wie einige von euch vielleicht noch wissen - habe ich mein Kätzchen mit der Auflage bekommen, sie nur als Einzelkatze zu halten....
und als ich in diesem Reihenhaus-Eingang gestanden bin - alles voller Katzen und zwei Hunde hinter mir - bereits da konnte ich mein Kätzchen voll und ganz verstehen.....
anfangs hat sie sich schwer getan - war sehr schüchtern/unsicher .....
jetzt habe ich sie das 3. Jahr - wir verstehen uns immer besser und sie ist sehr selbstbewußt geworden.....
und viel intelligenter als ich für möglich gehalten habe !

Katzen sind keine Rudeltiere - d.h. ich bin nicht das Alpha-Herrchen - sondern einfach nur eine andere Katze.....
allerdings mit einigen affenähnlichen Verhaltensweisen - z.B. an ihrem Fell rummachen... 8)
sie hat für eine BKH Katze verd. viel Fell.....warum heißt das britisch Kurzhaar ?

also habe ich versucht ihr das rausgehende Fell zu bürsten - hinter dem Kopf und am Rücken - wo sie mit ihrer Zunge schlecht drankommt....
da war der Teufel los und ich habe einige Schrammen abbekommen.....
später hat sie es mehr oder weniger erduldet....

dann bin ich auf die Idee gekommen, meine Hände nass zu machen und sie an Hals und Rücken abzustreifen - das fand sie gut - hat geschnurrt......

leider tastet sie mich jetzt - zu den unmöglichsten Zeiten ! - mit ihren Schnurrhaaren ab und verpaßt mir ihre Zungenwäsche.....

und weil ich nicht so der pingelige Typ bin und da manchmal ein schlechtes Gewissen habe - frage ich mich jetzt:
müßte ich mich öfters säubern ?.... :wink:
:lol: :lol: :lol:
Gundulabella hat geschrieben: leider tastet sie mich jetzt - zu den unmöglichsten Zeiten ! - mit ihren Schnurrhaaren ab und verpaßt mir ihre Zungenwäsche.....



Du kannst nicht richtig Miauen.
Du kannst nicht Schnurren.
Und Maus erwischst du wahrscheinlich auch keine.
Da ist es nur naheliegend das Mietze annimmt, das es mit der Katzenwäsche auch nicht weit her ist :lol: :lol: :lol:
Ist eben ein soziales Tierchen :D

Ich persönlich fühle mich immer geehrt wenn mir ein Katze mein (Rest)Fell pflegt....ist bei mir ja auch nicht mehr viel Arbeit :mrgreen:
Ich habe seit 5 oder 6 Jahren einen Frühstückskater (nein nicht was ihr jetzt glaubt)...sondern einen mit Fell und so.... :)

Kurz vor 5 Uhr morgens bin ich offensichtlich der einzige potentielle Rückenkrauler und Leckerchenspender da seine Menschen um diese Zeit noch alle schlafen.

Er selbst dürfte da schon länger unterwegs sein da er mal von dem einen Garten raus schlüpft, dann wieder ganz wo anders. Bei Schlechtwetter kam er schon öfters erst durch die Katzenklappe wenn er meine Schritte hörte. Nein, wasserscheu ist er nicht...ich bin schon bei Regen mit Schirm dagehockt und den waschlnassen Kater gefüttert (zum Glück gibt's um die Zeit keine Zuseher :lol: )

Wenn er mich mal sehr weit weg von seinem Zuhause auflauert, dann lasse ich ihn neben mir hertrotten bis zu dem Platz, wo er sonst sein Leckerchen bekommt....und der Herr spielt brav mit....man muss nur aufpassen nicht über ihn zu stolpern weil ein paar mal die Seiten wechselt.

Vor 2 Jahren ist auch richtig "Gesprächig" geworden...freundliches Mauzen zur Begrüßung, Protestgeschrei wenn er nicht schnell über den Zaun kommt und ich ihn übersehen könnte.... :roll: (würde ich doch nie und nimmer)

Und im 1. Jahr gab es einen Doppelgänger (den man im Dunkeln leicht verwechseln konnte - und ich habe es auch!) der auch sehr zutraulich war....zu zutraulich aus Sicht des Chefkaters....denn irgendwann dürfte es zwischen den Beiden gekracht haben und Nummer 2 war verschwunden.....

