FrauPiadone hat geschrieben: Nein, Ratschläge kann man keine geben. Ich habe immer welche bekommen, von Paaren, die seit Jahren nebeneinander her leben.
Ich bin dankbar für die kostbare Zeit. Er hat zum Schluss gesagt, die Sonne wird wieder für mich scheinen.  


Hallo Piadone,
wir haben fünf Jahre gehabt die ich nicht hergeben möchte,dann ging alles innerhalb von drei Wochen zu Ende.Ich verstehe Dich.

Gruß Klaus
Allen, die sich 2014 ihr Leid von der Seele geschrieben haben wünsche ich, dass sie wieder im Leben angekommen und sich an den kleinen Dingen des täglichen Lebens erfreuen können.
Wenn sich die TE hier inzwischen auch abgemeldet hat ...

Im Gedenken ein Lichtlein für alle, die nicht mehr unter uns weilen.

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Hier gibt es mehr Witwen und Witwer als man denkt.
Schön, karlotte :P
Gemeinsam erlebte Zeiten haben einen unschätzbaren Wert der nie verloren geht, sich nie entwertet.

Mit Altlasten hat dies überhaupt nichts zu tun.

Eigentlich sollte dies bei allen „Trennungen“ gelten dürfen. Doch manchmal ist es unglaublich schwer wenn tiefe Verletzungen damit einhergehen.

Die Trennung durch Tod ist eben mit wenigen Ausnahmen unfreiwillig. Hier kann leichter vergeben werden, so es was gibt.

Die von uns Gegangenen bleiben für immer in uns, dazu muss niemand posthum für heilig erklärt werden.

Dieses schöne Kerzenlicht oben in den Händen gehalten ist eine wunderbare Form, das Licht der Seele nach außen sichtbar zu machen. Vielen Menschen gibt dies Kraft und Zuversicht.
Mein Mann ist vor knapp 2 Jahren innerhalb ein paar Monaten an einem aggressiven Krebs gestorben. Wir waren über 30 Jahre lang ein eingespieltes Paar. Meinen Kindern und mir hat sehr geholfen, dass er sich uns anvertraut hat für die letzten Wochen und wir ihn zu Hause mit Hilfe eines Palliativteams pflegen konnten. Mein Mann hat noch viel mit uns sprechen können und mir dann auch sehr ans Herz gelegt, nicht alleine zu bleiben. Nach dem Tod blieb mir mit einer 14-jährigen Tochter und zwei Kindern im Studium gar keine andere Wahl, als zu funktionieren. Das habe ich ein Dreivierteljahr getan. Ich bin in der Zeit zu einer Psychologin gegangen und in eine Trauergruppe. Viele Freunde haben mich immer wieder angerufen und ermutigt. Das alles hat mir sehr geholfen in meiner furchtbaren Trauer. Dann hat eine Freundin mich einfach so zu einem Dirndl-Nähkurs angemeldet und mich überredet, daran teilzunehmen. Da habe ich zum ersten Mal nach dem Tod wieder etwas für mich zur Freude gemacht und das hat eine Wende eingeläutet. Nach einer Trauerzeit von einem Jahr habe ich bei 50+ auf Anhieb einen Witwer kennen gelernt. Wir hatten eine wunderbare Zeit miteinander, haben viel geredet, uns geliebt. Erst in dieser Zeit hat sich der Deckel meiner Gefühle gehoben und ich konnte in einer tieferen Weise um meinen Mann trauern und weinen, meinem Partner ging es ähnlich. Auch habe ich dann mein Leben gut und neu sortieren können. Wir hatten eine wunderbare Zeit miteinander. Nach einem halben Jahr merkten wir, dass wir eigentlich nicht auf Dauer zueinander passen und haben uns voller Liebe und mit Umarmungen und Küssen getrennt. Im Rückblick war diese Zeit sehr wichtig für uns beide. Jeder hat so seine eigene Art mit der Trauer umzugehen, und unsere war eben so. Mein Herz ist nun nach zwei Jahren wieder frei. Ich denke voll Dankbarkeit und Liebe an meinen Mann zurück und auch an den Witwer, mit dem ich ein Stück weit gegangen bin und wir uns gegenseitig gut getan haben und unterstützt haben.
    Du hast das sehr schön beschrieben und es ist doch auch wunderbar - wenn man eine Wegstrecke mit jemanden gehen kann - auch wenn es nur eine kurze Strecke ist.
    Ihr habt euch damit gegenseitig geholfen. Ich kann sowas sehr positiv sehen - besonders, wenn man wie ihr mit freundschaftlichen Gefühlen auseinander geht. Es zeigt auch die Ehrlichkeit - wie man mit den eigenen Gefühlen umgeht.
    Das Gefühl, wenn die Tränen versiegt sind - kenne ich nur zu gut und wie erleichternd es ist, wenn man wieder weinen kann.
Mein Mann ist vor 4 Jahren gestorben und ich muss heute noch manchmal weinen. Wir ware  40 Jahre verheiratet. Ich pflegte ihn zu Hause bis er starb. Mit unserer Tochter zusammen pflanzten wir einen Baum und verstreuten die Asche bei uns zu Hause. Das war sein Wunsch.
Vor über 4 Jahren verstarb mein über alles geliebter Lebensgefährte ganz plötzlich . Trotz Trauerbegleitung und langer Psychotherapie vermisse ich ihn jeden Tag . Einerseits wünsche ich mir eine neue Liebe , auf der anderen Seite habe ich Angst , mich zu verschlechtern . Ich brauchte all das , was nur Er mir geben konnte , das wusste ich schon , als er noch lebte . Wem geht es ähnlich ?
bellaluna52 hat geschrieben: Mein Mann ist vor 4 Jahren gestorben und ich muss heute noch manchmal weinen. Wir ware  40 Jahre verheiratet. Ich pflegte ihn zu Hause bis er starb. Mit unserer Tochter zusammen pflanzten wir einen Baum und verstreuten die Asche bei uns zu Hause. Das war sein Wunsch.


