Mir war schon klar.., @saphi...,

dass du das nicht böse gemeint hast... Dein jetziger Beitrag gefällt mir richtig gut...

Bin auch eher der Typ, der kein Mitleid will. Es gibt einige Situationen, da kann ich nur allein durch und kapsel mich deshalb ab. Bei meinen zwei besten Freundinnen lasse ich aber gern Umarmungen zu (ohne zu reden, sie kennen mich inzwischen gut genug)... Doch da ist halt jeder anders...
es ist genau das Gefühl, wenn man sich aufgehoben fühlt ... dann lässt man Gefühle auch raus ... egal welcher Art sie sind, sie werden verstanden ...
.... Ja.... oder auch nicht (die Gefühle rauslassen meine ich).., und man wird trotzdem verstanden..., das Rauslassen kommt dann irgendwann mal später...

Das ist das wunderbare an guten Freunden... :D
oh weh, ich hoffe du/sie bist/sind nicht selbst gerade in dieser schwierigen Phase. Denn obwohl es ja nicht nur von Freunden, sondern auch im Internet Ratschläge genug gibt, muss man diese Phase letztendlich dann doch allein durchleben. Dafür wünsche ich allen, die gerade in dieser Phase sind, gute Freunde, die einfach nur zuhören, einen in den Arm nehmen, einen von Zeit zu Zeit ins Leben zurück zerren und ganz viel innere Zuversicht und Stärke.
Mein aufrichtiges Mitgefühl !
Trauer braucht seine Zeit. Nimm dir die Zeit und trauere, bis es immer leichter wird. Irgendwann merkst du, jetzt bin ich wieder bereit für Neues.
Ja, Trauer braucht seine Zeit.
Mir hat es genau so ergangen.
Und habe sehr lange gebraucht
und es dann doch noch einmal gewagt.
Und ich habe ein neues Glück gefunden.
Heute bin ich wieder fröhlich
Und ich sage "Wer wagt gewinnt!"
Und ich habe hier bei 50 plus mein Glück gefunden.
Mein herzliches Beileid
Trauer ist etwas wo jeder Mensch anders mit um geht.
Ich wusste das mein Mann sterben wird, vieles konnten wir noch mit einander besprechen, als der Tag dann kam hatte ich vieles zu erledigen gehabt, das ich meine Trauer zur Seite geschoben habe. Letztes Jahr bin ich viel an Orte gewesen die wir beide besuchen wollten, das gab mir ganz viel Kraft. Mit jeder Reise die ich gemacht hatte, konnte ich ein Stückchen los lassen.
Dieses Jahr habe ich mich entschlossen unser Haus zu verkaufen und einen kompletten Neustart zu beginnen. Es geht mir gut damit.

Ich habe für mich gesehen, es gibt kein Patenrezept.

Weine, lache und schimpfe auch, irgendwann wird es leichter...

Ich wünsche dir ganz viel Kraft
LG
Die Liebe meines Lebens habe ich Ende April verloren.
Bauchspeicheldrüsenkrebs ist dermaßen brutal.

Am letzten Tag um 23.20h rede ich (und weine bitterlich) über die Distanz zu meiner Frau im Krankenhaus. Wohlgemerkt, ich war zu Hause.
Ich sagte ihr, sie solle sich nicht mehr quälen und "hinüber gehen".
Um 23.25h rief mich die Ärztin aus dem Krankenhaus an...……..

Ich wusste nicht, wie ich das alles bewerten sollte. Einerseits war es mir ein Trost, dass wir auf diesem Weg noch ein letztes Gespräch und auch ein gewisses Einvernehmen hatten. Andererseits wurde das Loch danach immer größer und tiefer, in das ich fiel.

Weinen, trauern, wütend sein, das waren die großen Emotionen der ersten Wochen nach dem Tod meiner Frau.
Ich war allein und wollte auch allein sein während der Wochen und Monate danach.
Langsam, ganz langsam lichten sich die Wolken und das Loch wächst von unten her wieder zu. Als würde jemand von unten wieder aufschütten, um mich wieder nach oben zu bringen.

Noch ist der Prozess bei Weitem nicht abgeschlossen. Aber man fängt wieder an zu kochen, zu putzen, sich zu interessieren.
Ich bitte die höhere Instanz, es möge der "Liebe meines Lebens" in der anderen Dimension gut gehen. Sie möge lachen, jauchzen, fliegen, tanzen, fröhlich sein. Darum bitte ich täglich und es ist mir ein gewisser Trost.

Meiner Philosophie nach, sind die Gedanken und "Gebete" die Nahrung für die Seelen unserer Lieben.

Entgegen der ersten Zeit, als ich wütend, traurig, enttäuscht vom Leben, unglücklich und ratlos war, habe ich seit einiger Zeit meine Einstellung ändern können und ich bin jetzt dankbar für die schönsten und glücklichsten Jahre meines Lebens, die ich mit dieser Frau er - und verleben durfte.