Ach ja, seine Besitzer kennen offensichtlich die Umtriebe ihres Katers, ich weiss auch das er in der ganzen Nachbarschaft "Beute" macht :twisted: und entsprechend wird auch sein Futter portioniert.....er ist auf jedenfall nicht übergewichtig :mrgreen: :mrgreen:
............ist halt ein Kater der Abwechslung zu schätzen weiß :lol:
Meine Emilia hat mich voll im Griff. Sie ist eine Teilzeitfreigängerin, d.h. wenn jemand zuhause ist darf sie raus, undzwar durchs Schlafzimmerfenster. Manchmal kommt sie ins Wohnzimmer, vielleicht will sie nachschauen ob ich noch da bin. Ab und zu bringt sie eine Maus mit, sie kündigt das mit einem speziellen Miauen an und schleppt ihre Beute ins Bad. Ich schließ dann blitzschnell die Tür und schaue nach einiger Zeit nach um die (lebendige oder tote)Maus zu entfernen.
Ich kann nur vom Kater meiner Schwester erzählen, den ich kürzlich hautnah erleben durfte. Peppino ist ein ganz wilder Kletterer. Meine Schwester rechnete mit einem verschmusten Tier zum Kraulen, so wie es der Vorgänger einer war. Fehlanzeige! Ein paar Liebkosungen lässt er zu, wenn er sich auf den Rücken legt. Man darf sich vorsichtig nähern und kurz kraulen. Dann kommt die Tatze und stößt die Hand weg.

Peppino klettert wild überall rum auf Schränken und Türen - sogar auf Bilderrahmen balanciert er vorsichtig bis er sein 'hochgestecktes' Ziel erreicht. Auf den Fotos genießt er die wohlverdiente Ruhe, bevor er wieder loslegt :lol:


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:lol: :lol: :lol:
gute Beiträge und klasse Bilder von Dir @Tiggi.....

@All
das Vertrauen meines Kätzchens mußte ich mir erst verdienen.....
anfangs durfte ich ihr beim Spielen nicht zugucken - vermutlich wurde sie früher von den anderen Katzen daran gehindert...

morgens um ca. 8.30 (weil 9 Uhr Börse) fang ich mit dem Leckerlie-Fangtraining an - leider geht ihre Uhr immer vor - aber das bin ich ja noch von den Pferden gewohnt.....
und dann die Zeitumstellung .....puuhh....
erst deren Zorn und dann der Frust - von wegen: die Menschen sind echt blöd - wobei ich da den Tieren 100 %ig zustimme !

unsere Kommunikation klappt ganz gut.....manchmal träumt sie schlecht und gibt dann entsprechende Töne von sich - dann beruhige ich sie mit der Stimme.....
meine Pferde habe ich träumend beim Mittagsschläfchen auf dem Paddock liegen sehen...sie entdecken im Traum tolle Weideplätze und ihre Hufe zucken, wenn sie im Traum galoppieren....