Schön, wenn man das in der Schweiz darf - in Deutschland ist es leider (bei Strafe) verboten.


@Kalanchoe -
Jeder Mensch trauert anders, jeder Mensch vearbeitet den Tod eines geliebten Menschen nur auf seine eigene Weise - und erst wenn du das geschafft hast, wirst du merken, dass du wieder offen bist für eine neue Liebe. Jetzt bist du im Zustand des "ich würde vergleichen" - nicht gut, vor allem nicht für einen neuen Partner, der damit einem enormen Druck ausgesetzt würde, dem kann keine neue Beziehung Stand halten. Liebe ist ein zartes Pflänzchen.... - und wenn du jetzt noch nicht an dem Punkt bist, dann nimm und gib dir alle Zeit der Welt! Ich habe auch ein paar Jahre gebraucht und ich bin erschrocken, als ich zum ersten Mal wieder ganz laut und herzhaft gelacht habe! Aber es war auch gleichzeitig das Gefühl: jetzt! Jetzt geht mein Leben weiter.
tira

und ich finde es wunderschön, wenn du mit soviel liebe von deinem mann erzählst, auch lustige begebenheiten und wir gemeinsam darüber lachen können.
Danke!
Kalanchoe hat geschrieben: Vor über 4 Jahren verstarb mein über alles geliebter Lebensgefährte ganz plötzlich . Trotz Trauerbegleitung und langer Psychotherapie vermisse ich ihn jeden Tag . Einerseits wünsche ich mir eine neue Liebe , auf der anderen Seite habe ich Angst , mich zu verschlechtern . Ich brauchte all das , was nur Er mir geben konnte , das wusste ich schon , als er noch lebte . Wem geht es ähnlich ?


Vor vielen Jahren verstarb mit nur 24 Jahren meine erste Frau. Ich war verzweifelt, traurig, wütend auf mich und Gott und die Welt. Bei einer Kur kurz danach überwältige mich wieder einmal meine Trauer. Ein Mitpatient, er war Arzt, tröstete mich nicht. Er sagte sinngemäß zu mir, Trauer sei Selbstmitleid, ich solle lieber dankbar sein für die Zeit, die ich mit meiner Frau hatte. Damals hätte ich den Kerl erschlagen können. Erst viel später habe ich verstanden, dass man nicht in seiner Trauer versinken darf. Dankbarkeit für die Zeit die man hatte, ist das Gefühl, das man nie vergessen sollte. 

Meine zweite Ehe ist gescheitert, weil ich im Inneren immer mit meiner ersten Frau verglichen habe. 
Ich bin nun über 8 Jahre verwitwet und das Leben hat sich verändert.
Neue Partnerin seit fast 7 Jahren, die ich hier über dem 50Plus-Treff kennenlernte.
Und Rentner geworden um trotz Erkrankung das Leben weiter zu genießen.
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