Sie war ein Geschenk und wenn ich daran zurückdenke, wie wir zusammengekommen sind, dann war das wie eine universelle Fügung. Ein absoluter Glücksfall, der unter normalen Umständen nie dazu geführt hätte, dass wir uns kennenlernen. Insofern akzeptiere ich heute, dass ich ein Geschenk erhalten habe, welches mich dreizehn Jahre unendlich glücklich gemacht hat. Ich werde mit jedem Tag dankbarer für die Zeit, die ich mit einer wunderbaren Frau und einem sehr wertvollen Menschen verbringen durfte.....
Mir kommen fast die Tränen und dann merkt man, dass der verstorbene Partner immer noch bei einem ist.
Meinen Mann hatte ich lange im Arm und habe ihm gesagt, dass er die Liebe meines Lebens war und ich ihn gehen lasse. Er hat sein Werk auf Erden getan und konnte in Ruhe gehen. Er hielt dabei die ganze Zeit meine Hand und mein Mann hatte blaue Augen, die waren so klar und rein und so voller Frieden, dass ich diese Augen nie mehr vergesse.

Morgens bin ich um 6 Uhr aufgestanden und habe mich angezogen, warum weiß ich nicht, so früh stehe ich sonst nie auf. Um 6.20 Uhr kam der Anruf ihr Mann ist gerade friedlich eingeschlafen. Ich bin dann sofort hingefahren und da lag er so, wie ich ihn abends verlassen hatte nur mit geschlossenen Augen.

Ja man fällt in ein Loch, egal was war man hatte ja gute Zeiten und auch schlechte, das Alleinsein überrennt einen dann. Aber ich habe es geschafft damit abzuschließen und alles ist gut.

Auch du Oberschlesier wirst wieder neuen Lebensmut fassen und dann fängt nochmal ein neues Leben an und ich wünsche dir viel inneren Frieden und Gelassenheit
Es ist einfach unsäglich, und es braucht eine gewisse Zeit, damit zurecht zu kommen.

Der Tod meines Mannes war für mich ein Hammer, der mein gesamtes bisheriges Leben nachhaltig zertrümmert hat.
Ich habe drei Jahre gebraucht, um wieder auf die Beine zu kommen, und das Leben nachher war ein ganz anderes...

Ich hab mir professionelle Hilfe geholt, und meine Therapeutin hat mich gerettet und wieder auf die Füße gestellt.
Ich habe etwas zu lange gewartet - erst ht man viel zu regeln, und dnn wird man schrecklich müde und isoliert sich selbst.

Ich finde es wichtig, das Gewesene in Dankbarkeit anzunehmen und es Gewesenes sein zu lassen.
Die Offenheit für Neues , vielleicht sehr Unbekanntes, ist ein wichtiges Thema, um weiterleben zu können.
Ich lebe jetzt mein drittes Leben und ich empfinde es als Draufgabe - als Geschenk, das ich zu schätzen gelernt habe.

Meine Liebe des Lebens bleibt trotz allem immer bei mir - er schaut mir lächelnd zu und ist - meistens - mit dem einverstanden, was ich hier auf Erden immer noch so tue.
ja das ist so wunderbar zu lesen, das es Anderen auch so ging und man fühlt sich gleich verstanden. Ja, das Leben geht weiter und die Zeit rennt und ich habe auch beschlossen die Zeit die mir noch bleibt, die genieße ich und habe das Glück es auch zu können.
Es ist gut zu sehen das es mir nicht alleine so geht ich habe meinen Mann im Januar verloren auch an Krebs und es war genauso schrecklich für mich . Aber es ist Zeit wieder das Leben zu beginnen denn wir sind noch hier und sie bleiben immer in unseren Herzen . Ich weine Heute auch noch und bin oft verzweifelt aber es nützt nichts deshalb habe ich jetzt auch wieder begonnen das Leben zu leben.Ich kann Euch so gut verstehen .
Mein aufrichtiges Beileid,
ich kann sooo gut nachfühlen wie es in Dir aussieht.
Lass alle Gefühle zu und höre nur auf Dein Ich.

Ich habe ein paar Tage vor Weihnachten 2017 und kurz vor seinem 65ten Geburtstag meinen Mann verloren. Er hat mich mit großen Augen angesehen und ist einfach zur Seite gefallen. Diesen Blick werde ich niemals vergessen können. Was hat er gedacht, gefühlt, war es ihm bewußt was geschieht? Unser Arzt sagte mir später "er hatte einen guten, sehr schnellen Tod". Dieser Gedanke ist mir und unserer ganzen Familie irgendwie ein Trost. Und ich war bei ihm als er ging.

Von einer Freundin habe ich das Buch "Mein Herz ist wie April" bekommen. Die darin enthaltenen kleinen Geschichten lese ich immer mal wieder. Sie sind gut für die meine Seele. Und jeden Tag rede ich über ihn (mit der Familie oder Freunden), über seine guten aber auch über seine nicht so guten Seiten.

Tagsüber läuft eigentlich alles ganz gut, aber am Abend und auch beim Aufwachen, wenn ich allein bin, dann vermisse ich ihn sehr.

Ich bin traurig, wütend, einsam - das gesamte Paket. Es wird bestimmt noch lange dauern, aber ich lasse jedes dieser Gefühle zu.

Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute!
In deinen Beitrag erkenne ich mich wieder vielen Dank dir , wenn ich alleine bin ist es am schlimmsten unter dem Tag ist es leichter aber diese Einsamkeit am Abend macht mich noch verrückt . Deshalb möchte ich nicht mehr alleine bleiben und wieder am Leben Teil nehmen .

Ich wünsche dir auch viel Kraft und alles gute
liebe grüße