sie weiß auch was "nein" bedeutet - in verschiedenen Abstufungen....
oder: es ist noch zu frühü.....oder wenn das Leckerliefangtraining zu Ende ist:
fertig (sonst ist sie länger im Stress)......trotzdem kontrolliert sie Wohnung und Balkon nochmal komplett durch und entdeckt das eine oder andere vergessene Stück......
ansonsten wäre ich auf eine Mai-Junikäfer-Saison froh.....da hat sie wieder mehr zu jagen.....Bienen gehen nicht - das hat sie kapiert....
und seit uns das Amselpärchen auf unserem Balkon attakiert hat, hat sie Angst vor Vögeln....(dabei haben die Elstern gegenüber deren Nest ausgeraubt).....
und wahrscheinlich hat sie noch nie eine Maus gefangen - ich auch nicht.... :wink:
@Gundulabella
ich hatte auch mal eine Katze deren Vertrauen ich erwerben mußte. Jeannie war ca. 2 Jahre alt,als wir sie bekamen. Eine aus dem Tierschutz,der Vorbesitzer hatte sie geschlagen. Als sie meinen Sohn( damals ebenfalls 2 Jahre) und mich sah,ist sie sofort ans Gitter gekommen .
Anfangs durfte man sie nicht anfassen, sie hat mit den Pfoten nach einem geschlagen oder die Hand mit den Zähnen gepackt,ohne zuzubeißen.
Nach ca. 2 Jahren hat sie gemerkt, daß wir ihr nichts Böses wollten und wurde langsam zutraulicher und ließ sich anfassen.
Wir hatten Jeannie 16 Jahre lang. Dann mußten wir sie einschläfern lassen- Krebs.
Ich hatte meine Ally 5 1/4 Jahre lang, bis ich sie vor knapp drei Wochen einschläfern lassen musste.
Eigentlich wollte ich dieses ängstliche rote Kätzchen zunächst gar nicht haben, sondern nur den charmanten Tigerkater Salem, der aus demselben Haushalt stammte. Doch es gab sie nun mal nur im Doppelpack.

Als die beiden zu mir kamen, war er 10 und sie 8 Jahre alt. Wie Hund und Katz lagen sie ständig miteinander im Clinch, wobei es meist Ally war, die die Flucht ergriff.

Zuvor waren Salem und Ally zwei reine Wohnungskatzen gewesen. Doch weil ich nun mal im Erdgeschoss wohnte und eine Terrasse mit viel Grün rundherum hatte, wollte ich den beiden den Freigang nicht verwehren. Salem gewöhnte sich schnell an seine neue Freiheit und blieb stundenlang weg. Spätabends kam er aber immer rein, wenn ich nach ihm rief.
War er daheim, mochte er es, neben mir auf dem Schreibtisch zu liegen, wenn ich am PC saß, und abends, wenn ich vor dem Einschlafen noch im Bett las, machte er es sich auf meinem Bauch bequem. Die Nächte verbrachte er meist am Fußende meines Betts.
Nach 1 3/4 Jahren musste ich Salem einen Tag vor Heiligabend einschläfern lassen. Nun war Ally mit ihrem sanften Wesen ein großer Trost für mich. Auch sie fühlte sich - vor allem tagsüber - auf meinem Bett sehr wohl und verkroch sich oft sogar unter der Bettdecke. Eine Angewohnheit, die ich an ihr liebte, war es, auf das Bett zu springen oder ans Fußende zu laufen, wenn ich an der Schlafzimmertür vorbei kam oder das Zimmer betrat. So machte sie sich bemerkbar und forderte sie ihre Streicheleinheiten ein.
Wenn ich im Wohnzimmer auf dem Sofa saß, lag sie gern auf meinem Schoß. Saß ich selbst am Schreibtisch, legte sie sich auf meinen Platz auf der Couch.

Anderen gegenüber blieb Ally all die Jahre ängstlich. Sogar von meinen Kindern ließ sie sich nicht gern streicheln, wenn diese mich am Wochenende zu Besuch besuchten. Kamen Fremde zu mir, versteckte sie sich meist.

Letztes Jahr im März erfuhr ich, dass sie nierenkrank war. Am Ostersonntag musste ich mit ihr zum Notdienst, weil sie eine Einblutung ins linke Auge hatte. Ein paar Tage später erfuhr ich in der Tierklinik, dass sie auf dem rechten Auge nahezu blind war und links noch ein Sehvermögen von ca. 50 % hatte.

Vor sechs Wochen fiel mir auf, dass sie nur noch schlecht Luft bekam. Auch fraß sie kaum noch. Ich ging mit ihr zum Tierarzt, der ein Lungenöderm feststellte und ihr zwei Spritzen zur Entwässerung gab. Danach ging es ihr etwa eine Woche lang besser. Also musste ich wieder mit ihr zum Tierarzt. Diesmal dauerte es dann nur noch drei Tage, bis es ihr nach den beiden Spritzen wieder schlechter ging. Weil ich Ally - und auch mir - diese Qual nicht mehr länger antun wollte, beschloss ich, sie erlösen zu lassen.