genauso gesundheitlich gehandicapt wie sie, daß ein Kontakt nicht möglich oder nur eingeschränkt möglich ist.
Und die Zustände in unseren Heimen ? Hmmm
Nicht jeder kann sich eine noble Residenz im Alter leisten oder für die Kosten einer Pflege zuhause aufkommen.
Zuwendung bekommt man in Thailand bestimmt wesentlich mehr als hier.
Ärztliche Behandlung muss man natürlich je nach Krankheitsbild vorher abklären. Es wird wohl nicht in jedem Fall möglich sein, in Thailand zu leben,
bzw. muß man vielleicht in Kauf nehmen, daß man dort anders damit umgeht.

Meine Güte - hier scheint sich mal wieder jemand mit sich selbst zu unterhalten, hat aber wenig Unterhaltungswert das Ganze, falls man sich tatsächlich mit dem Gedanken des Auswandern trägt. Ist ja fast schon zum Schreien.

An den BE:
Für 90 Tage kannst du zunächst ein Visum beantragen, in dieser Zeit schon mal testen, ob Klima und alle Gepflogenheiten des Landes passen würden.

Ob du in einer Altersresidenz in Thailand leben möchtest, hängt u.a. auch von deinem Geldbeutel ab. Ständig dort leben zu wollen, bedeutet, entweder Geld mitzubringen (ca. 24.000 thailändische Bath) oder über genügend Einkünfte oder eben Rente zu verfügen (ca. 65.000 thail. Bath).

Solltest du dich ernsthaft mit diesem Gedanken tragen, es kommen private Krankenversicherung hinzu und diverse Dinge, die zu beachten sind. Such dir am besten ein Forum im Netz, in welchem deutsche oder deutschsprachige Auswanderer von ihren Problemen berichten und dir auch Tipps geben können. Zusätzlich die offiziellen Seiten oder lass dich auf der zuständigen Schweizer Rentenstelle beraten, was alles zu beachten ist.

Ich kann dir leider nur auf die Schnelle ein Merkblatt für deutsche Auswanderer hier einstellen, für die Schweiz gelten sicher andere Regeln - in den groben Punkten werden sie aber übereinstimmen.

http://www.eu-info.de/static/common/fil ... /rente.pdf

Und noch ein Tipp: Solltest du ausschließlich aus finanziellen Überlegungen heraus nach Thailand auswandern wollen - vergiss es einfach - du wirst nicht glücklicher, denn all das, was dir vertraut und lieb ist, wirst du vermissen.

Ebenso wirst du eventuelle Probleme, vor denen du weglaufen möchtest (das ist jetzt lediglich eine hypothetische Annahme) immer auch mitnehmen.
Auswandern lohnt sich nur für Denjenigen, der mit Herzblut am neuen Einwanderungsland hängt und der ohne Herzschmerz seine langjährige Heimat verlassen kann, was mit zunehmendem Alter nicht sehr einfach ist.

Ich lebe selbst einige Monate des Jahres auf den Kanaren, für eine Komplettauswanderung konnte ich mich nie entscheiden. Und die Kanaren sind Peanuts im Vergleich an Entfernung, Lebensgewohnheiten und vor allem Sprache zu Thailand.
Für was sind denn die Summen ? Und für welchen Zeitraum ?

24000 Baht sind ca. 700 Euro
und 65000 ca. 1800 Euro.
Die 64.000 Bath müssen als Monatseinkommen nachgewiesen werden, um ein Visum für 1 Jahr - also nicht nur für 90 Tage - zu erhalten. Bei niedrigerem Einkommen muss ein Differenzbetrag als Bankeinlage nachgewiesen werden. Die Summen unterscheiden sich auf verschiedenen websites, vermutlich werden sie auch unterschiedlich - je nach Meldeort - angesetzt.

Das ist auf den Kanaren ähnlich, obwohl zur EU gehörend, werden oft "Inseleigene" Bestimmungen erlassen, an die man sich entweder hält oder eben nicht bleiben darf. Daher ist es immer wichtig, sich vor einer Auswanderung sehr genau über alle möglichen Hürden, die es geben könnte, zu informieren.

Es gibt mehr Rückwanderer, die am Ende nix mehr haben als die, die es auf Dauer schaffen, zu bleiben und es gibt eine Endlosreihe derer, die nach einem misslungenen Versuch, auszuwandern, noch nicht mal mehr das Geld für den Rückflug haben.

Und ich würde mich niemals auf irgendwelche TV-Sendungen verlassen, die schmackhaft machen wollen, wie toll und günstig doch das Leben in Thailand sein kann. Die Realität sieht - nicht nur in Thailand - zumeist völlig anders aus.

Es gibt eben weltweit kein weiteres Land außer Deutschland, in welches jeder einfach mal so einreisen und bleiben kann und dann auch noch mit staatlicher Stütze rechnen kann, wenn er seinen Lebensunterhalt nicht selbst verdient.
Nun, ich habe keine Auswanderung vor und mich deshalb auch nicht mit den Bedingungen dafür befasst.

Aber wie gesagt, es kommt halt auch auf die Umstände an. Hab ich ja schon erwähnt. Wenn sich das Leben zu Ende neigt....
ziehen manche halt lieber die Sonne vor als den Regen in Deutschland :-)

Die Firmen dort, die Seniorenresidenzen haben, die werden jemanden mit zu geringem Einkommen eh nicht aufnehmen. Das muß sich ja rechnen.